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Update: Madeleine – Smaragd – Erik – 88/4

Das Publikum ist eine undankbare Geliebte
Graf Mirabeau

Madeleine – Anatomie einer Tragödie am Vorabend er Französischen Revolution ist nun in den Online-Shops angekommen: sei es Apples ibookstore, sei es amazon, sei es beam. Die E-Book-Indexseite auf meiner Website habe ich nun aktualisiert. Man kann auf einen Blick erkennen, welche Bücher in welcher Form über welche Online-Shops beziehbar sind.

Der rund 10seitige Text Der blaue Smaragd – ein Märchen ohne Hoffnung ist seit ein paar Tagen als PDF gratis erhältlich. Gestern Nacht noch die epub-Version auf beam eingestellt. Die Idee, sich den Text mit Postings und Links in den sozialen Netzwerken bezahlen zu lassen, ist sicherlich gut, dürfte aber wieder einmal im Ansatz scheitern. In späterer Folge möchte ich natürlich darüber ein erstes Resümee bloggen. Der Salzburger Literatur-Blog Blücher – ein treuer Fan meines Tuns – hat dem Märchen einen hübsch gestalteten Beitrag samt Verlinkung gewidmet. Erfreulich 🙂

Die autobiographische Fiktion Der Fetisch des Erik van der Rohe sollte alsbald in einer ersten Version als E-Book erhältlich sein, je nach dem, wie lange KK. fürs Korrektorat benötigt. Wie schon einmal laut angedacht, werde ich das Buch aufteilen und zwei Bände daraus machen: zum Einen die erotische Fiktion, zum anderen die autobiographische Fiktion. Dadurch kann ich (an den Verkaufszahlen) sehr gut ablesen, welcher der beiden Bände beim Publikum besser ankommt. Gewiss, Zahlen sagen nichts über die Qualität aus. Hier muss ich dann auf das Feedback der Leser hoffen. Aber das ist ja nichts Neues und ist im Preis eines Autorenverlegers inbegriffen.

Am Dienstag mit EJ. zusammengesessen und das aktuelle Projekt 88/4 – eine banale Liebesgeschichte beplaudert. Soweit, so gut. Im Zuge des Gesprächs dann doch noch einmal Feuer gefangen. Für ein weiteres Kapitel. Damit wird wiederum ein neuer Ton angeschlagen. Humorvoll. Absurd. Vielleicht auch spannend. Wieder diese Frage nach der Wirklichkeit, die mir hin und wieder im Kopf herumspukt.

eine ausgeklügelte Liebesgeschichte

There is no shortage of wonderful writers.
What we lack is a dependable mass of readers.
Kurt Vonnegut
#interview

Wunderbar, wunderbar. MM. hat mir jetzt ihr äußerst positives Feedback zu 88/4 geschickt. Ihr hat die Geschichte gefallen („Wow!“), sie findet diese „spannend und ausgeklügelt“. Schön. Sehr schön. Damit kann ich daran gehen, das Büchlein, die Geschichte, in aller Ernsthaftigkeit für eine Publikation in Betracht zu ziehen und sie meiner Lektorin EJ. unter die Nase zu halten. Immerhin hat mich ja unser gemeinsames Gespräch auf die eine oder andere Fährte geführt.

Sonst? SP. hatte gestern gute Neuigkeiten bezüglich des Scripts von Schwarzkopf parat. Aber es ist nur mal die erste Hälfte des Ganzen. Wieder einmal heißt es warten. Man wird also sehen.

 

 

Ende und Anfang einer Geschichte

Ein vertrauliches Gespräch über das Alleinesein und die Auswirkungen.
ER: „Einen Menschen berühren zu dürfen, das zeugt von Nähe.
Wie kommst du zu deiner Wärme?“
SIE: „Ich habe eine Decke.“

 

So fühlt es sich also an. Wenn ein Kapitel geschlossen wird und damit die Geschichte endet. Aber jedes Ende bedeutet auch wieder zu einem neuen Anfang zu kommen. Ohne Ende, kein Anfang. So einfach ist das. Aber zuvor gilt es, die Geschichte gedanklich durchzuspielen, die eine oder andere Seite wieder und wieder zu lesen, stilistische Verzauberungen erneut zu entdecken, die Konstruktion der Illusion zu bewundern (und sich dabei zu fragen, was zuerst da war: die Konstruktion oder die Illusion), oder sich einfach nur an einer kleinen humoristischen Einlage zu erfreuen.

Wenn der Punkt der Geschichte endgültig gesetzt, ist es ein kleiner Tod, den der Schriftsteller erfährt. Das ist nur in seiner musischen Welt tragisch, das Leben, der Alltag geht, davon unbeeindruckt, weiter. Ja, für den Schriftsteller, der sich Stunden, Tage, Wochen, Monate, ja, vielleicht sogar Jahre, mit einer Geschichte intensivst auseinandergesetzt hat, der sich darin verloren hat, eingetaucht ist, um lange nicht aufzutauchen, dieser Schriftsteller hat nun alles verloren und noch nichts gewonnen. Es wird seine Zeit brauchen, bis er sich an eine neue Geschichte heranwagt, weil die alte noch gut im Gedächtnis haftet.

