Rhetorik in Zeiten des Wahnsinns: „Da benutze ich besser die Atombombe, Henry!“ #Ukraine #Russland #USA

Es ist gegenwärtig unmöglich, sich mit den westlichen Medienberichten in aller Ernsthaftigkeit auseinanderzusetzen. Die Heuchelei auf der einen Seite und die Propaganda auf der anderen transformieren Nachrichten zu Märchenstunden. Während westliche Politiker und Medienleute Moskau der Propaganda bezichtigen, ist die eigene Berichterstattung über jeden Zweifel erhaben; dabei quillt die inszenierte Emotion aus jeder Berichterstattung inklusive der allgegenwärtigen Schuldzuweisung, die einer Einbahnstraße ähnelt.

Wer sich ein objektives Bild der gegenwärtigen Situtation (die sich täglich ändert) machen möchte, dem empfehle ich das Gespräch zwischen Scott Ritter, einem ehemaligen UN-Waffeninspektor in New York und Mark Sleboda, einem US-Russen in Moskau: Youtube. Prof. John Mearsheimer erklärt die Hintergründe der NATO-Eskalation, beginnend mit dem Fall der Berliner Mauer: Youtube.

Hören Sie sich diese Leute an, so lange sie noch dürfen.

Zur Einstimmung gebe ich das folgende Gespräch zwischen US-Präsident Richard Nixon und Außenminister Henry Kissinger wieder, das im April 1972 im Weißen Haus stattfand und auf einer Tonbandaufzeichnung zu hören ist:

nixon: »Wie viele haben wir in Laos getötet?«
ziegler: »Vielleicht zehntausend – fünfzehn…?«
kissinger: »In der laotischen Sache haben wir etwa zehn, fünfzehn… getötet.«
nixon: »Schaut mal, diesen Angriff, den wir im Norden [Vietnams] vorhaben … auf Kraftwerke, was da auch immer noch übrig ist, Ölraffinerien, Werften … Und ich denke, wir sollten die Deiche [Dämme] bombardieren. Würden dabei Menschen ertrinken?«
kissinger: »Etwa zweihunderttausend Menschen.«
nixon: »Nein, nein, nein … da benutze ich besser die Atombombe. Hast du das verstanden, Henry?«
kissinger: »Das, denke ich, würde dann doch zu viel sein.«
nixon: »Die Atombombe, bekümmert dich das? Ich möchte doch nur, dass du im großen Stil denkst, Henry, Herrgott noch mal! Die einzige Stelle, an der wir unterschiedlicher Meinung sind, hat mit der Bombardierung zu tun. Du bist so gottverdammt besorgt um die Zivilisten und mich scheren die einen Dreck. Die sind mir egal.«
kissinger: »Ich bin um die Zivilisten [deshalb] besorgt, weil ich nicht möchte, dass sich die Welt gegen dich als Schlächter mobilisiert.«

Nach der Covid-Hysterie kommt nun die Russophobia. In beiden Fällen wird der gewöhnliche Bürger abgelenkt, beeinflusst und für das Kommende weich gegart. Steigende Energiepreise? Inflation, die durch die Decke geht? Wirtschaftsrezession? Lieferengpässe? Lebensmittelknappheit? All diese Probleme, die jetzt an die Oberfläche kommen, befördern natürlich den politischen Willen für eine konsequente System-Umbildung (‚The Great Reset‘) auf globaler Ebene. Mit anderen Worten, der Zentralismus wird vorangetrieben, die Macht in wenigen Händen konzentriert. Es war und ist schon immer der Wunschtraum der Elite, die Masse vor vollendete Tatsachen stellen zu können – ohne sich rechtfertigen zu müssen. Es gibt keine Alternative. Punktum.

Die westlichen Medienhäuser stellen den Ukraine-Konflikt als ein Spektakel dar, das mehr an Hollywood als an eine brutale Wirklichkeit erinnert. Während jeder in der Schule gelernt hat, dass das letzte Aufgebot des Deutschen Reiches, der Volkssturm, aus einer tiefen Verzweiflung heraus geboren, nichts am Kriegsausgang änderte, aber noch viele Leben kostete, applaudiert man der Ukrainischen Regierung, wenn sie Waffen an die Bevölkerung ausgibt. Die drastischen Konsequenzen kann man sich hoffentlich vor Augen führen. Der Volkssturm war eine militärische Einheit. Ein Zivilist mit Waffe, der sich an Kampfhandlungen beteiligt, gibt seinen Status als Zivilist auf und begibt sich in einen gefährlichen Graubereich, der zwischen Freiheitskämpfer, Partisan und Terrorist liegt. Die Auslegung obliegt dem militärischen Oberbefehlshaber, inklusive der nach sich ziehenden Konsequenzen. Dass es auch kriminelle Elemente gibt, die großzügig mit Waffen ausgestattet werden und diese einsetzen, um sich zu bereichern oder um damit gegnerische Fraktionen auszuschalten, führt nur zu weiteren Gewaltausbrüchen. Hieß es nicht, dass Plünderer in Kiew auf der Stelle erschossen werden? Grausame Realität.

Der einzige, mir ersichtliche Grund, warum das Oberhaupt der Ukraine, das immer das Wohl der Menschen im Augen haben sollte, zu solch einer Maßnahme greift, ist wohl die Hoffnung, dass das damit ausgelöste Chaos und die damit verbundenen blutigen Auswirkungen, so es zu solchen kommen sollte, propagandistisch ausgeschlachtet werden können. Auf diese Weise, so geht die Hoffnung, könnte man beispielsweise die USA doch noch dazu bewegen, einen 3. Weltkrieg vom Zaun zu brechen.

Präsident Donald Trump hatte kein Interesse an solch einem europäisch-russischen Konflikt. Deshalb musste das Establishment einen altersschwachen Joe Biden ins Amt hieven, um ‚a pain in the ass‘ Russia endgültig als Supermacht in die Schranken zu weisen. Die Strategen in Washington gehen davon aus, dass Russland durch die auferlegten Sanktionen als auch den horrenden Kriegskosten wirtschaftlich kollabiert und politisch implodiert. Auf diese Weise würde man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Der neue Erzfeind Peking hätte dann nämlich alle Hände voll zu tun, seine Grenze gegen ein in revolutionären Flammen stehendes Russland abzusichern.

Das nennen die Politik-Experten in Washington dann „ein groß angelegter geopolitischer Schachzug.“

In diesem Schachspiel werden freilich Bauern ohne Bedenken geopfert. Der imperiale Zweck heiligt für diese sonderbare Spezies Mensch jedes brutale Mittel. Immer.

Oder wie sangt einst US-Senator John McCain: „Bomb, Bomb, Bomb, Iran„. Das Publikum lachte.

Der selbe John McCain, der 2016 mit Senator Lindsay Graham die Ukraine besuchte. Ein Videoclip zeigt Senator Graham, wie er eine feurige Ansprache vor ukrainischen Militärangehörigen hält. Jener Graham übrigens, der meinte, man solle ein Attentat auf Präsident Putin verüben. Vielleicht sorgt sich gerade die Elite in Washington, dass am Ende den Russen in Kiew Beweise in die Hände fallen könnten, die die kommerziellen Machenschaften des ehemaligen Vize-Präsidenten Joe Biden samt Sohnemann Hunter in einm der korruptesten Länder dieser Welt aufzeigen.

Joe Biden, wer?

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