Als das Hollywood des 21. Jahrhunderts in die Falle und in die Bedeutungslosigkeit tappte #GoWokeGoBroke #Propaganda

Falls Sie einen oder mehrere Streamingdienste für ihre TV-Unterhaltung verwenden, müsste Ihnen etwas aufgefallen sein. Eine große Anzahl an Filmen und Serien haben im Zentrum ihrer Geschichte Protagonisten, die einer Minderheit angehören oder anders ausgedrückt, die alles sind, nur nicht kaukasisch und männlich.

Falls Sie in der liberalen Blase gefangen sind, werden Sie diese Aussage als grenzwertig betrachten. Aber bevor Sie mich in die rechte Ecke stellen und mich ausschimpfen, sage ich klipp und klar, dass ich kein Problem in „diversity“ sehe. Das Problem ist vielmehr ein kreativ-künstlerisches. Um zu verstehen, was ich meine, müssen wir einen Sprung in die Vergangenheit machen, genauer in die 1930er Jahre eines stalinistischen Russlands. Willkommen, Genosse.

Jetzt weiß ich natürlich nicht, was Sie über das Russland (eigentlich UdSSR) der 1930er Jahre wissen. [empfehlenswert die schwarze Komödie The Death of Stalin aus dem Jahr 2018, die das gesellschaftliche Angst-Klima sehr gut einfängt].

Ein Blick zurück: Stalins UdSSR

Nun, die UdSSR war am Papier eine sozialistische Sowjetrepublik, aber in der Realität des kleinen Mannes und der großen Frau hatte man es mit einer Diktatur zu tun, die in ihrer Unterdrückungs-Perfektion jeglichen geistigen und körperlichen Widerstand im Keim ersticken konnte. George OrwellsAnimal Farm“ und „1984“ vermitteln einen guten Eindruck wie eine kleine Gruppe skrupelloser „Schweine“ ein ganzes Land in Angst und Schrecken versetzte, mit Terror die Bevölkerung in Schach hielt und wo ein Menschenleben nichts, aber auch gar nichts zählte.

Das größte „Schwein“ von allen war Genosse Stalin, der Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, der die Zügel in der Hand hielt. Ich möchte aber an dieser Stelle anmerken, dass es beinahe unmöglich ist, zu wissen, was damals im Kreml wirklich vor sich ging und wer die politischen Fäden zog. Als kleiner Hinweis mag hier eingestreut werden, dass die New Yorker Wall Street die bolschewistische Revolution von 1917 finanziell unterstützte und somit der kommunistischen Diktatur den Weg ebnete. Und wer zahlt, so heißt es nicht umsonst, schafft an bzw. gibt den Weg vor.

Die Propaganda nach außen und die Geschichtsverfälschung nach innen („memory hole„) waren in der Sowjetunion so perfekt, dass noch heute Historiker und Journalisten Mühe haben, die Spreu vom Weizen zu trennen und wir deshalb annehmen müssen, dass die Wahrheit noch lange nicht ans Licht gekommen ist. Mit ein Grund mag wohl sein, dass Wall Street alles in ihrer Macht Stehende tat und tut, um ihre Weste blütenweiß zu halten, mag auch noch so viel Blut durch ihre Dollarscheine geflossen sein.

Zurück in die 1930er Jahre. Künstler wie Kreative mussten in der stalinistischen Sowjetunion vorsichtig sein, wollten sie nicht ihr Leben oder ihre Existenz aufs Spiel setzen. Das kreativ-künstlerische Werk musste einerseits der Führung gefallen und andererseits der Masse die Vorzüge eines Arbeiterstaates und die Richtigkeit der Revolution in den schönsten Bildern, den klarsten Worten, der vollendetsten Musik und der lieblichsten Poesie schildern. Ein zu wenig hier, ein zu viel dort und schon lief man Gefahr, eine Zugfahrt nach Sibirien zu „gewinnen“. Bedenken Sie, dass die hohen Herren – wie es die russische Art nun mal ist – oft nach Willkür und Laune (und Alkoholpegel) handelten. Was heute Stalin oder seinen Handlangern gefiel, konnte morgen schon Unmut erzeugen und umgekehrt.

Aber, aber …

Jetzt werden Sie fragen, was das mit dem gegenwärtigen Hollywood, Netflix, amazon & Co zu tun hat. In den USA gibt es weder Kommunismus noch Diktatur und schon gar keinen Stalin. Das ist richtig. Das alles gibt es nicht und doch ist zu bemerken, dass in den letzten Jahren der Druck auf Künstler und Kreative enorm gestiegen ist. Zwar haben wir zwischen New York City und Los Angeles ausnahmslos eine Rede- und Meinungsfreiheit, aber in den Zentren der amerikanischen Kreativitätschmieden herrscht eine derart stickige linksliberale Atmosphäre, dass ein freies Atmen kaum möglich ist.

