Archiv der Kategorie: trailer

Glattauer, Cruz, Glavinic und andere Augenauswischerein

Die Kurzfassung für alle, die es eilig haben: Wäre ich bekannter, berühmter und erfolgreicher, würde ich keine laaangen Blog-Beiträge verfassen, sondern mir in Havanna die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, einen Cocktail schlürfen und auf Hemingways Schreibmaschine ein breuereskes Werk verfassen. Und wenn ich gerade dabei bin, tät ich sicherlich ne Zigarre paffen. Ich denke, damit haben Sie den Kern dieses (und aller zukünftigen Beiträge) erkannt. Sie sehen, ich habe Ihnen viel Zeit erspart. Schließen Sie mich also in Ihrem nächsten Gebet um Steuersenkungen, Armenausspeisungen und Medienkontakte mit ein.

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Eigentlich hätte ich ja längst den längeren Eintrag zum Museum Liechtenstein schreiben sollen, aber ich warte noch auf die eine oder andere Antwort und so lange ich diese nicht habe, will ich nicht aus dem Nähkästchen plaudern. Gut. Gut. Deshalb – sehr unüblich um diese recht späte Uhrzeit – kurz ein paar Zeilen über Vergangenes und Zukünftiges. Es soll ja Leser geben, die sich hin und wieder für die leisen Zwischentöne meines Tuns interessieren. Angeblich.

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Title : MA VILLE Ean : 9782951645547
MA VILLE Ean: 9782951645547 prix: 11 euros Edition Populaire

Vermutlich ist das kleine Päckchen – besser: luftgepolstertes Kuvert – schon ein paar Tage im Postkasten gelegen, bis ich es endlich entdeckte – besser: ich mal die Post holte. Das Kuvert hatte eine längere Reise hinter sich. Ich gehe davon aus, dass sie strapaziös war – auch wenn man es ihm nicht ansah. Der Absender ist ein glühender Fan meiner Schreibe. Das klingt natürlich ein wenig überzeichnet – und ist doch untertrieben! Wir halten fest: Gunar kommt aus Maastricht. Er stolperte in XING über einen meiner Einträge. Er bestellte kurzerhand Tiret. Später dann Brouillé. Und ich glaube, er hat auch Rotkäppchen 2069 genommen. Und Schwarzkopf? Vermutlich. Müsste ich nachsehen, aber gehen wir mal davon aus, dass er alle meine (noch erhältlichen) Bücher hat. Mehr noch, er war der erste, der beim Club der 99 sofort mit den 25 Münzen bei der Hand war und sie mir nach Wien schickte. Seine Rezension zu den Tiret-Bänden im XING-Bücher, Bücher, Bücher – Forum quellen über vor Begeisterung – und ich kann dazu nur freundlich nicken, weil es sich als Autor nicht ziemt, dem Rezensenten überschwänglich zu danken. Man muss schon die Distanz wahren. Mehr oder weniger. Jedenfalls hat mir Gunar ein kleines, quadratisches Büchlein ins gepolsterte Kuvert gesteckt – und dazu einen von Hand geschriebenen Brief. Sehr persönlich gehalten. Ich war und bin zutiefst gerührt. Weil es nicht selbstverständlich ist, dass man mir ein Geschenk macht, weil meine Bücher „so viel Spaß gebracht haben“. Ja, ja. Das Büchlein Ma Ville,  je l’aime ist eine bitterbös schwarzhumorige, beinahe zynische Liebeserklärung an Paris in dunklen Strichen skizziert, mit wenigen (bis gar keinen) Worten auskommend. Gezeichnet ist es famos. Mir gefällt der Stil. Und der Humor bricht schon mal die politische Korrektheit mit einer brachialen Härte entzwei. Respekt. Und so bleibt mir wohl nur, mich bei Gunar auf diese Weise zu bedanken, mit diesen Zeilen. Und wenn er dann mal Madeleine in Händen hält, wird er sich sagen können: ich habe großen Anteil daran. Oui, das hat er 🙂

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.frisch gespielt – das Spielemagazin 3/2010 ist vorgestern in Druck gegangen. Diesmal bin ich sehr zufrieden mit mir. Auch wenn ich das Endresultat noch nicht in Händen halte, so gehe ich davon aus, dass uns ein großer Wurf gelungen ist. Auf der Buchmesse werde ich alle Ausgaben, die ich designt habe, wohlfeil bieten. Wir werden hübsche  und supergünstige Pakete schnüren, mit guten Brett- oder Kartenspielen oder meinen Büchern, vorrangig natürlich Schwarzkopf. Wer also mal das 52seitige Magazin aus nächster Nähe anschauen und durchblättern möchte: BUCH WIEN Stand 732, direkt gegenüber der Messe-Buchhandlung. Das groooße Schwarzkopf-Plakat sollte den Weg leuchten.

