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Brouillé ou l’histoire se répète curieusement

Die wunderbare Patricia Astrid Imhof Derivaz aus der Französischen Schweiz habe ich in den Weiten des Webs kennen gelernt. Und da sie sich für die revolutionäre Historie Frankreichs einerseits, für die Schweizer Bankierswelt andererseits, interessiert, hat sie Brouillé kurzerhand auf ihren Reisen mitgenommen und darin gelesen. So befand sich das Buch für eine Woche auf der Ile Saint-Pierre, wo „Rousseau sein Rêveries du Promeneur Solitaire geschrieben hat“. Sagt Patricia. Bon. Ich wusste es freilich nicht.

Für alle Freunde der Französischen Sprache, hier ihre Eindrücke zu Brouillé. Ich muss gestehen, ich arbeite noch an der Übersetzung, aber was gibt es Besseres, als sein rostiges Französisch auszupacken und einen Text zu übersetzen, der mit einem seiner Bücher zu tun hat? Eben!

Nebenbei muss ich Patricia Lob und Rosen streuen. Weil sie tatsächlich die Quintessenz des Kriminalstücks erfasste. Dazu brauchte es gerade einmal drei Wörter und die hatten Platz in der Betreff-Zeile ihrer E-Mail an mich. Chapeau, Mme. Imhof Derivaz. Ich bin beeindruckt. Wahrlich.

Un banquier genevois …

Richard Karl Breuer est l’auteur d’une trilogie fantaisiste au temps de la révolution … Il a étudié les mécanismes de l’économie, travaillé dans une banque et décidé d’écrire sa propre vision de l’histoire, sa passion.

Dans «Brouillé», on fait la connaissance d’un soit-disant banquier genevois fort instruit, curieux de nature et protestant de surcroît, comme tout banquier genevois qui se respecte. L’histoire est simple, au temps de la révolution, la France découvre les vertus de l’eau minérale. Une source de vie mais aussi une source d’argent … comment régler la question de la propriété lorsque la source minérale se trouve entre les mains d’un vicomte et convoitée par une commune pauvre et révolutionnaire, peuplée d’immigrés du sud de la France, qui refusent de payer leurs impôts ? La situation est a vrai dire fort embrouillée et il s’agit effectivement de trouver un banquier et un avocat pour s’emparer de l’affaire et la faire fructifier.

Chacun veut tirer son épingle du jeu, bourgeois, révolutionnaire ou aristocrate. On connaît la suite, l’avènement du capitalisme, la vieille noblesse ruinée et la révolution enterrée … Le banquier, de réputation « sérieuse » a la fois inoffensif et dangereux dans ces jeux d’argent est donc bel et bien le personnage-clé.

Aujourd’hui, les banques privées genevoises sont les instigatrices des « water funds » ou de fonds immobiliers fructueux : L’histoire se répète curieusement …

Patricia Astrid Imhof Derivaz
Juin 2010

Schwarzkopf goes FALTER

falter_buchbeilage_42_09
Falter Buchbeilage 42/09

Vor wenigen Tagen war es, als mich EH. anrief. Sie fragte mich, ob ich wüsste, dass ich im FALTER sei. In der Buchbeilage. Mit Schwarzkopf. Äh. Nein, wusste ich nicht. Hat mir niemand gesagt, dass es eine Buchbesprechung gegeben hat. Ein Glück, dass mich EH. darauf aufmerksam machte. Hier der Link zu jener welchen Besprechungsseite: FALTER 42/09 – MD. aus A. meinte, übrigens dass die Kritik nichts Gutes über Schwarzkopf zu sagen hätte; nun, ich sehe das freilich anders; weil in der Kritik auf den Inhalt eingegangen wird und nicht auf den Sachverhalt, dass ich z.B. ein „eigenbrötlerischer Selbstverleger“ sei; es kommt leider immer wieder vor, dass sich manch einer der potenziellen Rezensenten gar nicht erst die Mühe macht, das Buch aufzublättern, wenn es heißt „Ich gebe meine Bücher selber heraus.“ Deshalb erachte ich die Besprechung im Falter als ein großes Lob, ob der  äußeren Qualität des Machwerks, werde ich doch mit drei Verlagstiteln in einem Beitrag  genannt. Wer noch andere Meinungen zum Inhalt einholen möchte, bitte sehr, bitte gleich, der sei auf die Feedback.Site verwiesen.

Dass sich die Literaturkritikerin der Leipziger Volkszeitung, Janina Fleischer, ebenfalls für „Schwarzkopf“ interessiert, freut mich besonders, da der Prophet im eigenen Land ja nichts gilt (das trifft vor allem auf Wien zu; ja, diese Stadt hat schon so manche Künstlerseele auf dem Gewissen; woran es liegt, dass hier Neid & Missgunst so ausgeprägt sind, nun, da müssten wir wohl beim guten Freud nachfragen).

Bei genauerer Betrachtung war es eigentlich M. D. aus A. („Radiotin“), die sich als erste „Schwarzkopf“ auf eine kritsiche Weise genähert hat („Marijkes Schwarzkopfgedanken„). Im Dezember möchte sie daraus vorlesen. Im Rahmen des SUBKULTUR-Winter-Abends, veranstaltet vom Hochschulradio Aachen. Jetzt muss M. nur noch den einen oder anderen Wiener finden, der sich bereit erklärt, die Charaktere in der Wiener Mundart zu sprechen. Andererseits, man hätte etwas zum Lachen, würde ein Germane oder Germanin sich am Wienerischen versuchen. „Peitscherlbub“ wurde erst unlängst freudigst zur Kenntnis genommen. Falsch betont, aber immerhin.

