WM 2018: Das Finale – Ein kroatischer Sommeralptraum und der Sieg französischer Fadesse

Die Equipe Tricolore hat die kroatischen Dauerläufer mit 4:2 brutal aus rot-weiß-karierten Träumen gerissen. Dieses kleine europäische Land am Balkan mit rund 4 Millionen Einwohner und einer kakanischen Vergangenheit stemmte sich gegen die Söldnertruppe der Grande Nation, die mit ihren Übersee-Departements stattliche 70 Millionen Einwohner vorweisen kann. Die Kroaten, Hand aufs Herz, hätten sich den Weltmeistertitel redlich verdient. Hier der FIFA-Zusammenschnitt.

Der Favorit spielte an diesem Tage – mit Ausnahme vielleicht von 10 Minuten – einen erschreckend lahmen und schnarchnasigen Fußball. Von einer spielerischen Dominanz konnte keine Rede sein. Modric und Co nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und zeigten, dass sie gewillt waren, den Kampf anzunehmen. Frankreich, vielleicht überrascht von diesem unbändigen Willen des Gegners, zog sich verschreckt ins Schneckenhaus zurück und machte, was es am besten kann: Verteidigen und Lauern. So kam, wie es kommen musste. Nach 15 Minuten der erste zaghafte Angriff der Franzosen. Eine Schwalbe von Griezmann führt zu einem Freistoß und die Flanke, von Mandzukic unglücklich abgefälscht, zum völlig unverdienten Führungstreffer der Franzosen. Welch herber Schlag für die Kroaten. Man konnte deren Enttäuschung förmlich durch den TV-Bildschirm spüren. Aber sie ließen die Köpfe nicht hängen, sondern marschierten weiter gegen das französische Tor. Perisic erlöste nach zehn Minuten die kleine Nation mit seinem Ausgleichstreffer. Herrlich anzusehen, wie er sich den Ball mit rechts mitnimmt, dabei einen Verteidiger stehen lässt und mit links abschließt. Von diesem Zeitpunkt an getraute man dem Underdog alles zu. Die Franzosen wankten. Nur Mbappe, der im Laufe des Spiels immer wieder mit langen Bällen gefüttert werden sollte, zeigte mit seiner extremen Schnelligkeit auf. Die frühe Entscheidung, wenn man so will, fällt in der 38. Spielminute, als im kroatischen Strafraum in einem Kopfballduell der Ball an die Hand von Perisic geht. Anfänglich lässt der Schiedsrichter weiterspielen. Doch nach unzähligen Reklamationen der französischen Spieler und einem Wink der Videoschiedsrichter, sieht er sich den Sachverhalt am Monitor sehr, sehr lange an und gibt schließlich Strafstoß für Frankreich. Schockierende Fehlentscheidung!? Griezmann verwertet den Penalty trocken. Eiskalte Dusche für die Kroaten. Ein weiteres Mal stemmen sich die Kroaten gegen die Niederlage, ein weiteres Mal rackern und kämpfen sie um jeden Ball. Schlussendlich, sie haben keine andere Wahl – laufen sie ins offene Messer: In der 59. und 65. Minute machen die Franzosen im Konterspiel alles klar. Das Finale ist damit gelaufen. Trotzdem geben die Kroaten bis zum Schluss nicht auf oder klein bei. Respect!

Wahrlich, noch Stunden später habe ich einen säuerlichen Geschmack im Mund. Die Franzosen haben dieses Spiel dank glücklichster Umstände gewonnen. Sie waren in keinem Fall die bessere Mannschaft an diesem Tage (oder überhaupt des ganzen Turniers) gewesen, nur die abgebrühtere, die skrupellosere, die glücklichere und sie profitierten von den Entscheidungen des Unparteiischen im großen Maße. Während die Kroaten – wie in den vorangegangenen K.O-Partien – aufopfernd einen Rückstand wettzumachen versuchten, spulten die Franzosen ihren defensiven Stiefel herunter und waren nur bedacht, Mbappe mit langen Bällen auf die Reise zu schicken. Kick and Rush auf französisch, wenn man so will. Und das soll ein würdiger Weltmeister sein?

Merde alors!

Sogar der Himmel weinte bei der Siegerehrung.

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2 Kommentare zu „WM 2018: Das Finale – Ein kroatischer Sommeralptraum und der Sieg französischer Fadesse“

  1. Waren es wirklich „nur“ glücklichste Umstände, die den Franzosen den Sieg gebracht haben….oder werden gerade in diesem Land momentan dringend „Helden“ gebraucht, die so aussehen wie all die Neuankömmlinge, die nicht den allerbesten Ruf genießen?
    Honi soit qui mal y pense. 😉

    1. Ja, Helden, wirkliche Helden, bräuchte nicht nur dieses Land, sondern all jene Länder, die den revolutionären Kulturmarxisten zum Opfer gefallen sind. Wie wir aus der Vergangenheit wissen, sind diese Revoluzzer kein Kind von Traurigkeit und schrecken vor den übelsten Machenschaften und Einflussnahmen kein Bisschen zurück, um das große Ziel „Friede Freude Eierkuchen für alle“ zu erreichen. Der Zweck heiligt jedes Mittel – und am Ende sauft der Kahn nicht mehr im Mittelmeer ab, sondern direkt vor unserer Haustür. Oui, oui.

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