So nebenbei sei angemerkt, dass mir die liebe Autorenkollegin Helene Köppel (link) im Spiele-Magazin über den Weg gelaufen ist. Sie hat nämlich zum Brettspiel Carcassonne – Das Schicksalsrad (link) den zugehörigen historischen Roman geschrieben, der nun gemeinsam im Paket mit dem Spiel verkauft wird. Es ist schon merkwürdig, wie die Fäden der Begegnungen so verlaufen. Die gute Helene war die erste Autorin aus einem Publikums-Verlag, die sich mit mir ernsthaft befasst hat, mehr noch, sie hat mich von Beginn an unterstützt, sei es, dass sie meine Bücher gegen viele Münzen gekauft (während sie mir z.B. Die Affäre Calais (amazon) einfach so nach Hause schickte, natürlich reizend signiert), sei es, dass sie ihr Lob über die Tiret-Bände (Schwarzkopf gefiel ihr auch, bitteschön!) nicht verheimlichte, sondern in Rezensionen bekannt machte. Wer auf die Umschlag-Rückseite von Brouillé guckt, wird die Helene dort finden. Hier gibt’s die Seite mit der Spiele-Rezension als PDF: link

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Christoph, Gründer des ebook-stores beam-shop, hat mir einen Flyer zu Der Fetisch des Erik van der Rohe gesponsert. 2500 Stück werde ich nächste Woche bekommen. Ich habe sie heute gestern in die Druckerei geschickt. Die Zeit drängte, da ich sie ja während der Buchmesse verteilen möchte. Es gilt auf das ebook LYDIA hinzuweisen, das für schlappe 99 Cent zu haben ist. Für über 40 Seiten sollte es ein angemessener Preis sein, nicht? Gut, über den Inhalt kann man vermutlich streiten. „Glattauer für den reifen Leser“, ist dahingehend mein Werbe-Slogan. A., die bereits einige Kapiteln lesen durfte, bestätigte es mir offiziell auf meiner facebook Fan-Seite zu Erik. Ach ja, wer noch immer kein Fan ist, der sollte sich aber mal sputen. www.facebook.com/erikvanderrohe Dort findet man dann auch die Bilder zum Flyer und all die hübschen Damen, zehn an der Zahl, die jede ein Kapitel bekommt. Deshalb wurde das Konvolut auf zwei Bände aufgeteilt. Wer das Buch in gedruckter Ausführung haben möchte, muss auf euryclia.de eine verbindliche Vorbestellung abgeben. Kommen rund 1000 Vorbesteller zusammen, geht das Buch in Druck. Ohne Hilfe von Seiten der Leser passiert natürlich nichts. Aber man kann somit schon zu aller Anfang erkennen, ob überhaupt ein generelles Interesse an einer recht expliziten autobiographischen Fiktion besteht. Man wird sehen.

