richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Schlagwort-Archiv: aufklärung

FAKE-News und das Ministerium der Wahrheit

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Glauben Sie nicht alles, was Sie sehen, was Sie lesen!

»Gefälschte Nachrichten und Hassbotschaften verbreiten sich immer rasanter im Netz und stellen eine Herausforderung für die Demokratie dar«, heißt es in einem Kommentar der österreichischen Tageszeitung Der Standard mit dem Titel:Es braucht staatliche Auflagen für Facebook & Co‹

Doch wann ist eine Nachricht fake? Leider ist die deutsche Übersetzung von fake mit ›gefälscht‹ äußerst schwach, ja, in manchen Fällen geradezu unpassend. Im Duden finden wir folgende Synonyme für Humbug: Blödsinn, Fez, Firlefanz, Käse, Kokolores, Larifari, Mist, Nonsens, Quatsch, Scheiße, Schmarren, Schmu, Schwindel, Stuss, Tinnef, Unfug, Unsinn. Aus diesen Substantiven ein funktionierendes Adjektiv zu finden, ist die Herausforderung. Besser, man entlehnt das Wort dem Englischen und hört auf, Nachrichten als ›gefälscht‹ zu bezeichnen, wenn sie einfach nur falsch und unwahr sind.

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Propaganda einst und heute

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Das Filmarchiv Austria nimmt sich im November der sogenannten Vorbehaltsfilme an. Das sind Filme, die zwischen 1933 und 1945 in Deutschland gedreht wurden. Man geht von rund 1200 Filmen aus – davon sind ein Viertel von den Alliierten nach Kriegsende verboten worden. Über 40 Filme, heißt es im Programmbüchlein des Filmarchivs, verwaltet die deutsche Murnau-Stiftung und sind nur beschränkt und unter bestimmten Voraussetzungen für die Öffentlichkeit zugänglich.

Ich frage mich, ob es in rund siebzig Jahren ebenfalls eine Stiftung geben wird, die sich mit den Hollywood-Propagandafilmen von einst auseinandersetzt. Für die vielen Generationen, die mit Hollywood im TV aufgewachsen sind – dazu zähle ich mich natürlich auch – ist die kalifornische Traumfabrik mehr Traum als Fabrik. Hollywood war und ist die perfekte Propaganda-Einrichtung des American Dream, der vor allem von Geld und Erfolg, von Liebe und reich gewordenen Tellerwäschern spricht. Das Kino der Illusionen verzaubert den Betrachter, zeigt ihm den Weg, der für einen Einzelnen vielleicht zum Erfolg führt, es lässt dabei den wichtigen Umstand aus, dass der Einzelne ein soziales Wesen ist, der von einer funktionierenden Gemeinschaft abhängig ist. Während also die US-Filme primär den Fokus auf den Einzelnen richten, rücken die deutschen Filme der 1930er Jahre die Gemeinschaft in den Vordergrund. So ist es heute politisch korrekt, eine Programmierer-zum-Social-Media-Milliardär-Fabel abzufilmen, aber höchst verdächtig, wenn ein Film die Befreiung einer homogenen Gemeinschaft aus ihrer politischen Unmündigkeit zeigt.

Wer mehr zum Thema erfahren möchte, der kann sich die Lecture von Prof. Jerry Kroth ansehen: Propaganda and Manipulation: How mass media engineers and distorts our perceptions.

Wer tiefer in die Materie eindringen und wissen will, was es mit der Manipulation der Massen auf sich hat, der sollte sich unbedingt die mehrteilige BBC-Dokumentation von Adam Curtis The Century of Self angucken. In der Doku erfahren wir, dass es nicht Joseph Goebbels war, der die Massenbeeinflussung erfand, sondern vielmehr ein in den USA lebender Neffe von Sigmund Freud, der in seinem Buch Propaganda im Jahr 1928 schrieb:

»Unsere muss eine Herrschafts-Demokratie sein, administriert von der gebildeten
Minderheit, die weiß, wie man die Massen kontrolliert und führt« [Ours must be a leadership democracy administered by the intelligent minority who know how to regiment and guide the masses]

Allerhand, finden Sie nicht?

