Willkommen im September 1939 #ukraine #usa #russland #geschichte

Es ist paradox, aber wir erleben gerade eine Wiederholung der 1930er Jahre. Freilich, falls Sie noch immer in den vielen Märchen gefangen sind, die seit 1945 als „Wahrheit“ unters Volk gebracht wurden und noch immer werden, verstehen Sie vermutlich nur Bahnhof.

Eine detaillierte Analyse muss ich aus guten Gründen unterlassen. Wie wir seit dem Beginn des C19 Theaters gesehen haben (beeindruckend inszeniert), leben wir im Westen längst nicht mehr in Freiheit, sondern müssen uns einem ausgewählten ‚Experten-Diktat‘ unterwerfen. Bürger- und Verfassungsrechte sind das Papier nicht wert, auf dem diese einst mit viel Hoffnung und Optimismus niedergeschrieben wurden. Ähnlich ergeht es gerade unserer Neutralität, die staatsvertraglich verankert ist, aber natürlich nach Belieben ausgesetzt werden kann – so es Washington anordnet.

Wer noch immer meint, die Welt bestehe aus souveränen unabhängigen Staaten, der lebt noch immer in einer Hollywood-Traumwelt, mit der geopolitischen Realität hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Präsident Putin musste handeln, wollte er Russland nicht zum Vasallen und damit Bittsteller Washingtons machen. Peking ist sich im Klaren, dass es auch auf der Abschussliste steht und handelt entsprechend. Noch ist jede Partei auf der Suche nach Verbündeten, noch wird mit Zuckerbrot und Peitsche (Indien) gearbeitet und falls das nicht hilft, nun ja, dann eben mit einem Coup d’Etat (Pakistan!). Präsident Biden – kognitiv nicht mehr auf der Höhe der Zeit – hat vom Kongress die Ermächtigung erhalten, jedes Land auf diesem Planeten zu sanktionieren: „Und bist du nicht willig, so brauch ich (wirtschaftliche) Gewalt“.

Für die nächste Zeit werden wir also in vielen Ländern innen- und außenpolitische Verwerfungen beobachten können: Demonstrationen. Revolutionen. Unruhen. Umstürze. Regierungsumbildungen. Terrorbrigaden. Anschläge. Wirtschaftsprobleme. Sanktionen. Hungersnöte. Bürgerkriege. Flüchtlingskrisen.

Eine neue Weltordnung bricht sich Bahn. Entweder geht der Westen in die Knie und gibt seine (ergaunerte) Vormachtstellung auf oder er zertrümmert den Osten, inklusive Kollateralschäden in Südamerika (Brasilien, Venezuela), Afrika und Asien. Die Auswirkungen werden so oder so gravierend sein.

Als Adolf Hitler seinerzeit die ‚Polenfrage‘ in wenigen Wochen militärisch gelöst hatte, wollten die Politiker von Großbritannien und Frankreich nicht klein beigeben, aber auch keinen Krieg führen. Was folgte, war ein monatelanges Abwarten: the phoney war.

Weder die deutsche, noch die französische oder britische Bevölkerung wollten einen für alle Beteiligten verheerenden Weltkrieg wegen Polen führen, das nicht mehr existierte (und deren andere Hälfte sich Moskau einverleibt hatte).

Man hätte sich demnach am runden Tisch einfinden und eine politische Lösung finden können.

Stattdessen wurde aus einem lokalen europäischen Konflikt ein Weltkrieg.

Einflussreiche Leute im Hintergrund, deren Namen wir nicht kennen, wollten den Weltkrieg und bekamen ihn auch.

Willkommen im September 1939.

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