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Buchtrailer zu TiretVorgestern wieder ein paar Buch-Trailers in der Gegend herumverschickt. Teil 2 – eine Art von Weiterführung des bisherigen Trailers. Kürzer. Vielleicht sogar spannender – wenn man den Prelude noch nicht kennt. Matthias Brömmelhaus, ein Schreibtäter aus Überzeugung, hat ja über Tiret und Brouillé sehr lobend zu berichten gewusst. Mein kleines virales Buchtrailer-Experiment hat ihn zu einem Blog-Eintrag inspiriert, das mich natürlich sehr freut: „Virales Marketing“  – jedenfalls, nur wenn es mir gelingt, die Kreise, in denen ich mich im Moment virtuell bewege, zu durchbrechen, kann so eine virale Aktion Erfolg haben. Auf facebook habe ich heute ebenfalls den Buchtrailer (1)  gestellt. Und siehe da, schon gab es ein paar alte neue Gesichter – wie zum Beispiel die Spanierin Nunu (die mich an Penelope Cruz erinnert), die den Umschlag von Schwarzkopf für mich ins Spanische übersetzte und sich dafür ein Exemplar „erkaufte“: una absurda comedia criminal vienesa sobre hollywood y otras truculencias de richard k. breuer. Man möchte es nicht glauben, aber Nunu hatte Spaß mit Schwarzkopf – die Wiener Mundart, die hin und wieder im Text aufblitzt, dürfte dem Verständnis nicht im Wege gestanden sein. Jedenfalls, auch Nunu hat sich den Trailer angeguckt und mit „mag ich“ gekennzeichnet. Schön. Aber die große virale Wellenbewegung konnte ich (noch) nicht ausmachen. Dafür ist der Trailer wohl zu spezifisch, zu „literarisch“ und wenig breitenwirksam (ein tanzender Affe, der Whiskey süffelt, ist viral um Vieles wirksamer und effektiver zu verbreiten).

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Sonst? Die reizende Gabriele aus Salzburg hat nicht nur eine wohlwollend Buchbesprechung über Brouillé in ihrem Literaturblog der bluecher blog gemacht, sondern ist auch so freundlich, einen meinen Werbebanner auf der Startseite zu präsentieren. Das freut mich sehr. Überhaupt hat der bluecher blog alle bisher erschienen Bücher rezensiert. Ich glaube, damit schießt er den Vogel ab und bekommt von mir die Goldene Unterstützungsmedaille. Nebenbei ist Gabriele seit heute offizielles Mitglied im Club der 99. Wenn die Mozartstadt schon keine ordentliche Fußballtruppe hat, so kann sie mit einem tollen Literaturblog aufwarten. Ja, ja. Und das hübscheste Foto von Brouillé hat sie auch gemacht. Dafür gibt’s ein Extra-Lob.

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Am Montag Abend lud die VIENNA FILM COMMISSION (link) zu einem Stelldichein zwischen Film- und Verlagswirtschaft. Nun, der Abend hat mir wieder deutlich vor Augen geführt, woran es in Österreich – respektive Wien – mangelt: an frischem Wind. Man muss vielleicht wissen, dass es in Wien gerade einmal eine Hand voll Produktionsfirmen gibt, die in der Lage sind, einen ansprechenden Kinofilm mit mittlerem Budget zu stemmen (aber ohne Förderungen geht gar nix!). That’s all, folks! Diese Firmen sind schon lange im Filmgeschäft, haben allesamt Projekte und Ideen in der Lade liegen. Warum sollten sie nun das Buch eines kleinen, mittleren Verlages verfilmen? Eben! Macht keinen Sinn. Deshalb stufen wir mal den Abend unter „Augenauswischerei“ ein. Freilich, es bot die Möglichkeit, sich zu kontakten. Leider konnte ich mit der Dame, „die viel Geld hat“, nur kurz plaudern. Aber es reichte hoffentlich aus, um einen kleinen Eindruck zu hinterlassen. Die Dame ist weder reich, noch sonst wie begütert, sondern sitzt einfach nur in der Film-Förderstelle des Bundes und hilft mit, Projekte zu finanzieren (natürlich entscheidet ein Kremium, was gefördert wird und was nicht). Das Highlight des Abends war sicherlich Thomas Glavinic, der in einer recht lockeren, jovialen Art den Bestseller-Autor heraushängen ließ und sich deshalb kein Blatt vor den Mund zu nehmen brauchte. Seine negativen Erfahrungen mit der Filmwirtschaft  – als Drehbuchschreiber bzw. als Rechte-Inhaber seiner Bücher – verschwieg er natürlich nicht. Ich denke, er hat den wesentlichen Kern getroffen, wenn er meinte, dass es im Film-Biz Leute gibt, die sich kreativ einmischen, obwohl man ihnen jegliche Kreativität absprechen müsste. Ich habe nur mal Vorzimmer-Film-Luft geschnuppert und kann bereits diese Feststellung bestätigen. Und wer sich für die Filmwirtschaft generell interessiert, der weiß auch aus Anekdoten und Erzählungen von Filmleuten, was da so abgeht. Kein Zuckerschlecken für kreative Genies. Wahrlich nicht. Die Fotos des Abends sind übrigens sehr gelungen. Von mir und meiner Agentin SP. gibt es übrigens ein hübsches Foto. Leider blieb meine Anfrage, ob man auf einzelne Fotos verlinken dürfe, unbeantwortet. Hier ist der Link zu allen Fotos. Viel Vergnügen beim Durchklicken. Spannend wird es um die Nummer 160 😉

