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Der Zermürbungskrieg der Mainstream-Medien, anno 2017

Profil_ISIS
Ja, da kann man schon Kopfschmerzen bekommen. Aua.

Im „unabhängigen“ Wochenmagazin Österreichs, dem Profil, stolperte ich über einen Artikel bezüglich Gegenwart und Zukunft der Terrormiliz Islamischer Staat, kurz IS oder ISIS oder ISIL oder weiß der Teufel, welche Namen da immer wieder genannt werden. Da nun die irakische Stadt Mossul vom IS und dem „Führer aller Gläubigen“ Al-Baghdadi befreit ist, stellt sich nun die Profil-Redaktion die Frage, wie es wohl mit der Terrormiliz weitergehen würde. Dazu wird natürlich ein Experte eingeladen, der auf die üblichen Fragen die üblichen Antworten gibt. Nichts Neues unter der Sonne, mit Ausnahme vielleicht, dass der OSZE-Beauftragte die Integration von Muslimen in der westlichen Gesellschaft sowie die Beseitigung rechtsfreier Räume (kurz „No-Go-Zonen“) in den Vordergrund der „Terrorbekämpfung“ rücken möchte. Aha. Wer hätte das gedacht? Da frage ich mich leise, ob diese Problemstellen nicht schon längst hätten zur Sprache gebracht werden müssen. Damals, in den 1970ern, als die Industrie nach (billigen) Mitarbeitern dürstete, um damit die Gewerkschaften unter Druck setzen zu können. Heutzutage ist es ja nicht anders, gerade im boomenden Deutschland, auch dort verlangt die Industrie billige(re) Arbeitskräfte, um bei der globalisierten Lohnsklaverei nicht den Anschluss zu verlieren. Die Nebenkosten dieser Wirtschafts- und Willkommensstrategie – seien sie finanziell, seien sie kulturell – dürfen die Bürger stemmen. Natürlich. Das ist ja die Essenz des neoliberalen Kapitalismus: Profite werden privatisiert, Verluste verstaatlicht. Nur damit das klar ist.

Zurück zur Terrormiliz. Für mich unbegreiflich, wie Journalisten und Redakteure ihre Gehirne ausschalten, wenn es darum geht, bunte Fabeln sachlich und nüchtern zwischen die Seiten zu kleistern. Da wäre ich gerne mal bei einer redaktionellen Sitzung dabei. Gibt es da Alkohol? Lassen sich die klugen Leute volllaufen, bevor sie sich an die „Schreibmaschine“ setzen und die Agenturmeldungen ohne Sinn und Verstand, sozusagen ungeprüft, aufs virtuelle Papier tippen? Oder sind diese erfahrenen Journos so abgebrüht, dass sie mit einem zynischen Achselzucken über alle Merkwürdigkeiten einer Story hinwegsehen? Gut möglich, dass sie sich gegenseitig anerkennend auf die Schulter klopfen, wenn sie wieder einmal ihre Seiten mit hochtrabendem Blabla gefüllt haben. Oder schmeißen gar ne Party. Yeah.

Der Mainstream verliert an Glaubwürdigkeit. Im Besonderen bei der jüngeren Generation, die sich im Internet schlau macht. Das ist den Mächtigen ein Dorn im Auge. Viel Geld wird in die Hand genommen, um einerseits neue Gesetze zu verlangen, die das Internet reglementieren (kurz: zensurieren) sollen, andererseits um alternative Info-Seiten zu kaufen bzw. zu infiltrieren bzw. zu diskreditieren. Es ist ein Zermürbungskrieg, der da in aller Heimlichkeit abläuft. Die Cabal, die Mächtigen, sie wissen, dass sie mit ihrer gefüllten Kriegskasse Politiker korrumpieren und unangenehme Wahrheitssucher mit 30 Silberlingen auf den Pfad der Verdunkelung bringen können. Vor allem ist es ein Kampf um die Gehirne der Kinder und Jugendlichen. Dabei ist die Konditionierung und Formung ganzer Generationen in Kindergärten, Schulen und Universitäten eine längst gut eingespielte, gut funktionierende Strategie – nur das noch in den Kinderschuhen stehende Internet (zusammen mit dem Smartphone) verhindert die totale Auslöschung der eigenen Vernunft.

