Archiv der Kategorie: ro2069

eine Werbetrommel, die rührt

… muss sagen, dass es sich bei rotkäppchen durchaus um eine der aussergewöhnlichsten schriften handelt, die mein auge bisher zu gesicht bekam. aber als alter douglas adams und philip k dick fan, konnte ich mich doch ganz gut darin zurecht finden, ich bin mal gespannt, wie es meiner freundin damit ergeht 🙂 und auch wenn es mir teilweise ein wenig zu explizit war, bildete sich doch ab und an der gedanke, dass uns ein bisschen virtuality in unserer welt gar nicht schaden könnte 🙂 alles in allem eine sehr interessante geschichte, mit interessanten einfällen und sehr unterhaltsam, die ab und zu sogar philosophisch die frage nach dem sinn des lebens stellt, nicht umsonst laufe ich manchmal augenreibend durch meinen tag und frage mich „wo ist der EXIT?“ 😉 […] dann will ich mal hoffen, dass du noch viele weitere leser durch meine kritik generieren wirst. [jens p]

Jeder, der sich selbstständig macht, der sich oder etwas von sich verkaufen möchte – für Geld oder Ru(h)m – steht vor dem alles entscheidenden Problem: wie mache ich mich/es bekannt, ohne dabei in ein anbiederndes Licht gerückt zu werden? Schon Herr von Knigge schrieb 1788, dass zu viel Andringlichkeit (ja, so hieß es damals) den Menschen verdächtig vorkomme.

Interessanterweise werden wir aber hellhörig, wenn jemand anderer von einem Dritten und seinen Dienstleistungen erzählt. Wir gehen davon aus, vermutlich unbewusst, dass dieser „objektiv“ über eine Sache befindet. Der Witz ist, dass wir den Aussagen einer Werbeagentur, die sich der Medien bedient (also zwei „objektive“ Informanten), eher glauben schenken, als dem Dienstleister bzw. Produzenten. Obwohl Werbeagentur und Medien fürstlich honoriert werden (und demnach natürlich nicht „objektiv“ sein können).

Und damit ich für heute mit einer guten Tat schließe (die Pfadfindercliquen waren mir schon als Kind verdächtig – zu viel Drill, zu wenig Spaß), möchte ich jemanden aus dem Schatten Ihres Alltags und auf die blog-Bühne zerren, wo sie uns sagen wird, dass eines ihrer Gedichte den Sonderpreis beim Literaturwettbewerb der Langen LeseNacht in Spaichingen erhalten hat. Sie liest dort im September auf der „Besetzungscouch“. Klatsch, klatsch, klatsch. Na bitte, war doch gar nicht mal so schwer, oder? [update] Äh, ja, liebe D., ich hab’s wirklich nur gut gemeint … aber wenn du unbedingt darauf bestehst, dann anonymisiere ich mal das Ganze. Eigenartig ist’s, für mich, dass frau sich vor dem Erfolg verstecken tut. Aber wer vermag schon in eine kreativsensible  Seele zu blicken?

 

Einnahmen vs. Ausgaben 2006

Geschafft. Mein Spesenverteiler für 2006 ist fertig. Hm?! Nein, eigentlich war er natürlich bereits Anfang 2007 fertig – falls jemand von der Finanz fragen sollte. Der sorgfältige Kaufmann stellt die Einnahmen und die Ausgaben so bald wie möglich zusammen. Ja, ja, so sorgfältig sollt er schon sein.

Wer also wissen will, ob sich so ein Privatdruck denn rechnet, dem darf ich folgende Zahlen präsentieren:

113 171
1667,20

171 Exemplare wurden mir 2006 aus der Hand gerissen. 113 Personen waren im Gegenzug bereit, mir dafür Geld zu überweisen bzw. bar auszuzahlen, was sich mit dem Sümmchen von € 1667,20 niederschlägt. Die Druckkosten für 250 Stück betrugen € 1.595,- die Kosten für Lektorat und Software sind gesondert zu sehen!

Wir sehen, es läppert sich zusammen.
Und, seien wir ehrlich, wegen des Geldes, also nein, wegen des Geldes mach ich mir nicht die Mühe! Blöd, wenn ich dann gefragt werde, wie viel ich schon verkauft habe. Zu meist lächle ich freundlich und murmle „Etwa 200 Stück“. Das beruhigt den Fragesteller zu meist, weil er endlich im Kopf zu multiplizieren und zu rechnen beginnen kann. Ja, heutzutage wird alles und jeder auf die Waagschale gelegt und abgewogen. Was und wer sich nicht rechnet, wird verächtlich auf den Müll der Illusionen geworfen. Aber man möchte nicht meinen, welch wunderbaren Blüten dort gen Himmel sprießen!

cartooneske Vertraglichkeiten

das kleine Teufelchen

Jetzt haben wir also den Nutzungsvertrag für Bildrechte ge- schlossen, der Günter ‚Ecki‘ Eckert und ich. Muss ja alles seine Ordnung haben, in der realen Welt des Copyrights. Wie geht es weiter? Ich denke darüber nach, eine Kleinauflage (100 Stück) mit seinen Cartoons zu produzieren. Damit könnte ich dann zu den Comic-Börsen vordringen!

„Das ist ja ein Buch, kein Comic, oder?“ „Moment, Moment … sehen Sie, hier ist ein Cartoon, da ist einer … und sieht das kleine Teufelchen nicht putzig aus?“ – „Na gut, meinetwegen … aber das nächste Mal wollen wir mehr Bilder und weniger Text … das liest ja keiner!“).