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eine Visitenkarte – damals und heute

Gerade eben die neue Visitenkarte zum Druck befördert. Lange ist es her, als ich mir eine bastelte. In den Anfängen der Online-Druckerei-Anbieter. Das war im Mai 2005, also fast genau sechs Jahre her. Seltsam. Mir kommt vor, als würde die Karte aus dem tiefsten Mittelalter der digitalen Webwelt kommen. Jedenfalls fühlt es sich so an, wenn man einen Blick auf die Visitenkarte macht. Gewiss, ich hatte eine gute Idee: weniger ist mehr – mit einem mysteriösen Eyecatcher (Münze) und einem Farbklecks. Nun, die Ausführung überzeugt dann doch nicht. Ja, ich war auch nicht sonderlich begeistert, als ich das Endergebnis in Händen hielt. Das Papier zu weich, zu glänzend, die eingescannte Münzschraffur, naja, viel zu klein, viel zu nebulös. Aber der Farbdruck war schon allerhand. Man beachte das rote »K.« Huh.

Heute sieht die Sache schon ganz anders aus. Wie man an der neuen Visitenkarte feststellen kann, hat sich in der Zwischenzeit einiges getan. Gut, ich habe nun ein besseres Design-Gespür als damals. Aber die technische Infrastruktur – InDesign, Photoshop – sowie die Möglichkeit, aus einer Vielzahl an Schriftarten auszuwählen, macht die Sache natürlich leichter. Und wenn man auch noch Ausschnitte aus seinen Buchcovers draufpacken kann – mit den Illustrationen von Kheira Linder – naja, was soll da noch Großartiges schief gehen? Eben.

Aber weil man als Nicht-Grafiker und Konzept-Quereinsteiger immer die Neigung hat, das eine oder andere auszuprobieren, tut es gut, wenn man sich erfahrenen und professionellen Beistand holt. In meinem Fall war das ein süßes Vögelchen oder, mit bürgerlichen Namen, die liebe Sandra Vogel und ihr piepmatz Designstudio. Sandra hat mich auf den Boden der Bodenständigkeit zurückholte. Generell gilt: weniger ist bekanntlich mehr. Zu aufdringlich, zu verspielt, zu bunt, nun ja, das tut der Sache zu meist nicht sonderlich gut. Ja, ja. Sie war es auch, die mich bekräftigte, die »erotische Rückseite« zu wählen, weil sie ein »Blickfang« wäre. Gut, gut. Das wollte ich noch gesagt haben, damit mir keine mit der »Ihr Männer seid doch alle gleich«-Phrase daherkommt.

So! Dann warten wir mal ab, was von der Druckerei zurück kommt.

Fans und angereichertes Uran in einem Milchwölkchen

[update: der blog ist nun im ovistore erhältlich: link]

So! Wieder am Schreibtisch. Wieder am Fabrizieren eines Blog-Eintrages. Seltsam ist’s, zugegeben, dass ich schon wieder die dringende Lust verspüre, hier meine kreative Befindlichkeit zu Papier zu bringen. Ein gutes Zeichen. Weil es auch Tage gibt, wo ich mir nur denke, dass ich nichts vorweisen kann, worüber es wert wäre, zu bloggen. Im Moment darf ich mich nicht beklagen, es geht drunter und drüber. Mehr seitwärts, denn vorwärts, aber immerhin, ich bleibe in Bewegung. Und mal schauen, wie schnell es braucht, bis Kollege @carstentergast diesen Beitrag twittert. Gut möglich, dass er gerade ostfriesischen Tee mit einem Milchwölkchen trinkt und das Cup-Aus von Werder Bremen  betrauert *harhar*.

Lade mich hoch!