George Orwell hat es in seinem Buch 1984 längst vorweggenommen, wie die Zukunft der Menschheit aussehen wird. Das hat nichts mit dem „Überwachungsstaat“ oder dergleichen zu tun. Vielmehr geht es darum, dass die Partei, die Mächtigen, in der Lage sind, den Verstand des Menschen zu manipulieren, ohne dass der Mensch es bemerken würde, kurz Doublethink. So wird „2+2=5“, wenn es die Partei wünscht und niemand, der den Fehler bemerken würde. Nicht unähnlich verhält es sich ja mit der offiziellen Version von 9/11, die klar ersichtlich die Gesetze der Physik negiert und niemand in der breiten Masse und dem Mainstream, dem es auffallen und zur Sprache bringen würde.

So. Und jetzt stellen Sie sich vor, ein religiöser Anführer würde mit einer kleinen Schar getreuer Kämpfer in Wien „einmarschieren“ und auf der Kanzel im Stephansdom das Kalifat ausrufen. Drei Jahre lang wird Wien von diesem Anführer und seinen Getreuen, die gerne auf offenen Pritschenwagen durch die Gegend fahren, beherrscht. Erst als die ganze Stadt sowie der Stephansdom in Schutt und Trümmer liegt, gelingt es den Militärs die Gotteskrieger zu besiegen. Man muss jetzt nicht viel vom Kriegshandwerk verstehen, da reicht der gesunde Menschenverstand vollkommen aus, dass diese ganze Geschichte einfach nur zum Himmel stinkt und so nicht stimmen kann. Würde sie stimmen, müssten sich die Regierungsverantwortlichen im Westen in die Hosen machen, aus Angst, dass ein paar Gotteskrieger gleich mal ne Stadt besetzen.

Die Lösung dieses Puzzles ist ganz einfach. Hier geht es nicht um ein paar Gotteskrieger, sondern um ein gut ausgebildetes und bestens ausgerüstetes Söldnerheer, das mit Hilfe des Pentagons (Black Ops / geheime illegale Operationen) auch Luftunterstützung genießt und vom Himmel versorgt werden kann. Der „Anführer“ Bagdhadi ist nur ein Schauspieler, der als böser Junge herhalten soll (Osama bin Laden 2.0), während im Hintergrund die Militärs ordentliche Schlachten abliefern, in Divisionsstärke (etwa 10.000 Mann), inklusive mechanisierter Einheiten, wie Panzer, Schützenwagen, Artillerie, usw. Siehe Aleppo.

Ein paar Fanatiker, in schwarzen (!)* Tüchern gekleidet, die mit ihren Kalaschnikows auf japanischen Pritschenwagen quer durch die Wüste fahren, sollen wirklich eine Gefahr für das Militär darstellen? Glauben Sie das jetzt wirklich? Diese Bilder sind nur für die gutgläubigen TV-Zuschauer gemacht. Die tatsächliche internationale Streitmacht wird nicht gezeigt. Zu professionell. Zu gut ausgerüstet. Zu gut angeleitet. Nope. Da könnte vielleicht jemand hellhörig werden. Das wollen die Mächtigen nicht. Verstehen Sie jetzt wie das Spiel gespielt wird?

Da Präsident Donald Trump nun endlich die finanzielle Unterstützung der „Rebellen“ in Syrien (und damit auch jene im Irak), die Obama eingefädelt hatte, aufkündigt, ist die Sache gegessen. Söldner kämpfen nun mal nicht für Luft und Liebe oder dem wahren und einzigen Gott, die wollen Dollars sehen. Kein Geld, kein Krieg. So einfach ist das. Mal schauen, was dem Deep State so einfällt, um wieder Öl ins Feuer zu gießen. Chaos und globale Konflikte sind deren Elixier und die Mainstreamleute klatschen dazu begeistert in die Hände. Vermutlich völlig besoffen.

