Archiv der Kategorie: about lesung

Heute, vor 7 Jahren, anno 2008 …

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Lesung ist eine Lesung ist eine Lesung

Heute Abend, Freitag, 4.5.2012, um 20 Uhr, werde ich mit der wunderbaren Iris Maria aus dem Manuskript Der Fetisch des Erik van der Rohe lesen. Lydia, Alice und Nathalie sind jene Kapiteln, aus denen Auszüge vorgelesen werden. Iris Maria übernimmt den weiblichen Part, ich den männlichen. So gehört sich das, nicht? Seit Gut gegen Nordwind so fulminant eingeschlagen hat, dürfte die Verlagswelt mit Erstaunen festgestellt haben, dass der tot gesagte Briefroman im neuen E-Mail-Kleid wiederauferstanden ist. Zwar war ich schon im Jahre 2003 mit der ersten Version meines modernen »Briefromans« fertig, also lange, bevor Herr Glattauer des Weges kam, aber am Ende gilt, wer sein Buch zuerst in der Buchhandlung hat, hat gewonnen und darf die Lorbeeren essen. Sei’s drum. Das Manuskript, über die Jahre beträchtlich angewachsen, dann wieder gekürzt, verändert, geteilt, liegt noch immer am »Was soll ich jetzt damit?« – Stapel. Na, man wird sehen, wie das Publikum heute auf die Auszüge reagieren wird. Das Thema Fe(e)tisch und wie man/frau damit (einigermaßen authentisch) umgeht, könnte schon einen Nerv treffen. Vielleicht.

Wer also der Lesung beiwohnen möchte, bitte sehr, keine Hemmungen. Ab 20 Uhr im Ragnarhof – Grundsteingasse 12 – im oberen Stockwerk. Der Hof ist öffentlich gut erreichbar (U6 Thaliastraße bzw. Josefstädterstraße, 5, 33, 2, …) und ein Barbetrieb im unteren Stockwerk ist auch vorgesehen. *Hicks*

Schule 2011? Nur ein weiterer Stein in der Mauer, Pink.

Ich dachte, das Problem sei der nukleare Reaktor, aber Technologie ist nicht der Feind. Ich kam zu der paradoxen Einsicht, dass die Technologie vor der Menschheit geschützt werden müsse. In der Vergangenheit, die Zeit endet mit Gagarins Flug ins All, wurden die Technologien von Ingenieuren entwickelt, die auf den Schultern Tolstois und Dostojewskis standen und durchsetzt waren mit den großen humanistischen Ideen und dem Glauben an einen schönen und korrekt moralischen Sinn. Sie hatten eine klare Vorstellung von einer neuen politischen, in dieser Welt wohl fortschrittlichsten, Gesellschaft. Aber die Generation, die ihnen nachfolgte, stand wiederum nur auf den Schultern dieser Techniker, und Ingenieure, die nur in Technik ausgebildet sind, können nichts Neues begründen, jedenfalls nichts, wofür sie Verantwortung tragen.

Waleri A. Legassov
Leiter des Untersuchungskomitees nach der Katastrophe von Tschernobyl
beging am zweiten Jahrestag der Katastrophe Selbstmord
Hinterließ ein Tonband mit Anschuldigungen gegenüber der Regierung

 

ich: Wisst ihr, was ein Weblog ist? 
Große unwissende Augen der Schüler.

ich: Gut. Ich werde über euch schreiben.
Schülerin: Sie kennen ja gar nicht meinen Namen.
Ich seuzfe und blicke zu einem Jungen.
Schüler: Ich bin Christiano Ronaldo.
Leises Gelächter der anderen.

