Das Begraben einer Illusion #literatur #leben

Der gute E., der eigentlich R. ist, hatte es die letzte Woche längst geahnt, dass sich da etwas in ihm zusammenbraut. Natürlich handelt es sich um eine zwischenmenschliche Befindlichkeit, die durch A., die eigentlich P. ist, ausgelöst wurde. Wobei, so einfach mag es nicht sein. Sagen wir, es ist kompliziert. Besser noch: Einer macht aus dem Einerlei zweier Menschen eine dialoglastige Tragikomödie, die sich zu einer veritablen Farce auswächst, während die andere gar nicht bemerkt, dass sie in einem Theaterstück mitspielt. Sie tut, was sie immer getan hat, nämlich ihrer Laune freies Geleit geben, gerade wenn es um E. geht. Der nimmt sich zu viel heraus. Denkt sie. Sagt sie. Und gibt E. zu verstehen, dass es nun mal enge Grenzen in einer Freundschaft gibt. Da liegt auch schon der Hase im biologisch angebauten Pfeffer.

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Vor 233 Jahren wurde die Bastille gestürmt und das Geld auf den Thron gesetzt #1789 #revolution #frankreich #globalisierung #zukunft

Gestern jährte sich der Sturm auf die Bastille zum 233. Male. In meiner Romanserie Tiret setze ich mich mit dem Vorabend der Französischen Revolution von 1789 auseinander. Die Probleme der Untertanen, damals wie heute, unterscheiden sich nicht großartig. Immer geht es darum, dass der Mensch seine Würde wahren und genug Münzen in der Taschen haben möchte, um ein geordnetes Leben leben zu können. Der königliche Rat Ludwig XVI. merkte die Gärung in der Bevölkerung und ließ seinerzeit die erste landesweite Umfrage seit Menschengedenken durchführen. In diesen Beschwerdeheften, so sie noch vorhanden sind, können wir es schwarz auf weiß lesen, wie unzufrieden die Bauern mit den viel zu hohen Abgaben und dem Frondienst oder die Hafenarbeiter in Marseille mit den fremdländischen Zuwanderern, die als Konkurrenz auftraten, waren. König Ludwig XVI. war bereit, mit sich reden zu lassen – aber eingebunden in einem starren und überholten Regierungs- und Wirtschaftssystem, waren ihm die Hände gebunden. Das Fass musste unweigerlich überlaufen.

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Ein erster Eindruck der Frauenfußball-EM in England anno 2022

Die Fußballeuropameisterschaft der Frauen ist noch in der Gruppenphase. Es gibt Licht. Es gibt Schatten. Bald kommt es zu den entscheidenden Spielen, die über Aufstieg oder Koffer packen entscheiden werden. Dann ist es diese spannende Dramaturgie, die uns neutrale Zuschauer in den Bann ziehen wird. Sportliche Großereignisse leben von der Emotion. Sieg und Niederlage, Höhenflüge und Abstürze, sie liegen nah beieinander. Wie im Leben selbst.

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