richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Kategorie-Archiv: about das system

Notwendige Gedanken zur Epoche ‚WhatsApp‘

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Ich habe mich sehr lange gegen ein SmartPhone gewehrt, aber die weltlichen Umstände – immer sind es diese, die Ungläubige zum Glauben bringen – ließen mir keine andere Wahl. Seit mehreren Monaten trage ich also ein elektronisches Schweizermesser mit mir herum. Und wahrlich, es spielt alle Stücke und die ganze Klaviatur. In meiner Kindheit, in meiner Jugend, ich hätte alles für so ein Wunderding gegeben. Man stelle sich vor, es gab zu meiner Zeit, in meiner Epoche, öffentliche Telefonzellen auf der Straße und gerade einmal zwei TV-Kanäle für den gefühlt ne Tonne wiegenden Röhrenapparat – später traute ich meinen Augen nicht, als Telekabel in Testgebieten eine Hand voll ausländischer TV-Sender in die Wohnzimmer zauberte. Die „digitale“ Kommunikation lief damals über fest angeschlossene (Viertel-)Telefone der Post – heutzutage kennt man das Ganze unter dem Begriff „Festnetz“ – und die behördlichen Auflagen waren ziemlich streng. Damals verärgerte mich diese Einschränkung – kein Wunder also, wenn ich Anfang der 1990er Jahre ein in Österreich nicht zu habendes US-Schnurlostelefon (samt Anrufbeantworter) bei mir zu Hause „installierte“. Ja, wer damals auf moderne Technik setzen wollte, musste gehörig viel Geld, Geduld und Mut mitbringen. Wahrlich, diese gelebte Vergangenheit fühlt sich wie eine längst vergangene Epoche an, die – so kommt es einem vor – bereits in der Bibel beschrieben ist.

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Über die Beschaffenheit der Welt, Doderer anno 1966

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Ist die Anti-Trump Bewegung gesteuert?

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Media: ... to control exactly what people think and that is our job!

Sollte es Ihnen noch nicht aufgefallen sein, die sogenannte freie und unabhängige Presse hat sich gegen Präsident Donald Trump verschworen. Kein Tag vergeht, an dem nicht die US-Regierung subtil oder brachial angegriffen wird. Dabei verletzen die Journalisten jede berufliche Ethik – so sie je welche gehabt haben – und überschlagen sich in propagandistischen Über- oder Untertreibungen. Falls Sie nun Donald Trump kein bisschen leiden können, falls Sie ihn geradewegs verachten und hassen, so ist das in Ordnung – wir leben nämlich in einer Demokratie, wo freie Meinungsäußerung erlaubt ist (mit den üblichen Ausnahmen). Die Medienleute können natürlich ebenfalls den einen Politiker verachten und hassen, den anderen herzen und lieben, aber sie sollten das offen und ehrlich aussprechen. Würden Medienkonzerne auf ihren Produkten – sei es Print, Online oder TV/Radio – darauf hinweisen, dass sie Präsident Donald Trump hassen bzw. lieben, dann würde der Medienkonsument wissen, woran er ist und könnte das Gesagte bzw. Geschriebene besser einordnen.

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Was der Mainstream verschweigt: Präsident Duterte, Philippinen

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Auf den Punkt gebracht für den eiligen Leser: Die westlichen Medienhäuser versuchen mit allen Tricks aus der Propagandakiste den mit überwältigender Mehrheit gewählten philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte – Vater von vier Kindern – anzuschwärzen und in Blut zu tauchen. Ohne die historischen Hintergründe und gegenwärtige Zustände des Landes zu kennen, kann sich der gewöhnliche Medienkonsument keinen Reim auf diesen „ruchlosen Anti-Drogen-Hardliner“ und „international verfemten Präsidenten“ machen. Wir haben es hier mit einer bewusst inszenierten medialen Hetzkampagne zu tun, deren Sinn m. E. nur darin liegen kann, eine kommende (illegale und völkerrechtswidrige) Intervention westlicher Globalisten zu rechtfertigen. Siehe Libyen, anno 2011.

