Archiv der Kategorie: der blaue smaragd

Trump vs. Clinton – Die erste Debatte

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As seen on twitter.

Das war sie also, die erste Debatte der beiden Präsidentschaftsanwärter: Donald Trump und Hillary Clinton. Dafür bin ich um 3 Uhr früh aus dem Bett gekrochen. Ich denke, Sie werden alles Wesentliche und Unwesentliche aus den Medien erfahren. Clinton, die sich streberhaft auf diese TV-Debatte vorbereitete, machte über die 90 Minuten einen sicheren Eindruck. Es erinnerte an einen Schüler, der sich gewissenhaft für die Prüfung gelernt hat und sich deshalb keine Sorgen macht, dass er scheitern könnte. Trump hingegen wirkte wie ein überheblicher Schüler, der von sich überzeugt ist, den Lernstoff im kleinen Finger zu haben und deshalb bei manchen Fragen aufs Glatteis geriet. Aber am Ende muss man Trump zustimmen, wenn er über seine Gegnerin sagt und damit alle Politiker meint: »All Talk, No Actions!« Ja, sie reden alle heiße Luft. Geht auch gar nicht anders. Politiker reduzieren das Politische auf ein paar Schlagwörter, auf hübsch anzuhörende Slogans. Das hat mit dem Führen eines Landes nichts zu tun. Gar nichts. Aber wie sonst soll man sich und seine Partei verkaufen?

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Update: Madeleine – Smaragd – Erik – 88/4

Das Publikum ist eine undankbare Geliebte
Graf Mirabeau

Madeleine – Anatomie einer Tragödie am Vorabend er Französischen Revolution ist nun in den Online-Shops angekommen: sei es Apples ibookstore, sei es amazon, sei es beam. Die E-Book-Indexseite auf meiner Website habe ich nun aktualisiert. Man kann auf einen Blick erkennen, welche Bücher in welcher Form über welche Online-Shops beziehbar sind.

Der rund 10seitige Text Der blaue Smaragd – ein Märchen ohne Hoffnung ist seit ein paar Tagen als PDF gratis erhältlich. Gestern Nacht noch die epub-Version auf beam eingestellt. Die Idee, sich den Text mit Postings und Links in den sozialen Netzwerken bezahlen zu lassen, ist sicherlich gut, dürfte aber wieder einmal im Ansatz scheitern. In späterer Folge möchte ich natürlich darüber ein erstes Resümee bloggen. Der Salzburger Literatur-Blog Blücher – ein treuer Fan meines Tuns – hat dem Märchen einen hübsch gestalteten Beitrag samt Verlinkung gewidmet. Erfreulich 🙂

Die autobiographische Fiktion Der Fetisch des Erik van der Rohe sollte alsbald in einer ersten Version als E-Book erhältlich sein, je nach dem, wie lange KK. fürs Korrektorat benötigt. Wie schon einmal laut angedacht, werde ich das Buch aufteilen und zwei Bände daraus machen: zum Einen die erotische Fiktion, zum anderen die autobiographische Fiktion. Dadurch kann ich (an den Verkaufszahlen) sehr gut ablesen, welcher der beiden Bände beim Publikum besser ankommt. Gewiss, Zahlen sagen nichts über die Qualität aus. Hier muss ich dann auf das Feedback der Leser hoffen. Aber das ist ja nichts Neues und ist im Preis eines Autorenverlegers inbegriffen.

Am Dienstag mit EJ. zusammengesessen und das aktuelle Projekt 88/4 – eine banale Liebesgeschichte beplaudert. Soweit, so gut. Im Zuge des Gesprächs dann doch noch einmal Feuer gefangen. Für ein weiteres Kapitel. Damit wird wiederum ein neuer Ton angeschlagen. Humorvoll. Absurd. Vielleicht auch spannend. Wieder diese Frage nach der Wirklichkeit, die mir hin und wieder im Kopf herumspukt.

Geschenkt ist noch zu teuer oder Wer schützt uns vor der Content-Flut?

Am Wochenende also den 12seitigen Text Der blaue Smaragd – ein Märchen ohne Hoffnung zum Herunterladen bereit gestellt. An und für sich gratis. Wer bezahlen möchte, bezahlt mit einer Erwähnung in eines der vielen sozialen Netzwerke. Dadurch, so die Idee, würde sich der Text weiter verbreiten und – im besten aller Fälle – eine virale Kettenreaktion auslösen. Ja, das ist natürlich blanke Theorie. Deshalb der Feldversuch mit einem blauen Smaragd.

