Was der Mainstream verschweigt: Präsident Duterte, Philippinen

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Auf den Punkt gebracht für den eiligen Leser: Die westlichen Medienhäuser versuchen mit allen Tricks aus der Propagandakiste den mit überwältigender Mehrheit gewählten philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte – Vater von vier Kindern – anzuschwärzen und in Blut zu tauchen. Ohne die historischen Hintergründe und gegenwärtige Zustände des Landes zu kennen, kann sich der gewöhnliche Medienkonsument keinen Reim auf diesen „ruchlosen Anti-Drogen-Hardliner“ und „international verfemten Präsidenten“ machen. Wir haben es hier mit einer bewusst inszenierten medialen Hetzkampagne zu tun, deren Sinn m. E. nur darin liegen kann, eine kommende (illegale und völkerrechtswidrige) Intervention westlicher Globalisten zu rechtfertigen. Siehe Libyen, anno 2011.

Der obige Artikel aus der österreichischen Tageszeitung Der Standard ist das Paradebeispiel für eine propagandistische Auftragsarbeit und sollte deshalb in den Schulen – Stichwort: Medienkompetenz – analysiert werden. Nebenbei bemerkt hat die Tageszeitung Oberösterreichische Nachrichten ebenfalls über den Sachverhalt auf ähnliche Weise berichtet. Finden Sie das jetzt nicht auch merkwürdig? Die Philippinen sind eines der ärmsten Länder Südostasiens, warum wird über die Verhaftung eines „Regimegegners“ so viel Wind gemacht? Tagtäglich werden auf der ganzen Welt Gegner eines Regimes festgenommen, gefoltert und sogar getötet – aber die Presseleute nehmen für gewöhnlich keine Notiz davon.

Bitte beachten Sie, dass die Präsident Duterte vorgeworfenen „außergerichtlichen Tötungen“ auch auf den ehemaligen Präsident Barack Obama zutreffen, da dieser mindestens 473 Mal sein Einverständnis für Drohnenangriffe in souveränen Staaten gab. Sie werden vielleicht einwerfen, die Ziele dieser Angriffe seien Terroristen gewesen. Nun, dann stellen Sie sich mal vor, Sie gehen in Wien spazieren und als Sie an einem Restaurant vorbeikommen, gibt es eine mächtige Explosion. Ihre Begleitung stirbt dabei an Ort und Stelle, während Sie und viele andere Passanten, die sich zufällig in der Gegend rund um das Restaurant aufhielten, verletzt werden. Die Mitteilung vom Pressesprecher des Weißen Hauses lautet später lapidar, dass man einen wichtigen Al-Qaida-Verbindungsmann in Wien ausgeschaltet habe und der Kollateralschaden gering sei. Mehr ist nicht. Und die Medienleute nicken und schreiben das auch so ab, während Sie und viele andere mit Schmerzen im Spital liegen und vor Wut kochen, weil niemand Notiz von dieser Ungerechtigkeit nimmt und die Medienhäuser so tun, als würde ein US-Präsident über dem Gesetz stehen. Ja, so denken viele Bürger in Pakistan, Jemen, Libyen, Somalia, Afghanistan, Irak und Syrien.

Warum berichtet die Presse ausgerechnet über die Philippinen und nicht über andere Staaten in Südostasien? Wie oft liest man etwas über Kambodscha? Oder Burma (Myanmar)? Oder Vietnam? Es scheint, dass die (westliche) Medienwelt wie auf Zuruf über Präsident Duterte zu schreiben hat. Das kann kein Zufall sein, meinen Sie nicht auch?

