Gedanken einer 20-jährigen Psychologie-Studentin über Präsident Donald Trump: Beleidigungen #USA

Vorweg: Wie wir unsere Meinung bilden
Teil #1: Über die US-Wahl
Teil #2: Beleidigungen
Teil #3: Rassismusvorwürfe

Ich führte die letzten Tage ein Gespräch mit M. über die US-Wahl und welche Konsequenzen diese für die zukünftige Welt haben wird. Sie erwähnte nebenbei, dass sich ihre beiden Kinder viele Gedanken über Trump machten. Ich bat sie, dass mir die beiden ihre größten Probleme mit Trump zukommen lassen, um herauszufinden, welche Argumente hier ins Feld geführt werden. In diesem Beitrag geht es um die Sichtweise einer 20-jährigen Psychologie-Studentin aus dem Großraum Wien und die Frage warum Trump andere Menschen beleidigt.

 

Hier die Gründe warum mich Donald Trump wütend macht:

[Julia:] Weil er Menschen in der Öffentlichkeit beleidigt (als Bastards zum Beispiel) und ich das niveaulos finde (vor allem als Präsident); […] er diskriminiert Minderheiten: Menschen anderer Ethnien (oder auch Behinderte).

Bevor wir in medias res gehen, sollte ein Punkt erwähnt werden, der von den Medien und den Trump-Gegnern gerne ausgeblendet wird. Donald Trump hat seine beruflich erfolgreiche (!) Karriere in New York City begonnen. Diese Stadt ist der Schmelztiegel der Nation. Ist es demnach vorstellbar, dass ein Geschäftsmann, der u. a. eine Hotelkette besitzt und somit auch eine Vielzahl an Arbeitnehmern unterhält, sich negativ gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe, Religion, Ethnien oder körperlicher Einschränkungen äußert und Frauen schlecht behandelt?

Ist es vorstellbar, dass seine internationalen Geschäftspartner und Kunden aus allen Gesellschaftsschichten sowie Journalisten und Reporter, die lange und breite Abhandlungen über ihn geschrieben haben, dass all diese klugen und sicherlich unterschiedlichen Menschen damals nicht bemerkt hätten, wie „rassistisch“, „frauenfeindlich“ und „beleidigend“ er gewesen sein muss?

Es hat bis jetzt kein einziger Vorwurf einer genaueren Untersuchung standgehalten, der zeigen würde, dass Trump vor 2015 – bevor er sich in das politische Abenteuer stürzte – all das gewesen ist, was ihm die Medien (und damit gutgläubige Medienkonsumenten) vorwerfen.

Ein Interview von 2016

Sehen wir uns beispielsweise das 7-minütige Interview mit Journalisten-Legende Ted Koppel an, das er mit Trump vor der Wahl 2016 gemacht hat.

Größenwahn? Kann ein Mensch jemals mehr in seinem Leben erreichen?

Koppel ist eindeutig kritisch gegenüber Trumps unorthodoxen Wahlkampf (Social Media) eingestellt, aber er lässt die Antworten seines Gegenübers gelten (Trump: „The media is very dishonest“ – damals begann schon ein medial konzentrierter Angriff auf den Politiker Trump, der in keiner Weise fair oder ausgeglichen war. Aber er gibt auch zu, dass es „viele ehrliche Medienleute gibt, aber sehr viele unehrliche“. )

Trump führt (berechtigt) aus, dass er diese Form der Korruption in den Medienkonzernen zur Sprache bringen möchte. Er habe kein Problem, führt er aus, von den Medien kritisiert zu werden, aber sie sollten dabei ehrlich (straight) sein. Koppel weist darauf hin, dass Teile der Republikanischen Partei (Bushs, McCains – beide Familien sind für ausländische US-Kriegseinsätze im Gegensatz zu Trump!) sich gegen ihn stellen würden, worauf Trump abwinkt und meint, dass die registrierten Wähler der Partei hinter ihm stünden. Er habe so viele Stimmen von ihnen wie noch kein anderer republikanischer Kandidat in der Geschichte der Partei erhalten!