Als ich mich kurz mit den Schülern der 4. Klasse im Alter zwischen 13 und 14 Jahren unterhielt, wurde mir wieder einiges bewusst. Nicht so sehr die Gegenwart, vielmehr meine Vergangenheit. Ich überlegte (und tue es immer noch), was ich in diesem Alter vorzuweisen hatte. Viel ist mir da nicht eingefallen. Wirklich. Ich habe mich um die Welt da draußen nicht gekümmert. Ich hatte meine Videospielkonsole (Atari 2600 VCS), Comic-Hefte, Airfix-Männchen, Zeichenpapier und kickte im Hof. Viel gelesen habe ich nicht. Aber das, was ich gelesen habe, das hat mich dann doch zum Schreiben inspiriert, vorwiegend im Sommer-Urlaub, wo es zwei, drei Wochen nichts zu tun gab, in der österreichischen Natür.

ich: Wer von euch hat schon ein Buch gelesen?
Die Schüler sehen sich verwundert an.
ich: Okay. Was macht ihr so, zu Hause?
Schüler: Computer spielen.
Schüler: Sport.
Schülerin: Ausgehen … also essen gehen.

Natürlich hoffte ich, dass meine Parabel Der blaue Smaragd über die Verschwendung und die Mechanismen, die dafür verantwortlich sind, eine Wirkung bei den Schülern zeigen würde. Ich tröste mich später mit der Hoffnung, dass vielleicht einer oder eine von ihnen am sonntäglichen Frühstückstisch das Wort ergreifen wird: „Du, Papa, stimmt es, dass das Öl ausgeht?“ oder „Glaubst du an Geld, Mama?“ oder „Auf einer Insel, da würden die Eingeborenen kein Geld nehmen, weil es kein Wert für die hat. Krass, oder?“ – Ich gehe davon aus, dass die Antwort nicht lange auf sich warten lässt: „Wer erzählt so einen Blödsinn?“

ich: Wisst ihr, was ein ebook ist?
Schülerin: Was bitte?
ich: Äh, also ein elektronisches Buch.
Schüler blicken entgeistert.

Ich frage mich ja, ob es nicht schon immer einen kontinuierlichen Verfall in der kulturellen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen gegeben hat. In Stefan Zweigs Autobiographie kann man lesen, dass seine Klasse sich der Lyrik zuwandte und sich die Burschen dahingehend zu übertrumpfen versuchten. Entweder, in dem sie ihre eigenen Werke mit Ernst und Bravour vortrugen oder in dem sie einen noch unbekannten Gedichtband in die Klasse mitnahmen und daraus rezitierten. Gewiss, Zweig gibt zu, dass seine Klasse eine gewisse Ausnahmeerscheinung war. Immerhin. Mein Vater, ein Schüler der frühen Nachkriegszeit, hat sich immer wieder gefragt, was ich denn so in der Schule überhaupt lerne, nach dem ich damals mit musischer Unwissenheit glänzte.

ich: Es könnte sein, dass ihr noch erlebt, wie das Erdöl ausgeht … oder knapp wird. Was macht ihr dann?
Schüler: Dann fahr ich in meine Heimat … da hat’s nie Öl gegeben.
Gelächter der anderen Schüler, die ihm sagen, dass es kein Auto mehr gibt.
Schüler: Dann radle ich nach Haus.
Schüler: Du radelst nach Albanien?
Schüler: Klar.
Gelächter der anderen Schüler.

Ich erinnere mich wieder an meinen holländischen Religionslehrer, der in der Handelsakademie einmal sagte, dass er uns Schüler wenigstens für kurze Zeit von all dem betriebswirtschaftlichen Profitdenken wegführen möchte. Ich glaube, wir wussten nicht, was er uns sagen wollte. Er zeigte uns Videofilme, die uns zum Nachdenken hätten bringen sollen, wie zum Beispiel Koyaanisqatsi oder Der Sinn des Lebens von Monthy Python. Am Ende haben wir uns zwar die Filme angeguckt, aber im Hinterkopf hatte jeder die nächste Prüfung, den nächsten Test, die nächste Schularbeit. Ich dachte ja damals, dass ich nicht sterben könnte, so lange es noch eine Schularbeit gäbe, weil das ja wie eine Erlösung gewesen wäre.

ich: Geld funktioniert nur so lange, so lange alle daran glauben. Interessant, nicht?
Schüler: Ich glaube nicht an Geld.
ich: Und was machst du dann mit dem Geld?
Schüler: Ich geb’s aus.

Wenn ich es mir also recht bedenke, dann sollte ich nicht die Schüler und ihre Einstellungen ändern, sondern ich sollte vielmehr einen anderen Weg finden, um etwas in ihnen auszulösen. Wie das aussehen könnte? Hey, ich bin Schriftsteller, kein Orakel. Eventuell lerne ich portugiesisch. Oder werde Fußballtrainer.