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Die blinde Wut der tollwütigen Presse

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Liest man gegenwärtig als aufgeklärter und skeptischer Bürger die sogenannte Qualitätspresse bezüglich US-Präsident Donald Trump, ist es, als würde man von einem tollwütigen Hund gebissen werden. Der Schaum tropft förmlich aus den Zeitungsseiten. Bestes Beispiel dafür: der (oben angefügte) Kommentar von RAU im Der Standard vom 18./19. Februar d. J.

Ich frage mich, ob RAU die Pressekonferenz (youtube), über die er schreibt, überhaupt gesehen hat. Ich vermute, er hat einfach nur mal die internationalen Agenturmeldungen und die Op-Eds in der New York Times und Washington Post überflogen. Ansonsten muss man befürchten, dass der Autor in einer fürchterlichen Phantasiewelt lebt. Gewiss, ein Journalist der sog. Qualitätspresse lebt nun mal in seiner Bubble, in seiner Filterblase. So kommt es ihm gar nicht erst in den Sinn, dass er falsch liegen könnte, mit seinen verqueren Gedankenkonstruktionen – schreiben doch die anderen westlichen Medienhäuser in die selbe Richtung. Aber langsam dämmert es dem gewöhnlichen Bürger, dass etwas faul ist, im Staate Dänemark. Es tun sich immer wieder seltsame Widersprüche auf, die nicht erklärbar sind. Präsident Trump, so heißt es in der Presse, sei eine Gefahr für die Menschheit und müsse zum Psychiater – dabei ist er es, der ein friedliches Auskommen mit Russland und Putin anstrebt und nicht, wie Hillary Clinton, einen neuen Kalten Krieg einläuten und dabei einen Weltkrieg provozieren will. Hört man sich dann noch eine seiner Wahlkampfreden an, scheint es, als würden die Verrückten das Sagen in der Irrenanstalt haben:

[meine Übersetzung:] »In 26 Tagen werden wir diesen großartigen Bundesstaat (Florida) gewinnen und damit das Weiße Haus. Unsere Bewegung wird darangehen, das gescheiterte und korrupte – nun, wenn ich sage ‚korrupt‘, dann meine ich völlig korrupt – politische Establishment mit einer neuen Regierung ersetzen, die von euch, dem amerikanischen Volk kontrolliert ist.

Es gibt nichts, was das politische Establishment nicht tun würde – keine Lüge, die sie nicht erzählen werden, um ihr Ansehen und ihre Macht auf eure Kosten zu erhalten. Und das ist genau das, was gerade geschieht. Das Establishment in Washington und die Finanz- sowie Medienkonzerne, die dieses unterstützen, existieren nur aus einem Grund: um sich selbst zu bereichern und zu beschützen.

Das Establishment hat Billionen von Dollars in dieser Wahl zu verlieren. Hier ein Beispiel: nur ein einziges Handelsabkommen, das das Establishment durchbringen möchte und das von vielen Staaten, Konzernen und Lobbyisten kontrolliert wird, ist Billionen von Dollars wert.

Jene, die an den Hebeln der Macht in Washington sitzen, gemeinsam mit den Globalisten, sie gehen eine Partnerschaft mit Leuten ein, die nichts Gutes für euch im Sinn haben. Unsere Kampagne stellt eine existenzielle Bedrohung für sie dar, wie sie sie noch nie zuvor gesehen haben.

