richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Kategorie-Archiv: präsentation

comichafter Sonntagsspaziergang

Wer Zeit, Lust und Laune hat, der kann mich und meine Bücher, sowie das österreichische Spielemagazin „frisch gespielt“ heute, Sonntag, 11.4.2010 bei der Wiener Film- und Comicbörse in der Berufsschule Längenfeldgasse besuchen. Wir bieten Karten- und Brettspiele zum Superschnäppchen, alle Ausgaben des Magazins aus dem Vorjahr und natürlich, last but not least, meine Bücher, die in günstigen Komibangebots-Packages  (z.B.: Schwarzkopf mit der Doppel-DVD „The third man“ in der stylishen Blackbox – oder Tiret, Brouillé und ein Tiret-Notizbuch in der Blackbox) feil geboten werden. Da ist für jeden etwas dabei. Ja, ja.

TBT & DVD & BE

Advertisements

Schwarzkopf, Puffy und Spielefest 09: Tag 1

Freitag Nachmittag zum Spielefest. Mit Rucksack, Trolley, Tasche („Frankfurter Buchmesse 09“ – man will schließlich den rechten Eindruck machen, nicht?), Plakat-Koffer und drei Marille-Krapfen angekommen. Zum Stand von frisch gespielt (1. Stock, in der Nähe der Spielothek), wo ich mich breit machen durfte und an einem Tisch meine literarischen Ergüsse präsentieren durfte. Allen voran natürlich die Black Edition von Schwarzkopf. Hier sollte also die nächsten Tage Grundlagenforschung betrieben werden. Wie kommt der neue Umschlag an? Wie die kleinen Buttons? Und die Posters? Etliche Schwarzkopf-Plakate mitgenommen. Sie galt es, so anzubringen, dass die Aufmerksamkeit geweckt wird. Dazu empfehlen sich natürlich keine Klebestreifen (vulgo Tixo), sondern Klebe-Gummis („Pattafix“), die sich leicht lösen lassen.

Nach einer Kaffeepause (überhaupt, die Espresso-Maschine sollte noch Wunder wirken) machte ich mich an die Arbeit. Da Freitags vorwiegend jüngeres Publikum anwesend war, gab es keinen Grund zur Eile. Kinder- bzw. Jugendbücher habe ich ja nicht im Programm, wie der geneigte Leser sicherlich weiß. Trotzdem kam im Laufe des Nachmittags eine junge Frau und wollte ein Rotkäppchen 2069-Exemplar erstehen, weil es „R. nicht mehr im Laden habe“. Aha, dachte ich mir. Die gute R. hat also keine Bücher mehr und sagt mir nichts. Später sollte sich herausstellen, dass sie die Bücher, die sie eigentlich anpreisen und verkaufen sollte, kurzerhand unter die Theke gelagert hatte und nur darauf wartete, dass ich sie abholte. Tja. Ich sage ja immer wieder: was nutzt dir, in hunderten Geschäften aufzuliegen (also dein Produkt), wenn sich keiner darum kümmert und es den Verkäufern egal ist, ob dein Produkt oder das der Konkurrenz ins beste Licht gerückt wird. Mehr noch: nur, wenn man es schafft, eine gewisse mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen (hohe Kosten!), mag es ein guter Grund sein, dass man auch freundlich angepriesen wird). Wie dem auch sei, der Freitag brachte noch keine Erkenntnisse, in Bezug auf Schwarzkopf. Immerhin dürfte es aber doch den einen oder anderen in den Fingern gejuckt haben, jedenfalls musste ich feststellen, dass eines der ausgelegten Bücher verschwunden war. Mitgenommen. Wir sehen: um an ein Exemplar der Black Edition zu kommen, gehen manche ein gewagtes Spiel ein. Vielleicht dachte jener welcher (oder jene welche), dass die Bücher gratis seien. Immerhin werden ja immer wieder Bücher gratis in der Stadt verteilt (für das Geld, das diese Gratis-Verteilung verschlingt, könnte man vermutlich die Existenz für einige brotlose Schriftsteller sichern, zumindest für ein Jahr – statt dessen rührt man für betuchte Autoren und gestandene Verlage die Werbetrommel und zahlt brav eine ganze Auflage aus dem städtischen Einnahme-Topf).

