Archiv der Kategorie: about technik

Die Hilflosigkeit des Users

Mit einmal schließt sich ein Programm nach dem anderen und der PC wird heruntergefahren. Was soll man da machen? Man kann nichts machen. So ist das. Man ist nur noch Passagier auf einem untergehenden System. Wer auch immer meinte, Software, die mechanische Arbeiten übernimmt – wie eben das Ein- und Ausschalten – würde das Leben erleichtern, der wird früher oder später eines Besseren belehrt. Wie jene Autos, die nicht mehr starten wollen, weil die Software es ihnen nicht erlaubt. Bin ich deshalb technikfeindlich, weil ich mir diese Gedanken mache? Und würde ich sie mir machen, wenn mir dieser sonderbare Absturz nicht passiert wäre? Immer bedarf es eines Auslösers, um einen Gedankenstrom einsetzen zu lassen.

Und weil ich gerade noch ein paar Minuten Zeit habe, möchte ich festhalten,  dass unsere Regierung eine Annonce in der Presse lancierte, wo sie auf das große Budgetdefizit und die Notwendigkeit hinwies, dass WIR sparen müssen. Nun, vielleicht entgeht es der Regierung, aber vielleicht sollte sie sich mal die letzten 30 Jahre anschauen und herausfinden, wer denn zu guter Letzt in den guten Zeiten am meisten profitiert hat. Die Arbeiterklasse wenig, die Mittelschicht ein bisschen. Wer hat also den Kuchen gierig gegessen? Und jetzt, wo nur noch Krümel übrig sind, da lösen sich die Gewinner in Luft aus – oder tun so, als hätten sie nie satte Profite gemacht.

historischer Roman „Tiret“ als ebook für amazons kindle

Voilà. Es ist geschafft. Der historische Roman „Die Liebesnacht des Dichters Tiret – Mosaik der Französischen Revolution – Band I – Mirabeau – 1788“ ist nun offiziell über amazon.us für den kindle zu haben.

LINK: http://www.amazon.com/dp/B00368B6S8

Eine Leseprobe darf man sich gratis herunterladen. Wer keinen kindle besitzt (so wie ich), der kann sich das Programm „kindle for pc“ (oder iPhone) herunterladen und installieren. Schwuppdiwupp kann man die ebooks auch auf dem PC/Netbook/Laptop (oder iPhone) lesen. Bei der Aufbereitung habe ich mich wirklich bemüht und getan, was an Layout-Darstellungen möglich ist. Verlinkungen zu den historischen Anmerkungen gibt’s aber nur am Ende jedes Kapitels.

Damit wäre einmal die technische Hürde (InDesign Daten in HTML bringen) genauso genommen, wie die rechtliche („please confirm that you have retained eBook rights to the title(s)“, schreibt mir amazon, worauf ich bestätige, dass ich alle Rechte besitze. Sicherheitshalber schicke ich ihnen den Link mit dem Eintrag der ONB, wo klar ersichtlich ist, dass der Schreiber dieser Zeilen der Urheber des Werkes ist; ansonsten ist es wahrlich nicht einfach, einem Amerikaner zu beweisen, dass man das Buch verbrochen hat; freilich, es wird wohl reichen, amazon eine Bestätigung zu schicken, so dass diese ihre Hände in Unschuld waschen können, falls es zu Rechtsstreitigkeiten kommen sollte).

Nun kommt – wie jeder Verleger (und noch mehr Eigenverleger/Autoren) weiß – viel Arbeit auf einen zu, will man der (deutschsprachigen) Welt da draußen zeigen, dass ein hübscher historischer Roman darauf wartet, auf dem kindle gelesen zu werden. Die Suchmöglichkeiten sind ja im Moment noch sehr unausgereift. Ich gehe davon aus, dass es alsbald eine Einschränkung auf „Sprache“ geben wird. Ansonsten gilt: Ärmel aufstricken und die Werbetrommel rühren („trara“).

Zwischenzeitlich will ich natürlich auch andere ebook-Reader bedienen (Sony fällt mir da ein); eine Anfrage an ciando.de und libri.de gestellt; thalia.de übrigens bezieht wiederum seine (ihre) Daten von libri; ein bisserl kommt mir vor, als würden sich da viele „Provider“ im Kreis drehen; über das ebook-Debakel in Deutschland wird noch gesondert zu sprechen sein, aber man kann daran erkennen, dass die (wichtigen) Leutchen nichts verstanden haben (libreka!) oder so tun, als würden wir noch immer zu Zeiten Gutenbergs leben. Aber das ist eine andere Geschichte.