Das ist nicht einfach nur eine weitere Wahl für 4 Jahre. Das ist eine Wegscheide in der Geschichte unsere Zivilisation und der eingeschlagene Weg wird bestimmen, ob wir, das Volk, die Kontrolle über unsere Regierung zurückbekommen werden.«

Sie werden jetzt vielleicht einwerfen, dass der größenwahnsinnige Donald Trump ein Populist sei und deshalb alles sagen würde, um ins Oval Office zu kommen. Vielleicht spielt er auch nur allen etwas vor. Mag sein, dass es sich so oder so verhält – wer kann schon in die Seele eines Menschen blicken? – aber seine bisherigen Aussagen treffen oftmals (nicht immer) punktgenau ins Schwarze. Der Mainstream versucht davon natürlich abzulenken. Man stelle sich vor, die Masse würde aus ihrem künstlichen Tiefschlaf aufwachen und endlich einmal das Establishment zur Verantwortung ziehen. Deshalb ist Präsident Trump eine solch existenzielle Gefahr für Washington und London, deshalb werden die westlichen Medienhäuser wie tollwütige Hunde auf ihn losgelassen. Da diese den Querulant im Weißen Haus nicht zum Schweigen bringen können – dank Social Media spricht er direkt zu den Leuten auf der Straße – versucht seine Gegnerschaft ihn für verrückt zu erklären. Auf diese Weise soll der gewöhnliche Bürger davon abgehalten werden, auf den Inhalt von Donald Trumps Reden zu achten.

All die Journalisten und Redakteure, die längst auf Mainstream-Schiene gebracht wurden – der 90-jährige Hugo Portisch ist da leider keine Ausnahme -, können gar nicht die gegenwärtige politische Lage in den USA (und der Welt) erklären. Von einem Deep State wollen sie nichts wissen, ja sie tun gerade so, als handle es sich um eine blödsinnige Verschwörungstheorie. Dabei gäbe es zahlreiche gut dokumentierte Studien und Analysen, die zum Schluss kommen, dass die USA mehr einer (korrupten) Oligarchie als einer (demokratischen) Republik gleicht. Dass dieser Deep State für den Tod des unangenehmen John F. Kennedy verantwortlich ist, der daran dachte, mit dem Erzfeind UdSSR ins Gespräch zu kommen und die beginnende Intervention in Vietnam zu beenden, können die Journalisten natürlich nicht zugeben. Diese Medienleute glauben auch noch immer, dass es zwei Reporter der Washington Post waren – einer davon Ex-Militärgeheimdienstler – , die den Watergate-Skandal aufdecken und damit einen lästigen Richard Nixon zur Abdankung zwingen konnten – tatsächlich war es einfach nur ein subtiler Coup d’Etat des Deep State, nicht mehr, nicht weniger. Und von der (ehemaligen?) CIA-Operation Mockingbird – die Infiltration sowie Manipulation der US-Medien durch CIA-Leute – wissen heutzutage die Herren und Damen in den Redaktionen natürlich auch nichts. Gott bewahre!

Vielleicht könnte die Standard-Redaktion wenigstens das (ins Deutsche übersetzte) Transkript der Pressekonferenz abdrucken. Dann kann sich der Leser selbst einen Eindruck machen, ob es sich tatsächlich um eine dämonische Tirade handelte oder ob die Journalistenbrut einfach nur teuflische Bengel sind, die nicht gerne über ihre Sünden belehrt werden wollen:

[meine Übersetzung:] »Unglücklicherweise sprechen die Medienhäuser in Washington, New York und speziell Los Angeles, nicht für das amerikanische Volk, sondern vielmehr für spezielle Interessensgruppen und für jene, die von einem offensichtlich sehr, sehr unfairen System profitieren. Die Presse ist so unehrlich geworden, dass, wenn wir nicht darüber sprechen, wir dem amerikanischen Volk einen äußerst schlechten Dienst erweisen. Wir müssen darüber reden, um herauszufinden, was da los ist, da die Presse außer Rand und Band ist. Der Grad an Unehrlichkeit ist jenseitig.«

Übrigens, kann mir jemand sagen, warum es in Österreich noch immer eine Presseförderung gibt? Warum soll der Steuerzahler für seine Gehirnwäsche zahlen? Ziemlich unverschämt, meinen Sie nicht? Darüber gilt es später noch en detail zu befinden, aber behalten Sie die Sache mal im Hinterkopf.