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Die Ausleihe von digitalen Büchern und Magazinen in der virtuellen Wiener Bücherei ist bereits möglich. Wer hätte das gedacht? Ist ja eine interessante Sache. Gestern, in facebook auf der Seite der Wiener Bücherein, davon erfahren, gleich eine Anfrage gestellt („ich will auch meine eBooks von euch verleihen lassen“), eine Antwort bekommen und mich an das zuständige Unternehmen DiVBib gewandt, das diese digitale Ausleihe technisch möglich macht. Ich denke, dass man mich alsbald kontaktieren wird und wenn alles rund läuft, dann sollte man meine eBooks in naher Zukunft offiziell ausleihen können. Zu kaufen gibt es diese übrigens auch. Für ein paar Münzen. Will ich nur deponiert haben. Während die Verlage ja horrende Preise festsetzen (okay, sie müssen auch ordentlich Geld verdienen), sehe ich die eBooks im Moment nur als Auflagenbringer. So wurde Rotkäppchen 2069 innerhalb eines Monats rund 1000 Mal, Tiret (da waren es schon zwei Monate) sogar 3000 Mal herunter geladen. Das hätte ich mit einer Papierauflage nie erzielen können. Vielleicht sollte ich nun sagen, dass ich sie gratis anbot. Als Marketing-Aufmerksamkeits-Aktion. Würde ich das aber nicht dazu sagen, ich wette, Sie wären erstaunt gewesen. Und hätten sich vielleicht auch ein eBook heruntergeladen (freilich erst nach Einwurf von ein paar Münzen), nur um zu schauen, ob es wirklich das Geld wert ist. Ja, so funktioniert der Bestseller-Lemming-Effekt. Der Inhalt tut dann (fast) nichts zur Sache. Glauben Sie mir das!

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Und zu guter Letzt nur ein kleiner, feiner Hinweis auf das Crowdfunding-Projekt AZADEH (link) – meinem Erstlingswerk, eine Wiener Fin-de-Siècle-Liebesgeschichte (1899) auf startnext.de. Ein einführendes Video gibt es auch zu begucken. M.D. aus A. gefällt dieses besser als der Tiret-Trailer. Vermutlich, weil es mehr von Wien zu sehen gibt. Richtig bewerben werde ich das Projekt wohl erst nach der Buchmesse. Sonst glauben die Leutchen ja, ich würde Ihnen nur noch Geld aus der Tasche ziehen wollen. Richtig. Damit schließt sich wieder der Kreis. Wäre ich bekannter, berühmter und erfolgreicher hätte ich das nicht nötig. So! Jetzt mixe ich mir einen Cocktail und paffe eine Zigarre. Glauben Sie nicht?

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Eine visuelle Hoffnung mit einem GByte

Gestern, gegen Mitternacht, noch die beiden Clips für Azadeh und Tiret auf youtube hochgeladen. Die beiden Full-HD-Clips brauchten eine gehörige Weile, bis ich sie auf der Videoclip-Plattform begucken konnte. Yep! Ein und zwei GByte große Clips haben nichts mehr mit den wackeligen, verrauschten, nur briefmarkengroßen Videos von einst zu tun. Freilich, die ultra-großen Auflösungen in HD brauchen schon das nötige technische Equipment. Mein guter alter PC, nur mit einem luftgefühlten VW Käfer zu vergleichen, werkelt brummend vor sich hin und läuft und läuft und läuft. Period! Aber für Videoclips jenseits der 360p muss er sich schon gehörig anstrengen. Deshalb wird es auch eine abgespeckte, kleinere Version geben. Für schwächliche Rechnerknechte.