Obwohl nirgendwo ein amerikanisches Politbüro zu finden ist, das Kreative angewiesen hätte, was sie tun dürfen und lassen müssen, wissen die Verantwortlichen, was von ihnen erwartet wird und handeln dementsprechend. Wer gegen diese unausgesprochene Vorgaben zuwiderhandelt, wer seiner Kreativität freien Lauf lässt, findet sich nicht im Gulag wieder, sondern „nur“ in einer existenziellen Krise, die sowohl berufliche als auch persönliche Auswirkungen hat.

Realität vs. Wunschvorstellung

Nun, wie bereits im Vorspann erwähnt, finden sich gegenwärtig eine große Anzahl an Filmen und Serien auf der LCD-Mattscheibe, die im Zentrum ihrer Geschichte Protagonisten haben, die einer Minderheit angehören oder anders ausgedrückt, die alles sind, nur nicht kaukasisch und männlich. Der linksliberale Schlachtruf „We need more diversity“ hat die Verantwortlichen dazu veranlasst, den Fokus auf Minderheiten zu setzen. Fein. No problem there. Aber was dieser Fokus inkludiert ist eine verzerrte Darstellung der Realität. Gewiss, Filme und Bücher sind Fiktion, nichtsdestotrotz muss diese Fiktion so weit möglich transparent sein und keinen Vorgaben von links oben folgen, will man nicht den Konsumenten zum Gähnen bringen.

Was meine ich damit? Wenn Sie als Filmemacher mehr farbige Schauspieler in einem Film unterbringen wollen, ändert es nichts am Inhalt des Stoffes selbst. Fein. Aber wenn es die unausgesprochene Vorgabe gibt, dass jede mit diversity ausgefüllte Rolle nur in einem ganz bestimmten Licht, nämlich einem positiven, präsentiert werden darf, dann ist das ein kreatives Waterloo. Somit kann der Zuschauer mit Gewissheit voraussehen, welcher Protagonist zu den „Guten“ und welcher zu den „Bösen“ zählt, einzig und allein aufgrund von äußeren Merkmalen. Damit nimmt man aber jede Spannung, jede Realität (die sich niemals einzig und allein um Hautfarbe oder Geschlecht oder Religion dreht!), man verhindert die natürliche Entfaltung einer Geschichte und stört die Illusion im Kopf der Konsumenten, die alsbald bemerken, dass sie nicht unterhalten, sondern vielmehr belehrt werden.

Nur Propaganda

Jetzt ist das freilich nichts Neues. Hollywood hat schon immer ein Händchen gehabt, Propaganda nicht wie Propaganda aussehen zu lassen. Der Filmklassiker Casablanca war beispielsweise ein mit wenig Aufwand gedrehter Studiofilm, der „die Nazis“ als Zielscheibe hatte und so die Moral der amerikanischen Bürger während des 2. Weltkriegs heben sollte. Aber bis dato richtete sich der Inhalt der kreativen Inhalte an amerikanische Werte und ausländische Bedrohungen. Mit der Präsidentschaft Donald Trumps hat sich aber eine entscheidende Kehrtwendung eingestellt: Das linksliberale Gedankengut („Alle Menschen sind frei und gleich“, manche freilich freier und ‚gleicher‘) wird nun von der gebildeten Führungsschicht höher eingestuft als amerikanische Werte oder ausländische Bedrohungen.

Hollywood, netflix & co haben sich dazu entschieden, dass eine kulturmarxistische Belehrung über Unterhaltung zu stehen hat. Die Ergebnisse dieser Politbüro-Politik kann man an den mäßigen Quoten und zynischen Kommentaren der im Vorfeld von der Presse so hoch gepriesenen TV-Shows und Filme ablesen. Journalisten und Studioverantwortliche, die den Vorgaben des „Politbüros“ brav folgen und den American Way of Life neu definieren wollen, sehen das Problem nicht in ihrer propagandistischen, heuchlerischen und kreativ verarmten Arbeit, sondern vielmehr in Medienkonsumenten und Bürger, die sich gegen ein zwangsverordnetes „linksliberales Paradies“ auflehnen.

Vom Paradies zur Hölle und zurück

Dank finanzieller Mittel und politischer Zuwendung geht diese moderne kulturmarxistische „Umerziehung“ munter weiter. Kurzfristig mag diese Propaganda einen spürbaren Effekt in der Gesellschaft haben und jede Kreativität zügeln. Aber der Mensch bleibt nun einmal Mensch. Mit der Zeit bemerkt der Künstler genauso wie der gutgläubige Bürger, dass eine Obrigkeit, die vorgibt, das Paradies auf Erden zu errichten, eine Hölle schaffen wird.

Ja, und vergessen wir bei alledem nicht die Musen, die es gar nicht gerne haben, wenn man sie aus dem Haus wirft.

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