Nach der Spielmesse direkt zum Haus des Meeres. Wann war ich das letzte Mal dort? Ewigkeiten mag es her sein. Ewigkeiten! Wiener Ferienspiel. Die Aquarien, die Terrarien (Vogelspinne!) reizten mich nicht sonderlich. Der seltsame Mief verleidete eine längere Verweildauer. Einzig, dass man in das Innere eines ehemaligen Luftschutzbunkers und massigen Flakturms gelangte, machte das Ganze für mich interessant. Meterdicke Mauern. Fotos, auf denen abzulesen war, dass alles schon verloren schien, aber mit dem Mute der Verzweiflung solche monströsen Betonklötze in kürzester Zeit in den (von Bombern bevölkerten) Himmel gebaut wurden. Abschreckung! Gegen die alliierten Bomberflotten. Angeblich, so heißt es, sollen diese Betonklötze, mit ihrer erhöhten Flak-Stellung, den Alliierten den nötigen Respekt abgerungen und deshalb schlimmere Raids in der Wiener City verhindert worden sein. Jedenfalls, wieder zurück in der Gegenwart, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Wie verwandelt schien das Innere des Gebäudes. Alles nach modernsten Gesichtspunkten ausgerichtet. Aufzug. Cafeteria. Einen Wintergarten (mit frei herumlaufenden Äffchen, frei herumflatternden Vögel und Feldermäusen), der mit einer Hängebrücke ausgestattet ist. Beeindruckend. Muss man gesehen haben. Ein riesiges Aquarium, mit Puffy, einer großen, sehr großen Meeresschildkröte (wenn diese ablässt, wird das Wasser kurzzeitig sehr trüb), die ihre „Kindheit“ in einer Wiener Badewanne verbrachte. Lange Geschichte.

Im Seminar-Raum, im vorletzten Stock, konnten die Werke des Künstler-Duos, die zur Vernissage luden, besichtigt werden. Pebo war es, der mit den beiden auf einem Hausboot Urlaub machte und mich deshalb ermutigte, zur Eröffnung der Ausstellung zu kommen. Anfänglich so gar keine Lust, muss ich sagen, dass ich es keine Sekunde bereue. Wieder nette Menschen kennen gelernt. Allen voran Micha Löhe, deren Hochdrucke mir so gut gefallen haben, dass ich mir überlege, ein Buch/Text damit zu illustrieren. Freilich, der Text muss erst gefunden werden. Schön, wenn es noch solch strahlende Künstler wie Micha gibt, die einfach sympathisch ohne Ende sind. Freilich, auch hier scheitert es nicht an Genie oder Talent, sondern vielmehr an Marketing und Werbung. Sie hat weder Website noch Folder. Tja. Weshalb ich ihr riet, diese „Projekte“ in Angriff zu nehmen. Heutzutage, wir wissen es, können die Leutchen kaum mehr gute Qualität erkennen. Man muss es ihnen so lange vorkauen, bis sie es glauben. Plakativ. Unterschwellig. Subtil. Alles ist gut, so lange es zum Ziel führt. Übrigens hat Micha Löhe das Buch Der Spurenzeichner von Peter Bosch illustriert. Ist zwar schon ein Weilchen her, aber man sieht, der gute Pebo hat ein Näschen für die schönen Künste und reizenden Künstlerinnen. Ja, ja.

So nebenbei einem Christian das erste Schwarzkopf-Geschenke-Set verkauft. Er hat sich gefreut. Noch dazu, wo er an diesem Tage den Kredit für das neue Haus aufgenommen hatte („Kannst du dir das jetzt noch leisten, das Buch?“) und ich dies in der Widmung natürlich erwähnen musste. Sollen seine Kinder einmal sehen, wenn sie das Buch aufblättern, dass an diesem Tage der Grundstein für die familiäre Häuslichkeit gelegt wurde.

Franz Six, Geschäftsführender Präsident im „Haus des Meeres“, der uns viele Einblicke in den Ablauf gewährte, ist einer der selten Spezies des immer sympathisch-freundlich-gut-gelaunten Mannes, der gerade durch das reife Alter viele amüsante Anekdoten zu erzählen weiß. Seine Rhetorik ist so natürlich, dass man nur begeistert sein kann. Und ihm ewig zuhören wollte. Man fragt sich unwillkürlich, warum es so wenige Menschen gibt, die mit funkeln in den Augen, Begeisterung in der Stimme von all den Widrigkeiten erzählen, die sie erlebten und schlussendlich gemeistert haben. Man muss sich vorstellen, dass der Verein „Haus des Meeres“ anfänglich von ein paar illustren jungen Herren ins Leben gerufen wurde, die ihre Passion (Meer) nach Wien bringen wollten. Man kann sich vorstellen, wie das (geheime und wirkliche) Hofräte und Staatssekretäre aufgenommen haben. Darüber könnte man sicherlich ein gutes Buch füllen. Jedenfalls, zu guter Letzt mit Herrn Six über die Möglichkeiten einer Buchpräsentation geplaudert. Er erzählte vom letzten Stock, wo man mit Hilfe eines Historikers des Herresgeschichtlichen Museums einen Kommando-Stand eingerichtet habe. Man würde dort eine etwa 8minütige Dokumentation über das Schicksal dieses Flakturms sehen. Und danach würde man die Gäste aus der schlimmen dunklen Enge aufs Dach führen. Für eine exklusive Gästeschar (etwa 20 Leutchen haben Platz) wäre es der perfekte Rahmen, um sein Buch zu präsentieren. Ja, ja. Da fällt mir ein, dass ich Herrn Six noch eine E-Mail schreiben muss. Was man nicht gleich macht …