Eine einzigartige Analyse über den Anschlag von Nizza! #Widersprüche

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Heute werde ich meine im deutschen Sprachraum (vielleicht sogar weltweit) einzigartige Analyse über den (vermeintlichen) Anschlag von Nizza, 14. Juli 2016, veröffentlichen. Rund 50 A4-Seiten lang, geht der Artikel auf viele Details ein und zeigt die vielen Widersprüche, die bis dato von den französischen Behörden noch nicht geklärt und von den in- wie ausländischen Medien ignoriert wurden.

Ich habe mehrere Woche sehr intensiv an dieser Analyse gearbeitet, habe englische und französische Texte übersetzt, habe Zeugenaussagen transkribiert, Fotos und Videoclips durchgesehen und im Web immer wieder nach Kommentaren und Interpretationen gesucht. Letztendlich komme ich zum Schluss, dass das offizielle Narrativ unstimmig, widersprüchlich und widersinnig ist.

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Aleksandr Puškin und sein politisch völlig unkorrekter Reisebericht, anno 1829

Puskin_Arzrum_CoverErst kürzlich wieder in das schmale Büchlein Die Reise nach Arzrum während des Feldzugs im Jahre 1829 vom russischen Dichter Aleksandr Puškin geblättert. Es ist ein nüchtern, sachlich und präzis gehaltener Reisebericht, der dem Leser auch verschiedene Völker näherzubringen versteht. Aus heutiger Sicht dürfte die eine oder andere Passage politisch nicht korrekt sein – und man kann sich gut vorstellen, wie der Mainstream über die Berichte eines modernen Puškins erzürnt wäre. Deshalb tut es gut, hin und wieder einen vorsichtigen Blick in alte Bücher und Aufzeichnungen zu tun.

Sehen Sie, würde man den Kindern und Jugendlichen und Erwachsenen im Westen im kritischen Denken unterweisen, würde man Ihnen nicht sagen, was Sie worüber zu denken haben, diese political-correctness-Wut der Sittenwächter wäre erst gar nicht nötig. So muss man gefährliche (für wen?) Publikationen unterdrücken oder, wenn dies nicht möglich ist, neu auflegen und mit einem kritischen Anmerkungstext versehen. All das ist für mich Beweis genug, dass die Aufklärung („Bediene dich deines eigenen Verstandes“) nur ein Werkzeug elitärer Machtmenschen war, um den religiösen Glauben der breiten Masse zu untergraben und die bestehende gesellschaftliche Ordnung auf den Kopf zu stellen. Und als schließlich und endlich Kirche und Königshäuser gegen eine neue Herrschaftsform abgelöst wurden, die „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ versprach, hörte die Aufklärung auf Aufklärung zu sein.

Puškin wurde 1825 auf sein Gut verbannt, da er von den russischen Behörden überführt wurde, zwei atheistische Zeilen in einem Brief verfasst zu haben. Der moderne, aufgeklärte Mensch schüttelt ob dieses religiösen Eifers, ob dieser willkürlichen Bestrafung, den Kopf und doch würde es einem Bürger um Vieles schlimmer gehen, würde er heute den historischen Status Quo in Frage stellen und die positiven Seiten eines längst untergegangenen Reiches herausstreichen. Der religiöse Fanatismus, der Atheisten und Andersgläubige verfolgt und verheizt, besteht noch immer fort, nur dass die neu geschaffene Religion nichts mit dem überlieferten Glauben zu tun hat. Kurz und gut: Kant und Voltaire hätten in unserer Generation viel zu tun, um die zweite Aufklärung voranzutreiben.