Loben und Preisen und Klicken

ein – im wahrsten Sinn – „fesselndes“ Vergnügen

Bevor ich mich aufmache, das Drehbuch von Schwarzkopf zu preisen und zu loben („Der dritte Mann, dieser Film ist ein Klassiker … und die Krimicomedy ist funny, wirklich!“), möchte ich auch darauf hinweisen, dass nun die Leseprobe zu Der Fetisch des Erik van der Rohe bei book2look online ist. Am besten auf www.erik.1668.cc mit allem wissenswerten Schnickschnack gucken oder direkt zum virtuellen Buch einfach hier klicken und sich überraschen lassen. Vorbestellungen auf euryclia werden natürlich gerne angenommen. Ja, ja.

*

Am Abend werde ich der Buchpräsentation von Chrys Punzengrubers Die Suppe danach beiwohnen. Nach dem ich ja das Buch gelayoutet habe, sollte ich schon dabei sein, wenn das Kind aus der Taufe gehoben wird, oder? Wer Zeit und Lust hat, ist natürlich herzlich eingeladen, dem (intimen) Lese- und Hörgenuss beizuwohnen. Der Event in facebook ist hier zu finden. Oder einfach und banal hier:

22.02.2011 um 21:00
Café Carina
Josefstädter Straße 82
1080 Wien
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ein literarischer Gig, am 20.12.2010

Gemeinsam mit dem Septime Verlag (link) veranstalte ich einen literarischen Abend im neuen FELDBERG um das Jahr 2010 würdig abszuschließen: Die Schauspielerin Barbara Sackl liest aus der Septime Neuererscheinung  James Tiptree Jr. | Quinatana Roo und Richard K. Breuer (yah, that’s me, folks!) erzählt über seine beiden Werke Madeleine – Anatomie einer Tragödie und  Der Fetisch des Erik van der Rohe.

FELDBERG (neue Lokalität)
Westbahnstraße 21 – 1070 Wien
offiziell: 18 – 21 Uhr
inoffiziell: 17 Uhr bis open end

In lockerer Atmosphäre, bei einem gemütlichen Glaserl, stellen sich der Verleger Jürgen Schütz und meine Wenigkeit den Fragen der Gäste, erzählen aus dem Nähkästchen, geben Ausblicke auf das kommende Jahr und signieren natürlich gerne die erworbenen Bücher (Münzen abgezählt bereithalten).

Und weil Weihnachten niemand alleine verbringen soll, werde ich gerne „einsame Herzen“ miteinander bekannt machen – so gewünscht. Also nicht schüchtern sein, ja?

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Tag der Autoren – Open House am 23.11.

Heute, 23.11., ab 18:30 findet in der Genußbuchhandlung Tiempo, Johannesg. 16, 1010 Wien, der „Tag der Autoren – Open House“ statt, wo ich nicht fehlen werde. Neben kurzen Lesungen verschiedener Wiener Autoren wie

valentina berger: der augenschneider, georg elterlein: der hungerkünstler, victoria schlederer: des teufels maskerade, claudia toman: hexendreimaldrei, jürgen heimlich: die schüchterne zeugin peter bosch: der spurenzeichner

sowie einer lockeren Gesprächsrunde von mir und Albert Knorr über das Thema „Publizieren heute – Eigenverlag vs. Verlag“, wird es auch eine „Pflücktext-Tombola“ sowie eine Weinverkostung geben. Wer in ungezwungener Atmosphäre den einen oder anderen Autor oder Autorin kennen lernen möchte, sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen.

Zwei Tage später, am Donnerstag, 25.11. lese ich am Abend zum Grätzelfest in der Brigittenau, Gebietsbetreuung Allerheiligenplatz. Es wird wieder um Brouillé gehen.