Aha. Ciando reagiert rasch und (relativ) unkompliziert. Sogar eine Aufbereitung von PDF in epub bieten sie an (gegen eine Gebühr!). Das finde ich okay, schließlich ist das eine ziemliche Plackerei.

Apple iPad and iBooks are on the way for $ 499

Gerade eben präsentiert Steven Jobs Apples iPad. Bei Gizmodos liveblog ist man in der Tat leibhaftig dabei. Viele Fotos zeigen, was Sache ist. Zugegeben, ich habe kein iPhone und kenne keine Apps (Jobs sagte, dass die Trillionste – oder eine andere unfassbare Zahl – Anwendung heruntergeladen wurde), mit Ausnahme vielleicht das Spiel mit der Kugel, die man durch ein (Holz)Labyrinth steuern muss. Als Kind wollte ich schon immer so eine Holzkiste haben (an der Seite konnte man den Boden anheben oder kippen, so dass die schwere Kugel in Bewegung geriet). Schon irre, was den Leutchen mit dem iPhone eingefallen ist. Ich gehe davon aus, dass mit dem iPad Sachen möglich sind, die an Zauberei grenzen werden. Einen Kompass und (vermutlich) GPS hat das Ding auch. Na, wie gesagt, das interessiert mich vorerst nicht die Bohne. Interessanter für mich und alle Autoren/Verleger ist iBooks.

Wie zu erwarten, wird sich Apple im ebook-Segement ausbreiten. Nach dem sie die Musikindustrie das Fürchten gelernt haben, sind nun die Verlage dran. Zugkräftige amerikanische Großverlage sind von Anfang an dabei und sorgen für „content“ (Bücher bzw. ebooks), die man im iBook Store gegen cash kaufen und herunterladen kann. Amazon hat ja gezeigt, wie es geht (und dass die Consumer es angenommen haben). Apple spielt natürlich alle Trümpfe aus: bigger, better, coloured (noch ist das ja kein Thema, bei ebooks – aber alsbald wird es ebooks geben, die extra für iPads oder Netbooks gestaltet werden, also bunt, interaktiv und mit Links ins weltweite Web.

Tät mich nicht wundern, wenn es dann – analog zur DVD – verschiedene Buchversionen gibt (Directors Cut, Extended Version, in verschiedenen Sprachen usw.), die vielleicht sogar mit einem Audiokommentar des Autors daherkommen (ja, davon träume ich schon seit längerem, meinen Büchern einen Audiokommentar zu verpassen, aber da gibt es ein paar ungelöste Problemchen).

Der Einstiegspreis von USD 499 zielt natürlich auch gegen Amazons Kindle DX, der in etwa so viel kostet, wenn gleich dieser bereits eine kostenlose Mobiltelefonverbindung inkludiert hat. Will man den iPad mit 3G, also mit Mobilfunk, muss man etwa USD 130,- aufzahlen (und zusätzlich noch einen Vertrag mit einem Mobilfunk-Provider eingehen, der zwar jederzeit kündbar ist, aber für unlimitiertes Surfen über AT&T immer noch USD 30,- im Monat ausmacht; für die Hälfte gibt’s gerade mal 250 MByte, in Zeiten der Media.Tollwut reichlich wenig; wie’s in Europa ausschaut, wird sich noch zeigen).

Freilich, die Basis-Version mit 16 GByte hat Wireless LAN und kann an jedem HotSpot andocken. Derer gibt es ja doch recht viele, wenn gleich nicht überall (gratis) verfügbar. Siehe Deutsche Bahn (nicht mal für einen Reisenden der 1. Klasse gibt’s wenigstens eine Stunde Gratis-Surfen. Beschämend!).

Das Display soll alle Stückeln spielen und ist von „neuer“ Technologie: In-Plane-Switching (IPS) und mit LED Hintergrundbeleuchtung. Verbesserte Blickwinkelabhängigkeit und die Farben sollen „echter“ sein. Was das aber am Ende heißt, kann man erst sagen, wenn jemand ein Buch von vorne bis hinten liest. Das wird wohl auch der Knackpunkt sein, ob der iPad ein kindle-Killer ist („töten, töten, töten“).