Die Tscherkessen hassen uns (Russen). Wir haben sie von ihren fetten Weiden verdrängt; ihre Aule (Dörfer) sind zerstört, ganze Stämme vernichtet. Sie ziehen sich Stunde um Stunde tiefer in die Berge zurück und verüben von dort ihre Überfälle. Die Freundschaft der „friedlichen“ Tscherkessen ist wenig verläßlich: immer sind sie bereit, ihren gewalttätigen Stammesgenossen zu Hilfe zu eilen. Der Geist ihrer wilden Ritterlichkeit ist spürbar gesunken. Nur selten greifen sie Kosaken an, die ihnen an Zahl ebenbürtig sind, Infanteriesoldaten nie, und ergreifen die Flucht, sobald sie eine Kanone sehen. Dafür lassen sie keine Gelegenheit aus, eine schwache oder schutzlose Abteilung anzugreifen. Die hiesige Gegend schwirrt nur so vor Gerüchten von ihren Greueltaten. Es gibt kaum eine Möglichkeit, sie zu befrieden, es sei denn, man entwaffnet sie, wie man die Krimtataren entwaffnet hat, was überaus schwierig durchzuführen ist in Folge der unter ihnen herrschenden Erbstreitigkeiten und der Blutrache. Dolch und Säbel sind Teile ihres Körpers, und der Säugling beginnt sie zu berherrschen, noch ehe er sein erstes Wort stammelt. Mord ist bei ihnen – nur eine Körperbewegung. Ihre Gefangenen halten sie fest in der Hoffnung auf Loskauf, behandeln sie aber mit entsetzlicher Unmenschlichkeit, zwingen sie, ihre Kräfte übersteigend zu arbeiten, geben ihnen rohen Teig zu essen, schlagen sie, wann es ihnen paßt, und stellen als Wachen ihre kleinen Bengel auf, die das Recht haben, sie für ein bloßes Wort mit ihren Kindersäbeln zu massakrieren. Unlängst hat man einen friedlichen Tscherkessen gefangen, der auf einen Soldaten geschossen hatte. Er rechtfertigte sich damit, sein Gewehr sei zu lange geladen gewesen. Was macht man mit so einem Volk? […] Der Kaukasus wartet auf christliche Missionare. Doch unsere Faulheit hat es leichter, statt des lebendigen Wortes tote Buchstaben auszugießen und stumme Bücher an Menschen zu schicken, die weder lesen noch schreiben können.

Aleksandr Puškin
Die Reise nach Arzrum während des Feldzuges im Jahre 1829
Friedenauer Presse, Berlin 1998, S. 24f.

Das schmale Büchlein ist übrigens eine exzellent gemacht Broschüre – hier sieht man, welchen Mehrwert Literatur haben kann, so sich Kompetenz und Sorgfalt die Hand reichen und der Herausgeber bereit ist, einen besonderen Augenzeugenbericht der Vergangenheit in die Gegenwart zu holen, ohne Wenn und Aber. Kudos.

Gedankensprünge zum Thema Flüchtlingskrise: Von Majestätsbeleidigung über kontrollierte Opposition bis hin zur Ketzerei

Orwell_Liberty_QuoteVor ein paar Jahren war es, als mich X. als Doomster bezeichnete, weil ich die Zukunft recht dunkel einfärbte. Gegenwärtig sehe ich weder einen Regenbogen noch einen Silberstreifen am Horizont heraufdämmern. Rosarote Brillen, gewiss, werden genauso zahlreich verteilt wie all diese blauen Pillen, die einen die Realität vergessen lassen. Darin liegt ja die Crux aller Krisen, nämlich dass der gewöhnliche Bürger von der überschäumenden Propaganda-Flut hinweggespült und von der political correctness Tollwut zerfleischt wird. Zur Erinnerung sei hier angemerkt, dass es ein gewisser Immanuel Kant war, der im September 1784 in seinem Aufsatz schrieb:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. […] Sapere aude! ›Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!‹

Tja. 231 Jahre später kehren wir wieder zum Ausgangspunkt zurück. Die regierenden Fürsten teilen ihren Untertanen mit, was sie zu denken, woran sie zu glauben und was sie zu tun haben. Verfehlungen werden rigoros bestraft. Damals hieß der Verbrecher Ketzer, heutzutage Hetzer. Die Majestätsbeleidigung, die einen in den Kerker bringen konnte, gibt es noch heute – einzig, dass die (imaginäre) Majestät je nach welt- und gesellschaftspolitischer Lage wechselt. Toleranz, das Ergebnis einer humanistischen Gesinnung in Europa, wird zu einem totalitären „Entweder-oder“ entstellt. Wer Art und Ausmaß „humanitärer Hilfe“ besprechen und Grenzen ziehen möchte, ist bereits verdächtig, den rechten Teufel in sich zu tragen. Haupt- genauso wie nebenberufliche Exorzisten sorgen mittels Zuckerbrot und Peitsche dafür, dass all die Schafe, die vom linken Wege abgekommen sind, zur Herde zurückkehren. Man könnte meinen, im dunklen Mittelalter (das in Wirklichkeit so dunkel nicht war) aufgewacht zu sein.