[NOTIZ: ich sitze gerade im McD und hab leider die exakten Daten und Fotos nicht bei der Hand – sie werden später, wenn ich wieder zu Hause bin, nachgereicht]

Das war die (magische) Kriminacht 2010

Huh. Da fehlen einem fast die Worte. Das geschieht selten. Sehr selten. Aber gestern, ich darf es unumwunden in meinen Blog schreiben, wurde der Lese-Abend im Café Falk zur Wiener Kriminacht zu etwas ganz Außergewöhnlichem, etwas Magischem. Natürlich werden diese Zeilen in der blinden Euphorie des beklatschten Künstlers geschrieben. Machen wir uns nichts vor: man sieht sich am liebsten im besten Licht. Wenn ich also zu übermäßig vielen Superlativen greife, um den gestrigen Abend, die gestrige Nacht zu beschreiben, dann möge es mir der nüchterne Leser verzeihen. Nüchtern? Apropos. Das letzte Glaserl Wein hätte ich vermutlich nicht mehr trinken sollen. Aber gegen einen „anarchisch“ eingestellten Loibelsberger, der gleich mal den Barkeeper gibt, kommt man nicht an (und hätte man ihm zugetraut, dass er mal vor langer Zeit Punk war und bei einem Clash-Konzert randalierte?). Zu guter Letzt blieben bei der Kriminacht-Party der Autoren im Keller des Mozart-Hauses nur noch ein paar Sitzenbleiber über. Darüber sollte später noch die Rede sein. Weil es zeigt, wie Verlagsautoren und Eigenverleger mit der Situation am Literaturmarkt umgehen. Ja, ja. Bevor ich jetzt lang und breit abschweife, sei gleich an dieser Stelle der lieben Uschi Fuchs gedankt, die so freundlich war, über die Lesung live zu twittern (@youfox). Die Tweets und ihre Fotos sind am Ende des Beitrages angefügt, so dass man einen Eindruck bekommt, was sich gestern zugetragen hat. update: Ihre Eindrücke hat sie hier beschrieben: link Und den Organisatoren der Kriminacht möchte ich natürlich an dieser Stelle ebenfalls meinen Dank aussprechen. Die Rundum-Betreuung (Sarah!) hat bestens geklappt.

Zurück zum gestrigen Abend im Café Falk. Überhaupt, dieses Kaffeehaus, das es schon seit den 1920ern gibt und als Institution in Transdanubien gilt. Viele Jahre bin ich am Kagraner Platz um die Ecke gebogen, weil ich den weiten Weg zur BHAK in der Polgarstraße machen musste (zwei Schülerinnen holten sich von mir eine Unterschrift, weil sie scheinbar das Projekt „Hör dir eine Lesung an“ aufgegeben bekommen hatten; ihre Professoren kenne ich natürlich nicht mehr). Damals gab es noch keine komfortable U-Bahn, sondern nur den 26er, diese Bim, die ewig unterwegs war. Die Gegend um den Kagraner Platz ist mir jedenfalls bestens vertraut, da ich hin und wieder gute Freunde dort besuche. Aber aufgesucht habe ich das Kaffeehaus sehr selten, deshalb konnte ich nicht wissen, was mich dort erwarten würde, zur Kriminacht.

Die erste Überraschung war Hr. Falk selbst. Was für ein generöser und sympathischer Mensch. Ja, er hat das Herz am rechten Fleck. Und ich bin noch immer äußerst gerührt, wie zuvorkommend er mich behandelte, wie er mich förmlich hofierte, als wäre ich einer der großen Bestseller-Autoren. Zu guter Letzt, da beschenkte er mich noch und freute sich sehr, dass der Abend so angenehm für mich verlaufen sei. Seine Mutter übrigens, die älteste Zuhörerin im Saal (wie sie mir versicherte), strahlte über die Maßen und gratulierte mir herzlich, als ich ihr Buch signierte. Wenn ich mir also einen besonders liebenswerten und herzlichen Kaffeehausbesitzer vorstelle, dann ist es mit Sicherheit jener des Café Falks. Sollte also der geneigte Leser die Möglichkeit haben, den Herrn Falk persönlich kennen zu lernen, tun Sie es. Unbedingt!