Gut! Wo beginnen? Bezugnehmend auf meinen letzten Beitrag (und der von Jana Herwig) habe ich gestern doch tatsächlich noch die NOKIA App für meinen Blog gemacht: das heißt, man kann nun mit dieser App alle meine Blog-Beiträge auf einem NOKIA Smartphone abrufen und lesen. Coolio, ha? Diese App aus dem ovistore zu machen, geht wirklich kinderleicht, da gibt es keine technischen Hürden mühsam zu überwinden. Alles ist auf seinem richtigen Platz und wird mit guten Hilfetexten erklärt. Ich denke, dieses User-Interface sollten sich viele Software-Unternehmen mal genauer ansehen, wenn sie es richtig machen wollen. Zurück zur App. Noch ist die Prüfung nicht abgeschlossen. Gut möglich, dass es noch ein paar Tage dauert. Schließlich könnte ich ja böses oder hässliches oder verunglimpfendes Zeugs hochgeladen haben. Geht nicht. Nicht auf einem NOKIA. Bis jetzt gibt es in meinem Umfeld drei Leutchen, die so ein Smartphone besitzen. Ich darf also davon ausgehen, dass die App im Store drei Mal heruntergeladen wird. Und nur wer mich und mein Blog kennt, wird auch diese App finden. In Zukunft kann man also diese Zeilen unterwegs lesen. So man das überhaupt möchte. Aber darüber will ich jetzt besser nicht befinden. Interessanter ist schon, dass ich mich mit ein paar Bildern herumschlagen musste. Schließlich will so eine App auch hübsch daherkommen, am Mobilo. Dumm, wenn man Ästhetikfetischist und Perfektionist ist. Dann tüftelt man eine geraume Weile an einem kleinen Bildchen, an einem größeren Banner und an einem Logo und muss sich die Frage gefallen lassen: wozu? Die drei Leser kennen mich und meinen Blog und meine Texte, diese muss ich nicht sonderlich überzeugen und die anderen werden diese App nicht finden. Aber man hat halt einen Ruf zu verlieren und will sich anständig und hübsch präsentieren. Jawohl. Soll ja auch Frauen geben, die sich ordentlich schminken, bevor sie Milch und Butter und Semmeln fürs Frühstück vom Bäcker holen. Ja, so ähnlich verhält es sich auch hier. Man weiß nie, wer einem da begegnen könnte.

Gestern, bis spät in die Nacht, wieder an Bildern und Bannern getüftelt. Langsam, aber sicher kristallisiert sich eines heraus: das Web ist eine visuelle Reizmaschine. Wer mit einem Bild nicht punkten kann, hat verloren. Um Inhalte geht es kaum mehr. Analog des heutigen Literaturbetriebs, wo sich die Bücher generell durch Umschlag und Titel (und Chart-Platzierung) verkaufen. Der Inhalt ist nur noch zweitrangig. Es soll ja einmal eine Zeit gegeben haben, da wurden die Bücher erst gar nicht gebunden, vielmehr konnte der Käufer entscheiden – je nach Budget – wie er den Buchblock, also die losen Seiten, gebunden haben wollte. Der eine nahm teures Leder, der andere billigen Karton. Deshalb heißt auch die erste Seite heute noch „Schmutztitel“, obwohl diese ja schon längst hübsch oder zweckmäßig eingepackt ist. Wie dem auch sei, ohne grafischen Leckerbissen wird jedes Buch geflissentlich ignoriert. Gerade im Web. Deshalb ist es unverständlich, dass es noch immer Verleger gibt, die dem Umschlag ihrer Büchern nicht die nötige Aufmerksamkeit geben. Freilich, in ein paar Jahren ist das natürlich Geschichte. Ich gehe davon aus, dass es eine App geben wird, die hübsche passende Umschläge gestaltet. Schon jetzt kann ein Laie mit gutem Auge schon Beachtliches leisten – die nötigen Tools vorausgesetzt. Die passenden Fotos oder Illustrationen kann man ohne viel Aufwand in den foto-communitys lizenzieren. Ärgerlich nur, dass das Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek für kommerzielle Vervielfältigung einen kräftig zur Kassa bittet, obwohl die Bilder  längst gemeinfrei sind, sich aber im Besitz der Bibliothek befinden. Es mag natürlich in Ordnung sein, Unternehmen bezahlen zu lassen, wenn diese kräftige Profite machen, aber Kleinverleger, die sich nach der Decke strecken müssen, werden genauso behandelt wie Multis. Und man sollte nicht vergessen, dass die Bibliothek die Digitalisierungen auch durch mein Steuergeld (ja, auch ich zahlte mal kräftig Lohnsteuer) finanzierte. Da würde ich mir dann doch mehr Fingerspitzengefühl erwarten. Aber gut möglich, dass nie so heiß gegessen, wie gekocht wird.

