Archiv der Kategorie: filmprojekt

4 Stunden, 35 Minuten

Der letzte Tag im Jahr neigt sich dem Ende zu. Die Zeit kümmert sich nicht um ein Datum, um eine Uhrzeit. Sie fließt und fließt und fließt. Und wir mit ihr. Ob wir wollen oder nicht.

Die letzten Tage brav an der Szenenfolge für das Drehbuch gearbeitet. Am Montag diese SP. vorgestellt. Holprigkeiten und Schnitzer entdeckt, neue Ideen gesammelt – heute die rundum verbesserte Version 0.95 an SP. Ich bin angetan. Überlege, daraus vielleicht auch ein Buch zu machen, neben dem Script. Potenzial hätte es. Amüsante, zuweilen abgedrehte Kriminalgeschichte im Filmbiz mit Wiener Hintergrund, die das Genre und die Wiener Eigentümlichkeiten auf die Schaufel nimmt. Gut so. Heute mit TC. die verbesserte Version besprochen. Wer hätte es gedacht, dass sie über manche Szenen lachen konnte. Ein gutes Zeichen. Weil ich ihr einen anderen Humor attestierte.

Am Montag Tiret² mit MK. besprochen. Sie ist sehr angetan (wenn gleich sie zwei Seiten Anmerkungen hatte, aber beschwichtigte und meinte, dass ihr das Gelesene sehr gut gefallen habe). Ab Seite 60 (von etwa 16o) kam sie so richtig in Fahrt und las es fast in einem Rutsch. Schön.

Heute, während des Tagebuchschreibens die Idee gekommen, meine kreative Hochphase, in der ich seit September stecke, so lange, wie nur möglich, auszuschöpfen und die Veröffentlichung der Bücher nach hinten zu schieben, dafür dann die volle Packung. Sozusagen. Mal schauen.

Sodala. Jetzt werde ich mich mal fertig machen. Silvester gilt es zu begehen und begießen. Stahlhelm lasse ich im Kasten, obwohl die tieffliegenden Böller es mir beinah anraten, ihn mitzunehmen. Wer nicht weiß, wie es im Krieg ist, der muss nur zu Silvester auf die Straße und in die Wiener City. Hui. Da heißt es dann „Deckung suchen“. Ja, ja.

Komplimente und ein Drehbuch

dommayer_281208

Très bien, enchantée, monsieur. Un ouvre trés agréable. Avec mes compliments. Madame M.

Tiret²
Das Erwachen des Bürgers Brouillé
Version 2.0 inkl. Austauschseiten mit v2.99

Es gebe viele Anmerkungen, sagt „Madame M.“ am Telefon. Aha. Ich werde sie wohl morgen hören. Die beinahe 160 Seiten hat sie innerhalb weniger Tage gelesen. Das hat meine schriftstellernde Welt auch noch nicht gesehen. Sozusagen. Sehr erfreulich.

Morgen erste Durchsicht der Szenenliste für das Drehbuch mit SP. Die grobe Story einigermaßen umrissen. Amüsante Katastrophen konzipiert. Ja, die Geschichte beginnt zu reifen. Was wird erst sein, wenn ich den Protagonisten Leben einhauche, sie zum Sprechen bringe? Das kann alles ändern. Gut. So muss es sein.

Heute im ehrwürdigen Café Dommayer. Hietzing. Dann durch den Park von Schloss Schönbrunn spaziert. Ein bisserl kakanisches Flair aufgesaugt. Die äußere Mariahilfer Straße bis zum Westbahnhof „flaniert“. Da wird man wieder vom Heute eingeholt. Keinen Jahresrückblick in mein Tagebuch geschrieben. Noch nicht.