Erfolgreicher Geschäftsmann, beleidigender Präsident?

Kurz und gut, man muss sich die Frage stellen, warum sollte ein erfolgreicher Geschäftsmann und einer der erfolgreichsten Politiker aller Zeiten, beliebt und bewundert von einer großen Basis (zumindest 73 Millionen Wähler), es nötig haben, andere schlecht zu reden oder Menschen mit Behinderung „nachzuäffen“? Ergibt das Sinn? Und falls man mir entgegenhält, er sei eben seine Art, dann entgegne ich, dass er damit unmöglich in New York City hätte erfolgreich sein können und hätte niemals die Beliebtheit erreicht, die er heute hat. Glauben Sie wirklich, dass so viele Menschen Trump bewundern und beklatschen, obwohl/weil er diskriminiert und andere von oben herab behandelt?

Trump goes easy

Sehen Sie sich kurz diesen unten angeführten Clip an. Nach einer Naturkatastrophe biblischen Ausmaßes – Hurrikan Laura zog eine verheerende Spur durch die Südstaaten der USA – reiste Trump an Ort und Stelle und ließ sich vom Ausmaß der Katastrophe informieren. Als das Briefing vorbei ist, nimmt Trump noch einmal Platz, zückt einen Stift und kritzelt seine Unterschrift auf ein Papier. Er schiebt es einem der abgekämpften Einsatzleiter zu und sagt schlicht:

„Da hast du, das kannst du am Abend auf ebay verkaufen. Du solltest $ 10.000 dafür bekommen.“

Vorspulen auf 2:30 um zu sehen, wie der Präsident der USA handelt

Dann nimmt er noch weitere Zetteln und unterschreibt sie alle. Auf diese Weise hilft er jenen Menschen, die es am dringendsten nötig hatten. Die behördlichen Hilfeleistungen hätten sicherlich Tage auf sich warten lassen. Sieht so ein Mensch aus, der andere schlecht behandelt? Natürlich können Sie jetzt das gerade Gesehene ausblenden, in dem Sie sich einreden, das sei alles nur inszeniert. Okay. Aber dann sollten Sie diesen Gedanken immer parat haben, wenn Sie das nächste Mal ihren Lieblingskandidaten im TV eine gute Tat vollbringen sehen. Am Ende spüren wir es, ob jemand aufrichtig ist und es ernst meint. Ob man dieses Gefühl zulässt, ist freilich eine andere Sache.

Falls man fest davon überzeugt ist, dass Trump der personifizierte Teufel ist, dann würde es bedeuten, dass seine Wähler und Anhänger ebenfalls dem Teufel huldigen. Wirklich? Wollen wir das glauben? Könnte es nicht sein, dass sich die Sache ganz anders darstellt und man von den Medien ein verfälschtes Bild über den Menschen Trump bekommen hat?

Bastards? Hmmm …

[Julia:] Weil er Menschen in der Öffentlichkeit beleidigt (als Bastards“ zum Beispiel) und ich das niveaulos finde (vor allem als Präsident);

Hier der Zusammenhang. Donald Trump sagte bei einer Wahlkundgebung, die im TV live ausgestrahlt wurde:

„Die Leute sind Covid überdrüssig, Du drehst (TV-Sender) CNN auf und das ist alles, worüber sie berichten: Covid, Covid, Pandemie, Covid, Covid, Covid … Sehen Sie, die (Medien) wollen jeden davon abbringen, wählen zu gehen, [blickt in die TV-Kamera] aber die Leute kaufen euch das nicht ab, CNN, ihr dummen Bastards.“

Trump bezieht sich demnach mit seiner Beleidigung nicht an eine Person, sondern an den Medienkonzern CNN. Um das zu verstehen und einordnen zu können, muss man wissen, dass der amtierende Präsident der USA in den letzten 4 Jahren beinahe täglich von den größten und „seriösesten“ Medienkonzernen (vor allem CNN) beleidigt, verunglimpft und wüstest beschimpft wurde, oftmals weit unter der Gürtellinie. Wenn man es nicht gesehen und gehört hat, kann man unmöglich eine Vorstellung davon haben, mit welch giftiger Häme, mit welch unergründbaren Hass die TV-Sprecher (aber auch „Experten“ und Hollywood-Celebrities) zu Werke gegangen sind.