Hier ein paar Gedankensprünge zum Thema.

Ist Ihnen bereits aufgefallen, dass es mehr Arbeitslose in Griechenland (25 %) und Spanien (21 %) gibt, als im Irak (16 %)? Sie können sich gerne den Kopf darüber zerbrechen, wie es sein kann, dass in einem von blutigen Anschlägen verwüsteten Land, die Wirtschaft nicht völlig am Boden liegt. Wie dem auch sei, es ist nun mal so, dass eine Bevölkerung alles unternimmt, um ihr Fortbestehen zu sichern, egal wie trostlos, wie hoffnungslos die Situation auch scheinen mag – siehe Deutschland im Herbst 1945 – vorausgesetzt, die Bewohner geben ihr Land nicht auf.

[7] All German cities above 50,000 population and many smaller ones were from 50 to 80 per cent destroyed. Dresden, as large as Pittsburgh, was wiped out and nearly all of its 620,000 inhabitants buried under the ruins.

[8] Cologne, with a population of 750,000, was turned into a gigantic wasteland. Hamburg, with its 1,150,000 people, was blasted by huge attacks, in one of which the flames rolled a mile into the sky and roasted alive hundreds of thousands of civilians in street temperatures of a thousand degrees. Frankfurt-on-Main, a city of 500,000, was reduced to a mass of rubble. All cities and industrial areas, such as the Ruhr and Saar regions, were laid waste.

[7] United Press, London, Feb. 14, 1945 and Associated Press, London, March 5, 1945
[8] Associated Press, London, March 24, 1945
Quellen wurde von meiner Seite nicht verifziert

Kennen Sie den Begriff „kontrollierte Opposition“? Interessanterweise konnte ich kein Definition im Deutschen finden. Im Englischen findet sich die folgende:

[meine Übersetzung:] Eine kontrollierte Opposition ist eine Protestbewegung, die in Wirklichkeit von einem Regierungsagenten geführt wird. So gut wie alle Regierungen haben in der Vergangenheit diese Technik angewendet, um ihre politischen Gegner auszutricksen und sie zu bändigen. Lenin hat einmal gesagt: „Der beste Weg, die Opposition zu kontrollieren ist, sie selbst anzuführen.“ A controlled opposition is a protest movement that is actually being led by government agents. Nearly all governments in history have employed this technique to trick and subdue their adversaries. Notably Vladimir Lenin who said „The best way to control the opposition is to lead it ourselves.“ Urban Dictionary

Ich erwähne diesen Sachverhalt deshalb, weil der gewöhnliche Bürger davon ausgeht, dass die Dinge so sind, wie sie in den Medien bzw. in der Schule dargestellt werden. Die Einflussnahme, die da draußen, in der Realität geschieht und von der die Medien nur flüsternd berichten, ist eine Tatsache (schlag nach bei COINTELPRO) und ich gehe davon aus, dass alle Protest- bzw. Bürgerbewegungen, die „Fahrt aufgenommen haben“, unterwandert sind. Ich bin sogar versucht zu sagen, dass die eine oder andere größere Bewegung durch (geheime) behördliche Initiativen entstanden ist. Dass auch und gerade populäre „Rädelsführer“ den Behörden zuarbeiten, sollte nach dem Mauerfall und der Öffnung der Stasi-Archive jedem Deutschen klar sein.

[meine Übersetzung:] Bürgerbewegungen, die während dieser Periode [der 1960er] aufkamen und die fundamentale Veränderungen in der amerikanischen Gesellschaft herbeiführen wollten, durften sich nicht frei entwickeln; statt dessen lösten sie sich vorzeitig auf oder wurden von Infiltratoren und Provokateuren unterwandert, deren korrupter Einfluss schließlich dazu führte, dass die Bewegungen für die Öffentlichkeit unglaubwürdig gemacht wurden. Somit ist es unmöglich festzustellen, in welche Richtung diese Bewegungen gegangen wären oder was sie hätten erreichen können, wenn es keine geheimen behördlichen Interventionen gegeben hätte.

