Über die Entstehung der Taliban und die kommende Implosion der USA #afghanistan

Der ‚hellsichtige Beobachter seiner Zeit‘, Journalist Peter Scholl-Latour, der beinahe 60 Jahre lang die Brennpunkte der Welt bereiste, erzählte in seinem Buch „Zwischen den Fronten“ (2007/S.171f) von der interessanten Entstehungsgeschichte der ‚Taleban‘ – die nun erneut in die Schlagzeilen gekommen sind.

Um die energetischen Reichtümer der neu gegründeten GUS-Staaten (ehemalige Sowjetunion) Mitte der 1990er Jahre zu sichern, so eröffnet Scholl-Latour seine Erklärung, musste Washington dem bürgerkriegsähnlichen Zustand in Afghanistan, in der sich diverse rivalisierende Milizen bekämpften, ein Ende bereiten.

„Zu diesem Zweck – darauf kann gar nicht genug verwiesen werden – widmeten sich die amerikanische CIA und der pakistanische Geheimdienst ISI der Aufstellung einer unverbrauchten Truppe von islamischen Eiferern, die in den pakistanischen Flüchtlingslagern religiös fanatisiert worden waren und darauf brannten, in ihrer Heimat einen Islamischen Gottesstaat zu gründen. Dieser wiederum würde sich weitgehend auf die hanbalitische, strenge Koran-Auslegung der saudischen Wahabiten ausrichten. So entstand – finanziert durch Washington und Riad, militärisch betreut durch den ISI und das pakistanische Oberkommando – jene Armee von Koranschülern oder ‚Taleban‘, die zunehmend für Schlagzeilen sorgte. Ich hielt mich im August 1995 in Herat auf … als sich der Vormarsch der Taleban und die Vertreibung der traditionellen Mudschahedin-Fraktionen … überstürzt abspielten.“

„Offenbar hatte sich zu jener Zeit weder in Washington noch in Islamabad irgend jemand daran gestört, daß die Taleban, meist tumbe Bauernjungen und verbohrte Sektierer, ein Zwangsregime radikal-islamischer Einschüchterung in Kabul installierten, das allen westlichen und auch östlichen Vorstellungen von Toleranz und Menschenwürde Hohn sprach.“

***

Wenn Sie mich fragen, dann wurden die bestens ausgerüsteten ISIS-Söldner – die unter Präsident Trump nichts zu tun hatten – von Syrien nach Afghanistan verschoben, um die ‚Taliban‘-Aufführung spektakulär in Szene zu setzen. Kabul könnte ein zweites „Saigon“ werden, titeln die Zeitungen, ohne dass der gewöhnliche Medienkonsument weiß, was das zu bedeuten hat. Aber es sorgt für Spannung und Aufmerksamkeit – und darum geht es in erster Linie! Washington will die Gefahr islamischer Gotteskrieger (die es ohne US-Hilfe niemals gegeben hätte) erneut in den medialen Blickpunkt rücken.

Bitte bedenken Sie, dass auch die fanatischsten Gotteskrieger militärischer Hilfe benötigen, wollen sie einen symmetrischen Krieg (im Gegensatz zum Guerillakrieg) führen. Oder glauben Sie wirklich, die französische Résistance hätte seinerzeit die Deutsche Wehrmacht auf dem Schlachtfeld herausfordern können? Es brauchte eine groß angelegte Invasion vonseiten der Alliierten um Frankreich zu befreien und zu besetzen. Es ist demnach davon auszugehen, dass der plötzliche Vormarsch der Taliban von Russland, China und Iran als auch von der afghanischen Bevölkerung unterstützt wird. Die aufgestellte Afghanische Armee ist keine Armee im soldatischen Sinne, wie der ehemalige US-Marine Zack in seinem Video erklärt (man lese auch die Kommentare). Nicht auszuschließen, dass der Deep State in Washington und New York seinen Sanctus zur Offensive gegeben hat. Es ist nur schwer vorstellbar, dass der geplante Vormarsch unter den Fühlern des Nachrichtendienstes unbemerkt blieb.

Langsam, aber sicher versinkt die USA in einen inneren Quagmire, der von einer Elite (Deep State) bewusst herbeigeführt wird. [Tucker Carlson: „We’re led by buffoons“] Warum? Weil die Unabhängigkeit der Bundesstaaten gegenüber dem Weißen Haus als auch das freigeistige Bewusstsein vieler Bürger, die die Constitution und ihre Rechte hochhalten, bereit sind, diese mit Waffengewalt zu verteidigen, eine gesellschaftliche Implosion nötig macht, möchte man die Karten neu verteilen (Great Reset). Es erinnert an Frankreich unter Kardinal Richelieu, der mit eiserner Knute die französischen Provinzen zu einer Einheit formte. Freilich, es brauchte die blutige Implosion der Französischen Revolution von 1789, um aus einem Königreich einen Nationalstaat zu machen.

Ich sage es immer wieder, dass es nur dem amerikanischen Bodensatz zu verdanken ist, dass noch keine globale Neuordnung stattgefunden hat. Mit der in Szene gesetzten Pandemie hat die Elite erneut Öl ins schwelende Feuer geschüttet.

Wir sind Zeuge eines globalen Konflikts zwischen vaxxinated Glaubenskriegern und unvaxxinated Freiheitskämpfern, der vermutlich in den Vereinigten Staaten gewonnen oder verloren werden wird.

Falls Sie meinen, ich übertreibe, dann blicken Sie nach Australien, das gegenwärtig einer Militärjunta gleicht. Natürlich nur zum Schutz des Bürgers wird ein 12-jähriges Mädchen verhaftet, mit Handschellen gefesselt und mit Pfefferspray eingesprüht. Hätte sie nur eine Maske beim Einkaufen getragen.

Faites vos jeux.

Ein Gedanke zu „Über die Entstehung der Taliban und die kommende Implosion der USA #afghanistan“

  1. Prof. Victor Davis Hanson im August 2021:

    „In 1961, Cubans were not quite aware that they were experiencing a Marxist takeover. Nor were Russians fully cognizant in 1917 of the plans that the Bolsheviks had for them over the next few decades. It is hard to see during anarchy, chaos, and collapsing institutions that leftists still have an agenda for what will emerge on the other side.
    In other words, we [US] are in the midst of a revolutionary epoch and probably most don’t even know it.“

    https://amgreatness.com/2021/08/15/are-we-in-a-revolution-and-dont-even-know-it/

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