So viel zum technischen Firlefanz, kommen wir nun zum Wesentlichen. Mit heute ist der Buchtrailer Tiret online, aber für die nächsten 24 Stunden – sagen wir, bis Mittwoch, 3.11.2010 um 12 Uhr – exklusiv für die Club der 99 – Mitglieder zu bestaunen. Es steht den Mitgliedern freilich frei, den Link zum Clip in die virtuelle und reale Welt zu posaunen, so lange sie es still und leise und persönlich machen, will heißen: der LINK zum youtube-clip wird bis morgen um 12 Uhr nirgends gepostet oder gebloggt oder getwittert. Wer also seinem guten Freund aus alten Tagen den Clip zeigen möchte, ist eingeladen, diesem eine persönliche Nachricht zu schicken – und ihn darauf hinzuweisen, dass er ebenfalls den Link nicht bis zur Deadline verrät. Ich denke, das ist ein faires Angebot, oder?

Der zweite Punkt betrifft die Interaktivität der Clubmitglieder. So würde ich mir wünschen, dass man eine kurze Erwähnung über den Clip im Internetz lanciert, also postet, so dass andere darauf aufmerksam werden. Wie gesagt, in den nächsten 24 Stunden noch ohne Link-Angabe. Und ein Kommentar, hier, an dieser Stell, wäre natürlich auch sehr fruchtbar. Weil man den Leutchen ständig und immer wieder vor Augen führen muss, dass es eine Community da draußen gibt, die man dann und wann auch erreichen kann, wenn die Umstände es verlangen oder erfordern.

Wie der Clip am Ende aufgenommen wird, kann ich natürlich nicht sagen, aber ein Versuch war es allemal wert. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen (sagt der Produzent). Mein Dank gilt natürlich der lieben Schauspielerin Iris Maria Stromberger, die natürlich der visuelle Hauptact des Clips ist. Ihr könnte ich stundenlang zusehen. Der Audio-Act geht an Miriam Spies, die eine famose sprecherische Leistung an den Tag legte. Die Aufnahme liegt natürlich schon ein Weilchen zurück, ist aber noch immer ein Highlight literarischer Interpretationen (sagt der Autor). Und – last but not least – der mit beiden Beinen am Boden stehende Kameramann und Schnittmeister Florian Hörantner aka @medienpirat – ohne den dieses Projekt natürlich nicht umgesetzt hätte werden können. Er brachte die Dinge zumeist auf den springenden Punkt und bremste meinen großen Überschwang, der immer gefährlich ausufert und Projekte verzögert und verlangsamt. Weitere kleinere Filmprojekte fassen wir mal ins Auge. Aber zuvor gilt es, sich zurückzulehnen und zu schauen, wie unsere filmische Ouvertüre beim Publikum aufgenommen wird.

[update 02.11.2010/10:19] ein erstes virales Leck ist aufgetreten. Der Maulwurf wurde erkannt und ist natürlich immer zuerst in den eigenen Reihen zu suchen 😉

[update 02.11.2010/14:45] der Clip wurde bisher über 60 Mal aufgerufen.

Fortsetzung folgt.

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Virale Konzepte um ein paar Münzen

Iris Maria
Iris Maria Stromberger im Buch-Trailer zu den "Tiret"-Bänden

Gestern, zum österreichischen Nationalfeiertag, den Buch-Trailer zu den Tiret-Bänden abgedreht. Hinter der Kamera @medienpirat vulgo Florian „Flow“ Hörantner, vor der Kamera Iris Maria Stromberger. Wenn ich das Bild mit ihr sehe, geht mir das Herz über. Hier stimmt alles bis ins kleinste Detail. Ihr Outfit, die „Garderobe“, wenn man so will, wurde ihr vom Produzenten vorgegeben – also von mir. Normalerweise würde sie sich so nicht in die Öffentlichkeit begeben. Dass sie die Haare hochsteckte, ja, auch das war meine (felsenfeste) Vorgabe. Ansonsten war ich für viele Ideen offen. Meine ursprüngliche Idee, nennen wir diese „Der Stuhl“, musste leider aus budgetären Gründen verworfen werden: das Kunsthistorische Museum (KHM) gewährte zum Nationalfeiertag nur ermäßigten Eintritt von EUR 9,- pro Mann oder Frau und deren Nasen. Das sprengte bei weitem das angesetzte Budget von rund EUR 10,-