Donna A. Demac, Liberty denied: the current rise of censorship in America
Rutgers University Press 1990, S. 78

Bezüglich der Presse, kann ich nur sagen: Seien Sie ja auf der Hut! Generell gilt: Wenn Artikel und (vor allem Fotos) versuchen, Ihre Emotionen anzusprechen, dann möchte man Sie manipulieren. Die Aufgabe der Qualitäts-Presse sollte in erster Linie die Sichtung und Aufbereitung von Fakten sein bzw., wenn Fakten und Daten fehlen, diese von Behörden oder Institutionen einfordern. Plumpe Stimmungsmache hat noch keine Krise gelöst, im Gegenteil, sie verschärft nur die Gegensätze innerhalb der Bevölkerung und verhindert den sachlichen Diskurs. So sind es gerade die jungen Leute, seien sie Internationalisten, seien sie Nationalisten, die gegenüber der Stimmungsmache am anfälligsten sind und deren Hemmschwelle noch am geringsten ausgebildet ist.

Wenn die tatkräftigsten und am besten ausgebildeten Staatsbürger vor den Kriegswirren aus ihrer Heimat flüchten und sich in ihrem Asylland eine neue Existenz aufbauen dürfen, dann ist die Frage, ob das nicht gegenüber den im Krieg zurückgebliebenen Bürgern eine Ungerechtigkeit darstellt. Schließlich, wer soll das Land, wenn der Friede wieder einkehrt, aufbauen? Wer soll für Ruhe und Sicherheit sorgen? Ein Arzt oder Bautechniker, der nicht mehr zurückkehrt, lässt sein Land, sein Volk im Stich. Kurz und gut: Jeder funktionierende Staat benötigt eine gebildete Mittelschicht, die als Puffer zwischen unten und oben dient und somit für zivilisatorische Ordnung sorgt. Ist dies nicht der Fall, verkommt der Staat zu einer regionalen Arena, in der Familien und Stämme und Parteien um den „Thron“ kämpfen und erneut blutige Wirren auslösen, die wiederum erneut für Fluchtwellen sorgen. Ist es das, was wir uns für die Zukunft wünschen?

Sollten Sie ein skeptisch-kritischer Geist sein, so seien Sie vorsichtig, Ihre Gedanken in aller Öffentlichkeit zu formulieren. Gegen den Geschrei des Pöbels, der von Berufsdemonstranten und professionellen Propagandisten eingepeitscht wird, kommt der Einzelne nicht an. Weiters würde ich an der Teilnahme von „groß angekündigten“ Demonstrationen bekannter als „rechtspopulistisch klassifizierte Organisationen“ (O-Ton Wikipedia) abraten, da jeder Teilnehmer zu einem Spielball medialer und politischer Handlanger wird. Achten Sie auf die Wortwahl! Demonstrieren Sie nicht, versammeln Sie sich! Es geht nicht um eine Protest-, sondern um eine Bürgerbewegung. Verlegen Sie Versammlungen auf einen Sonntag Vormittag. Mit Kind und Kegel. Mit Ihren Eltern und Großeltern. Gehen Sie in die Kirche – vielleicht können Sie dort Ihre Sorgen und Ängste zum Ausdruck bringen. Versuchen Sie sich von unerwünschten „Zaungästen“ zu lösen. Seien Sie sich im Klaren, dass es draußen eine Schar an Agent Provocateurs gibt, deren einzige Aufgabe es ist, auf ein Foto oder in die Nachrichten zu kommen – sei es mit verunglimpfenden Plakaten, sei es mit brutalen Gesten, sei es mit hasserfüllten Sprechchören.

Generell gilt die Losung, dass jeder Mensch, der das Gesetz achtet – sei es in der Tradition, sei es in der Kultur verankert -, der sich an die goldene Regel hält und der mithelfen möchte, diese Welt mit friedlichen Mitteln in die Zukunft zu führen, dieser kann kein böser Mensch sein und darf nicht abgewiesen werden. Jeder Mensch, der das Gesetz missachtet, die Ordnung willentlich stört und mit verbrecherischen und gewalttätigen Mitteln seine Existenz auf Kosten anderer bestreiten möchte, sollte nicht in die Gemeinschaft aufgenommen werden.