Archiv der Kategorie: gedankliches

50 Tage, 4 Sekunden und ein Schluss wie ein Strich #Leben #Liebe #Literatur

Das waren sie also, die 50 Tage, die sich bei genauerer Zählweise auf 52 erhöhen würden, aber aus poetisch-literarischen Gründen belassen wir es bei dieser hübschen runden Zahl.

50 Tage, 4 Sekunden und ein Schluss wie ein Strich #Leben #Liebe #Literatur weiterlesen

Poetische Sprachlosigkeit, großes Kino und selbstgemachtes Popcorn #Leben #Liebe #Literatur

Der gestrige Abend lässt mich noch immer ein wenig sprachlos zurück. War es nicht großes Kino? Es fehlte nur selbstgemachtes Popcorn, um die an die Wand und in den Kopf projizierten Filme vollends genießen zu können. Die Poesie will sich gerade nicht recht einstellen. Überflutet ist Herz und Hirn. Es wird sicherlich eine Weile brauchen, bis der Verstand mit Pumpen und Besen die natürliche Ordnung wiederherstellt. Bis dahin ist das Geschreibsel nur ein schaler Abriss des Erdachten und Erlebten, des Erlebten und Erdachten.

Poetische Sprachlosigkeit, großes Kino und selbstgemachtes Popcorn #Leben #Liebe #Literatur weiterlesen

„G’sund bin ich auch …“ #DieWelteinIrrenhaus

Was ist das nur für eine Odyssee, in die ich da geraten bin? Die Irrfahrt führt durch eine Welt, wo der Geist vieler Menschen gestört scheint. Das sind meine wahrheitsgetreuen Aufzeichnungen, so wahr mir Gott helfe, im Jahre des Herren 2021. Man solle mir nicht später achselzuckend entgegnen, niemand hätte es kommen sehen.

Ich sitze an einem großen Tisch, der freundlicherweise auf einem Spielplatz aufgestellt wurde. Was würde wohl geschehen, würden sich vermeintliche Krankheitserreger auf zwei Beinen zu mir setzen und mir Gesellschaft leisten? Müsste da nicht jemand kontrollierend eingreifen? Etwa hundert Meter Luftlinie gibt es einen großen Schanigarten. Gestern war ich dort. Am frühen Morgen, der in den Vormittag übergehen sollte. Ich sitze im hintersten Winkerl. Im Umkreis von gefühlten Kilometern ist keine Menschenseele zu bemerken. Der maskierte Kellner, in seiner strengen Dienstbeflissenheit und gesundheitlichen Anteilnahme, wackelt bei sommerlichen Temperaturen zu mir und fragt mich, ob ich getestet sei. Ich antworte ihm lächelnd, dass ich gesund sei. Er sieht mich an. Kneift ein Auge zu.

„G’sund bin ich auch …“ #DieWelteinIrrenhaus weiterlesen

Schreibblockade für einen Tag #Leben #Liebe #Literatur

Am Sonntag, vor zwei Tagen, da begann der inspirative Motor zu stottern. Ich merkte es. Versuchte zu retten, was zu retten war. Aber irgendwie war da nichts zu machen. Freilich, am Abend, ein kurzes Aufflackern. Eine Zeile, vielleicht war es sogar ein Absatz, wurde da völlig überraschend noch in Herz und Hirn geboren und aufs Papier geworfen. Es erinnerte an ein hübsches Sommerkleidchen, das vom Wind zärtlich umspielt wird. Das brachte den Dichter zum Lächeln. Aber das Lächeln dauerte nur kurz. Der Absatz war geschrieben. Die Leere setzte ein. Gut, sagte er sich, dann halt früh ins Bett und noch früher wieder aufgestanden. Gerade der Morgen hat die größten Energiereserven für kreative Geister parat. Diese nicht anzuzapfen wäre ein grober Verstoß gegen die musischen Gebote.

Schreibblockade für einen Tag #Leben #Liebe #Literatur weiterlesen

Der Moment der absoluten Schwerelosigkeit #Leben #Liebe #Literatur

Gestern war es, als der Abend in die Nacht überging, als der Schreiber dieser Zeilen in die grün gemalten Augen seiner Muse blicken durfte, die ihm eine Frage stellte, die keine war. Diese Feststellung, einmal ausgesprochen, einmal gehört, aber noch nicht im vollsten Umfang für ihn begreiflich und erfassbar, reißt den Dichter wie eine Flutwelle mit sich. Ausgeliefert ist er diese Naturgewalt, die von einer sehnsüchtigen Hoffnung, einem oft geträumten Herzenswunsch erzählt, der mit einem Male in Erfüllung geht. Die Ordnung ist wieder hergestellt, alles ist an seinem natürlichen Platz, was oben war, ist oben, was unten war, ist unten. Nur das Herz und das Hirn des Dichters, sie taumeln und torkeln wie betrunken durch ausgesprochene Worte und hingeworfene Sätze, absolut wahr, zwingend wahrhaftig, und versuchen sich zu halten, zu fangen. Der Dichter kann nichts anderes tun, als auf die Wirkung zu warten, die diese Gefühlsoffenbarung in ihm auslöst.

Der Moment der absoluten Schwerelosigkeit #Leben #Liebe #Literatur weiterlesen