Vom Format hat, spielt der iPad alle Trümpfe aus. Die Applerianer waren nicht so verbohrt und gönnen dem Consumer die Qual der Wahl, wenn er sich für ein ebook-Format entscheidet. Üblicherweise wird wohl das gängige epub-Format angeboten werden, aber auch amazons MobiPocket soll der iPad lesen können. Und PDF sowieso. Das tät mich ja schwer interessieren, wie gut er diese darstellen kann. Freilich, der Haken bei der Sache ist, dass PDFs nicht gerade wenig Speicherplatz wegfressen. Packt man da noch Bilder und Gimmicks rein, könnte so ein ebook bald 1 MByte „fressen“ im Gegensatz zu den leichtgewichtigen ebooks in HTML, epub & Co (vielleicht 100 KByte oder so). Aber für Verlage könnte es eine kostengünstige Möglichkeit sein, ihre bestehendes Verlagsprogramm als ebook im PDF-Format anzubieten. Im Normalfall sollten die Bücher im PDF vorhanden sein. Ansonsten werden sie eingescant und als PDF abgespeichert. Das sollte schneller gehen und nicht so aufwendig sein, als wie man versuchen würde, das Ganze ins HTML-Format zu bringen.

Für umtriebige Autoren: es gibt auch eine Tastatur samt Docking-Station. Damit lässt sich (vermutlich) gut schreiben. Ein Word.Processor (Page?) gibt es natürlich auch. Für schlappe USD 9,99

Also, wenn man sich das ganze Package anschaut, dann ist der iPad das ideale Gadget um seinen nächsten Roman zu schreiben. Vollgepackt mit Bücher, Musikstücken und Filmen kann man sich zurückziehen und an seinem Werk arbeiten. 10 Stunden soll der Akku halten. Und falls man recherchieren muss? Dann hilft wohl das allwissende Internet.  Und falls man vom Weg abkommt? Dann hilft wohl google. map um wieder nach Hause zu finden. Das waren noch Zeiten, als Rotkäppchen von einem hinterlistigen Wolf hereingelegt wurde und E.T. nach Hause telefonieren wollte. Die (analogen) Zeiten sind wohl vorbei.

Jetzt schauen wir mal, ob amazon.dtp schon „Tiret“ freigegeben hat.


to be Chrome or not to be Chrome

chromeHola. Hab ich irgendwie verschlafen, dass good old Google einen WebBrowser namens CHROME auf den Markt geworfen hat. Schlapperlot. Nach dem ich mit Apples Safari (so ein Name in Zeiten des Tierschutzes) nicht warm geworden bin, muss ich sagen, die Leutchen von Google wissen, wie man’s macht. Direkt unheimlich. Wenn das so weiter geht, dann werden die letzten Menschen auf diesem Planeten nicht gegen durchgeknallte Cyborgs kämpfen, sondern gegen ein vergoogeltes Superimperium („weißt du, mein Sohn, es gab eine Zeit, da bestand das Imperium nur aus einer Suchmaschine und einem Browser … und einer virtuellen Landkarte … all diese Gadgets dienten der Menschheit … aber dann … dann wurden die Menschen abhängig … und durch Wikipedia verlernten sie, eigenständig zu denken …)

Brave new world, kann ich nur sagen. Besser: Big brother ist watching you. Dank der Suchmaschinen können jetzt ausgefuchste und skrupellose Juristen nach Urheberrechtsverletzungen im Web fahnden (einfach die klassischen Zitate aus einem noch nicht gemeinfreien Buch eintippen und warten, was die Suchmaschine ausspuckt), ein Abmahnung rausschicken (dank der Impressumpflicht, findet sich die Adresse des Schuldigen natürlich auf Anhieb) und gutes (legales) Geld verdienen. Erst Letztens habe ich gehört, dass eine Firma einen Brief von einer Berliner (?) Anwaltskanzlei erhalten habe. Grund: auf der WebSite wurde das Zitat eines bayrischen Komikers ohne Erlaubnis „abgedruckt“. Die Forderung: € 25.000,- (natürlich einigte man sich später auf weniger). Also, liebe Leute, seid wachsam und auf der virtuellen Hut. 