Zum Glück überzeugte mich Flow, ja nicht von meiner ursprünglichen Idee abzuweichen, nachdem ich gerne eine Rolltreppenfahrt in der U-Bahn-Station Schottenring gefilmt hätte. Ich schätze, die Leutchen werden sich noch heute wundern, warum die zwei Typen einige Male mit der Rolltreppe rauf und runter und dabei immer fotografierten oder mitstoppten. Leider war die Rolltreppe zu kurz. Und da wir keine Drehgenehmigung bei den Wiener Verkehrsbetrieben eingeholt hatten, hatte ich zugegebenermaßen ein mulmiges Gefühl. Noch dazu, wo die Wiener U-Bahn-Stationen „big-brother-is-watching-you“-mäßig mit Kameras zugepflastert sind und alles sehen und beobachten. Und weil ich (leider) nicht die Chuzpe eines Aktionskünstlers habe, wurde kurzerhand umgedacht. Das Ergebnis, davon gehe ich aus, kann sich sehen lassen. Wobei, ich habe es noch nicht gesehen. Der Schnitt, die Nachvertonung, das Konvertieren, all das muss erst in mühsamer Kleinarbeit gemacht werden.

Nach der Filmerei ging es natürlich geradewegs ins Kaffeehaus. Nachbesprechung. Dabei wurde eine hübsche virale Idee geboren, die ich heute, am frühen Morgen, noch ausformulierte und die, davon gehe ich jetzt einfach aus, grenzgenial ist. Gut. Theorie ist die eine, Praxis die andere Seite. Gerade wenn es um Social Media geht, sollte man besser die Kühe, pardon, die Kirche im Dorf lassen.

Apropos. Meine hübsche Fan-Seite zum euryclia-Buchprojekt Der Fetisch des Erik van der Rohe hat nun einen Kurzlink auf facebook:

http://www.facebook.com/erikvanderrohe

Ab 25 Fans darf man einen Kurzlink für eine Fan-Seite beantragen. Gestern also durch virtuelle Bettelei („bitte, bitte“) die Grenze überboten und heute stehen wir bei 41 Fans. Das ist mal ein Anfang, nicht? Wer noch kein Fan ist, hat jetzt die Chance. Anklicken und in der Fan-Community mitmachen. Ich werde sicherlich allen Fans, die sich hervortun, das eine oder andere Kapitel schenken. Wichtig dabei: „einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“!

Die gute Jana Herwig hat mich mit ihrem Blog-Beitrag „inspiriert“, will heißen: was sie hat, will ich auch! Nämlich: eine App(lication), die den eigenen Blog auf einem NOKIA-Smartphone abrufen lässt. Gut, ich kenne jetzt niemanden, der ein NOKIA hat, aber was spielt das jetzt für eine Rolle? Eben! Dabei sein ist alles in der heutigen schnell-lebigen App-Web-Zeit. Ich werde also meinen Blog in eine App packen und im Ovi App Store anbieten. „Für lau“, also gratis, wie es Jana so hübsch formulierte. Übrigens, ein paar österreichische Blogger haben ihre Blogs schon eingestellt. Die Liste kann man in Jana Herwigs Beitrag einsehen.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie einfach oder schwierig es ist, eine Apple-App zu machen. Aber mit Apple bin ich sowieso sehr unglücklich. Der ibookstore dürfte nur mit den Apfel-Gadgets aufzurufen sein. Versuche, mit Wintel-PC und Web zum ibookstore zu gelangen scheiterten grandios. Über Umwege erfahren, dass, möchte man seine eBooks im Store anbieten, man einerseits eine ISBN benötigt, andererseits werden die epub-Dateien mit einem noch seltsam unfertig aussehenden Programm geprüft, das eine kleine Wissenschaft für sich ist. Nur durch das Google-Orakel konnte ich ein paar Tipps bekommen, wie man das Ganze Prozedere durchführt. Erinnerte mich wieder an die gute alte DOS-Zeit, als ich im Kommando-Fenster die Befehle tippte. Fühlte mich ein wenig in die Steinzeit der Software zurückversetzt. Dafür gehört Apple eigentlich an die Wand geklatscht (die Wand sollte natürlich zu den Produkten passen und sehr stylish sein). Überhaupt scheinen mir die Applerianer ihren ibookstore von der Außenwelt abzuschotten und die Tore von finster dreinblickenden Türwächtern bewachen zu lassen. Im Gegensatz dazu verhält sich amazon wie beim „Tag der offenen Tür“. Freilich, einfach ist es auch nicht, die richtige Türe zu finden, aber niemand steht davor und tut auf geheimnisvoll. Um bei amazon ein eBook hochzuladen, braucht es keine ISBN und kein technisches Knowhow – im Prinzip erledigt alles eine Konvertierungs-Software, die im Web-Browser aufgerufen wird. Das Ergebnis kann man sich dann auf einem simulierten kindle-Gerät angucken. Funktioniert einwandfrei (abgesehen vielleicht von ein paar Kleinigkeiten). Wen wundert es also, warum amazon im eBook-Segment die Nase vorne hat. Würde ich eine Empfehlung aussprechen, dann nur für diese Leutchen. Die wissen, um was es geht. Literatur sollte einerseits für jedermann zugänglich, andererseits auch für jedermann veröffentlichbar sein. Ja, ja.