Zurück zur gestrigen Nacht, die lange dauerte. Ich habe nun das Projekt Azadeh auf startnext eingestellt und warte auf die Freigabe. Darüber werde ich sicherlich noch lang und breit und ausführlich sprechen. Kurz erklärt: startnext ist eine neue Plattform, die das Crowdfunding-System in den deutschen Sprachraum holt (ob sie wirklich die ersten sind, kann ich nicht sagen). Die Idee ist simpel: hier gibt es jemanden, der ein hübsches Kunstprojekt auf die Beine stellen will, aber nicht die notwendigen finanziellen Mitteln hat; dort gibt es viele Kunstinteressierte, die auf der Suche nach interessanten Projekten sind und diese durch Einwurf vieler Münzen fördern wollen. Eine Win-Win-Situation. Dass die Sache natürlich viele Haken und Ösen aufweist, soll nicht verschwiegen werden und wird auch nicht. Aber alles zu seiner Zeit. Aha. Da schau her. Sie haben sich mein Projekt angesehen und sind nicht ganz glücklich. Versteh ich. Weil ich ja eigentlich nur im hochpreisigen Segment meine Förderer finden wollte. Da sieht auf den ersten Blick nach einem Typen aus, der keine Ahnung von der Materie hat. Tatsächlich habe ich in der Zwischenzeit zu viel gesammelt und bin deshalb zum Schluss gekommen: ein paar Münzen zu erbetteln ist nicht nur mühsam, sondern führt zu nichts (wenn man in größeren Dimensionen denkt). Aber ein großes Plus, dass sich die Leutchen von startnext eingehend mit den Projekten befassen und das Gespräch mit den Projektemachern suchen.

Der Buch-Trailer ist mal im Kasten, respektive am Laptop von @medienpirat aka Flow. Bis auf ein paar (wunderbare) Fotos habe ich bis jetzt noch keine bewegten Bilder gesehen. Flow arbeitet daran. Und meine virale Idee gibt es ja auch noch. Ob sie umsetzbar ist und welcher Aufwand es bedeutet, wird natürlich an anderer Stelle verraten. Man will ja nichts vorwegnehmen, nicht? Übrigens, das Foto, das ich für das App Store Icon verwende, ist von Flow.

Die Buchmesse steht auch schon vor der Tür. Gottlob kümmert sich mein Kollege Albert Knorr vorbildlich um alle Details, während ich nur nicke und die eine oder andere kleinere Idee einwerfe („Monitor? Yep. Da steht bei mir einer herum!“). Gratiskarten gibt es jedenfalls mal für die Aussteller. Wenigstens. Ich werde sicherlich die eine oder andere unter meine Fans werfen, respektive verlosen oder verschenken. Gehört sich so.

Apropos Fans. Die Fan-Seite auf facebook von Der Fetisch des Erik van der Rohe hat sich nun bei 45 eingependelt. Von allein geht da gar nix weiter – der Trugschluss, wenn Unbedarfte von Social Media reden: „Da braucht man net viel tun, das machen dann deine Fans!“ – Leider sind wahre Fans schwerer zu bekommen als angereichertes Uran. In beiden Fällen hofft man in späterer Folge auf eine Kettenreaktion. Natürlich alles im friedlichen Rahmen. Ja, ja. Nichtsdestotrotz komme ich zum Schluss, dass du viele, sehr viele Fans brauchst, um etwas Auszulösen. Wie viele kann ich noch nicht sagen, aber ich befürchte, mehr, als ich persönlich erreichen kann. Auch wenn ich alle meine Social Media Kanäle zusammen nehme. Da frage ich mich dann immer, wie es wohl anderen ergeht, ihre Fan-Basis auf die Beine zu stellen, wenn sie weniger Zeit als ich im Web verbringen. Da fällt mir ein: gestern auf facebook mit der Autorin Zoe Beck amüsiert geplaudert und ihre Einträge kommentiert. Vermutlich habe ich den Bogen überspannt, weil es den Anschein machte, ich würde sie vielleicht gar facebooklich stalken. Das ist mir jetzt natürlich schon sehr peinlich. Aber es gibt ein Foto von ihr, ich muss sagen, das ist dermaßen beeindruckend, dass ich mir gut vorstellen könnte, es RIESENGROSS zu plotten und an die Wand zu knallen. Es kann ruhig grobkörniger aufgelöst sein, umso besser, das unterstreicht das kreative Potenzial. Ach so, ja, hier geht’s zum Foto auf flickr. Ich hoffe, die gute Zoe bekommt diese Zeilen jetzt nicht in die falsche Kehle, aber ich denke, sie versteht das schon. Immerhin ist sie ja auch Autorin und sehnt sich nach der großen Bühne und dem Scheinwerferlicht.

Scheinwerferlicht? Zu guter Letzt noch ein kleines Schmankerl aus der Twitterwelt. Auf dass auch für mich ein Rest von Licht meine Eitelkeit bestrahlt. Das Gespräch fand zwischen der Autoren-Kollegin Heike Koschyk und mir statt (nur falls es jemand noch immer nicht weiß, dass ich im Twitter-Universum @dschun bin/heiße). Nebenbei habe ich gerade bemerkt, dass die gute Heike schon mal den Agatha-Christie-Krimipreis abgeräumt hat. Respekt.

