richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

EUROVision Song Contest 2015: And the Wiener is …

ESC_Park_Wien

Ordnung muss sein!

Okay. Wir sind Eurovision. Sozusagen. Ehrlich gesagt, mich interessierte die europäisch-asiatische Gesangszirkusnummer nicht die Fisole respektive grüne Bohne. Es war mir Blunzn respektive Wurscht. Aber irgendwie tropfte der Song Contest ins Unbewusst und ehe ich mich versah, verspürte ich eine Art von Fußballfieber. Sie wissen schon: Europameisterschaft und so. Auch da treten Nationen vom Kontinent friedlich und freundlich und fair gegeneinander an – und am Ende geht einer als Gewinner vom Fußballplatz respektive -bühne. Könnte man demnach nicht den ESC wie eine EM wahrnehmen? Mitfiebern, mitgucken, mitjubeln und so weiter und so fort?

Die erste Hürde besteht freilich darin, herauszufinden, wie das Turnier eigentlich ausgetragen wird. Es brauchte eine Weile, bis ich durchblickte. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind 40 Teilnehmer vertreten, davon sind bereits 7 fix für das Finale qualifiziert. Die restlichen 33 müssen in zwei Semifinalrunden – also Hin- und Rückspiel – durchgesiebt werden. Die besten 20 dürfen sich dann mit den 7 fix qualifizierten in zwei Finalrunden – ja, Hin- und Rückspiel – matchen. Am Ende sollte – nach alter Manier – ein Sieger übrig bleiben. Hoffentlich.

Die Sache mit dem Hin- und Rückspiel klingt seltsam und ist es auch. So vergibt eine Jury im Semifinale-„Hinspiel“ Punkte, die wiederum mit den TV-Zuschauer-Punkten aus dem Semifinale-„Rückspiel“ addiert werden. Ich schätze, die Administration wollte vermeiden, dass Anti-ESC- bzw. Anti-EU- bzw. Anti-Gender- bzw. Anti-Fminismus- bzw. Anti-Multikulturalismus bzw. Pro-Macho-Songs den Sieg davontragen. Political Correctness rulez!

Wenn Sie mich jetzt fragen, wem ich die Daumen drücke, so habe ich mich noch nicht entschieden. Spielen habe ich ja noch keine der Mann- und Frau- und Kunstfigurschaften gesehen. Ich lasse mich da überraschen. Die offensivstärksten Truppen am Papier respektive Foto stellen mit Sicherheit Island, Lettland Albanien, Griechenland, Schweiz, Portugal, Spanien, Ungarn, Russland und Malta. Wenn diese „Ballzauberer“ loslegen, bleibt kein Männerauge trocken. Aber ob diese den übermächtigen Defensivverbund der Mannschaften aus Finnland, Polen, Serbien oder Großbritannien knacken können, bleibt abzuwarten. Erinnern wir uns an die EM 2004 in Portugal. Damals siegte nicht jene Mannschaft, die den besten Offensiv-, sondern den effizientesten Defensiv-Fußball spielte. Schönheit war gestern, sozusagen.

More to come!

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