 

los, los, los!

Schmuckes Kästchen

Verschnaufen? Ausruhen? Nicht möglich. Zu viel zu tun. Wie so oft, wenn mehrere Termine kollidieren, zu meist eine bewusste Herbeiführung, um Synergien zu nutzen. Aber der Preis, den du bezahlst, ist nicht klein. Und der Teufel nimmt nur Münzen.

Heute Nachmittag wird der Stand von „frisch gespielt“ auf dem Spielefest im Austria Center aufgebaut. Ich baue mit. Bereits einmal dieses Riesendingsbumszelt auf der Josefstädter Straße aufgestellt. Noch jetzt erinnere ich mich mit Schaudern daran. Weil ich Zaungäste partout nicht leiden mag („schau dir die zwei da an …“), jedenfalls nicht, wenn man befürchten muss, sich eine Blöße zu geben („Gehört die Stange jetzt da oder dort rein?“). Im Austria Center werden wir von unliebsamen Kommentierern weitesgehend verschont bleiben. Gut. Im Dunkeln lässt sich bekanntlich gut kaschieren. Ab morgen ist es dann soweit. Das Spielefest eröffnet. Und schließt am Sonntag Abend die Pforten. Bis dahin heißt es, umtriebig zu sein. Plakate aufhängen. Folder auflegen. Vielleicht sogar austeilen. Aufmerksamkeit erregen. Bücher und Hefte anbieten. Verkaufsgespräche führen. Versprechungen machen. Sie natürlich auch einhalten. Gehört sich so.

Die Buttons – diesmal in der Größe von 24 mm, also die kleinsten – gerade abgeholt. Zwei Versionen gibt es. Einmal der weiße Button („Schwarzkopf“), einmal der schwarze Button („Collio!“). Sehen sehr schmuck aus. Muss mich bei Marijke bedanken, die mich damals (sehr harsch, aber fair) auf die Idee brachte (besser: sie monierte die Größe des damaligen „Coolio“-Button; wobei, mir gefällt er noch immer!), es mit den kleineren zu probieren. In zwei Glasbehälter gefüllt. Werde sie zum Spielefest mitnehmen. Verschenkt werden sie bitteschön nicht. Verkauft eigentlich auch nicht. Irgendwo dazwischen. Denn, was gratis ist, hat für die Leutchen keinen Wert. Hat es aber keinen Preis und ist auch nicht gratis zu haben, dann bedingt dies (im besten aller Fälle) eine Exklusivität („Schau, was ich habe!“), die man werbetechnisch ausschlachten muss. Natürlich unterschwellig, also nicht wahrnehmbar.

Morgen erfolgt also die Lieferung von „Schwarzkopf BE“. Und die Bezahlung. Dann ist dieser Meilenstein geschafft. Und die nächsten türmen sich in der Zeitleiste. Das Wochenende wird zeigen, wie die Black Edition aufgenommen wird. Ob das Buch jenen guten Eindruck macht, den ich mir verspreche. Mit den zusätzlichen Werbemittel (vor allem die Plakate sind hervorzuheben, aber auch die Folder tun einiges dazu) sollte der Fokus richtig gelegt werden. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Noch ist nichts getan. Noch ist vieles zu tun.

Das Package „Tasche“ geschnürt: Buch & Plakat & Button & Postkarte & Designer-Tasche. Auch das ein erster Versuch. Ich werde demnach am Wochenende herausfinden, ob solche Pakete gewünscht und verlangt werden. Nächste Woche der Versuch, es in Geschenke-Shops und Buchläden zu probieren. Vor Weihnachten, wir wissen es, sollten solche Pakete eher ihre Abnehmer finden.