Das ist freilich kein Zufall. Dazu muss man wissen, dass die Philippinen um 1900 wie eine amerikanische Kolonie behandelt und somit von westlichen Wirtschaftsleuten ausgebeutet wurden. Daran hat sich eigentlich nach dem kurzen Intermezzo Japans vor und während des 2. Weltkriegs nicht viel geändert. Die Philippinen lagen im geopolitischen Einflussbereich Washingtons, das alle Fäden zog und dafür sorgte, dass die Präsidenten artig taten, was man ihnen sagte. Mit Präsident Duterte änderte sich aber diese Gängelei des rund 100 Millionen Einwohner zählenden christlichen Staates. Mit ungewohnt klaren Worten sagte er dem Drogenproblem den Kampf an – dieses Problem wird in den Medien klein geredet, tatsächlich gehen aber die Drogensüchtigen in die Millionen – und diese sorgen für Unruhen und Kriminalität. Diese (gefühlte) Unsicherheit in der Gesellschaft war mit ein großer Grund, warum etwa 90 % der Bevölkerung einen Hardliner wählten, der bereits als Bürgermeister einer Stadt mit dem Drogenproblem konfrontiert war und es auf seine Weise löste.

Ich gehe übrigens davon aus, dass Washington bzw. der Deep State seine geheimdienstliche Hand im Drogenbizness-Spiel hat. Es ist die übliche Opium-Kolonialpolitik, die wir in der Geschichte zwischen Großbritannien und China kennen- und fürchten gelernt haben. Möchte der Kolonialherr Rebellionen der Masse verhindern, muss er sie zum einen ruhig stellen, zum anderen mit Problemen in den eigenen Reihen konfrontieren – divide et impera, sozusagen. Neben Drogen und Kriminalität funktioniert es gegenwärtig natürlich auch gut mit Terror (im Süden der Philippinen soll Washington muslimische Aufstände befeuert haben).

Präsident Duterte ist angetreten, dieser westlichen Imperialpolitik entgegenzutreten. Er hat bereits mit China Gespräche für eine wirtschaftliche Annäherung aufgenommen. China hat bekanntlich viel Geld angehäuft und will es gewinnbringend investieren (bevor es wertlos wird). Im Gegensatz zu Washington, das für gewöhnlich auf Bestechung der Eliten eines Landes setzt (und Gegner des pro-westlichen Kurses ausschaltet – siehe die (sogar im ORF ausgestrahlte) Doku Economic Hit Man), setzt Peking auf Zusammenarbeit und längerfristigen Einfluss. So vergibt China Kredite, die von den Regierungen zweckgebunden in den Bau von Infrastruktur-Einrichtungen – Straßen, Eisenbahnen, Kulturzentren, Versammlungshallen, usw. – eingesetzt werden müssen. Peking sichert sich somit die Gunst der Bevölkerung – während Washington immer nur von einem bestochenen Präsidenten bzw. Diktator zum nächsten springt, deren Aufgab es ist, die eigene Bevölkerung niederzuhalten. Dass diese geopolitische Strategie zu extremen Spannungen in der Gesellschaft führt, sollte auch einem weltfremden Journalisten klar sein.

Zurück zum obigen Artikel. Stellen Sie sich vor, Leila de Lima wäre eine Marionette Washingtons, stellen Sie sich vor, Rodrigo Duterte würde einen brutalen Kampf gegen die hinterhältige Opium-Politik des Westens führen, stellen Sie sich vor, dass die Bevölkerung es endgültig satt hat, nur ein geopolitischer Spielball der Mächte zu sein, stellen Sie sich vor, das philippinische Volk verlangt seine Souveränität zurück, und stellen Sie sich vor, die Strippenzieher in Washington können dieses Aufbegehren nicht gutheißen und teilen den Presseagenturen und großen Medienhäuser mit, was diese über Präsident Duterte zu berichten und was sie zu verschweigen haben.

Ist das wirklich unvorstellbar?

Im Mainstream werden Sie über all das freilich nichts hören, nichts lesen. Die Presse ist deshalb so gefährlich, weil sie sich unschuldig und unabhängig gibt – und doch ist sie es, die den Weg für blutige Ereignisse politisch ebnet. Ein Blick in die nahe Vergangenheit zeigt, wie das perfide Spiel gespielt wird und es liegt an uns, den gewöhnlichen Bürgern, diese hinterhältige und für die Welt so gefährliche „Pressearbeit“ aufzudecken und die Journalisten in die Pflicht zu nehmen.

P.S.: Hier das Interview mit einer philippinischen Bürgerin: youtube

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