*) Die erste Regel des Kriegshandwerks heißt, vom Feind nicht gesehen zu werden. Zu Beginn des 1. Weltkriegs merkten die französischen Infanteriesoldaten ziemlich schnell, dass es gar keine gute Idee war, mit roten Hosen in die Schlacht zu ziehen.

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Der langsame Abstieg der Mainstream-Medien in die Bedeutungslosigkeit

Heute, im Kaffeehaus, wieder in die eine und andere Tageszeitung geblättert. Der übliche propagandistische Kalauer, der auf dem Zeitungspapier lang und breit ausgewalzt wird. Drei Beispiele sollen Ihnen zeigen, dass mit dem Mainstream nicht mehr viel anzufangen ist. Falls sich die Herausgeber nicht eines Besseren besinnen und endlich echten Journalismus zulassen, werden die Tageszeitungen über kurz oder lang nur noch eine anachronistische Randerscheinung sein. Gratisblätter, Social Media und Smartphone-„Nachrichten“ werden die Lücke füllen. Qualitätszeitungen müssen sich wohl neu erfinden und mit der (unrühmlichen) Vergangenheit abschließen. Man stelle sich vor, es gäbe da draußen, in der Medienwelt, eine Publikation, die ihren Auftrag ernst nimmt, ihre Leser nicht für dämlich hält und für dumm verkauft, die tatsächlich unabhängig ist, die unangenehme Fragen stellt und sich mit Halbwahrheiten und Spins nicht zufrieden gibt. Ich meine, es gäbe in der Bevölkerung einen großen Bedarf an so einem Medium, egal ob print oder online.

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Olympische Spiele 1936 im Rückblick und die historische Einseitigkeit im Kurier

1936_Kurier

Gestern stolperte ich über den Kurier-Artikel der Printausgabe: 16 Tage heile Sportwelt: Olympische Spiele 1936 – Während die Nazis der Welt Toleranz vorspielen, bereiten sie im Hintergrund den Krieg vor.

Die Autorin versucht erst gar nicht, objektiv an historische Tatsachen heranzugehen, vielmehr übt sie sich in peinlicher Schuldzuweisungsmalerei. Natürlich ist es einem Kurier oder einem anderen deutschsprachigen Medium nicht erlaubt, die Zeit zwischen 1914 und 1945 akkurat darzustellen. Ist es die große Angst, das rechte Lager zu befeuern? Was auch immer die Gründe dafür sind, Tatsachen schafft man aber nicht aus der Welt, in dem man sie ignoriert. Sagte bereits Aldous Huxley.

Da ich mich aber nicht in gefährliche Untiefen begeben möchte – die Sittenwächter schlagen unbarmherzig zu -, greife ich einen zentralen Punkt des Artikels auf, nämlich die Behauptung, die „Nazis“ hätten bereits im August 1936 im Hintergrund den Krieg vorbereitet. Gibt es dafür Beweise? Die würde ich gerne hören.

Jemand, der sich mit der Historie objektiv auseinandersetzen möchte, könnte beispielsweise beim US-Historiker John Moser und seinem Buch The Blitzkrieg Myth (Harper Collins, 2003) nachlesen, dass beispielsweise in der Zeit zwischen 1935 und 1940 die Franzosen mehr Panzer als die Deutschen produzierten. Auf der selben Seite 51 lesen wir, dass die Produktionszahlen die Behauptung, Deutschland bereite sich auf eine revolutionäre Kriegführung vor, widerlegen: „Whatever German generals later claimed, no matter how brilliant  their theories of warfare, German production statistics give the lie to the claim that the German army was preparing for some revolutionary kind of warfare or had developed the weaponry to suit their ideas.“ Auch wenn Sie es nicht glauben möchten, aber es ist eine Tatsache, dass die deutschen Panzer in den ersten Kriegsjahren den gegnerischen in jeder Hinsicht unterlegen waren. Nur für den Fall, dass Sie noch immer von der technischen Überlegenheit der Deutschen Armee phantasieren.

