Archiv der Kategorie: gedankliches

Wahre Lebensfreude in Zeiten des kollektiven Wahnsinns

Später einmal will ich mich an diese Tage erinnern. Als der blaue Himmel, mit Wolken befleckt, und die schüchterne Sonne uns begleiteten, auf einen Weg, der zu einem grünen See führte. Unberührt lag er vor uns. Eine Weile dachten wir nicht an die nahe und ferne Zukunft, sondern aßen unser Brot in der Freude dieser Gegenwart. Das gemeinschaftliche Leben ist der letzte Zufluchtsort in einer Welt, die dem kollektiven Wahnsinn anheimgefallen ist. Aber schon wird uns dieses freie Leben verboten werden. Aus Gründen, die spätere Generationen hoffentlich nicht mehr verstehen werden können.

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Poetische Sprachlosigkeit, großes Kino und selbstgemachtes Popcorn #Leben #Liebe #Literatur

Der gestrige Abend lässt mich noch immer ein wenig sprachlos zurück. War es nicht großes Kino? Es fehlte nur selbstgemachtes Popcorn, um die an die Wand und in den Kopf projizierten Filme vollends genießen zu können. Die Poesie will sich gerade nicht recht einstellen. Überflutet ist Herz und Hirn. Es wird sicherlich eine Weile brauchen, bis der Verstand mit Pumpen und Besen die natürliche Ordnung wiederherstellt. Bis dahin ist das Geschreibsel nur ein schaler Abriss des Erdachten und Erlebten, des Erlebten und Erdachten.

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„G’sund bin ich auch …“ #DieWelteinIrrenhaus

Was ist das nur für eine Odyssee, in die ich da geraten bin? Die Irrfahrt führt durch eine Welt, wo der Geist vieler Menschen gestört scheint. Das sind meine wahrheitsgetreuen Aufzeichnungen, so wahr mir Gott helfe, im Jahre des Herren 2021. Man solle mir nicht später achselzuckend entgegnen, niemand hätte es kommen sehen.

Ich sitze an einem großen Tisch, der freundlicherweise auf einem Spielplatz aufgestellt wurde. Was würde wohl geschehen, würden sich vermeintliche Krankheitserreger auf zwei Beinen zu mir setzen und mir Gesellschaft leisten? Müsste da nicht jemand kontrollierend eingreifen? Etwa hundert Meter Luftlinie gibt es einen großen Schanigarten. Gestern war ich dort. Am frühen Morgen, der in den Vormittag übergehen sollte. Ich sitze im hintersten Winkerl. Im Umkreis von gefühlten Kilometern ist keine Menschenseele zu bemerken. Der maskierte Kellner, in seiner strengen Dienstbeflissenheit und gesundheitlichen Anteilnahme, wackelt bei sommerlichen Temperaturen zu mir und fragt mich, ob ich getestet sei. Ich antworte ihm lächelnd, dass ich gesund sei. Er sieht mich an. Kneift ein Auge zu.

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Schreibblockade für einen Tag #Leben #Liebe #Literatur

Am Sonntag, vor zwei Tagen, da begann der inspirative Motor zu stottern. Ich merkte es. Versuchte zu retten, was zu retten war. Aber irgendwie war da nichts zu machen. Freilich, am Abend, ein kurzes Aufflackern. Eine Zeile, vielleicht war es sogar ein Absatz, wurde da völlig überraschend noch in Herz und Hirn geboren und aufs Papier geworfen. Es erinnerte an ein hübsches Sommerkleidchen, das vom Wind zärtlich umspielt wird. Das brachte den Dichter zum Lächeln. Aber das Lächeln dauerte nur kurz. Der Absatz war geschrieben. Die Leere setzte ein. Gut, sagte er sich, dann halt früh ins Bett und noch früher wieder aufgestanden. Gerade der Morgen hat die größten Energiereserven für kreative Geister parat. Diese nicht anzuzapfen wäre ein grober Verstoß gegen die musischen Gebote.

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