Die Lesung fand in einem Extra-Raum im zweiten Stock statt. So wurde der reguläre Kaffeehausbetrieb nicht gestört und jeder, der die Lesung mitverfolgen wollte, konnte das tun. Dieser Extra-Raum (ist es ein Stüberl?) ist bestens für Lesungen geeignet, die Stimmung bei gedämpften Licht hervorragend und die Mikrofon-Lautsprecher-Anlage funktionierte einwandfrei. Gut möglich, dass ich meine nächste Buch-Präsentation dort absolviere.

Das Ambiente, die Location, das Kaffeehaus konnte überzeugen, aber für einen Autor und Verleger ist es natürlich wichtig, dass die Besucherzahl stimmt. Ehrlich, ich befürchtete bereits Schlimmstes. Weil ich viele sagen hörte, dass sie den „weiten Weg“ über die Donau nicht machen wollten (derweil ist man mit der U-Bahn in wenigen Minuten in der City). Auch wusste ich nicht, wie die Kriminacht im 22. Bezirk aufgenommen werden würde. Es ist ein großer Bezirk, aber kulturell, nun ja, ein wenig an den Rand gedrängt. Was fiel mir ein Stein vom Herzen, als ich bemerken durfte, dass die Besucherschar meine Erwartungen bei weitem übertraf. Ja, die Hütte war voll, wenn man es so nonchalant formulieren möchte. Dass AR. sogar den weiten Weg von der Steiermark nach Wien machte, um mich lesen zu hören (und ihre Bücher signieren zu lassen), ehrt und schmeichelt mich. Wahrlich.

Dass die Besucher meinen Büchertisch plünderten, der eine oder andere am Madeleine-Förderprogramm mitmacht („Club der 99“) freut mich ganz besonders und ist nicht selbstverständlich. Für den Büchertisch konnte ich wieder meine liebe Freundin Iris Maria Stromberger gewinnen (hier ein Foto, das ich von ihr machte und mir noch immer sehr gut gefällt: Link). Als Schauspielerin weiß sie, ihre Reize gekonnt einzusetzen, um potenzielle Käufer anzulocken. Dass sie im Oktober im MIMAMUSCH-Separée mit zwei Kolleginnen gegen ein paar Münzen (oder Scheine) aufspielen wird (noch dazu in ihrem Stück), sei an dieser Stelle gesagt. Ich werde mir das natürlich nicht entgehen lassen. Münzen habe ich ja jetzt genug, da kann man sich schon ein paar Künstlerinnen kaufen, im „skurrilen Strategietheater“.

Jetzt ist die Frage, wie die Lesung selbst gelaufen ist. Sagen wir, ich fühlte mich wohl, war in guter Stimmung und freute mich, etwa 45 Minuten aus Brouillé vorlesen zu können. Wie man mir immer wieder versicherte, soll ich es gut gemacht haben. Ob es stimmt, kann ich nicht wirklich beurteilen, aber gehen wir einfach mal davon aus. Die gute @youfox twitterte von meiner „angenehmen Stimme“. Hört man freilich gerne. Überhaupt das Publikum. Mustergültig. Da gab es kein Dazwischenreden, kein Gläsergeklimpere. Da sieht man, was ein aufmerksames Publikum in einem Künstler auszulösen imstande ist. Da ist man gleich lockerer und spielt mit Pointen und Bonmots. Freilich, ein Schauspieler bin ich nicht. Apropos. Einer der Zuhörer war kein geringerer als Erwin Leder, jener Schauspieler, der 1981 in Wolfgang Petersen Das Boot den Maschinisten „Johann, das Gespenst“ so eindringlich gab. Dass er sich für das Madeleine-Förderprogramm eintrug („Du gehörst gefördert!“), machte mich beinahe sprachlos. Dass er mir gegen Mitternacht um den Hals fiel und mir sagte, dass er mich mag, ja, das machte mich dann tatsächlich sprachlos. Der gute Erwin ist ein wunderbarer Mensch. Er hat natürlich seine Ecken und Kanten – was mir wiederum sehr gefällt. Vielleicht ergibt sich ja eine Zusammenarbeit mit ihm. Who knows? Visitenkarte hat er mir gegeben. Und will ich nicht demnächst einen Buchtrailer mit Iris Maria machen? Hm …

Jetzt werde ich noch die letzten euphorischen Wellen genießen, bevor ich mich wieder dem verlegerischen Tagesgeschäft widmen muss. Frankfurter Buchmesse? Die Ausflugsfahrt der „Jungen Verlagsmenschen“ aus Wien findet leider nicht statt. Wie man mir gestern schrieb, wäre ich der Einzige gewesen. Tja. Schade. Jetzt muss ich mich mal umhören, wegen günstiger Zug- oder Flugtickets. Wiener Buchmesse? Da werde ich wohl einen RIESEN-Banner für mich und Albertus entwerfen. 4 Meter sollen es schon werden. Huh. Und der Club der 99 muss aktualisiert werden. Pronto!