Wie dem auch sei, bleiben wir bei der Olympiade 1936 in Berlin und hören uns an, was der große Jesse Owens zwei Monate später, darüber zu sagen hatte:

»While at the Olympic Games, I had the opportunity to meet the King of England. I had the opportunity to wave at Hitler, and I had the opportunity to talk with the King of Sweden, and some of the greatest men in Europe. Some people say Hitler snubbed me. But I tell you, Hitler did not snub me. I am not knocking the President. Remember. I am not a politician, but remember that the President did not send me a message of congratulations because people said, he was too busy. […] Now, I will talk about athletics. The Olympic Games were the greatest thing in my life and in the lives of other athletes that went over there. As to the races, my first one was the greatest, the 100-meter. Berlin is a wonderful city. The stands at the Olympics were crowded. There were 125.000 people. They had flags of the country of every person entered in the contests. The track was of a red texture with green around it. And the starters were there on the scene, men in white caps who stood ready with the guns in their hands.« [Artikel]

Mit anderen Worten, Jesse Owens fühlte sich nicht vom Deutschen Reichskanzler, sondern von seinem eigenen (demokratisch gewählten) Präsidenten brüskiert, der es nicht der Mühe wert fand, dem überragenden Athleten seiner Zeit ein Glückwunschtelegramm zu schicken. Es sollten 18 Jahre vergehen, bis die gesetzliche Rassentrennung in den USA per Gerichtsentscheid im Jahr 1954 aufgehoben wird.

Der Kurier-Artikel, der sich als geschichtliche Darstellung der Olympiade 1936 versteht, ist in seiner Einseitigkeit und Doppelbödigkeit ein Paradebeispiel für die Politisierung der Historie. Auf fiese Weise wird die schöne Oberfläche einer Objektivität inszeniert, während im Hintergrund die orwellsche Gedankenpolizei vorbereitet wird. Ja, die ungehemmte Neigung zum Monetären, zum Schönheits- und Gewaltkult bricht in unserer westlichen Gesellschaft durch.

Übrigens, der Boykott der olympischen Spiele von Moskau im Jahr 1980 war ebenfalls eine große Propagandatat, zwar nicht mehr von Josef Goebbles, sondern von Zbigniew Brzezinski, dem nationalen Sicherheitsberater Jimmy Carters. Darüber spricht natürlich kein linientreuer Historiker. Besser, man setzt die Scheuklappen auf und blickt starr auf 1936, weil ignorance is strength.

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Text of Jesse Owen’s Adress, Afro-American, October 10, 1936

 

 

Kritische Gedanken zu den Panama Papers von Prof. Craig Murray

CraigMurray

Am 3. April 2016 publizierte der britische Professor und ehemalige Botschafter in Usbekistan Craig Murray seine kritischen Gedanken zu den Panama Papers. Der Artikel Corporate Media Gatekeepers Protect Western 1% From Panama Leak wurde von mir mit freundlicher Genehmigung aus dem Englischen übersetzt.

Die Mainstream-Medien schützen die Reichsten der Reichen
in Europa und den USA vor dem Panama Datenleck

Wer auch immer die Mossack Fonseca Papiere geleakt hat, dürfte dies in der ehrlichen Absicht getan haben, ein System aufzudecken, in dem es für die Superreichen möglich ist, ihre immensen Vermögen, die sie oftmals durch Korruption angehäuft hatten, vor den Finanzbehörden zu verbergen. Diese panamaischen Anwälte versteckten die Gelder einer nicht unbeträchtlichen Anzahl an Superreichen und die Enthüllung der geleakten Dokumente ist an sich eine wunderbare Sache.