Ich habe MM. die erste Fassung zu 88/4 – eine banale Liebesgeschichte geschickt. Sie ist zur Hälfte durch und merkte an, eine ähnliche Konstruktion in der Lade liegen zu haben. Während meine Geschichte in einem Zug spielt, findet ihre in einem Restaurant statt. Seltsam, dass wir beide die selben Buchstaben für unsere beiden Protagonisten wählten. Hm. Da merke ich wieder, wie eigentümlich sich die musische Welt gebärdet, wenn man sich auf sie einlässt.

Werde das Manuskript Chrys P. schicken. Es schadet nicht, mal die Meinung eines Mannes einzuholen. Und nach dem wir uns vorgestern so freizügig unterhielten, denke ich, dass er der richtige dafür ist. Sein Buch Die Suppe danach ist ja eine recht offenherzige Tagebuch-Melange, die Einblicke in die Befindlichkeit eines Mannes gibt, der Frauen verstehen möchte, aber sie nicht fassen kann. Irgendwo zwischen Wien und LA. Die Buch-Präsentation ist übrigens am 22. Februar, wenn ich mich recht entsinne.

 

So! „88/4 – eine banale Liebesgeschichte“

Gestern, am späteren Nachmittag 88/4 – eine banale Liebesgeschichte abgeschlossen. Die gute A. war so freundlich und hat sich gleich mal die verschiedenen Teile angeguckt und Rückmeldung gegeben. Der innere Monolog der Protagonistin findet sie „weiblich“ und durchaus gelungen. Gut so. Das war ja doch die Hürde, die ich nehmen wollte. Unbedingt.

Rund 120 Seiten hat das „Büchlein“ mal in der 1.Version. Die nächsten Tage und Wochen wird es an die Überarbeitung gehen. Aufgrund des überschaubaren Umfangs sollte es recht bald auf Schiene sein. Es sei denn, die Rückmeldung meiner Lektorin (wer käme da jetzt in Frage? EJ. ist mit „Penly“ beschäftigt, PK. mit „Erik“ – vielleicht FB.?) würde eine völlige Überarbeitung vorschlagen. Tja. Alles schon gehabt. Aber so ist das.

Das Jahr 2011 fängt also ganz gut an. Ich darf mich nicht beklagen. Wieder ein Mosaikstein hinzugekommen, im literarischen Schaffen. Wer hätte das gedacht? Noch im Dezember hatte ich ganz andere Überlegungen. Wir sehen: erstens kommt es anders und zweitens und überhaupt.

Deshalb ist es wichtig, wenn immer möglich, in den Zug zu steigen. Falls die Reise am Ende nicht dein Leben angenehm verändert, dann beschenkt sie dich vielleicht mit einem Musenkuss. Aber nur vielleicht.

ein kleines Heureka

Huh. Gestern also tatsächlich noch begonnen, das Layout für das neue Buchprojekt 88/4 – eine banale Liebesgeschichte in InDesign erstellt. Ein kleines, schmales Büchlein soll es werden. Herumexperimentiert mit den Schriften, die ich verwende. Schließlich auf Garamond Pro und Museo Slab geeinigt. Die beiden wirken sehr entspannt auf mich und transportieren den Inhalt auf eine passende Art und Weise.

Als ich das Layout hatte, begann ich zu schreiben. Aha. So fühlt sich das also an. Ist ja schon ein Weilchen her, das letzte Mal. Es ging gut dahin, ich darf mich nicht beklagen. 15 Seiten sind es fürs Erste geworden. Das ist nicht umwerfend, aber in Anbetracht der Umstände ein hervorragender Wert.

Sich auf eine Person zu konzentrieren, dabei gar keine äußere Handlung einfließen lassend, also, das ist schon die hohe Kunst der Autorenschaft. Ob ich dem gewachsen bin, man wird sehen. Deshalb gleich mal die ersten Seiten der guten A. geschickt. Mal schauen, wie sie sich mit der ersten Rohfassung tut und ob sie die Form, die Konstruktion für lesbar hält. Dabei gehe ich einen neuen Weg. Period!

Später, am Abend, der Vollmond guckte interessiert in mein Fenster, gab es ein Heureka! Ich fand die Über-Pointe. Gewiss, ich hatte ja schon diese „Haken“, den ich schlagen wollte, etwa 1/4 vor dem Ende, aber die Über-Pointe gibt nun der ersten Pointe Sinn und Verstand. Eigentümlicherweise haderte ich mit dem (Arbeits)Titel „88/4“, der einem bestimmten Umstand geschuldet ist, der wiederum auf die Pointe zuläuft. Aber so ganz war es anfänglich nicht ersichtlich, warum und wieso. Erst mit der Über-Pointe erhält nun auch der Titel seine Erklärung.

Gut. Für den Leser des Blogs mag dieses musische Gewäsch keinen rechten Sinn ergeben. Freilich, so ist das. Ich schreibe diese Zeilen auch in erster Linie für mich. Später einmal, wenn man das möchte, kann man sich auf die Suche begeben, wie es denn zu dieser „banalen Liebesgeschichte“ gekommen ist, wer den Musenkuss verabreichte, wo die Muse küsste, wie sich diese Inspiration in eine Idee und von der Idee in eine Geschichte transformierte. All das in wenigen Tagen – vorausgegangen natürlich intensive Erfahrungen die in eine schreibende Katharsis mündeten.

Morgen und Übermorgen, also Samstag, also Sonntag, werde ich mich bemühen, die Geschichte weiterzuschreiben. Wenn alles klappt, ich einen Lauf habe und nicht gestört werde, dann könnte ich mir vorstellen, am Montag eine erste Version fertig zu haben. Mmmh. Schön ist das.