Archiv der Kategorie: design

Ein weiteres buntes Lebenszeichen

Petra Kaindel Kataloge 2013

Der letzte Eintrag ist gefühlte Monate her, tatsächlich sind noch keine 11 Tage vergangen. In Zeiten der digitalen Breitband-Non-Stop-Kommunikation ist das – in den Worten eines Alexander Wurz – ›ne Menge Holz‹. Wie dem auch sei, ich dachte mir, ich stelle meine von mir konzipierten Kataloge für die gute PK. ins virtuelle Schaufenster. Der (gelbe) Katalog ist auf 20 Seiten 300 g schwerem Recyclingpapier gedruckt und fühlt sich deshalb hochwertig an. Hochglanzpapier lässt zwar die Bilder – im wahrsten Sinne des Wortes – glänzen, funktioniert aber bei ernsthafter Malerei nur bedingt. Schließlich geht es um Hintergründiges, nicht um Abbildungstreue. Aber das sind nur meine 3-Cents-Anschauungen.

Ebenfalls rund ein Dutzend Tage alt, ist mein Plauderstündchen mit EJ., die sich die ersten Kapiteln zu Con$piracy zu Gemüte geführt hat und, voilà, durchaus angetan war. ›Der Text entwickelt einen gewissen Sog‹, meinte sie. Fein. Der nächste Schwung liegt bereits auf ihrem virtuellen Desktop – mal schauen, wie sich die Sache entwickelt. Im Moment bin ich mit meiner 3597. Überarbeitung bei der Hälfte angelangt. Am Ende, ich gestehe es klein, aber laut, werde ich froh sein, ein aufreibendes Kapitel hinter mich gebracht zu haben. Immerhin brachten mir die letzten Jahre die Erkenntnis, dass man ein ernsthaftes Sachbuch nicht aus dem Ärmel schütteln kann, egal wie begabt oder klug oder intellektuell oder reflektiert oder genial man auch sein mag. Noch mehr, wenn man daran geht, die ganze Welt zu erklären. Das ist freilich nicht möglich. Aber meine naive Herangehensweise hatte auch etwas Gutes. Ich denke, so lange man nicht aufgibt, reift man am Unbezwingbaren, am Unerklärbaren.

By the way, Hollywoods Propaganda kicks in full gear!  Aber davon später mehr.

Neue Webseite gefällig? Let’s virb!

Die letzten Tage begonnen, eine hübsche Webseite für einen kleinen, jungen Verlag zu erstellen. Wobei ich prinzipiell keine administrativen Verpflichtungen eingehen möchte. Deshalb den Vorschlag unterbreitet, es mit virb.com zu probieren. Dort gibt es toll designte Vorlagen, die man ohne HTML-Kenntnisse befüllen kann. Somit ist gewährleistet, dass der Sachbearbeiter – oder der Verlagschef -, nach einer kurzen Einschulung, etwaige Aktualisierungen selber durchführen kann. Es gibt ja nichts Nervigeres, wenn man als Admin ständig erreichbar sein muss, nur weil ein neuer Termin für eine Lesung  auf die Webseite gestellt werden soll. Wie oft klagen mir Künstler von ihren Erfahrungen mit „günstigen Webdesignern“, die für kleinere Änderungen Tage oder Wochen benötigen. Deshalb gilt: selbst Hand anlegen, wenn immer es möglich ist. Das spart Nerven und Kosten und man weiß, was man am Ende bekommt. Ob die Maxime auch im Privaten gilt, mag ich hier nicht kommentieren.

Virb, soweit ich es jetzt kennen gelernt habe, erfüllt meine Anforderungen. Die Kosten von US-$ 10,- / Monat sind überschaubar und akzeptabel. Fallstricke habe ich noch keine gefunden. Freilich, sollte die Firma morgen insolvent werden, tja, dann geht vermutlich auch die Webseite flöten. Aber das gilt freilich für alle Hoster.

Ich gehe davon aus, dass virb nicht das einzige Unternehmen im weltweiten Web ist, welches vorgefertigte Layouts anbietet, aber von ihrer eigenen klar strukturierten Web-Präsentation bin ich mehr als angetan. So gehört sich das. Es gibt nichts Schwierigeres, als allerlei Informationen ordentlich und benutzerfreundlich aufzubereiten. Was lässt man weg? Was benötigt man? Welche Informationen gehören wohin? Das Resultat kann am Ende sehr simpel wirken, aber das Gehirnschmalz, das man dafür benötigt, ist enorm. Ja, ja.