Das Package „Box“ soweit mal fertig: Buch & Plakat & 2 Buttons & 2 Postkarten & handgefertigte Schachtel  von der Werkstätte Opus (in schwarz, aber andere Farben und Muster sind denkbar) und dazu einen Bon, der zum ermäßigtem Eintritt ins Burg Kino berechtigt. Angedacht, auch Zotter-Schokolade beizulegen. Die Kosten sind aber nicht gering. Die Kalkulation wird zeigen, ob es finanziell machbar ist. Und natürlich die Frage, ob dadurch ein Mehrwert (= Nachfrage) entsteht.

Gestern bis spät in die Nacht noch am Prospekt für die Black Edition gearbeitet. Sieht schmuck aus. Pebo gefällt’s. Ein gutes Zeichen. Noch werde ich das PDF nicht hochladen. Zuvor gilt es, sich klar zu werden, ob die Spanne für Buchhändler und etwaigen Anbietern in Ordnung ist. Nächste Woche werde ich dahingehend Gespräche führen.

Eine Buchpräsentation? Der wunde Punkt. Weil noch nicht festgelegt, noch nicht fixiert. Und im Dezember wird es wohl schwierig, die Leutchen zu mobilisieren. Im Jänner die Filmpremiere zu „Shortcut to Hollywood“, wo „Schwarzkopf BE“ in jedem Fall präsent und vertreten sein wird. Für die ViPs werden wir ein Päckchen machen. Gehört sich so. Im „3.Mann Museum“ gäbe es eine Räumlichkeit, die sich für so eine Präsentation anbieten würde. Nachteil (und doch auch wieder der Vorteil): es bietet wohl nur rund für 30 Gäste Platz. Tante Jolesch Prinzip? Das hat sich ja bewährt. Wir wissen es.

Am Montag gibt’s Gespräch für einen „großstädtischen“ Event. Aber alles noch sehr vage, sehr angedacht. Aber jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Wir wissen es, nicht?

Am Mittwoch im Theater „Scala“. Mich umgesehen. EL., die Stage Managerin, hat mich herumgeführt. Ich knipste, um Kameramann FG. einen Eindruck zu vermitteln. Wir überlegen, vielleicht doch das Theater in Mödling zu mieten. Weil es wie ein richtiges, altes Theater aussieht. Muss ich mir auch noch anschauen. Wobei die „Scala“ auch ihren Reiz hätte. Ja, ja.

So. Es wird Zeit.
Zeit für einen letzten Kaffee.

Wohin des Weges, Österreich?

Gestern also, hier, in der Buchhandlung am Quellenplatz, die „li(e)berale“ Lesung abgehalten und an der Podiumsdiskussion teilgenommen. Susanna Elisabeth Schimka (im „Tiret“-T-Shirt) las wunderbarst aus „Die Liebesnacht des Dichters Tiret“, die Herrn Heissl und Kinast von den Wiener Liberalen und der Politikwisschenschaftler Schrei versuchten sich an der Frage, wie es mit der Politik in Österreich bestellt sei und ob es nicht eine liberale Partei brauchte, die die bestehende „Demokratur“ (vulgo Proporz) aufbricht. Dass es dazu Menschen bedarf, die mutig (illusorisch oder idealistisch?) an die Sache herangehen und sich allerlei Kopfschütteln gefallen lassen müssen, sollte nicht unerwähnt bleiben. Als Schriftsteller und Künstler darf ich mir jedenfalls das Recht herausnehmen, un-parteiisch zu sein und Fragen aufzuwerfen, die ich nicht beantworten muss. Mit meinen Bänden (gut, im Moment ist es nur einer, aber die anderen folgen in absehbarer Zeit) zur Französischen Revolution will ich aufzeigen, dass es vor über 200 Jahren mutige Menschen gegeben hat, die nicht nur ein politisches System in Frage stellten, sondern sich daran machten, eine Lösung zu finden (wohin diese führte, nun, das steht auf einem anderen Blatt geschrieben). Gernau darum geht es mir vorrangig: Die Leute zum Nachdenken und Disputieren zu bringen. Mehr kann man vorerst nicht wollen.