 

@heikekoschyk: Melde mich aus dem Off. Sitze beim Friseur und nutze die Zeit, um an einem Autorenportrait für die Facebook-Seite von Quo Vadis zu arbeiten.

@dschun: Quo Vadis hat ne Facebook Seite?

@heikekoschyk: Ja, der Autorenkreis Quo Vadis. Wär das nicht auch was für Dich?

@dschun: Autorenkreis? Haha. Ich bin Eigenverleger, you know! Außerdem war ich schon länger nicht mehr beim Friseur 😉

@heikekoschyk: Und? Bist Du deswegen etwa kein Autor??? Na, immerhin siehst Du fesch aus. Auch ohne Friseur 😉

Taschenbuchtaschen & A British Movie Masterpiece

Denn die Menschen sind so einfältig und gehorchen so sehr dem Eindruck des Augenblicks, dass der, welcher sie hintergeht, stets solche findet, die sich betrügen lassen.

Machiavelli (um 1514)
geschrieben für die Fürsten der Werbebranche des 21. Jahrhunderts

TBT & DVD & BE

Gestern die Taschenbuchtaschen (TBTs) von Miriam Spies, gONZo Verlag, bekommen. Sehr hübsch. Sehr trendy. Ich zeigte sie heute IMS., die ein wenig verwundert war, dass man Bücher schützen wollte, vor den Widrigkeiten des Lesers („ich lese in der Badewanne und beim Frühstück und man sieht es den Büchern an, deshalb borge ich mir keine aus!“) und machte den Vorschlag, sie für anderes zu verwenden („Schminkzeug“). Gut. IMS. ist demnach nicht die Zielgruppe für die TBTs. Andererseits hat sie natürlich auch wieder Recht. Das Täschchen ist für vielerlei Zwecke zu gebrauchen und dieser heiligt ja bekanntlich die Mittel. Übrigens, Miriam möchte klar stellen, dass sie  „zu keinem Zeitpunkt sexuellen Kontakt“ mit ihren Praktikantinnen hatte. Des Weiteren gilt noch zu sagen, dass die gute Miriam den Prelude und das Vorwort zu Tiret eingelesen hat. Wer sich ihre tolle Stimme anhören will, bitte sehr: LINK

Ich habe die DOUBLE DISC SPECIAL EDITION von The third man mit ins rechte Bild gerückt. Ist günstig in London zu bestellen. Das Bonus-Material (Dokumentation) muss ich mir erst anschauen. Die beiden TRAILERS sind jedenfalls erschreckend einfallslos und brüllen förmlich um Aufmerksamkeit. So haben die Trailers wohl vor sechzig Jahren ausgesehen. Trotzdem bleibt der Film ein Klassiker und muss man gesehen haben. Unbedingt.

Gestern ein Box-Package (Schwarzkopf & Tiret) bei RS. vorbeigebracht. Nett geplaudert. Über seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen (Mathematik) und dass man an diesen nicht viel verdienen könne (die Autoren kümmerten sich auch um das Layout und Lektorat – der Verlag ließ es nur noch in Indien (!) drucken – ich schätze, die Rechnung könnte wirtschaftlich aufgehen). Er zollte mir Lob für Schwarzkopf, merkte aber noch einen Kritikpunkt an, den ich erklären konnte. Erfreuliches Gespräch. Schenkte ihm ein Rotkäppchen 2069 A2-Hochglanzplakat. Wenn er schon für eine tolle Quote sorgt, die am Plakat prangt, gehört sich das, nicht?

EH. rief mich am späten Abend an. Teilte mir mit, dass der FRICK am Graben keine Exemplare mehr von Schwarzkopf habe – jedenfalls konnte man keines finden (was nicht heißt, dass die guten Leute schon alle verkauft hätten, sondern dass es gut möglich ist, dass man die Bücher ausgelagert oder unter den Teppich gestapelt hat; werde dem wohl morgen nachgehen). In der MORAWA Filiale, Wollzeile, gab es noch drei Exemplare (Taschenbuchabteilung; sie wurden bei Neuerscheinungen eingereiht). Jetzt sind’s nur noch zwei. Gut. Ich bin zufrieden. Schlimm, wenn vor Weihnachten, der umsatzstärksten Zeit im Buchhandel, kein einziges Buch verkauft worden wäre. Andererseits, die Leutchen kaufen ja auch nicht alles, was ihnen vor die Füße fällt („Breuer, wer?“). Und falls der Buchhändler nicht dahinter ist, wird sich nicht viel tun („Dieses Buch kann ich nur empfehlen …“).

