richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Wenn einer eine Zeitung liest, aber dann …

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Fotos? Sie wissen schon, wie das ist, mit den rechtlichen Belangen. Man will ja nicht gleich in den Knast, nur weil man vielleicht vor Jahren ein Foto hier …

Seit langer Zeit ist mir wieder einmal eine Mainstream-Publikation vor die Füße gefallen. Die Wiener Zeitung ist übrigens eine der ältesten Tageszeitungen der Welt. Laut ihrem Twitter-Profil gibt es sie schon seit 1703. Respekt. Jedenfalls machte ich mir den einen oder anderen Gedanken in Bezug auf den einen oder anderen Artikel über das eine oder andere Thema.

Auf Seite 3 hat man den ‚Globalhistoriker‘ (gibt es dafür ein Uni-Fach?) und Professor für neuere Geschichte an der Universität Konstanz J. O. zum Gespräch gebeten. Interessant, für mich jedenfalls, ist der Aspekt, dass jener welcher die Laudatio zu Angela Merkels 60. Geburtstag halten durfte. Über den Inhalt des Interviews muss man deshalb nicht viel mehr wissen, als dass Putin die Krim ‚annektiert‘ hätte (ich dachte, da gab’s ne demokratische Abstimmung der Bevölkerung?), die ‚extreme Rechte‘ in Frankreich unter Le Pen mit Putin eine Achse bildet, die „evident“ ist und der Einfluss Russlands in Ungarn ’spürbar‘ ist. Aha. Über den Einfluss Washingtons liest man bei Prof. O. hingegen nichts. Tja. Ich werte deshalb diesen „Artikel“ als Propaganda. Punktum.

Im Feuilleton hat man dem neuen Sachbuch Mozart und Salieri von Franz Forster eine viertel Seite gewidmet. Der Wiener Germanist stellt in seinem Buch die These auf, dass Wolfgang Amadeus Mozart tatsächlich ermordet worden und nicht eines natürlichen Todes gestorben sei. Folgerichtig schließt der Artikel – der Rezensent möchte nicht missverstanden werden: „Gedankengänge dieser Art nennt man ‚Verschwörungstheorien‚. Sie haben den Nachteil, nicht beweisbar zu sein, und den Vorteil, die Fantasie nachhaltiger zu beschäftigen als jede trockene wissenschaftliche Erklärung“. Aha. Also, wenn Sie mich fragen, seit ich mir seine Wohnung angesehen habe – also damit meine ich nicht jene des Rezensenten -, ist mir der – Schottengeselle? – Wolferl  äußerst suspekt und es tät mich nicht die Note wundern, würde er nur die Rolle des Genies gespielt haben. Gewiss, ich habe mich nicht im Detail mit dem Leben Mozarts auseinandergesetzt, aber die wenigen Fakten, die ich kenne, deuten mir an, dass hier der Hund im Detail steckt, sozusagen. More to come.

Auf Seite 35 erfahren wir etwas über die Gefährlichkeit der kosmischen Strahlung. „Für Flugbedienstete gehört [die kosmische Strahlung] hingegen zum Alltag. Nicht umsonst vergleicht die NASA deren Strahlenbelastung mit jener von AKW-Mitarbeitern.“ Aha. Entscheidend für die Strahlenbelastung ist nicht nur die Flugdauer, sondern auch die Flughöhe. Hm. Wie war das noch, damals, bei den Mond-Flügen? Erinnern Sie sich noch? Oder haben Sie davon gehört? Da flogen tollkühne Männer in raketenbetriebenen Metalldosen ins Weltall, spazierten am Mond herum, machten Fotos, die sicherlich einen Helmut Newton vor Neid erblassen ließen und reisten – mir nix, dir nix – zurück auf die Erde. Wohlbehalten allesamt. Man könnte beinahe meinen, es wäre eine Erfrischungskur gewesen, so rund und g’sund, wie die Astronauten nach ihrer Reise wirkten. Hautkrebs tritt bei Piloten und Flugbegleiter rund doppelt so oft auf als in der Bevölkerung. Wie mag es dann da ganz weit oben sein? Müssten die armen Astronauten nicht vom Krebs zerfressen sein? Nope. Nada. Also, wie man es auch dreht und wendet, irgendeine der „wissenschaftlichen Erklärungen“ dürfte nicht ganz zutreffen – entweder ist die Strahlung in den lichten Höhen des Weltalls marginal oder die Flüge zum Mond, nun ja, … Wissen Sie was ich denke? Ich denke, der im Jahr 1965 von der NASA zum ‚Stammesältesten‘ [‚their elder‘] erkorene österreichische Filmregisseur Fritz Lang könnte uns diesbezüglich ein wenig auf die Sprünge helfen. Aber bis es so weit ist, sehen Sie sich doch seinen Stummfilm Die Frau im Mond aus dem Jahr 1927 an. Beeindruckend, was der gute Lang damals schon vorausgeahnt hatte. Ja, ja.

So! Ich hoffe, Sie haben wieder etwas gelernt.

6 Antworten zu “Wenn einer eine Zeitung liest, aber dann …

  1. reinhard rausch Dienstag, 9 Dezember, 2014 um 12:16

    meintest du isaac newton und nicht helmut newton oder?

  2. reinhard rausch Dienstag, 9 Dezember, 2014 um 14:13

    verstehe jetzt den bezug🙂 war für mich nicth ganz eindeutig…

  3. MarcelW Montag, 15 Dezember, 2014 um 12:18

    Du verschwörungstheoretisierst, daß man nie zum Mond flog? Aber was ist denn mit dem ganzen Geld passiert? Und wie kriegt man die Betroffenen zum Schweigen / Mitlügen?

    • Richard K. Breuer Montag, 15 Dezember, 2014 um 20:55

      Also, Geld in dubiosen Kanälen verschwinden zu lassen, das ist keine große Kunst, besonders nicht beim US-Militär. Beispielsweise musste der damalige Verteidigungsminister Rumsfeld am 10. September 2001 (!) öffentlich zugeben, dass man im Pentagon 2,3 Billionen (yep, Trillions!) Dollar nicht zuordnen könne [„According to some estimates we cannot track $2.3 trillion in transactions“]. Die NASA ist ja per se eine militärische Einrichtung – die Astronauten, die damals zum Mond geflogen sein sollen, waren ja allesamt Piloten der AirForce – und damit unterstehen sie einer Befehlsgewalt.

      Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, was damals wirklich geschah. Es gibt weder einen Beweis für noch gegen die Mondlandungen. Aber wenn ich 1 + 1 zusammenzähle, dann ist das Ergebnis für mich jede Zahl, nur nicht 2. Am besten, du liest Con$piracy, dann weißt du Bescheid, wie die Welt da draußen tickt 😉

  4. Pingback: Wundersames rund um Freimaurer Mozart und die österreichische Bundeshymne | richard k. breuer

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