In der Komunity der Berliner Zeitung Der Freitag habe ich nun einen Beitrag geschrieben („RezensentInnen gesucht“), in dem ich mitteilte, nach weiteren KritikerInnen Ausschau zu halten („hereinspaziert“). Das Dumme ist: wer sein eigenes Sprachrohr ist, wird zwar gehört, aber zumeist überhört. Das Web2.0 ist ja voll von Selbstbeweihräucherungsfantasten („Willkommen im Club“). Zwar vermeinte ich, mit dem Falter und der LVZ einen guten Köder ausgeworfen zu haben (und hat nicht  der Zeitungs-Herausgeber JA. mit mir kurz geplaudert?), aber das zählt bekanntlich 11 (also nix).

Die Bloggerin Gunwoman ist erst jetzt wieder auf ihr Rezi-Exemplar „Schwarzkopf“ gestoßen (lag unter einem Berg Uni-Lektüre). Nach dem sie Tiret klammheimlich in ihrem Blog besprochen hat, wird sie mir jetzt hoffentlich Bescheid geben, wenn sie über „Schwarzkopf“ herzieht.

2 Auflagen 1 Buch

Bezüglich der 2. Auflage wird es eine Änderung des Umschlags (vulgo Cover) geben. Aus weiß mach schwarz. Passend zum Namen, nicht? Ich spekuliere, dass all jene, die bereits die 1. Auflage ihr eigen nennen, unbedingt auch das Exemplar zur 2. Auflage haben müssen. Das klingt nach Marketing-Hokuspokus und ist es auch. Ich finde jedenfalls das schwarze Cover cool. Jetzt müssen wir nur noch eine Druckerei finden, eine Auslieferung (soll ich vielleicht 1.000 Stück zu Hause stapeln?), viele Buchhandlungen und noch mehr Käufer. Und schon kann’s los gehen. Jetzt würde ich natürlich diesen Beitrag damit schließen, dass ich anmerke (dezent), Vorbestellungen zur 2. Auflage bereits entgegen  zu nehmen. Aber ohne PR und virale Marketing-Aktionen ist das herzlich sinnlos. Warum sollte jemand bereits jetzt das Buch vorbestellen? Gibt ja genügend. Stimmt. Aber wer weiß, ob der Autor und Eigenverleger noch in einer Woche höchstpersönlich das Buch signiert. Und das Kuvert ableckt (Schuhe nur gegen Barzahlung).

LillYs Zwischenbericht

Ei, das hat mich wahrlich gefreut, dass die LillY Zeit und Muße gefunden hat, schon mal in „Tiretscherl“ reinzulesen und ihren Zwischenbericht abzugeben. Ich hoffe, das motiviert nun andere Leser, es ihr gleichzutun. Also, hurtig, hurtig.


LillY

Da ich gestern noch schnell ein Theaterstück von Horvath gelesen habe, konnte ich erst am späten Nachmittag mit deinem Buch beginnen und es war gar nicht so schlecht, vorher den guten Ödön gelesen zu haben.

Pluspunkte:

Ich gratuliere einmal, weil du das Vorwort kräftig entmistet hast. Es ist nun wesentlich leichter und unbeschwerter und passt besser zum Buchtitel. Die Kurzfassung der Inhaltsangabe (Umschlag- klappe) ist wohl besser als das vorher angedachte Inhalts- verzeichnis. Sonst liest es sich sehr leicht, flüssig und anregend. Witzig, weil ich dich kenne, verbinde ich Inhalt mit möglichen autobiographischen Ähnlichkeiten – rätselhaft.

Minuspunkte:

Erst bei Seite 100 bin ich draufgekommen, dass die Fußnoten am Ende zu finden sind. Jetzt brauch ich sie auch nicht mehr lesen, weil mir der Zusammenhang der Originalpersonen ohnehin schon fehlt. Ist vermutlich nur eine Doktorarbeit, das nachzulesen und blättern.

Die Ouvertüre ist ähnlich gelagert wie Azadeh. Ich bekomm sie nicht aus dem Kopf und sie blockiert ein wenig, weil ich den Zusammenhang noch nicht finde. Aber du spielst damit gerne, also warte ich ab. Die Schrift bei den Überschriften find ich ein bissl patzert und wirkt verschmiert.

Ich wünsche mir nach wie vor eine Prägung am Titel. Es würde sich so gut angreifen, wenn man das Buch in der Hand hält. Sonst sehe ich das momentan Gelesene als märchenhafte Traumnovelle und passt zu deiner Bezeichnung Illusionist. Warten wir’s ab, wie der Verlauf der Geschichte ist …

Die Gnädigste meinte, ich solle noch hinzufügen (O-Ton): Die Chancen stehen gut, dass ich es fertig lese. Außerdem hab ich Azadeh auch fertig gelesen. Meine Ehrlichkeit wegen Rotkäppchen schleif ich nach, wie einen stinkenden Hund.