Zu guter Letzt soll ein möglicher Wermutstropfen nicht unerwähnt bleiben. Wenn durch meinen Eintrag jetzt der eine oder andere ebenfalls auf den Geschmack kommt und sich ne neue Homepage mit virb erstellt, dann könnte es gut sein, dass er oder sie die gleiche Vorlage auswählt und dann, tja … es erinnert an jene peinliche Situation, wenn frau auf einem Empfang bemerkt, dass eine andere Gästin (yep) das gleiche Kleid trägt – freilich, das Muster und die Farbe ist ein wenig anders, aber der Schnitt ist ident.

Das wollte ich jetzt nur mal gesagt haben.

Ein Buch-Cover für ein paar Münzen mehr!

Cover für ein E-Book von RCN.

Letzte Woche neben dem Spielemagazin auch schnell mal ein Cover für das E-Book 6089 Dollar und 25 Cent von RCN. erstellt. Fotolia und einem Stempel im Reisepass sei Dank keine all zu schwere Aufgabe. Die Kosten für die Erstellung – abgesehen von der Zeit – sind verschwindend. Deshalb sollte man als Indie-Autorenverleger genauso viel Energie und Begeisterung in die Erstellung eines Umschlages stecken wie in den Text. Und der Titel, ja, der ist natürlich auch nicht unwichtig. Mit Titel und Cover wird der Text in die virtuelle Auslage gestellt. Falls jemand sein E-Book in einem neuen hübschen Gewand präsentieren möchte und ein paar Münzen übrig hat, der kann sich ja bei mir melden. Vielleicht findet sich das Passende im Schrank. Weitersagen!

Erstellen wir uns ein E-Book!

Erotik am kindle previewer - direkt zum Anbeißen, oder?

Also gut. Nach dem ich nun mein erstes E-Book für einen fremden Verlag gemacht habe, denke ich, es wird Zeit, aus dem Nähkästchen zu plaudern. In der Theorie ist es ja gar nicht sonderlich schwer, so ein E-Book zu erstellen. Äh, ja. In der Theorie. Die Fallstricke lauern im Kleinen. Und wer kein Techniker oder HTML-XML-Künstler ist, tja, der muss sich auf Tools verlassen. Voilà, hier sind sie!

Wer InDesign von Adobe verwendet, hat in den späteren Versionen die Möglichkeit, den Text in ein E-Book zu konvertieren. Ich selber verwende noch CS2.0 (für mich der VW Käfer der vielen Versionen – sie läuft und läuft und läuft stabil), habe aber einen Freund mit der CS5.0 gebeten, es für mich auszuprobieren und das Ergebnis ist okay. Immerhin erspart man sich das lästige Herumkopieren der Texte von einem Tool in das andere. Aber der Traum, mit einem Klick ein fertiges E-Book zu bekommen, äh, ja, das gibt es (leider) noch immer nicht. Aber ein Anfang, nicht?

Wer kein InDesign der neuesten Generation hat, muss dann wohl die Ärmel aufstricken und Hand anlegen. Diesbezüglich unentbehrlich ist Sigil, ein kleines Tool, das ein epub in HTML-Seiten aufdröselt und es dadurch bearbeitbar macht. Der Vorteil: man nehme ein DRM-freies epub, lade es mit Sigil und gucke sich mal an, wie es andere Profis machen. Wer sich ein wenig mit dem HTML-Zeugs auseinandersetzt, kann einfach das epub als Basis für sein neues nehmen. Damit ist man nicht gezwungen, das Rad neu zu erfinden. Freilich, sich mit CSS und HTML-Code auseinanderzusetzen kann schon ziemlich ernüchternd sein. Aber was getan werden muss bleibt einem nicht erspart. Ist nun mal so.

Sigil hat eine interne Prüfung eingebaut. Schwuppdiwupp kann man sofort erkennen, ob das gerade erstellte E-Book Fehler aufweist. Wenn ja, dann muss man ein wenig im HTML-Code schnüffeln gehen. Aber es sollte machbar sein. Zeigt Sigil keine Fehler an, kann man nun mit rasch ansteigendem Puls die Probe aufs Exempel machen und das E-Book validieren lassen. Am besten hier: http://threepress.org/document/epub-validate/- geht ganz einfach. Epub hochladen und warten. Wenn man Glück hat, zeigt einem die Prüfung ein grünes Häkchen und alle sind glücklich. Ansonsten spuckt das System hässliche Fehler- oder Warnmeldungen aus. Das heißt nicht, dass das E-Book kaputt wäre, aber manche Shops (Apples ibookstore) prüfen die angelieferten E-Books und wer den Test nicht besteht, fliegt raus. Pasta.

Das Glück des Tüchtigen 🙂

Um sich ein E-Book im epub-Format anzugucken, verwendet man selbstjafreilich Adobe Digital Editions. Ich bin zwar kein Freund von diesem Tool, aber man kommt wohl nicht umhin, da es mehr oder weniger einen Standard darstellt. Jedenfalls für DRM-geschützte E-Books (dahingehend würde ich sowieso gleich mal abraten, aber das ist vermutlich ein Thema für sich).