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Der Spiegel über Ron Paul und die Macht der Medien

Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
Paul Sethe im Der Spiegel
anno 1965

Ehrlich. Mir war das Magazin Der Spiegel schon immer suspekt. Ich habe ihn links (sic!) liegen gelassen. Aber wie der Zufall so spielt, habe ich in einem US Blog über den Spiegel-Bericht zum amerikanischen Wahlkampf der Republikaner gelesen. Also hingeklickt und den Artikel überflogen. Hm. Stimmt. Die Kandidaten, von denen einer nächstes Jahr gegen den Demokraten Barack »Ich knalle jeden über den Haufen, wenn ich es will« Obama antreten wird, sind Witzfiguren ohne gleichen. Verschwörungstheoretisch würde man vermuten, dass die Republikaner alles daransetzen, Obama eine zweite Amtszeit zu gewähren. Vermutlich, weil die beiden Parteien sowieso schon längst im Boot sitzen und gemeinsame Sache machen. Republicrats, sozusagen. Dazu muss man kein Hellseher sein, sondern sich nur anschauen, welche Beschlüsse gemeinsam beschlossen werden und welche nicht: Wenn es um die Abschaffung der Demokratie und die Verwässerung der Constitution/Bill of Rights geht (jeder amerikanische Zivilist gilt als potenzieller Kriegsverbrecher und kann aller Rechte legal beraubt und ohne Anklage für alle Ewigkeit weggesperrt werden), wenn es um die Fortführung oder Ausweitung militärischer Konflikte, das Auslösen verschuldeter Privatbanken, die Erhöhung des Verteidigungsbudgets (früher hieß das Verteidigungsministerium folgerichtig Kriegsministerium – aber Spin Doctors dachten sich, Image is everything, und änderten den Namen. Voilà, schon dienen Präventivkriege als Verteidigung), dann sind sich die beiden Parteien schnell einig. Aber wenn es um Sozialeinrichtungen, Infrastrukturmaßnahmen, Umwelt- oder Arbeiterschutz geht, äh, ja, das wird gleich mal abgelehnt oder kommt erst gar nicht zur Abstimmung.

Zurück zum Spiegel-Artikel, der sich natürlich über die Republikaner lustig macht: »Club der Lügner, Demagogen, Ignoranten«, heißt es da fast folgerichtig. Wer diese Vorausscheidung ein wenig verfolgt, muss feststellen, dass man nie genau weiß, ob es sich hier um eine Polit-Parodie handelt oder ob all das wirklich ernst gemeint ist. Beinahe möchte  man alle Hoffnung fahren lassen. Entweder wählt man nächstes Jahr einen schießwütigen Friedensnobelpreisträger, der sich mit Banksters umgibt oder einen  korrupt verblödeten Soziopathen, der George W. Bush wie eine Lichtgestalt aussehen lässt. Faîtes vos jeux. Machen Sie Ihr Spiel.

Aber es gibt tatsächlich einen Hoffnungsschimmer. Er heißt Dr. Ron Paul und wird von den US-Mainstream-Medien generell unter den Teppich gekehrt. Hm. Warum? Eventuell hat John Stewart eine Erklärung dafür?

Ja, warum? Vielleicht hat CNN eine Idee dazu. Und wer weiß, vielleicht kanditiert er als dritte Partei.

Vermutlich hat Ron Paul Ansichten und Meinungen, die einem Establishment gefährlich werden könnten. Der Spiegel titelt hier „Radikal, einfach, erfolgreich“ und spricht von einer »kruden, einer polarisierenden Mixtur, die Ron Paul da kredenzt«. Ach? Barack Obama dürfte in den Augen des Spiegels scheinbar der nette Onkel sein, der zwar Folter, politische Morde, Präventivkrieg, Pax America, Unternehmen und Wall-Street befürwortet, aber sonst alles richtig macht.

Ron Paul, auf der anderen Seite, möchte die militärischen Konflikte beenden. Er möchte die US Verfassung und damit die Rechte der Bürger wieder stärken. Er brachte den Vorschlag ein, Hanf für industrielle Zwecke anbauen zu dürfen, in einer Zeit, wo die Obama-Behörden jeden Konsum von Marihuana, auch aus gesundheitlichen Gründen, um zB. Schmerzen zu lindern, strikt verbieten. Er möchte die Auslandshilfe nicht nur für Israel einstellen, sondern auch für arabische und sonstige ausländische Staaten (die damit sowieso wieder nur Waffen kaufen und damit die Nahost-Region destabilisieren). Dass AIPAC die größte Lobby-Gruppe in Washington ist, die wiederum Einfluss auf Mainstream-Medien hat, die wiederum Wahlen beeinflussen, möchte ich an dieser Stelle herausstreichen. Ist das Anti-Semitisch? Nope. Es ist ein Faktum. Und Fakten können in keinem Falle ideologisch besetzt sein. Nur die Interpretationen sind es. Und die überlasse ich dem Leser.