So! Jetzt aber zurück zu meiner viralen Spielerei und dem Buchtrailer. Demnächst in diesem Theater.

 

 

Ein Trailer ist der bessere Film

@florianallesch befragt die Blog-Gemeinde zum Thema 30 Tage – 30 Filme und ich suchte mir die folgende Frage aus: „ein Film, wo der Trailer besser als der Film ist“. Nun denn, hier die Antwort und der Beitrag.

Ich bin ein Trailer-Junkie! Habe ich das schon mal erwähnt? Vermutlich. Im Kino, ich sage es, wie es ist, freue ich mich wie ein kleines Kind, wenn die Trailer-Show anfängt. Und hie und da frage ich mich, ob man nicht mal einen Kinosaal nur für Trailers reservieren sollte. Wie dem auch sei, so einen Trailer zu fabrizieren halte ich für große Kunst (und wenn mich nicht alles täuscht, gibt es ja in Hollywood eigene gut bezahlte Leutchen dafür). Eigentlich gehe ich sogar so weit, dass ich behaupte, dass die meisten Filme gegen einen sehr gut gemachten Trailer keine Chance haben, zu bestehen. Warum ist klar: in der Kürze liegt die Würze. Während der Kinofilm gedehnt und gestreckt scheint, ist es im Trailer auf den Punkt gebracht. Es gibt hierzu wunderbare Beispiele, die mich regelrecht in Verzückung und in eine inspirative Stimmung versetzen. Deshalb werde ich mir erlauben, ein paar exzellente Trailers zu benennen. Bitte sehr:

INCEPTION hätte ich jetzt beinahe vergessen. Vermutlich, weil es noch gar nicht lange her ist, als ich den Film im Kino gesehen habe und durchaus angetan war. Endlich einmal ein intelligent gemachtes Stück, das den Zuschauer nicht für dumm verkauft. Inception hat Ähnlichkeiten zu Vanilla Sky oder Jacob’s Ladder oder vielleicht sogar zu Matrix – auch bei diesen Filmen weiß man nicht, woran man ist. Fakt? Fiktion? Traum? Alptraum? Realität? Jedenfalls gibt es genügend Spielraum, um zu diskutieren (oder eben auch nicht).

Beginnen wir bei dem Western Appaloosa von und mit Ed Harris. Der Film ist nicht schlecht geraten, aber der Trailer ist nahezu perfekt. Freilich, es geht hier um einen actiongeladenen blutigen Männerfilm, der mit den kühlsten Sprüchen aufwartet, ohne dabei lächerlich zu wirken – natürlich nur, wenn man im Kopf den kleinen Cowboy reitet („You go first!“ oder „I don’t kill people, I enforce the law!“). Der Trailer schafft es, diese Phrasen perfekt mit den Bildern und der Musik und der Geräuschkulisse (Schüsse!) in Einklang zu bringen. Brilliant!

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Quantum of Solace – der zweite Bond mit Daniel Craig – ist die üblich gut gemachte Action-Routine, eine  ironiefreie und zynische Aktions-Oper, sozusagen. Der Schnitt im Trailer ist nahezu perfekt gelungen. Dafür gibt es Applaus, egal ob man die Bond-Abenteuer mag oder nicht.