Hier die live-Twitter-Beiträge rund um meine Lesung. @YouFox ist Uschi Fuchs. @dschun bin ich. Wer wissen will, was es mit Twitter auf sich hat, nun, ich würde sagen, es ist ein Chat für Erwachsene, wobei die Mitteilungen auf 140 Zeichen begrenzt sind. Die Hashtags (#) dienen dazu, die Einträge zu gewissen Themen zu gruppieren, um sie so leichter mitverfolgen zu können (#kriminacht bedeutet, jeder, der über die Kriminacht twittert, benutzt diesen Hashtag und jeder, der wissen möchte, was gerade bei der Kriminacht abgeht, lässt sich alle Einträge mit #kriminacht anzeigen). Wer es genauer wissen will, hier der Wiki-Eintrag: link.

[youfox 13:52] Der tolle @dschun liest heut bei der Kriminacht aus seinem Buch. Werde von dort unter #kriminacht twittern. Wer will: link

[youfox 19:31] Passend zur #kriminacht den Kindle mitgebracht. @dschun ist angetan 🙂 foto

[youfox 19:41] Wir sind natürlich auch gadgetmässig tiptop ausgestattet bei der #kriminacht Gleich Brouillé von @dschun gecheckt. foto

[youfox 19:45] Gibt natürlich auch alle Werke von @dschun als Hardware bei der #kriminacht zu erstehen. foto

[youfox 20:19] Los geht die #kriminacht im Cafe Falk mit @dschun. Feines Ambiente. foto

[youfox 20:24] Guter Ton, rauchfrei, abgedunkelt und @dschun’s angenehme Stimme. Sehr nett hier bei der #kriminacht

[kathaka 20:25] @dschun viel erfolg fuer deine lesung!! (oder is schon zu spaet?!) anyways.. schade, dass ich nicht dabei sein kann!!

[JuanesSteiner 20:35] @YouFox ohne rauch fehlt die echte literaturcafe-stimmung. moecht ich nur mal gesagt haben.

[youfox 20:38] @JuanesSteiner Naja. @dschun hat drum gebeten. Der Raum ist auch sehr klein. Ist viel besser so. #kriminacht

[youfox 20:39] @kathaka Lesung von @dschun bei der #kriminacht ist grad voll im Gange 🙂

[youfox 20:46] Das Kirchengebimmel von draußen wird von @dschun gekonnt in die Lesung mit eingebaut. #kriminacht

[youfox 21:11] Die Inspiration für @dschun zur Französischen Revolution kam von Stefan Zweig. #kriminacht

[youfox 21:13] Ein heißer Tipp von @dschun : Eigenverleger zu sein ist ein sehr hartes Los. Viel Glück an alle die das auch wollen 🙂 #kriminacht

[youfox 21:18] Förderprogramm „Liste 99“ von @dschun: 99 Menschen sponsern 25 Euro damit Madeleine in Druck geht. Gibt noch freie Plätze! #kriminacht

[youfox 21:32] Jetzt wird noch signiert von @dschun #kriminacht  foto

[youfox 21:37] Die allerbeste Widmung im #Rotkäppchen von @dschun 🙂 #kriminacht  foto

[florianallesch 21:59] die Infos der #Kriminacht von und mit @YouFox und @dschun waren sehr nett …

29.09.2010

[dschun 10:47] @youfox Du bist die Beste, Uschi! :-))))))))))

[youfox 1o:56] @dschun Keine Ursache 🙂 War doch sehr nett. 1. Reihe fußfrei und einen originalen Breuer hab ich auch abgeräumt. Geht nicht besser!