Ron Paul ist meiner Meinung die einzige vernünftige Wahl. Es gibt keine Alternative. Gewiss, es ist möglich, dass er, einmal gewählt, eine despotische Art an den Tag legt – analog Barack »to make that clear« Obama, der keine Hemmungen hat, Gesetze und Erlässe zu verabschieden, die eine breite Mehrheit der Bevölkerung ablehnt und nebenbei Verbrechen der Vorgängerregierung pardonierte.  Ach, es gab keine Massenvernichtungswaffen im Irak? Alles Lügen? Okay, what the hell. By the way: ein Gericht in Malaysia hat George W. Bush und Tony Blair als Kriegsverbrecher für schuldig befunden.

Ralph Nader spricht sich für Ron Paul aus. Das ist ein gutes Zeichen und bestärkt mich in der Meinung, dass wir es hier mit einem möglichen Präsidentschaftskanditaten  zu tun haben, der weiß, worum es in Wirklichkeit geht. Zum Beispiel wollte Ron Paul die Federal Reserve Bank (FED), die (private) amerikanische Zentralbank prüfen lassen, scheiterte aber an den bestehenden Gesetzen, die das verbieten (Warum?). Yep. Billionen von Dollars werden von privaten Bankiers an private Bank- und Finanzinstitute jährlich ausgeschüttet, die wiederum dem Staat und damit den amerikanischen Bürgern angelastet werden. Nice Biz. Ron Paul würde sogar soweit gehen, die FED abzuschaffen. Yep. Richtig! Der Staat muss wieder die Gewalt über die  Geldschöpfung haben, nicht Privatleute, die Milliarden und Abermilliarden auf ihren geheimen Konten liegen haben und sich einen Dreck um das Gemeinwohl scheren. Profit rulez! John F. Kennedy wollte die FED bereits in den 1960ern entmachten und ließ Dollarnoten drucken, die durch Silber gedeckt waren. Vermutlich war das, neben seinen Friedensambitionen gegenüber der UdSSR, mit ein Grund, warum man ihm das Hirn aus dem Schädel schießen musste. Übrigens, der Zapruder-Film, den jedes Kind kennt, dürfte manipuliert worden sein und zeigt nicht, wie die Limousine abgebremst wurde, damit die Schützen besser zielen konnten. Das nur am Rande angemerkt.

Wenn wir uns den Spiegel-Artikel ansehen – zugegeben, ich habe nach ein paar Zeilen bereits aufgegeben – dann ist klar, dass wir es hier mit einer Agenda zu tun haben: Ron Paul zu diskreditieren. Warum? Fragen Sie mich das bitte nicht. Die Antwort würde Sie nur in eine sehr tiefe Verzweiflung stürzen und das ist nicht meine Absicht.

Interessant: einer der »Leser-Kommentare« im Spiegel-Artikel kritisiert die Abschaffung der FED. Haha. Jeder Bürger, der sich mit der Thematik beschäftigt, kann nur zu diesem einen Schluss kommen, nämlich dass die FED und alle privaten Zentralbanken ein legalisiertes Betrugsmodell darstellen. Ja, schlicht und einfach B-E-T-R-U-G. Falls Sie also in Zukunft einen Artikel lesen oder TV-Nachrichten gucken und darin wird freundlich über die FED/Zentralbanken gesprochen, gehen Sie davon aus, dass die Zeitung/der TV-Sender gekauft, unterwandert oder manipuliert ist. Natürlich können Sie auch davon ausgehen, dass der Journalist keine Ahnung hat. Faîtes vos jeux.