In letzter Zeit stoße ich immer wieder auf Beiträge, die gute Tipps für Indie-Autorenverleger bereithalten. Hier übrigens eine Sammlung an Self-Publishing Articles. Aber egal, wie man es dreht oder wendet, ob man für seinen Content, sein Produkt, nichts verlangt oder wenig oder viel, es ist so gut wie irrelevant. Wirklich.

Die entscheidende Frage ist: Wie kommt der potenzielle Leser zu der Information, dass es von dir überhaupt ein Buch oder Musik-Album oder Film oder Game gibt? Ich schätze, es gibt etwa 3921 Trillionen Möglichkeiten, seine Zeit mit anderen Büchern, Musik-Alben, Filmen und Games zu vertun. Man sehe sich hierzu den Kommentar einer Literatur-Bloggerin an, die ob der vielen Indie-Publikationen aufstöhnt und deshalb bei den üblichen Verlags-Büchern bleibt, bei der es bereits eine Filterung gegeben hat. So heißt es.

Jedes Produkt auf ihre Brauchbarkeit und Qualität zu überprüfen kostet Zeit. Zeit, die kaum jemand hat. Zu schnell dreht sich die Welt. Und schlussendlich sehnen wir uns ja doch nur danach von anderen wahrgenommen zu werden. Auf eine ehrliche, persönliche und herzliche Art und Weise. Anders gesagt: Nur wenn uns ein anderer wahrnimmt, auf uns Bezug nimmt, fühlen wir uns als (vollwertiger) Mensch in der Gemeinschaft. Wenn also jemand Zeit übrig hat, soll er dann auf ein Buch oder Musikstück verweisen, das außer ihm (noch) niemand kennt? Gewiss, er kann es tun, aber die Response wird dürftig ausfallen. Und macht er nicht die Empfehlung, weil er hofft, dass es ihm die anderen Danken?

Wenn also der Einzelne weder Lust noch Laune hat, unbekannte Indie-Werke unter die Lupe zu nehmen, dann müssen es objektive Filter-Institutionen tun. Tja. Aber jede unabhängige Einrichtung, die auswählt, hat eine große Verantwortung und lässt sich früher oder später vom Kommerz vereinnahmen. Hm. Wer schützt uns also vor der Content-Flut?  Gut möglich, dass die Gesellschaft immer konservativer wird und sich nur noch an das Altbekannte hält. Welch Paradoxie! In einer Zeit, in der die progressivsten und gefährlichsten und unglaublichsten Ideen veröffentlicht werden, nimmt kaum noch einer Notiz davon. Vermutlich verhält es sich analog der Abstumpfung, die wir durch die Ver-Sexualisierung in der Werbung und in den Medien erfahren haben. Wir glauben uns sexuell liberal, sind aber im Umgang miteinander prüde, distanziert und konservativ.

Also, wer schützt uns vor der Content-Flut?

Bezahl mich oder Ein Märchen ohne Hoffnung als E-Book

Dirne: Geh, ein Sechserl für’n Hausmeister gib mir wenigstens!
Soldat: Ha! … Glaubst, ich bin deine Wurzen … Servus! Leocadia …
Dirne: Strizzi! Falott!
Er ist verschwunden.
Dialog entnommen: Reigen
Arthur Schnitzler

So! Mein 1oseitige Text Der blaue Smaragd – ein Märchen ohne Hoffnung ist nun gratis erhältlich. Gratis? So gut wie. Als Bezahlung reicht mir ein Posting in einem der vielen Sozialen Netzwerke. Also facebook, twitter, xing und wie sie alle heißen. Dadurch wird der Text viral verbreitet. Vielleicht. Da sich das Märchen kritisch mit der gegenwärtigen Konsumgesellschaft auseinandersetzt, ist es auch für Kinder und Jugendliche bestens geeignet. Auch wenn meine Erfahrung in einer Schulklasse, nun ja, zeigt, dass es nicht so einfach ist, die jüngeren Generationen wachzurütteln. Aber ein Versuch ist es allemal wert, oder? Hier der Link, der auf die relevante Seite führt, auf die hingewiesen werden sollte, im Posting oder Tweet: https://1668cc.wordpress.com/smaragd oder kurz  http://wp.me/P48Ii-1BO

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Pay with a tweet?

