Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört und Kickl zum Bundeskanzler gemacht werden muss! Über Absurditäten und Verbrechen. #Voltaire #Österreich #Gesellschaft #Zukunft

In Zeiten der Verzweiflung braucht es verzweifelte Maßnahmen. So ist das. Da das Jahr 2021 gezeigt hat, dass die Diskriminierung einer Minderheit politisch akzeptiert ist und behördlich sanktioniert wird, gibt es keinen guten Grund mehr, Herrn Kickl nicht zum Bundeskanzler zu machen. Die Idee dahinter ist, dass Vernunft und Wissenschaftlichkeit wieder jenen Platz bekommen, der ihnen zusteht. Gegenwärtig ist Politik einfach nur die Durchsetzung einer globalen Agenda mit allen Mitteln. Wer hier im Wege steht, der wird ohne Rücksicht überrollt. Das gilt für Bürger genauso wie für ganze Staaten.

Gewiss, ich mache mir da nichts vor. Auch ein Österreich unter einem Bundeskanzler Kickl würde von der Allmacht der Globalisten überrollt werden. Einen Vorgeschmack erhielten wir bereits mit der Wahl von Dr. Kurt Waldheim zum österreichischen Bundespräsidenten (Watchlist!) oder der Regierungskoalition zwischen Schüssel-ÖVP und Haider-FPÖ. Die sozialistische Opposition versuchte in beiden Fällen die Stimmung im Ausland anzuheizen, um den demokratischen Prozess zu beeinflussen. Recht hinterhältig, aber so wird Politik gespielt.

Die Gesellschaft in Österreich ist gespalten. So viel lässt sich einmal sagen. Da stehen wir natürlich nicht alleine da, sieht man sich die beinahe wöchentlich stattfindenden Proteste, Kundgebungen und Unruhen auf der Welt an (die freilich im Mainstream kaum Beachtung finden, sozusagen ausgeblendet werden). Hört man sich um, sieht man sich um, dann wird der Spalt im größer, die Kluft immer tiefer. Die Politiker und die Medienleute haben gar kein Interesse, Dampf aus dem Kessel zu lassen. Im Gegenteil, sie gießen Öl ins Feuer. Warum? Ich kann nur den Schluss ziehen, dass sie eine Konfrontation herbeiführen wollen.

Eine Konfrontation wird es geben. Da besteht kein Zweifel. Wie diese Konfrontation aussehen wird, darüber bin ich mir im Unklaren. Mit einem Bundeskanzler Kickl könnte sich Verzweiflung und Unmut legen, könnte die Gesellschaft als Ganzes wieder zur Besinnung kommen. Freilich, sollte dieses politische Erdbeben die Grundfeste der globalen Agenda nicht zum Einsturz bringen, dann ist Feuer am Dach.

Falls Sie der Meinung sind, der vormalige Innenminister und seine „FPÖ-Schergen“ würden unwählbar und eine große Gefahr (für wen?) sein, gut, dann sagen Sie mir, wie wir aus dieser gefährlichen Sackgasse herauskommen? Sollen die „Unreinen“ bis ans Lebensende diskriminiert werden dürfen? Sollen verordnete Zwangsmaßnahmen ein Drittel der Bevölkerung in ihrer Existenz gefährden? Wollen wir eine Zweiklassengesellschaft gesetzlich verankern? Das Anhaltelager Wöllersdorf aufsperren? Oder gar Mauthausen?

Langsam reift in mir der Gedanke, dass die Globalisten Bürgerunruhen herbeiführen wollen. Gibt es nämlich Chaos auf den Straßen, ist es leichter, mit eiserner Hand die (neue Welt)Ordnung wieder herzustellen. Einer der amerikanischen Robber Barons, kaltherzige Turbokapitalisten der ersten Stunde, soll einmal gesagt haben, dass er die eine Hälfte seiner Arbeiter bezahlen könne, um die andere Hälfte erschießen zu lassen. Man bemerke dabei: Schlägt sich der Pöbel die Köpfe ein, hat die Elite nichts zu befürchten.

