richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

14 Jahre später und kein bisschen schlauer: Das Mysterium 9/11

Cover of the New York Magazine 1974 May 27

Was sind die Chancen, ein ausgebrochenes Feuer in einem Wolkenkratzer zu überleben?, fragte das New York Magazine im Mai 1974.

Heute, vor 14 Jahren, wurden die Weichen für den immerwährenden Krieg gestellt: War is Freedom. Die Anschläge vom 11. September 2001 markieren das Ende eines Frühlings. Der Kalte Krieg ging schleichend in einen asymmetrischen Krieg über, der weder Grenzen noch Menschlichkeit kennt und der weder Feind noch Freund schont. War on Terror, wie es im orwellschen Newspeak heißt.

Sind Sie noch immer der Meinung, dass die offizielle Erklärung zu den Anschlägen der Wahrheit entspricht? Kurz, dass es eine Hand voll muslimische Selbstmordattentäter waren, die Passagierflugzeuge in ihre Gewalt brachten und damit in die Gebäude flogen? Was müsste geschehen, um Sie umzustimmen? Welche Fakten, Beweise und Indizien würden Sie benötigen, um Ihre Meinung zu ändern? Nun?

Gewiss, alle Welt hat es gesehen. Mit eigenen Augen. Andererseits, die Leute vor den TV-Geräten – ich war einer von ihnen – hatten damals nur ein Abbild gesehen. Wir gehen davon aus, dass dieses Abbild „real“ ist. Natürlich. Und doch, wenn wir beispielsweise ins Kino gehen, wissen wir, dass das gezeigte Abbild nicht real ist, obwohl sich die Bilder nicht sonderlich unterscheiden. Bürotürme stehen in Flammen, Hochhäuser explodieren. Woher wissen wir, wann etwas wirklich und wann etwas unwirklich ist? Am Ende ist es nur unser Vertrauen gegenüber den Medienleuten. Wir vertrauen darauf, dass wir nicht angelogen werden. Wenn die Medienleute sagen, dass das Gesendete „real“, also „live“ ist, dann ist es das auch. Punktum. Und doch können auch Medienleute in die Irre geführt werden. Was wissen die Redakteure in den Zentralstellen, weitab vom Geschehen, was gerade geschieht und was nicht geschieht? Woher erhalten diese ihre Informationen? Und woher bekommen die TV-Sender ihre Live-Bilder?

Falls Sie viel Zeit und Muse haben, dann empfehle ich Ihnen die damaligen 9/11-Live-Bilder der TV-Sender ABC, NBC, CBS, FOX5, CNN und BBC anzugucken. So, wie sie damals in die Wohnzimmer gesendet wurden. Im Internet-Archive können Sie noch einmal „live“ dabei sein. All die Konfusion. All die Vermutungen. All die Behauptungen. All die Interviews. All der Informationsmischmasch. Und doch einigten sich die Medienleute recht bald auf eine Erklärung, die sich im Zirkelschluss selbst erklärt: Terroranschlag – al-Qaida – Osama bin-Laden – Attentäter – Flugzeugentführungen – Terroranschlag.

Hier eine synchrone Zusammenstellung der 5 US-TV-Sender und ihre seltsame „live“-Berichterstattung am Morgen des 11. Septembers 2001. Die Schlüsse, die der Macher SimonShack am Ende des Clips zieht, lasse ich einmal im Raum stehen. Wichtig ist für mich lediglich, dass Sie die damaligen „Live-Bilder“ noch einmal in kompakter Form sehen können.

*

Die Stärke der offiziellen Erklärung ist ihre Einfachheit. Jedes Kind versteht die Abfolge. Jeder Greis die Auswirkungen. Deshalb stehen all die Wahrheitssucher auf verlorenem Posten. Sie wissen, dass die offizielle Erklärung nicht stimmen kann, aber sie können dem misstrauischen Publikum keinen Erklärungs-Ersatz anbieten, der ebenfalls einfach zu verstehen ist. Und so bleibt der gewöhnliche Bürger Gefangener einer für ihn konstruierten Fiktion, während sich die Schlinge um seinen Hals enger zieht.

Als Einführung in das rabbit hole 9/11 empfehle ich die im ORF ausgestrahlte Doku: ZERO: An investigation into 9/11 – Was steckt wirklich dahinter? Gewiss, der Film bietet keine Antworten, aber er wirft viele Fragen auf. Immerhin.

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