Die anschließende Diskussion bzw. die an das Podium gerichteten Fragen zeugten davon, dass die (wenigstens anwesenden) Bürger eine Veränderung der bestehenden Politik befürworteten (vielleicht sogar verlangten). Nachhaltigkeit wurde hervorgehoben, wobei mein Einwurf, dass dies bedeutete, „den Gürtel enger zu schnallen“ und viele Wähler/Bürger dies nicht wünschten (was zur Folge hat, dass eine Partei, die so einen Weg einschlägt, von der Mehrheit nicht gewählt werden würde – es sei denn, die Umstände ließen den Menschen keine andere Wahl). Diese „Gürtel“-Phrase stieß auf eine gewisse Ablehnung. Warum, nun, das konnte ich auch im nachfolgenden Gespräch mit einem älteren liberalen Bürger bei Wein und Käse nicht klären. Immerhin ist er der Meinung, die bestehende politische Ordnung mit den eigenen Waffen zu schlagen. Will heißen: eine unabhängige Partei wird gewählt und setzt alle notwenigen Maßnahmen um – eine andere Möglichkeit sehe er nicht. Worauf ich meinte, dass es durchaus eine Bewegung geben könnte, die im Stande wäre, viel zu erreichen. „Wenn 100.000 Leute jetzt zum Parlament ziehen …“ (wir wissen, ich schreibe über die Französische Revolution). Darauf schüttelte er griesgrämig den Kopf „Das kann nicht das Ziel sein, das Parlament auszuschalten.“ Kann es nicht? Ja, das ist das schöne, an der Schriftstellerei. Morgen könnte ich schon darüber nachdenken. Und übermorgen ein Buch in Angriff nehmen, wo dieses Szenario zu Papier gebracht wird. Ein Künstler muss über den erlaubten Tellerrand sehen und schreiben und reden. Das öffnet vielleicht neue Ansatzpunkte, bringt frische (gefährliche?) Ideen. Über kurz oder lang bleibt der Karren sowieso stecken. Es liegt an uns, an jedem Einzelnen, die notwendigen Fragen zu stellen. Die Antworten, sie ergeben sich von ganz alleine.

Jedenfalls rümpfte der ältere Liberale („von der Lesung hab ich nicht viel verstanden … ich hör vielleicht schon schlecht“) die Nase, als ihn ein jüngerer Kollege auf mein Buch aufmerksam machte („ich habe es in meinem Urlaub gelesen“). Gekauft hat er es schlussendlich nicht . In solchen Fällen werde ich dann meist intolerant und krawutisch. Ja, auch Schriftsteller haben ihre dunklen Seiten. Nicht nur Politiker.

Ach ja. Nicht unerwähnt, die Käse- und Weinverkostung. Zum einen der Vorarlberger Käse (verschiedene Sorten!) der Sennerei Schnifis (viele Auszeichnungen!), der allerherrlichst schmeckte (nicht zu vergleichen, mit all dem industriell gefertigten Massenkäse). Und der Blanc de Rouge (gleichgepresster Cabernet Sauvignon) vom Weingut Lunzer, also, ich muss sagen, der hat’s mir angetan – um schlappe € 5,- erstand ich eine Flasche. Sollte mir also beim Schriftstellern das Brot ausgehen, dann halte ich mich mich am Wein. Darin soll ja bekanntlich die Wahrheit liegen.

eine süße, verspielte Präsentation

Verehrtes Lesepublikum,

nach Petra Kaindels Vernissage kommt nun die Finissage, das Ende einer jeden Kunstausstellung,  das gebührend gefeiert werden muss. Nicht genug, präsentiere ich mit Thomas Bareder das aktuelle Magazin für Brett- und Gesellschaftsspiele in Österreich „frisch gespielt„, dem ich ein neues,  sehr hübsches Layout verpassen durfte. Erster Eindruck gefällig? Bitte sehr: LINK

WANN:
Montag, 10. August 2009
ab 18.00 Uhr bis Mitternacht;
Happy Hour: 18h00 bis 20h00

WO:
Cocktail-Lounge Chill-out
Salvatorgasse 6
1010 Wien
www.chillout-lounge.at
(Nähe Hoher Markt)

WEB_fg_Titelzeile

Das 50seitige Spielemagazin „frisch gespielt“ lädt zum An- und Durch- und Weiterblättern ein.  Selbstverständlich kann das Heft auch vor Ort gekauft und mit nach Hause genommen werden.  Meine bisher erschienenen Bücher („Tiret“, „Rotkäppchen 2069“, „Schwarzkopf“) liegen auf  und dürfen probegelesen werden. Beim Kauf eines der Taschenbücher erhält man ein Exemplar des Spielemagazins gratis dazu! Alles Infos zu den Bücher: http://www.1668.cc

Und zum Naschen gibt es bunte M&M’s in rauen Mengen 🙂

Alle Infos zur Vernissage/Buchpräsentation vom 16. Juni: LINK

Buchpräsentation_rkbpk_mz1

Petra Kaindel und ich freuen uns auf einen weiteren lässigen Abend und wir hoffen,
dass ihr euch in der Lounge-Atmosphäre des Chill-out wieder wohlfühlen werdet.

Richard K. Breuer