Damit ich später sagen kann, dass ich es damals gesagt habe: die Juristen und der „wir-wollen-mit-dem-Internet-endlich-an-die-große-Kohle-kommen“-Kommerz werden das Internet zu einer Einbahnstraße machen. Von wegen Web2.0 und Interaktivität. Jede von dir gemachte und im Web niedergeschriebene Zeile kann später einmal gegen dich verwendet werden. Hola. Und wenn es schon reicht, dass du eine WebSite XXX aufrufst, um belangt zu werden oder Besuch zu bekommen („Grüß Gott, dürfen wir kurz Ihren PC beschlagnahmen?“), dann kann einem schon ganz schön schwindlig werden („Wo ist das Speibsackerl – vulgo Kotztüte?“).

Zurück zum Punkt. Wer an einer WebSite bastelt, muss sich das Ergebnis natürlich in den gängigen Browsern anschauen. Man will ja schließelich auf allen Browser-Hochzeiten tanzen und eine gute Figur machen. Grafische Ästhetik kommt schließlich nicht von ungefähr. 

P.S.: der Import der Favoriten aus Firefox hat in CHROME nicht geklappt – da scheint es tatsächlich ein Problem zu geben (sagt die Hilfeseite und schlägt vor, im System ein bisserl herumzudoktern). Aber es gibt diesbezüglich eine einfache Lösung: die Favoriten aus dem Firefox werden als HTML exportiert und in CHROME importiert. Funktioniert anstandslos. Freilich, ein bisserl herumschieben muss man dann natürlich schon, bis alles auf seinem gewohnten Platz ist. Und die Blumen muss man auch noch selber gießen, aber sonst schaut’s tadellos aus.

update: aha. da haben wir’s! CHROME kennt (noch) keinen Werbeblocker. Jedenfalls keinen so komfortablen wie bei Firefox. Tja. Damit hat Chrome das Nachsehen, wenn man hauptsächlich auf werbeintensiven Seiten surft. Nicht zum Aushalten, was einem da so entgegenschreit. Da bekomm ich Kopfschmerzen. Und wer zahlt mir die Schmerzmittel?

Zwitschern 2.0: twitter

Die Spatzen pfeifen es ja schon längsten vom Dach: Micro-Blogging ist nun angesagt (oder ist es schon wieder vorbei?). Sag so viel du willst, aber mit maximal 140 Zeichen. Seltsam, oderrr? Die heutige Weg-Technologie rechnet mit Mega- und Gigabytes und dann sollst du deine Infos auf ein paar Bytes zusammenkürzen. Reduziertes Bloggen, sozusagen. Für die „weniger ist mehr“-Fraktion.

Wer sich auf twitter – ja, so heißt dieser Dienst – umschaut, der bemerkt, dass es viele twitter.leichen gibt. Die sind daran zu erkennen, dass die letzte Aktualisierung bereits mehrere Monate zurück liegen. Mit anderen Worten: die Leutchen probieren es aus und bemerken alsbald, dass der nötige Anreiz fehlt – will heißen: kaum jemand nimmt Notiz von ihren gebloggten SMS. Denn, wie überall im Web 2.0, gibt es auch hier eine Community. Will heißen: du musst dich bemühen, andere Leutchen kennen zu lernen. Das geht am besten, in dem man ihre Beiträge verfolgt („follow“), auf diese hin und wieder antwortet (ja, das geht auch) und du deinerseits deine Notizen in ein interessanten Licht rückst. In anderen Worten könnte man es auch so umschreiben: zeitraubendes Gewäsch.

Für mich ist es dahingehend interessant, dass ich ja einen Weg suche, kurze Infos in meinem Weblog zu integrieren. Weil es sich eben nicht immer auszahlt, einen eigenen Blog-Eintrag zu erstellen. Zum anderen ist es auch eine Möglichkeit, der Welt da draußen mitzuteilen, dass man für eine gewisse Zeit keine Lust hat, mit der Welt da draußen zu kommunizieren, weil gerade die „kreatiphe Vase“ in den Fingern steckt.

Meinen Blog füttere ich nun mit meinen twitter-Einträgen über das RSS-Feed. Die Aktualisierung geht aber ein wenig schleppend vor sich. Ärgerlich. Andererseits, wer es ganz genau und exakt wissen möchte, der kann ja auf die persönliche twitter-Seite klicken. Dort finden sich die letzten Einträge.

p.s.: verwende das Tool „twitterlicious“, das einerseits die Einträge anzeigt, andererseits auch das Schreiben solcher ermöglicht. Aber irgendwie funktioniert das nicht so, wie ich es mir vorstelle *grummel*. Ich sag ja immer wieder: Web 2.0 verspricht einem das Blaue vom Himmel, derweil erlebt man immer nur ein blaues Wunder.