richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Hysterie 2.0: Je suis propagande

Propaganda_Bernays

Nur für den Fall, dass Sie die letzten Tage wie betäubt in den hysterischen Chor eingestimmt haben, möchte ich Ihnen nun ein wenig Ruhe empfehlen. Denn, so schrecklich und teuflisch und bösartig und brutal die mediale Berichterstattung auch ist, wir dürfen niemals vergessen, dass es die elitären Schlüsselspieler sind, die in einem Moment der Betäubung eine für die Bürger unangenehme Kurskorrektur vornehmen können.

Kurz und gut, ein brennender Reichstag, ein bombardiertes Pearl Harbor, ein ermordeter Thronfolger oder ein sich in Staub aufgelöster Wolkenkratzer geben den Machthabern die „legitime“ Möglichkeit, die innere und äußere Welt mit Gewalt und Tod zu überziehen. Aber Krieg ist nur ein skrupelloses Geschäft, wie Generalmajor Smedley Darlington Butler (1881-1940) eindringlich darlegte:

[meine Übersetzung:] Es gibt keinen Trick im Gangstergeschäft, den die Militärbande nicht kennen würde. Sie hat ihre ›Denunzianten‹ (um auf Feinde zu zeigen), ihre ›Muskelprotze‹ (um Feinde zu vernichten), ihre ›Gehirnakrobaten‹ (um Kriegsvorbereitungen zu planen) und einen ›Big Boss‹ (super-nationalistischer Kapitalismus). Es mag seltsam scheinen, dass ein Militarist solche Vergleiche anstellt. Aber Ehrlichkeit verpflichtet mich dazu. Ich verbrachte 33 Jahre und 4 Monate im aktiven Dienst als ein Mitglied der schlagkräftigsten Streitkraft des Landes, dem Marine Corps. Ich diente in allen Offiziersdienstgraden – vom Leutnant bis hin zum Generalmajor. Und während dieser Jahre verbrachte ich die meiste Zeit damit ein erstklassiger Muskelprotz für Big Business, für Wall Street und für die Bankiers zu sein. Kurz, ich war ein Gangster im Auftrag des Kapitalismus.

Major General Smedley D. Butler, America’s Armed Forces: 2. ›In Time of Peace‹: The Army, Common Sense, Vol. 4, No. 11, November 1935, S. 8ff., zit. n. Grover Furr, Montclair State University

Eine Antwort zu “Hysterie 2.0: Je suis propagande

  1. Pingback: Nizza, Paris, Charlie, San Bernardino, Boston und der Krieg gegen deine Wahrnehmung | richard k. breuer

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: