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Ach, nur ein 10-seitiger Folder

Folder von Richard K. Breuer
10-seitiger Folder von Richard K. Breuer  [klicken zum Vergrößern]

Vorgestern den 10-seitigen Verlagsfolder an die Druckerei geschickt. In Summe dürfte das kreative Machwerk rund 24 Stunden an Arbeitszeit in Anspruch genommen haben, wobei ich natürlich auf bereits fertige Layout-Module zurückgreifen konnte. Vor rund drei Jahren fabrizierte ich meinen ersten Folder [6-seitig] und schätzte mich glücklich, vier Bücher anpreisen und zwei vorankündigen zu dürfen. Mein damaliger optimistische Enthusiasmus ließ mich  MADELEINE und PENLY »voraussichtlich Anfang 2010« erträumen. Die Realität sieht freilich anders aus. MADELEINE wird nun im Herbst erscheinen, PENLY irgendwann im Jahre 2013. Interessanterweise dürfte mir mein Unbewusstes einen Streich gespielt haben. Am neuen Folder ist »2014« vermerkt.

Gar nicht einfach ist es, herauszufinden, wie diese 10 Seiten gefalzt, also zusammengelegt werden. Schließlich will man ja dem Interessierten die Bücher in der richtigen Aufklapp-Reihenfolge  vorstellen. Das Rennen machte SCHWARZKOPF, das nach dem Aufklappen [leider auf der – schwächeren – linken Seite] genauso zu bewundern ist, wie ERIK. Dummerweise wurde gestern der Umschlag zu ERIK wieder geändert und jetzt ist das abgebildete Cover im Folder nicht mehr aktuell. Naja. So ist das, wenn man auf vielen Hochzeiten tanzt. Rumtata.

Der Folder wird also mit nach Frankfurt reisen, zur diesjährigen Buchmesse. Es ist schon so eine Sache mit dem eigenen Gewerbe. Einerseits ist man stolz auf das Geleistete, andererseits weiß man auch um die eigene Betriebsblindheit. Wie oft jubelt das Ego über einen Satz, ein Kapitel, einen Titel, einen Umschlag – um wenige Stunden, Tage, Wochen, Monate später festzustellen, dass nichts Besonderes mehr an diesen zu erkennen oder zu verspüren ist. Das bringt einen dann wieder auf den Boden der Realität zurück. Hilfreich ist natürlich auch ein kritisches fremdes Auge, das über ein neues Machwerk blickt. Das schützt vor bösen Bruchlandungen. Zack.

Beweihräucherungskärtchen #3

[ad Leseprobe Schwarzkopf] Ich habe sehr gelacht auf meiner Zugfahrt, danke für dieses köstliche Amüsement! mehr davon! ich liebe diese “Heimattheater-Komik”. Ein Spongebob-guckender Bundeskanzler, herrlich! ich kann mir schon die Besetzung vorstellen! Ich plädiere für Tobias Moretti in der Hauptrolle und Tom Schilling als Ernesto! dieser österreichische Charme, ein Traum:-) bin gepannt wie ein “Pfitschipfeil”, was da noch kommen mag. Ganz schnell weiterschreiben und in Druck geben. Gut dass wir unser Interview nicht auf dem Klo führen :-) Und danach bitte “Wienerisch für Anfänger – extended edition!” nur für mich :-) wenn du auf Lesereise nach Deutschland kommst, nimm die Anti-Aging Creme lieber ins Handgepäck, das geht nicht so leicht verloren:-)

stempelschwarzkopf01Wunderbar, wunderbar. Der Humor von Schwarzkopf, so scheint es, dürfte nicht nur auf den Wiener bzw. österreichischen Raum beschränkt sein. Ersten Rückmeldungen aus deutschen Gefilden zu Folge. Freilich, kann gut und gerne daran liegen, dass jene welche sonderbare und seltsame Charaktere sind. Im besten aller Sinne zu verstehen, bitteschön. Mit Marijke aus Aachen werde ich in zwei Wochen ein Radiointerview machen. Übers Telefon. Huh. Mein erstes Interview auf Radio NÖ war kurz, knapp und streng („… über Sex und andere Perversionen. Äh, darf man das überhaupt im Radio sagen?“ – natürlich nicht!). Ich schätze, bei einem UNI-Radio geht es lockerer zu. Vielleicht sollte ich – um dem Klischee gerecht zu werden – mich vor dem Interview völlig besaufen, obszöne Meldungen abliefern und mich wie ein chauvinistisches Schwein aufführen. Das hätte Stil. Dumm, dass ich mich aber nicht so verstellen kann. Ja, die Kreativen von heute sind nur ein müder Abklatsch all der hart gesottenen Künstler von anno dazumal. Wahrlich, oft erschreckt es mich sehr, wie gut es mir eigentlich geht (bzw. gehen sollte), wenn ich so ein Beweihräucherungskärtchen anlege. Freilich, zwischen den Zeilen darf man nicht lesen. Aber keine Angst, ich verringere den Durchschuss und schon gibt’s keinen Leerraum mehr, zwischen den Zeilen. Ergo, gibt’s auch nix zum Lesen. Ja, ich weiß mir zu helfen.

