richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Wenn der Mainstream mit der Propaganda oder Ich möchte mein altes Deutschland zurück

Yep. Immer feste druff!

Schlapperlot. Durch einen glücklichen Zufall auf das Buch Deutschland von Sinnen des türkisch-deutschen Schriftstellers Akif Pirinçci gestoßen. Es soll, so liest man, große Wellen im Feuilleton geschlagen haben. Negative, versteht sich. Kein Wunder, prangert der Autor die Gutmenschenphilosophie – a.k.a Political Correctness – mit harschen Worten an. Hola. Nein, gelesen habe ich es noch nicht. Kurzerhand bestellt. Und gleich das Nachfolgewerk Attacke auf den Mainstream dazu. Das zweite Buch interessiert mich freilich mehr, weil hier der interessierte Leser erfahren dürfte, wie der Mainstream auf das erste Buch reagierte und welche Keulen gegen den Autor geschwungen wurden. Ich gehe davon aus, dass es die üblichen gewesen sind, die mit »Anti« am Wortanfang beginnen oder mit »phob« am Ende enden. Ich denke, da ist für jeden Gutmenschen etwas dabei, um so richtig auf Linie gebracht zu werden. Und tobende Gutmenschen machen prinzipiell keine Gefangenen. Das hört man immer wieder. Wie dem auch sei, ich werde mir die beiden Bücher demnächst vorknöpfen und darüber befinden.

P.S.: Wenn Sie wissen möchte, wie mich der Zufall zu diesem Buch geführt hat, nun, dann ist es so, dass ich das Interview eines gewissen Nonnenmacher (ist der Name eigentlich pc?) gelesen habe, der die Vorwürfe von »Medienbranche-Insider-Verräter-Verschwörungstheoretiker« Ulfkotte, dass der Mainstream korrupt sei und Lügen verbreitet, mit den Worten „lächerlich und abstrus“ entkräften wollte. Ja, netter Versuch. In diesem Interview wurde auch auf eine weitere Auseinandersetzung von Niggemeier verwiesen. Und in diesem langen und breiten »es ist alles ganz anders«-Artikel, erfahre ich, dass »der Türke Akif Pirinçci« in einem ZDF-Interview gesagt haben soll: »Mit dem Arschloch sieht man besser«.  Da der Link zur Mediathek angegeben war, musste ich mir das rund 6-minütige Interview natürlich ansehen und habe es nicht bereut. Respekt! Der Mann, dachte ich mir, getraut sich ja allerhand zu sagen. Wahrlich, starker Tobak, was er da so von sich gegeben hat. »Ich möchte mein altes Deutschland wieder haben«, wiederholt er, das türkische Gastarbeiterkind der 1960er- und 70er Jahre, der sich als Deutscher wahrnimmt und nichts von dieser, oft in den Medien erwähnten, kulturellen Zerrissenheit wissen wollte.

P.S.S.: Weil ich weiß, was ich weiß, möchte ich an dieser Stelle nur zwei Anmerkungen machen. Dass der Mainstream tut, was eine Elite vorschreibt, klingt wie eine Verschwörungstheorie, scheint aber, wenn man dem ehemaligen FAZ-Mitherausgeber Paul Sethe (1965) und dem Bezirksstaatsanwalt von New Orleans Jim Garrison (1967) Glauben schenken möchte, einen wahren Kern zu haben. Und schließlich ist ein türkisch-deutscher Schriftsteller nicht der erste gewesen, der auf die Gefahren der Political Correctness hingewiesen hat, das hat vor ihm schon ein gewisser John Charles Carter gemacht. Well, well.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: