Schlagwort-Archive: 2

Angela Merkel und ihre politischen Verbindungen oder: What the heck is going on?

Angela Merkel und ihre politischen Verbindungen

Essay des französischen Journalisten Thierry Meyssan

entnommen: www.voltairenet.org/Angela-Merkel-eine-Neokonservative (oder als PDF) »[…] Von nun an wird Angela Merkel von zwei wichtigen Pressegruppen offen unterstützt. Sie kann auf Friede Springer zählen, der Erbin der Axel-Springer-Gruppe (180 Zeitungen und Zeitschriften, darunter «Bild», «Die Welt»). Die Journalisten der Gruppe müssen eine Verlagsklausel unterschreiben, die festlegt, dass sie sich für die Entwicklung der Transatlantischen Verbindungen und für die Verteidigung des Staates Israel einsetzen. Angela Merkel kann auch auf ihre Freundin Liz Mohn zählen, Direktorin der Bertelsmann-Gruppe, Nummer 1 der europäischen Medien (RTL, Prisma, Random House usw.). Frau Mohn ist auch Vizepräsidentin der Bertelsmann-Stiftung, die den intellektuellen Stützpfeiler der euroamerikanischen Verbindungen bildet. Angela Merkel stützt sich auf die Ratschläge von Jeffrey Gedmin, der vom Bush-Clan speziell für sie nach Berlin geschickt wurde. Dieser Lobbyist hat zuerst für das American Enterprise Institute (AEI) [2] unter der Direktion von Richard Perle und der Frau von Dick Cheney gearbeitet. Er ermutigt sie sehr, den Euro dem Dollar anzupassen. In der AEI hat er zuvor die New Atlantic Initiative (NAI) geleitet, die alle wichtigen amerikafreundlichen Generäle und Politiker Europas vereinte. Er hat auch am Project for a New American Century (PNAC) mitgewirkt und das Kapitel über Europa in diesem Programm der Neokonservativen verfasst. Dort schreibt er, dass die EU unter der Kontrolle der NATO bleiben muss und dass dies nur möglich sein werde, wenn «die europäischen Forderungen nach Emanzipation» geschwächt werden können. [3] Gleichzeitig ist er auch Verwalter des CCD (Council for a Community of Democracies), [4] der eine UNO der zwei Geschwindigkeiten fordert, und er übernimmt die Leitung des Aspen-Instituts in Berlin. [5] Das Angebot seines Freundes John Bolton, [6] Stellvertretender Botschafter der USA bei der UNO zu werden, lehnt er ab, damit er sich ganz der Betreuung von Angela Merkel widmen kann. 2003 vertraut das State Departement Jeffrey Gedmin und Craig Kennedy ein ausgedehntes Programm für «öffentliche Diplomatie» an, das heißt für Propaganda, welches unter anderem die geheime Subvention von Journalisten und Meinungsbildungsstellen in Westeuropa beinhaltet. [7] 2003 widersetzt sich Gerhard Schröder der anglo-amerikanischen Operation im Irak. Angela Merkel veröffentlicht daraufhin eine Stellungnahme in der Washington Post, [8] in der sie die Chirac-Schröder-Doktrin der Unabhängigkeit Europas zurückweist, ihre Dankbarkeit und Freundschaft gegenüber «Amerika» betont und den Krieg unterstützt. […]«

*

Wenn Sie vom obigen Wust an Informationen nichts verstehen, trösten Sie sich, Sie sind nicht allein. Und ich habe diesen Absatz nur deshalb gewählt, um Ihre Aufmerksamkeit auf diese Vielzahl an Organisationen zu richten, die hier explizit erwähnt werden. Gut, manche kennt man nur zu gut (oder glaubt sie, gut zu kennen) wie die gute alte NATO (»Yah, we are the good guys and bombing everything we want with everything we have in f***ing Libya!«) oder die UNO (»You mean, it’s not okay when Israel starve innocent people? Hm. Let’s discuss that point.«). Dann sind da natürlich die offiziellen Ämter und Institutionen. Okay. Und dann scheint es noch eine Reihe anderer, unbekannter Organisationen zu geben, die scheinbar eine Rolle am Polit-Parkett spielen. Hm. Klar. Das ist hohe Politik, davon versteht unsereins nichts.

Aber auch wenn wir nichts, rein gar nichts verstehen, so sollte uns eines klar sein: diese Organisationen brauchen Geld. Vermutlich viel Geld, um ihren Einfluss und ihre Propaganda geltend zu machen – gehen wir jetzt mal davon aus, dass sich alles im rechtlichen Rahmen abspielt, wobei ich dahingehend  natürlich leichte Zweifel habe, aber schieben wir diese mal beiseite, für den Moment. Nun, wer ist in der Lage viel Geld locker zu machen? Richtig. Leute die viel Geld haben. Oder staatliche Institutionen, die viel Geld haben. Oder Konzerne, die viel Geld haben.  Mit anderen Worten: weder ein, pardon, intelligenter Schlurf wie Sie, noch ein sich selbst verlegender Indie-Autor aus einer Provinz-Metropole im Herzen Europas (»Yah, it’s famous Lippizzaner-Vienna, Pal!«). An dieser Stelle muss uns eines wie Schuppen von den Augen fallen: WIR haben keinen Einfluss und werden auch nie einen haben. Warum? Weil uns das Geld fehlt. Und wer Geld hat, schafft an. Das wusste schon mein Großvater und ich schätze, der hat es wiederum von seinem Großvater und dieser … okay, Sie wissen, worauf ich hinaus will, oder?

Karl Marx – nein, sorry, ich habe nichts von ihm gelesen, vielleicht im nächsten Leben, wenn ich viel Geld habe; mein Wissen stammt von US Prof. Richard D. Wolff – Karl Marx hat sich Mitte des 19. Jahrhunderts Gedanken gemacht, wie es sein kann, dass diese neue Wirtschaftsordnung, die den Feudalismus abgelöst hat (»Bastille en 1789, tu sais?«) und Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit versprach, dass diese neue Wirtschaftsordnung die Menschen nicht frei und schon gar nicht gleich machte. Hm. Seltsam, nicht? Diese freie Marktwirtschaft (Kapitalismus ist ein Wort, das mir nur schwer über die Lippen kommt, weil ich im gleichen Atemzug eine demonstrierende Menschenmenge von jungen Leuten sehe, die sehr unangepasst wirkt und sich zumeist um das Wort Anti schart – das ist natürlich ein perfektes Beispiel wie Propaganda des elitären Establishments funktioniert: sie zeigen nicht mit den Fingern auf die linken Leutchen, sondern lassen andere, uns, diese mittige Mitte mit den Fingern auf diese zeigen), also, diese freie Marktwirtschaft hat die seltsame Angewohnheit, Geld und Marktmacht zu konzentrieren. Wer jemals Monopoly oder DKT gespielt hat, der weiß, was ich meine. The Winner takes it all, Baby!

Glücklicherweise gab es aber Politiker und Bewegungen, die diese ungünstige Machtkonzentration aufzuzeigen und zu zerbrechen wussten. Wobei, manche überspannten den Bogen und was die Russische Revolution hervorbrachte war eine unfreie Marktwirtschaft, kein Kommunismus im Sinne von Marx. Wie dem auch sei, das elitäre Establishment hat sich in die Hose gemacht, vor diesem roten russischen Wahnsinn und sich deshalb gedacht, ein braunes germanisches Reich würde sich schon mit dem Roten Bären ordentlich behaken. Naja. Wie das ganze ausging wissen wir (es sei denn, Sie haben im Geschichts-Unterricht gepennt).

Kommen wir wieder zurück. Zum Geld. Also. Wer Geld hat, schafft an. Gut. Das wissen wir, oder? Wenn wir also diesen Fakt akzeptieren, dann ist klar, dass wir diese Welt nur dann zum Guten (äh, die Definition wird nachgereicht) ändern, wenn wir, die Guten, das dafür nötige Geld haben. Und wenn Sie jetzt meinen, dass ich zu einem Spendenaufruf aushole, äh, nope, da muss ich Sie enttäuschen, weil, damit habe ich nichts am Hut. Was es braucht, wäre eine Veränderung der Herrschaftsstruktur in Bezug auf die Geldverteilung. Hm. Marx meinte, jeder, der einen Überschuss (Surplus) produziere, solle auch abstimmen dürfen, was mit dem Überschuss zu geschehen habe. Vereinfacht ausgedrückt: jeder Arbeiter, jeder Angestellte eines Unternehmens wird zu einem Mit-Geschäftsführer. Absurd?

Absurd ist es, dass es so abläuft, dass wir zwar in einer Demokratie leben, aber wenn es um die Wirtschaft geht, dann akzeptieren wir hierarchisch totalitäre Strukturen. Ist das schon mal jemanden aufgefallen? Was ist das also für eine aufgeklärte humane Scheiße, pardon, wenn wir Diktaturen und Regime in Konzernen akzeptieren. Ist Wirtschaft Krieg? Wer sagt das? Wo steht das? Bullshit, sage ich.

Genausowenig, wie mir, als Selbstständiger Indie-Autorenverleger, jemand sagt, was ich mit meinem Überschuss (gehen wir mal davon aus, okay?) zu tun habe. Ich kann entscheiden, ob ich es in eine Bar auf den Kopf schmeiße oder neue Bücher produziere oder neuen Autoren eine Chance gebe oder vielleicht eine Kindertagesstätte aus dem Boden stampfe oder ein Café mit gesunder Bio-Kost eröffne. Absurd? Nope.

Damit beende ich mal meinen kleinen Diskurs. Und möchte noch einmal dezent darauf hinweisen, dass am 8. September 2001 der US-Verteidigungsminister Rumsfeld (»We shot down the plane over Pensylvania.«) bei einer Pressekonferenz zugeben musste, dass das Pentagon einen Fehlbetrag von … äh 2,3 Billionen US Dollar oder 2300 Milliarden Dollar oder 2,3 Millionen Millionen Dollar habe. Okay, ich wiederhole mich. Aber ich mache es deshalb, weil die Mainstream-Medien es nicht der Mühe wert finden, darüber zu schreiben. Ich meine, für ein paar Milliarden fressen mir sicherlich alle Politiker aus der Hand, wenn ich sie füttern würde wollen. Und manche sehen ja ziemlich verfressen drein. Ich nenne keine Namen, nein, nein. Und den Circle/Kreis will ich auch nicht schließen. Google+ hin oder her.

Übrigens, mit diesem Fehlbetrag könnte man jedem US-Bürger rund 8000 US Dollar auszahlen. Und wer sagt mir jetzt, dass ein Bedingungsloses Grundeinkommen nicht finanzierbar ist?

9/11 oder Was würde Columbo sagen?

Fire Commissioner O’Hagan says he does not like to think
what would happen if a plane crashed in the World Trade Center.

What are your Chances of Surviving a High-Rise Fire?
New York Magazine
27. Mai 1974

Cover of the New York Magazine 1974 May 27
New York Magazine 27. Mai 1974

Bevor wir in medias res gehen sei mir noch ein kleines psychologisches Spielchen erlaubt, um Ihre Sinne zu schärfen. Bereit? Okay. Nehmen wir an, ich würde an dieser Stelle posten, dass ich vor wenigen Wochen durch Zufall in Jack Bronkowitz gelaufen bin. Jack ist Filmproduzent in Hollywood und Berlin und ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt und ihm die ins Englische übersetzte Synopsis von Schwarzkopf, meiner absurden Wiener Krimicomedy, in die Hand gedrückt. Tage später läutete das Telefon und der Assistent von Jack unterbreitete mir ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte. Ich bin demnach ein gemachter Mann. Yep.

Glauben Sie mir das? Ich gehe davon aus, dass sie Zweifel haben. Gewiss. Es sei denn, Sie gehören zu jenem Menschenschlag, der davon ausgeht, dass jeder die Wahrheit sagt – oder wenigstens die besten Absichten hat. Wenn Sie demnach die Skepsis packt, werden Sie google anwerfen und meinen Sachverhalt prüfen. Aha. Merken Sie, worauf ich hinaus möchte, mit diesem kleinen Psycho-Spielchen? Was wäre für Sie ein stichfester  B e w e i s  meiner Behauptung? Jeder kann sagen und schreiben, dass es sich so verhalten hat. Beweise auf den Tisch, heißt es dann nicht umsonst. Gut. Ich kann Ihnen leider das Bronkowitz-Paper nicht zukommen lassen. Es gilt ja ein gewisses Maß an Vertrauen in diesem Bizness, nicht? Also gut. Wie zuvor gesagt, Sie tippen die Keywords in google ein und schauen sich mal an, was da so ausgeworfen wird. Jetzt können Sie sich gleich mal die Frage beantworten: Wann würde ich ein unwahrscheinliches Ereignis als wahr bzw. als gegeben akzeptieren?

Wenn ein oder zwei andere, private Webseiten über dieses Ereignis berichten? Wenn es zwanzig sind? Hundert? Oder richten Sie Ihr Augenmerk auf   o f f i z i e l l e   Webseiten? Also Webseiten von Medien-Unternehmen und öffentlicher Stellen. Würde also http://www.orf.at – in Österreich eine der meistbesuchten News-Seiten, erstellt vom Öffentlich Rechtlichen Rundfunk Österreichs – würde also orf.at über meinen Deal berichten, Sie würden mir gratulieren, nicht? Oder es gäbe eine Erwähnung im Spiegel Online. Dann wäre meine unwahrscheinliche Story doch hieb- und stichfest, oder? Warum sollte man diesen Unternehmungen nicht trauen? Man kann ja nicht jede Meldung skeptisch und mit Argusaugen betrachten. Kann man nicht? Hm. Vielleicht sollte man es aber.

Zurück zu Beweisen, die nichts beweisen. Eine Meldung wurde von anderer Stelle bestätigt. Punkt. Sie gehen davon aus, dass diese Stelle ihren Job ordentlich macht. Will heißen, sie wägt die Fakten ab und entscheidet dann, die Meldung zu bringen. Was, wenn der Redakteur  oder die Belegschaft mit anderen, wichtigeren Dingen beschäftigt ist? Zum Beispiel die neue Praktikantin übers Knie zu legen? Wissen wir denn, wer welche Meldungen bearbeitet, in einer Redaktion? Kann es nicht auch der Azubi sein, der normalerweise die Brötchen und den Kaffee holt? Oder wäre es nicht denkbar, dass die Meldung automatisiert generiert wird? Durch einen News-Feed? Die Presse-Agenturen bereiten ja die Meldungen bereits hübsch vor. Copy & Paste war gestern. Direkt einstellen ist heutiger. Der Azubi kann dann gerne ein paar Sätze oder Floskeln einfügen.

Kommen wir nun zu 9/11. Sie wissen noch, oder? Freilich. Es hat sich in unser Gedächtnis eingebrannt. Flugzeug. Twin Towers. Bumm. Entsetzen. Flugzeug. Twin Towers. Bumm. Entsetzen. Bangen. Es nicht begreifen wollen. Einsturz des Südturms. Man zwickt sich. Entsetzen². Einsturz des Nordturms. Man zwickt sich erneut. Möchte sich eine Ohrfeige geben. Entsetzen³. Tja. Dann sitzt man vor dem TV und versucht zu begreifen.

New York Magazine May 27 1974 Illustration High-Rise FireWissen Sie, was wirklich geschehen ist, am 9. September 2001? Niemand weiß es. Obwohl wir der Meinung sind, wir haben es alle gesehen. Gemeinsam. Als wären wir vor Ort gewesen. Diese Bilder haben sich so in unser Bewusstsein eingebrannt, dass dieses Ereignis Teil unseres kollektiven Gedächtnisses geworden ist. Aber Bilder und Töne allein machen noch keinen Sinn. Und da wird es jetzt natürlich spannend. Wir, als teilnahmslose Voyeure bzw. Beobachter, müssen das Geschehen einordnen, müssen einen Kontext zum Erlebten herstellen. Nur dann können wir beruhigt zu Bett gehen. Wer möchte schon Schlafpillen einwerfen? Eben!

Wenn Sie wissen wollen, was wirklich geschah, nun, dann sollten Sie die Fakten von der Story unbedingt trennen. Aber das ist dann nicht gerade befriedigend, weil sie dann vor einem Trümmerhaufen stehen – im wahrsten Sinne des Wortes – der keinen rechten Sinn ergibt. Aber sollten Sie Fakten und Story trennen, dann darf ich Ihnen gratulieren. Well done! Nur so kommen wir der Wahrheit – so es überhaupt eine geben kann – näher.

Wenn Sie hingegen von der Story zu den Fakten überleiten, dann können Sie an dieser Stelle aufhören, auch nur einen weiteren Gedanken an einer möglichen Wahrheitsfindung zu verschwenden. Es wird Ihnen nicht gelingen. Kennen Sie Inspector Columbo? Eine wunderbare Serie, die mehr Kammerschauspiel, denn Detektivgeschichte war. Der running Gag war, dass der intelligente Verbrecher der Meinung war, er wäre dem schusseligen Inspector haushoch überlegen. Am Ende musste aber jeder der Mörder einsehen, dass er Columbo unterschätzt hatte. Tja. Dumm gelaufen. Jedenfalls, nehmen wir an, Sie würden nicht von Anfang an wissen, wer der Mörder ist. Würden Sie dann nicht den Inspector für einen konspirativen Sonderling halten, weil er einem unbescholtenen Bürger, der ja ein Alibi vorweisen kann (das natürlich nicht so wasserdicht ist, wie es den Anschein hat, aber das wissen wir ja noch nicht), auf die Pelle rückt? Und geht aus den polizeilichen Untersuchungen nicht klar hervor, dass eine Straßenbande das Verbrechen verübt hat? Warum also schnüffelt Columbo noch immer an einem so gut wie abgeschlossenen Fall? Ist das nicht lächerlich? Einfältig?

Die große Stärke von Columbo ist, dass er die Story der anderen aufnimmt, mit ihr spielt, sie weiterführt, verfremdet und neu zusammensetzt. Während die Schulterzucker von der Story ausgehen und die Fakten in die richtige Richtung biegen, macht es Columbo umgekehrt. Er nimmt sich die Fakten und biegt die Story in die richtige Richtung. Vielleicht wäre es an dieser Stelle nötig, anzumerken, dass weder Columbo noch der Verbrecher zu den Guten gehören. Jeder hat eine Agenda. Jeder hat ein Motiv, das zu tun, was er eben tut. Das kann gut, das kann schlecht sein, wie auch immer, aber man sollte es in jedem Fall im Hinterkopf behalten, weil: Niemand ist völlig frei und losgelöst von allen irdischen Zwängen. Was aber nicht heißen soll, dass man nicht Partei für jemanden ergreifen kann. Aber wenn Sie es tun, bedenken Sie, dass Sie damit der Wahrheit schon wieder einen Schritt hinterher sind. So ist das eben.

Würden wir also Columbo nach 9/11 fragen, was würde er in sein kleines Notizbuch kritzeln (abgesehen von der Einkaufsliste für seine Frau)? Was könnte man als Fakt und was als Beiwerk der (patriotischen) Story ansehen? Wer sich eingehend mit den Fakten auseinandersetzen möchte, dem kann ich diesen Blog stevenwarran sehr ans Herz legen. Ich bin erst vor wenigen Tagen durch Zufall auf diesen gestoßen und habe viel Zeit darauf zugebracht. Beeindruckend, mit welcher Akribie und Detailverliebtheit der Verfasser zu Werke geht. Er schreckt auch nicht vor persönlichen Anschuldigungen zurück und nennt Namen oder stellt Listen ins Netz, die irrtümlich vom FBI geleakt sind. Gewiss, auch stevenwarran ist kein Kind von Traurigkeit. Davon können wir ausgehen. Und auch er wird nicht alles richtig einordnen können. Aber er versucht es wenigstens. Das ist ihm hoch anzurechnen. Sein Job müssten eigentlich die Medien-Vertreter, die Journalisten, die Reporter, die News-Macher tun. Aber keiner fühlt sich bemüßigt, auch nur einen Finger krumm zu machen. Das ärgert mich. Und dann wundern sich die Manager in den Medienhäusern, dass die Leute nicht bereit sind, für diese News etwas zu bezahlen. Haha. Selten so gelacht.

In wenigen Monaten jährt sich 9/11 zum 10. Mal. Wir dürfen davon ausgehen, dass die offizielle Story, die Narration, wieder gedehnt und aufgeblasen wird, um den Blick auf die Fakten zu verhüllen. Dann wird wieder nur um den heißen Brei gefeiert. Apropos heißer Scheiß. Haben Sie eigentlich gehört, dass US Verteidigungsminister Rumsfeld einen Tag vor 9/11 in einer Pressekonferenz einräumen musste, dass rund USD 2,3 Billionen (also 2300 Milliarden!) in den Büchern des Pentagon nicht mehr auffindbar bzw. die Ausgaben nicht nachvollziehbar seien?

Für 2300 Milliarden Dollar, also, da erzähle ich Ihnen eine Story, die glaubt sogar ein pubertierender Junge, dem die ganze Welt am Allerwertesten geht. Period! Und jetzt wachen Sie verdammt noch mal auf. Okay?