Gestern Miss Verständnis kennen gelernt. Nett geplaudert. Sie kommt aus der Literatur-Szene (und weiß da viel zu berichten). Als ich hörte, dass Sie einmal mit einem Autor liiert war (und es nicht geklappt hat), war mir klar, warum sie mich so … kritisch beäugte. Wir Schriftsteller, wir sind ja sowieso alle beziehungsgestört (schlag nach bei W. Allens „Deconstructing Harry“). Aber zu guter Letzt haben wir einen Deal ausgehandelt. Soll mal einer sagen, ich wäre nicht kompromissbereit. Und eine kleine feine fesselnde Idee reift so nebenbei heran.

Beweihräucherungskärtchen #2

stempelschwarzkopf01Irgendwann muss es sein. Der Schritt in die Öffentlichkeit. Viele Monate ringst du mit der Story, dem Stoff, der Geschichte alleine, dann mit deiner Lektorin und einer überschaubaren Anzahl (man nehme eine Hand und rechne Daumen und kleinen Finger weg) an willigen Test-LeserInnen. Später. Es wird Zeit. Mit der Leseprobe hausieren zu gehen. Ein seltsames Gefühl beschleicht einen da, wenn man die E-Mails so fröhlich verschickt. Zum einen ist es „die frohe Kunde, dass der Autor in bälde sein neuestes, so lang ersehntes Buch veröffentlichen wird“ (sagt der Künstler!).  Zum anderen ist es „die aufdringliche Info (vulgo Spam), dass der lästige Kerl schon wieder so ein unnötiges selbstfabriziertes Buch gemacht hat“ (sagt der genervte End-User). Die Wahrheit (so es sie gibt) liegt wohl irgendwo dazwischen. Deshalb tut es immer gut, wenn es Rückmeldungen gibt, die süß wie Honig schmecken. Freilich, zu viel Honig macht nur Löcher in die Zähne. Ein Glück, dass ich gestern eine Zahnarztassistentin kennen gelernt habe.

[…] ich bin endlich dazu gekommen, mir die Leseprobe anzusehen und mir war
schon nach wenigen Seiten klar: das muss ich haben. Die Gestaltung ist
absolut erstklassig, Front- und Backcover sind ein Traum. Das muss man
wohl wirklich selbst machen, um so etwas tolles zu bekommen. Die Kapitel-
überschriften haben mich sehr angesprochen und der Humor könnte mein
eigener sein. […]

[…] Möchte nicht unverschämt klingen, aber wann ist das ganze Buch fertig? […]

[…] die Rettung aus der Langweile 🙂 […]

[…] vor allem bei der Namensgebung der Akteure sowie deren österreichischen
Eigentümlichkeiten hast Du ja wirklich aus den Vollen geschöpft, Kompliment!
Und überhaupt, starke Dialoge! […]

[…] bin natürlich sehr an deinem neuem werk interessiert,
gibt’s das schon irgendwo im „handel“ […]

end of honeypot/to be continued

Beweihräucherungskärtchen #1

Zugegeben, die Idee, Vanity Cards zu veröffentlichen, stammt natürlich nicht von mir, sondern von einem gewissen Chuck Lorre (US-Sitcom-Creator), der seine Karten am Ende einer Sitcom-Folge einblendet und über Gott und die puritanische US-Studiowelt philosophiert (Augenschonender ist es natürlich, auf die WebSite zu gehen und sie in Ruhe zu lesen).

Heute also mein erstes Beweihräucherungskärtchen (aller Anfang ist EINS), in dem es um nichts anderes geht, als um jene Zeilen, die ein Schriftsteller so gerne hören oder lesen oder gemorst bekommen möchte (heute hat Samuel Morse Geburtstag – sagt die Startseite von Big Google). Und ja, die zwei Absätze sind rechtsbündig.

 

Glückwunsch zum neuen Buch!!! Ich hab grad net die Zeit, mich näher damit zu beschäftigen (Druckfahnen-Korrektur etc.); bestelle es aber sozusagen „blind“ – nicht zuletzt, weil mir bislang alles aus Deiner Feder gefiel! Bitte mit Signatur und Rechnung, wie üblich. Helene Köppel, Autorin