Em 2021: Finale Italien : England #Fussball

Das war sie also, die Europameisterschaft 2021.

Im Finale traf die italienische Elf auf die englische und man konnte gleich zu Beginn feststellen, dass die Südländer große Schwierigkeiten hatten, ins Spiel zu kommen. Die Engländer waren selbstsicherer, konzentrierter und koordinierter im Pressing. Bereits nach 2 Minuten steht es 1:0 für England. Wer hätte das gedacht? Die Italiener wirken ratlos, beinahe hilflos. Man musste bereits befürchten, dass es nicht gut ausgehen würde, für die sonst so selbstsicheren Italiener. Die Engländer hingegen spielten munter und frech, ließen in der Verteidigung nichts anbrennen.

In der zweiten Halbzeit merkte man bei den Engländern die Angst vor der eigenen Courage. Anstatt das Spiel weiterhin zu dominieren, Druck auszuüben und das entscheidende Tor zu machen, ziehen sie sich zurück und wollen die knappe Führung über die Zeit retten. Wie so oft rächt sich diese unrühmliche Feigheit. Italien stochert den Ball ins englische Tor zum Ausgleich.

Der Schock der Engländer ist spürbar und bis zum Elfmeterschießen vermutlich nicht aus den Köpfen zu bekommen. So nah waren sie dem Titel. Das Elfmeterschießen ein Krimi. Die Nerven waren auf beiden Seiten längst blank. Schlussendlich verschießen 2 Italiener und 3 Engländer. Der Pokal geht an Italien. Bravo. Die italienische Elf hat gezeigt, dass es auch ohne langweiligen Catenaccio geht. Von perfektem Fußball sind die Italiener freilich weit entfernt, aber man spürte die Freude und die Begeisterung. Gegen Österreich schien der Europameister fast zu Boden geworfen – aber der Führungstreffer von Arnautovic wurde wegen Abseits im Zentimeterbereich aberkannt. Schad drum.

Die EM konnte ich nicht in vollen Zügen verfolgen. Meine musischen Verpflichtungen ließen es einfach nicht zu. Ich habe notiert, was es zu notieren gab. Viel ist es nicht geworden. Tiefgründig schon gar nicht. Aber später einmal werde ich mir sagen: Moment, das waren jene Wochen, wo mir meine Muse Kopf und Herz verdrehte. Ein Wunder, dass ich noch die Abseitsregel behirnte.

Ja, so ist das, wenn der literarische Wahnsinn, gelebt und gelitten, die innere Welt aus den Angeln hebt.

Sagen wir, ich hab’s überlebt.
Auf zum nächsten Fußballgroßereignis.
Plandemie hin oder her.

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