Robert de Niro: „Ich denke, [Trump] ist so offenkundig dumm. Er ist ein Dreckskerl, er ist ein Hund, ein Schwein. Er ist ein Schwindler, ein Quatschkopf, ein Köter, der nicht weiß, worüber er spricht. Er ist ein Idiot … dieser Irre, dieser Depp … Nun, ich würde ihm gerne eine in die Fresse geben.“

Medien: Wir hassen, deshalb sind wir!

Bitte bedenken Sie, dass diese gehässigen und verlogenen Angriffe nicht nur dem Mensch Trump geschadet haben, sondern auch dem Amt des Präsidenten und damit der USA selbst. Wer kann es ihm verdenken, wenn er mit den korrupten Medienkonzernen (und all jene, die diese Korruption ermöglichen) harsch ins Gericht geht?

Zeitungen und TV-Anstalten haben beispielsweise noch nie einen Krieg verhindert, sondern im Gegenteil, diese immer nur befördert! So haben die Medien nach 2016 alle schäbigen Tricks angewandt, um Trump in einen offenen Krieg gegen Syrien zu zwingen, was mit Sicherheit einen Flächenbrand ausgelöst hätte, da Russland, Türkei, Israel, Irak und Iran allesamt involviert gewesen wären. Trump hat sich vom Medienbombardement nicht einschüchtern lassen und einfach nur als Antwort ein paar Raketen – imposant ins TV-Bild gerückt – auf Syrien abgefeuert (die freilich irgendwo in der Wüste landeten). Der Gerechtigkeit war Genüge getan, ein Krieg verhindert und die Medienleute schäumten Gift und Galle.

Glauben Sie also nicht, dass es Medienkonzernen um Wahrheit und Aufklärung geht. Mitnichten. Eine Qualitätszeitung wie die New York Times ist freilich um keinen Deut besser als FOX News oder die Kronen Zeitung, nur die Zielgruppen sind andere (schlag nach bei Noam Chomskys Manufacturing Consent). Am Ende steht hinter den internationalen Medienkonzernen eine kleine Gruppe an Eigentümern, die die Linie vorgeben. Falls Sie das nicht verstehen wollen, falls Sie glauben, das sei eine Verschwörungstheorie, dann kann ich Ihnen auch nicht mehr helfen.

Wenn Medien einen Sachverhalt inszenieren

[Julia] … äfft einen behinderten Reporter nach (Artikel bekannt).

Hat Trump einen Reporter mit Behinderung „nachgeäfft“? Entnimmt man einer Videosequenz ein Standbild von Trump und stellt man dieses dem Foto des Reporters, der eine körperliche Behinderung aufweist, gegenüber, lässt das für einen gutgläubigen Medienkonsumenten nur eine Wahl zu: Trump „äffte“ einen Menschen mit Behinderung nach.

Doch wer der Sache auf den Grund geht, bemerkt, dass die Medien hier in übelster Weise einen Sachverhalt inszeniert haben. Der iranisch-amerikanische Bürgerjournalist mit muslimischen Wurzeln K-von Moezzi hat diesen Fall für uns aufgelöst und mit Humor ins rechte Licht gerückt. In seinem YouTube Video weist er darauf hin, dass Trump generell ein schauspielerisches Schütteln einsetzt, um Verwirrung im Anderen anzuzeigen, beispielsweise die „Idiotie“ eines Generals oder die „Blödsinnigkeit“ eines Bankiers – dabei nimmt er sich auch schon mal selbst aufs Korn. Das eine [Schütteln] hat also mit dem anderen [Reporter mit Behinderung] nichts zu tun und trotzdem haben die Medien einen „kausalen Zusammenhang“ hergestellt und dem Mensch Trump unterstellt, dass er sich über Behinderte lustig machen würde. Stellen Sie sich vor, man würde dieses perfide Spiel mit Ihnen treiben!