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Atonement – der Trailer erinnert mich immer wieder daran, dass ein epischer Film am schönsten und wirkmächtigsten ist, wenn die Liebe zwischen Mann und Frau durch den Krieg auf eine Bewährungsprobe gestellt wird. Herrlich, wie die Schreibmaschine rattert. Herrlich, wie die Musik in der Mitte des Trailers einsetzt und die epischen Bilder verstärkt (vor allem die gestrandeten Soldaten in Dünkirchen).

Elizabeth – The Golden Age ist berauschend, was vor allem der verwendeten Musik „My name is Lincoln“ zu verdanken ist (das Stück ist wiederum dem Soundtrack von „The Island“ entnommen). Auch hier wieder die Verschränkung des Epischen mit dem Einzelschicksal (die Königin holt sich Rat, dann die Armada oder, wunderbar gespielt, die Unbeherrschtheit der Königin gegenüber den spanischen Abgesandten und der Blick von Geoffrey Rush, all das ist  einfach nur zum Niederknien).

Amazing Grace – ach, es ist einfach ein herrliches Musikstück und die dahinter liegende, auf wahre Ereignisse beruhende Geschichte, die der Trailer erzählt, einfach nur schön. Wer nicht den rechten Sinn dafür hat, wird es natürlich kitschig und schal finden.

Kingdom of heaven – Huh. Ich finde den Film grandios, jedenfalls im Directors Cut. Dass Regisseur Ridley Scott auch Flops landen kann, hätte ich mir nicht gedacht, aber sein Robin Hood ist jämmerlich. Das nur zur Warnung. Wer also Zeit und Lust hast, sollte bei Kingdom of heaven bleiben. Im Trailer erwarten einem hübsche sonore Stimmen, die dann im Film gar nicht mehr so sonor klingen. Das hat mich dann schon geärgert und daran soll man erkennen, welche Mühe sich die Leutchen in Hollywood machen, wenn es um Trailers geht (hie und da werden sogar eigens Szenen nur für den Trailer gedreht!). Wenn mich nicht alles täuscht, ist die Frauenstimme am Ende des Trailers eine gewisse Alanis Morissette.

Star Trek (2009) – tja, wie ich mir gerade den Trailer angesehen habe, da konnte ich mich gut erinnern, als ich ihn das erste Mal sah und mir der Mund förmlich offen blieb. Da dachte ich: endlich wieder Raumschiff Enterprise und James T. Kirk und Spock und alles, was dazugehört, um einen kleinen Buben selig zu machen, der mit ihnen aufgewachsen ist. Tja. Der Film war dann, nun ja, eine nette Durchschnittlichkeit. Enttäuschend, eigentlich. Vermutlich, weil ich zu viel erwartet hatte. Und warum hatte ich so viel erwartet? Richtig. Weil der Trailer nur gutes verhieß. Darum ist die erste (und einzige) Regel, die man zu beachten hat, wenn man sich einen Trailer anschaut: der Film ist ganz anders! Hm. Jetzt sehe ich gerade, dass der Film gute Kritiken auf imdb bekommen hat und ich frage mich, ob er mir nicht doch gut gefallen hat. Hm. Nein. Ich war enttäuscht. Andererseits, es hätte schlimmer kommen können. Viel schlimmer. Believe me!

Starting out in the evening – so ein Film bzw. Trailer ist nur hartgesottenen Literaten zu empfehlen. Immerhin haben wir es hier vermutlich mit DEM Wunschtraum eines jeden alternden Schriftstellers zu tun: junge, attraktive Frau fühlt sich zum schreibenden Genius hingezogen. Nebenbei sieht man den Autor in eine Krise stürzen, weil die Buchbranche andere Wege geht. Einfach wunderbar, wie Frank Langella diese kreative Verzweiflung spielt. Das ist wahrlich beeindruckend – und macht einem beinahe Angst.

Once – und zu guter Letzt ein authentisches Stück Leben, hübsch gespielt, gut in Szene gesetzt. Die beiden Hauptdarsteller könnte man auf der Stelle zu sich nach Hause einladen, da wirkt nichts gekünstelt oder aufgesetzt. Ein rührseliger Film, eine kleine Liebesgeschichte, die nicht viel Aufhebens macht und am Ende trocken realistisch bleibt.