Auf die Idee, mit einem Posting zu »bezahlen«, hat mich der Kommentar von Michael gebracht, der auf das Service von ‚Innovative Thunder‘ verwies, die ursprünglich ihr eigenes Buch oh my god what happened and what should i do damit promoten und viral verbreiten wollten (ich habe es mir mit einem Tweet herungergeladen und kurz reingeblättert – es richtet sich vor allem an Marketing und Werbe-Leute und hat durchaus anregende Ideen zu bieten). Hier der Link zum Service, wo man einen Button für seine Webseite erstellt: www.paywithatweet.com

Bitte sehr, bitte gleich: ein Märchen ohne Hoffnung

Wer mit einem sozialen Netzwerk nichts am Hut hat oder meint, er möchte nicht für die Katze im Sack bezahlen, voilà, hier ist das E-Book (PDF) zum herunterladen. Wenn man eines lernt, im Web2.0-Universum: versuche nicht, die Leute zu etwas zu zwingen. Das funktioniert nicht. Das heißt aber nicht, dass man sich dann zum Bettler und Bittsteller verdrehen muss. Nope. Take it or leave it, heißt das Motto des Spiels. Ob man dieses Spiel jemals gewinnen wird können? Hey, König Midas hat auch alles in Gold verwandelt, was er angegriffen hat, oder?

Du möchtest den Text mit Illustrationen verhübschen?

Falls du Ideen hast, den Text mit Grafiken, Illustrationen oder Zeichnungen zu verhübschen, tät mich das sehr freuen. Am besten, du kommentierst hier und verweist mit einem Link auf deine grafischen Ergüsse. Ich überlege mir einstweilen, wie man die Bilder mit dem Text kombinieren kann.

Raten Sie mal! Verteilung des Reichtums in den USA: Realität und Wunschvorstellung

Gemäß einer im April veröffentlichten Studie Building a Better America (PDF) von Michael I. Norton (Harvard Business School) und Dan Ariely (Duke University) zeigen sich dreierlei Dinge:

  • Wie sich das Vermögen in den USA gegenwärtig verteilt;
  • Die Vorstellung des US-Bürgers, wie sich das Vermögen in den USA verteilt;
  • Der Wunsch des US-Bürgers, wie sich das Vermögen  in den USA verteilen soll;

Ich habe nun die Grafik ein wenig verändert, um daraus ein hübsches Ratespiel zu machen. Die Grafik zeigt drei Balken A, B und C. Einer steht für die gegenwärtige Verteilung, ein andere für die Vorstellung der US-Bürger, wie die gegenwärtige Verteilung aussieht und ein weiterer für die Wunschvorstellung, wie die Verteilung aussehen sollte. Es wurden 5.522 US-Bürger untersucht, die zufällig aus einem online-Panel von einer Million repräsentativen Amerikaner ausgewählt wurden und in allen Einkommensschichten zu finden sind.

Verteilung des Vermögens in den USA
Study Building a Better America (PDF) von Michael I. Norton & Dan Ariely

In Säule A würde das reichste Fünftel 84 % des gesamten Vermögens für sich haben; in Säule B  59 % und in C 32 %; das ärmste Fünftel hätte in Säule A 0,1 %, des gesamten Vermögens; in Säule B 2 % und in Säule C 11 %.

So. Jetzt dürfen Sie mal raten. Hier ist die Lösung (in weißer Hintergrundfarbe, also einfach die Zeile mit dem Cursor markieren und schon hat man die Lösung: A = tatsächliche gegenwärtige Verteilung; B = die Vorstellung der Bürger, wie die Verteilung wäre; C = der Wunsch der Bürger, wie die Verteilung sein sollte. Man schätzt, dass die Top-1%, also die Superreichen, rund 50 % des gesamten Vermögens besitzen. Coolio, ha?

Die Ergebnisse der Studie werden auf Alternet und einem US-Blog diskutiert. update: Beitrag mit tollen Infografiken über die ungleichmäßige Verteilung in den USA: It’s the Inequality, Stupid

Inequality in USA - Infografix
Inequality in USA - Infografix - klick for details!

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update: Diesbezüglich ist mein Text Der blaue Smaragd – ein Märchen ohne Hoffnung durchaus zu empfehlen, geht es darin um die Auswirkungen einer Konsumgesellschaft auf Mensch und Umwelt. Das rund 10seitige Märchen ist als PDF bzw. im Format epub gratis erhältlich.