Der Moment der absoluten Schwerelosigkeit #Leben #Liebe #Literatur

Gestern war es, als der Abend in die Nacht überging, als der Schreiber dieser Zeilen in die grün gemalten Augen seiner Muse blicken durfte, die ihm eine Frage stellte, die keine war. Diese Feststellung, einmal ausgesprochen, einmal gehört, aber noch nicht im vollsten Umfang für ihn begreiflich und erfassbar, reißt den Dichter wie eine Flutwelle mit sich. Ausgeliefert ist er diese Naturgewalt, die von einer sehnsüchtigen Hoffnung, einem oft geträumten Herzenswunsch erzählt, der mit einem Male in Erfüllung geht. Die Ordnung ist wieder hergestellt, alles ist an seinem natürlichen Platz, was oben war, ist oben, was unten war, ist unten. Nur das Herz und das Hirn des Dichters, sie taumeln und torkeln wie betrunken durch ausgesprochene Worte und hingeworfene Sätze, absolut wahr, zwingend wahrhaftig, und versuchen sich zu halten, zu fangen. Der Dichter kann nichts anderes tun, als auf die Wirkung zu warten, die diese Gefühlsoffenbarung in ihm auslöst.

Der Moment der absoluten Schwerelosigkeit #Leben #Liebe #Literatur weiterlesen