Um aus seinem epub ein kindle-E-Book zu machen, gibt es die Möglichkeit, das epub einfach auf der amazon-Seite hochzuladen und in das kindle-Format konvertieren zu lassen. Das funktioniert eigentlich schon sehr gut. Aber bei genauerer Betrachtung funktioniert das Inhaltsverzeichnis nicht. Keine Ahnung warum und wieso. Um Abhilfe zu schaffen, gibt es (gottlob) ne einfach Lösung: Man installiere Calibre und konvertiere das Format epub in mobi und sage in den Einstellungen, dass man ein TOC, also ein Inhaltsverzeichnis, unbedingt haben möchte. Voilà, das MOBI-E-Book ist nun bereit, auf amazon Furore zu machen. Aber weil wir keinem Tool so recht trauen, brauchen wir natürlich noch ein weiteres: den kindle Previewer link, der ein kindle-Lesegerät sehr ansprechend simuliert. Einfach das MOBI-E-Book laden und schon kann man wie lustig im Buch blättern oder lesen oder das Inhaltsverzeichnis suchen. Wenn man es richtig gemacht hat, muss das Verzeichnis nun auf Knopfdruck aufgeschaltet werden. Wenn nicht, tja, dann heißt es wohl: zurück zum Start.

Bezüglich der Formatierungen von Texten auf Lesegeräten bin ich ja den „luftigen“ Weg gegangen. Da es im elektronischen Print ja kein Limit gibt, habe ich mich entschlossen, die Dialog-Passagen gegeneinander abzugrenzen und keinen Absatz-Einschub zu machen. Überhaupt, diese anglo-amerikanischen Absatz-Einschübe – vor allem in gedruckten Büchern – machen mich ganz wirr. Hübsch sieht das nicht aus. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Meine E-Books gibt es übrigens  hier zu bestaunen. Und gegen ein paar Münzen in den einschlägigen Web-Shops zu kaufen. Falls Sie einem Buchhändler eine Freude machen wollen, können Sie natürlich ein gedrucktes Exemplar bei ihm erstehen. Nur für den Fall, dass … ja, ja, ich weiß 😉

eine Visitenkarte – damals und heute

Gerade eben die neue Visitenkarte zum Druck befördert. Lange ist es her, als ich mir eine bastelte. In den Anfängen der Online-Druckerei-Anbieter. Das war im Mai 2005, also fast genau sechs Jahre her. Seltsam. Mir kommt vor, als würde die Karte aus dem tiefsten Mittelalter der digitalen Webwelt kommen. Jedenfalls fühlt es sich so an, wenn man einen Blick auf die Visitenkarte macht. Gewiss, ich hatte eine gute Idee: weniger ist mehr – mit einem mysteriösen Eyecatcher (Münze) und einem Farbklecks. Nun, die Ausführung überzeugt dann doch nicht. Ja, ich war auch nicht sonderlich begeistert, als ich das Endergebnis in Händen hielt. Das Papier zu weich, zu glänzend, die eingescannte Münzschraffur, naja, viel zu klein, viel zu nebulös. Aber der Farbdruck war schon allerhand. Man beachte das rote »K.« Huh.

Heute sieht die Sache schon ganz anders aus. Wie man an der neuen Visitenkarte feststellen kann, hat sich in der Zwischenzeit einiges getan. Gut, ich habe nun ein besseres Design-Gespür als damals. Aber die technische Infrastruktur – InDesign, Photoshop – sowie die Möglichkeit, aus einer Vielzahl an Schriftarten auszuwählen, macht die Sache natürlich leichter. Und wenn man auch noch Ausschnitte aus seinen Buchcovers draufpacken kann – mit den Illustrationen von Kheira Linder – naja, was soll da noch Großartiges schief gehen? Eben.

Aber weil man als Nicht-Grafiker und Konzept-Quereinsteiger immer die Neigung hat, das eine oder andere auszuprobieren, tut es gut, wenn man sich erfahrenen und professionellen Beistand holt. In meinem Fall war das ein süßes Vögelchen oder, mit bürgerlichen Namen, die liebe Sandra Vogel und ihr piepmatz Designstudio. Sandra hat mich auf den Boden der Bodenständigkeit zurückholte. Generell gilt: weniger ist bekanntlich mehr. Zu aufdringlich, zu verspielt, zu bunt, nun ja, das tut der Sache zu meist nicht sonderlich gut. Ja, ja. Sie war es auch, die mich bekräftigte, die »erotische Rückseite« zu wählen, weil sie ein »Blickfang« wäre. Gut, gut. Das wollte ich noch gesagt haben, damit mir keine mit der »Ihr Männer seid doch alle gleich«-Phrase daherkommt.

So! Dann warten wir mal ab, was von der Druckerei zurück kommt.