Ein anderes Beispiel ist die blutige bolschewistische Revolution von 1917 in Russland, die amerikanische Bankiers der Wall Street finanziell unterstützten und vom Weißen Haus gefördert wurde. Über die nachfolgenden Terroraktionen unter der russischen Bevölkerung schwiegen sich die wenigen ausländischen Korrespondenten aus. Sogar ein George Orwell musste später einräumen, dass man zwar die westlichen Regierungen allesamt nach Lust und Laune kritisieren könne, aber bei Stalin und der Sowjetunion sei das nicht möglich. Um diese Form der Zensur zu umgehen, schrieb er Animal Farm*.

Voltaire, der spitzzüngige Aufklärer, ging scharf ins Gericht mit religiösem Wahn, der sich vom gegenwärtigen „wissenschaftlichen“ kaum unterscheidet.

Wahrlich, wer dich veranlassen kann, Absurditäten zu glauben, der kann dich auch veranlassen, Gräueltaten (Ungerechtigkeiten) zu begehen.

Certainement qui est en droit de vous rendre absurde est en droit de vous rendre injuste.
Voltaire


Falls Sie immer noch über Aluhutträger lachen, weil diese von einer globalen Agenda, einem Great Reset, einer „Weltverschwörung“ palavern, dann möchte ich gerne Ihren Blick auf den industriellen Erben und späteren Politiker Walter Rathenau legen, der im Jahre 1909 – als die Welt noch in Ordnung schien – in einem Leserbrief an die Freie Presse schrieb:

„Auf dem unpersönlichsten, demokratischsten Arbeitsfelde, dem der wirtschaftlichen Führung, wo jedes törichte Wort kompromitieren, jeder Mißerfolg stürzen kann, wo das souveräne Publikum einer Aktionärsversammlung satzungsgemäß über Ernennung und Absetzung entscheidet, hat im Laufe eines Menschenalters sich eine
Oligarchie gebildet, so geschlossen wie die des alten Venedig. Dreihundert Männer, von denen jeder jeden kennt, leiten die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents und suchen sich Nachfolger aus ihrer Umgebung. Die seltsamen Ursachen dieser seltsamen Erscheinung, die in das Dunkel der künftigen sozialen Entwicklung einen Schimmer wirft, stehen hier nicht zur Erwägung.“

Zwei Jahre später wollte sein Freund, der Schriftstelle Frank Wedekind, die Namen dieser 300 Männer von ihm wissen. Rathenau antwortete ihm:

»Mein lieber und sehr verehrter Herr Wedekind! Ihre geistvolle Anregung hat mich aufs Lebhafteste interessiert. Aber lassen Sie mich vertraulich Ihnen sagen: mein Ausspruch war eine Art Indiskretion. Die wirklichen ›300‹ haben die Gewohnheit und Vorsicht, ihre Macht abzuleugnen. Wenn Sie sie aufrufen, so werden sie Ihnen sagen: wir wissen von nichts; wir sind Kaufleute wie alle anderen. Dagegen werden nicht 300, sondern 3 000 Kommerzienräte sich melden, [die] mit Strümpfen oder Kunstbutter wirken und sagen: wir sind es. Die Macht liegt in der Anonymität.“

Somit können wir uns sicher sein, dass ein Bill Gates, ein Elon Musk oder ein Klaus Schwab einfach nur gute Schlangenöl-Verkäufer sind und tun, was ihnen gesagt wird. Zugegeben, sie unterhalten oder regen auf. Mit anderen Worten: sie lenken uns so lange ab, bis die Vorbereitungen abgeschlossen sind und wir in einer neuen Gesellschaftsordnung aufwachen:

Für die einen ist es Huxley.
Für die anderen Orwell.

Ja, wir hätten den Schweinen nicht vertrauen dürfen.
Das gilt für Animal Farm.
Das gilt für die Welt, anno 2021.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass …


*) Orwell schrieb ein Vorwort zur ersten Ausgabe von Animal Farm, das aber nicht veröffentlicht und später in seinem Nachlass gefunden wurde:

„This book was first thought of, so far as the central idea goes, in 1937, but was not written down until about the end of 1943. By the time when it came to be written it was obvious that there would be great difficulty in getting it published (in spite of the present book shortage which ensures that anything describable as a book will ’sell‘), and in the event it was refused by four publishers. You are not allowed to criticize the Soviet government, at least you are reasonably free to criticize our own. Hardly anyone will print an attack on Stalin, but it is quite safe to attack Churchill, at any rate in books and periodicals.“

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