Carsten Tergast, Sachbuchautor aus dem hohen Norden,  den ich auf der Frankfurter Buchmesse und über Twitter kennen lernen durfte, schickte mir ein dickes Buchpaket. Wir vereinbarten einen Tausch. Unterm Weihnachtsbaum werde ich das Päckchen aufmachen. Seines hat er schon geöffnet. Konnte nicht warten. Sowas.

– in Vorbereitung-

Ein A0-Plakat will ich demnächst drucken lassen (Größe: ca. 120 x 80 cm).  Postkarten dito. Mal schauen.

Postkarte Schwarzkopf BE Rückseite

Einstellung für Farbauftrag 260 % CMYK

Flyer_KrimiundSpiel_3D_860

Den Flyer-Folder musste ich über Nacht entwerfen (scheinbar kann ich nur noch Aufträge in den frühen Morgenstunden freigeben) und im Overnight-24-Stunden drucken lassen. Da gibt es von der Druckerei die Auflage, dass der Farbauftrag nicht mehr als 260 % ausmachen darf (weil die Farben in der kurzen Zeit nicht trocknen würden; d.h. alle 4 Farben zusammen C-M-Y-K dürfen in Summe nicht mehr als 260 % ausmachen). Da war guter Rat teuer. Wie konnte man InDesign dazu bringen, nicht so dick aufzutragen? Die Lösung ist, dass man sich ein passendes Farbprofil herunterlädt (z.B. auf http://www.colormanagement.org/de/isoprofile2009.html), in dem diese magische Grenze festgelegt ist. Somit rechnet diese die Farbräume herunter. Wie gut oder schlecht sie das macht, nun, das kann ich natürlich nicht sagen. Ich war heilfroh, nicht selber Hand anlegen zu müssen.

Web_SC_FOGRA40_GCR_bas.icc (1,9 MB)
Dieses ICC-Profil basiert auf den Charakterisierungs-daten „FOGRA40L.txt“. Der Gesamtfarbauftrag wurde für die Separation auf 260% begrenzt und das maximale Schwarz beträgt 97%.

Man lädt sich also dieses Profil herunter und installiert es (Windows macht es auf Anhieb richtig, also nur auf die .icc-Datei klicken, rechte Maustaste und sagen, dass man es installieren möchte); ist dies getan, kann man es im InDesign/Photoshop als Profil auswählen. Am besten beim Export ins PDF angeben, dass man bei der AUSGABE die Farbkonvertierung „In Zielprofil konvertieren“, wobei das Ziel erwähntes WEB_SC_FOGRA40-Profil ist. Simsalabim, schon werkelt InDesign fröhlich vor sich hin. Herauskommen sollte ein PDF, das nicht mehr so dick aufträgt. Kontrolle gefällig? Kein Problem. Im Acrobat Prof. wählt man „WERKZEUGE“ – „DRUCKPRODUKTION“ – „AUSGABEVORSCHAU“ und hakt das Kästchen bei „Gesamtfarbauftrag“ an. Jetzt nur noch die gewünschte %-Zahl auswählen (z.B. 260 %) und schon werden auf dem Bild jene Flächen markiert, die diese %-Zahl überschreiten (wobei auch bereits 261 % reichen, also sich nicht gleich verrückt machen). Wenn alles klappt, sollte hier nichts angezeigt werden. Voilà. Schon beruhigt sich wieder das Nervenkostüm. Und man kann erfreut zur nächsten Problemstellung wechseln. Derer gibt es ja mehr als genug, nicht?

Goldiges Layout

Cover_fg02_2009_klein_72neuDas war’s also. Das österreichische Spielemagazin „frisch gespielt“ 02/2009 endgültig fertig. Die letzten Austauschseiten an die Druckerei geschickt. Nächste Woche werden wir die nervenaufreibende Designschlacht begutachten können. Am Freitag zu Mittag begonnen, am Mittwoch, gegen 2 Uhr früh die 52 auf Hochglanz polierten Seiten auf den Server der Druckerei hochgeladen. Heute, am frühen Abend, den Plott durchgesehen und 4 Austauschseiten vereinbart. Hübsch, so ein Andruck der Magazin-Seiten auf einem Bogen (70 x 100 cm). Bald werde ich so einen in meinem Zimmer an die Wand hängen dürfen. In kalten Tagen kann ich mich damit zudecken (oder einheizen).

Dass Rapid Wien den Hamburger SV aus dem Happel-Stadion schießt, also, wer hätte das gedacht? 3 : 0! Wahrlich, es gibt ja doch noch große (Fußball) Wunder 🙂