Hätte Trump nichts für Menschen mit Behinderung übrig – darunter viele Soldaten, die im Kriegseinsatz (dank Bush, Obama, Biden und Hillary Clinton) schwer verwundet wurden, er könnte sich einfach zurücklehnen und nichts für sie tun. Doch wir sehen, dass er – im Gegenteil zu Medienberichten – ausgesprochen großzügig Hilfe für vom Krieg verkrüppelte Veteranen möglich macht. Disability#1 Disability#2

 

Auf der anderen Seite erfinden die Wahlkämpfer für Joe Biden ein „Stottern“, welches Biden seit seiner Kindheit haben soll – doch das ist nur vorgeschoben, um seinen mentalen Verfall zu kaschieren. Dass Biden in der Öffentlichkeit Wutausbrüche zeigt und dabei kritische Gesprächspartner herabsetzt und herabwürdigt („Hey, Fettsack“), wird von den Medien gar nicht erst erwähnt. Das ist die „Korruption“, die Donald Trump den Medienkonzernen vorwirft. Würden diese Joe Biden (oder Kamala Harris) genauso behandeln wie Trump, kein Stein würde mehr auf dem anderen stehen, in Washington. Sie können sich vorstellen, was eine 47-jährige Politkarriere alles an explosiven Zündstoff hergäbe. Aber davon kann keine Rede sein.

Weltbrand oder Strohfeuer?

Sollten Sie noch immer der festen Überzeugung sein, dass die Medien wahrheitsgetreu berichten, nur das Wohl der Bevölkerung vor Augen haben und dabei in keiner Weise einer von ihren Eigentümern vorgegebenen Agenden folgen, dann wird es vielleicht Zeit, sich für den kommenden Weltbrand zu rüsten. Dass dieser kommt, steht außer Zweifel – aber je mehr Menschen aufwachen und diese stattfindende Gehirnwäsche aufdecken, um so friedlicher wird die Revolution „It has to stop!“ sein.

Begeisterung?

Zu guter Letzt vergleichen wir die Begeisterung einer Wahlkundgebung von Donald Trump in Ohio und von Joe Biden in North Carolina. Hier das Video und als Vorgeschmack zwei Screenshots:

Das ist die Zukunft der Welt unter einer Präsidentschaft Trumps: Gemeinsam bauen wir etwas auf.
Das ist die Zukunft der Welt unter einer Präsidentschaft Bidens: Jeder für sich, jeder allein.

Halten Sie dabei immer im Hinterkopf, dass Joe Biden mehr Stimmen als Barack Obama oder Hillary Clinton bekommen haben soll, ja mehr als jeder andere Kandidat in der Geschichte der USA.

Don’t show the crowds in TV! It’s verboten!

Zur Erklärung, warum Trump bei seinen Wahlveranstaltungen immer wieder in die Kamera zeigt und sagt, die Kameraleute sollen doch mal die Menschenmenge zeigen, die so überwältigend ist. Die strikte Vorgabe der Medienkonzerne ist, niemals die Menschenmenge einer Trump-Kundgebung im TV zu zeigen. Warum? Weil es offensichtlich sein würde, wie armselig Joe Bidens Versuch ist, seine Wählerschaft zu begeistern.

Einzig der unabhängige und vom kleinen Mann finanzierte TV-Sender „Right Side Media Broadcasting“ zeigt als einziger die unglaublichen Menschenmassen bei den Kundgebungen von Trump.

In der nächsten Folge sehen wir uns an, was es mit den „Rassismusvorwürfen“ und dem fine people-Skandal auf sich hat. Ich verrate ihnen vorweg: nichts.

Fortsetzung folgt.

2 Kommentare zu „Gedanken einer 20-jährigen Psychologie-Studentin über Präsident Donald Trump: Beleidigungen #USA“

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