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Was uns Michael Moores ›Where to invade next?‹ über die EU verrät

Zugegeben, ich bin kein Fan von Michael Moore. Nicht mehr. Weil ich weiß, was ich weiß. Auf der anderen Seite ist er einer der wenigen amerikanischen Filmemacher, der sich getraut(e), schwierige Themen mit Humor breitenwirksam unter das ahnungslose und gutgläubige Volk zu bringen. Als ich blauäugig durch die Welt schlenderte, mehr dösend als wach, gefiel mir seine brachial-humoristische Wahrheitssuche mit liberaler Färbung. Aber mit der Zeit wurde mir bewusst, dass auch er Teil einer kontrollierten Opposition ist, die viele Themen und Probleme ansprechen, aber immer in die falsche Richtung zeigen. Nichtsdestotrotz habe ich seinen Dokumentarfilm Where to invade next (imdb) aus dem Jahr 2015 durchaus genossen. Falls Sie den Film noch nicht gesehen haben, auf youtube können Sie bestimmt fündig werden.

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Rückblick 2016: Der inszenierte Terror und die Strategie der Spannung

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Jänner 2016 und die Silvesternacht in Köln
Sieben unangenehme Aspekte
Der Blindspot der Geschichte

Februar 2016 und die grenzenlose Welt
Menasse und der feuchte Traum der Elite

März 2016 und der Flughafen von Brüssel
Der Anschlag in Brüssel und das merkwürdige Chaos im Flugverkehr

April 2016
Panama – Pentagon – Watergate (Leaks) // Gedanken dazu von Prof. Craig Murray
Wie sich ein echter Bombenanschlag in der Presse anfühlen muss

Juni 2016
– Orlando Nightclub Shooting (Pulse)

Juli 2016: Nizza, München, Ansbach
Analyse des Anschlags in Nizza
Anschlag in Ansbach
München und Ansbach
Amoklauf in München

August 2016
Dummschwätzer und Shills im Web

November 2016 und der Beginn einer Revolution
Welcome, Mr. President Donald J. Trump
Der Meltdown der westlichen Mainstream Medien

Dezember 2016 und ein Berliner Weihnachtsmarkt
Anatomie eines merkwürdigen Anschlags

Nizza, Paris, Charlie, San Bernardino, Boston und der Krieg gegen deine Wahrnehmung

Der obige Video erzählt von einer kleinen australischen Filmgesellschaft, die in zwei Jahren acht Clips produzierte, diese für echt und authentisch ausgegeben und über Umwege ins Netz gestellt hatte. Einige der Clips gingen viral und wurden sogar von großen Medienhäusern aufgegriffen und im TV gezeigt. Allerhand, nicht? Im Video hören wir, was Forensiker David McKay zu sagen hat, wenn es darum geht, zwischen echtem und unechtem Filmmaterial zu unterscheiden:

„Unsere Augen sind ziemlich komplex. Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, dann ist es wahrscheinlich auch der Fall.“ [meine Übersetzung:] Our eyes are pretty complex.  If something does’t feel right, that’s probably the case.

Was hat das jetzt mit Nizza, Charlie Hebdo, Brüssel, Paris, Boston, San Bernardino und anderen Terroranschlägen zu tun? Nun, wenn man die behördlichen und medialen Verlautbarungen überprüfen möchte, bleibt einem nichts anderes übrig, als Außenstehender, überliefertes Bildmaterial sowie Augenzeugenberichte zu sichten und mit dem Narrativ in Einklang zu bringen. Gewiss, Sie können Behörden und Mainstreammedien vollkommen vertrauen und diesen einen Persilschein ausstellen. Aber ehrlich gesagt, ich möchte noch für eine Weile skeptisch und kritisch bleiben, weil früher oder später werden wir so oder so vor vollendeten Tatsachen gestellt. Sie wissen schon, die Sache mit dem Stiefel und dem Gesicht und George Orwell.

Egal welches Ereignis der letzten Jahre ich zur Überprüfung heranziehe, das Bildmaterial und die Aussagen der Augenzeugen fühlen sich nicht richtig an. Könnte ich mich irren? Natürlich. Schließlich ist es ja nur ein Bauchgefühl – aber eine andere Möglichkeit der Überprüfung gibt es für mich (und auch für Sie) nicht.

Nehmen wir Nizza und die (vermeintliche) Tatsache, dass ein LKW in eine und durch eine Menschenmenge gerast sei. Hier der Bildausschnitt aus einem Videoclip, der die Menschenmenge vor einer der vier Bühnen zeigt. Die Aufnahme entstand letztes Jahr, 2015.

Nizza_PromPartyCrowd_2015

Versuchen Sie sich jetzt vorzustellen, ein LKW käme von links ins Bild und pflügte durch die Menge. Was meinen Sie, wie sich das Szenario abspielen würde? Ich will es an dieser Stelle nicht im Detail schildern, aber wenn man sich das bisherig überlieferte Bildmaterial ansieht, kann man nur zum Schluss kommen, dass ein LKW nicht durch solch eine Menge gefahren sein kann. Im obigen Bild gäbe es tausende Augenzeugen, tausende Ohrenzeugen – die meisten von ihnen würden vermutlich einen Schock, jene, die nahe am Geschehen waren, mit Sicherheit eine posttraumatische Belastungsstörung davontragen. Die Umstehenden würden sich mit Sicherheit die Seele aus dem Leib kotzen, so sie das viele Blut, die Körperteile, die Eingeweide, die zerquetschten Leichen usw. sehen. Niemand der auch nur im Ansatz begreifen könnte, was hier gerade geschehen ist. Dann ist da noch die ohrenbetäubende Kakofonie an Schreien. Kein Mensch kann jemals den Hilfeschrei einer Mutter vergessen, die ihr Kind im Blut liegen sieht. Kein Mensch würde sich davon in kurzer Zeit erholen können. Viele in Schock geratene Leute würden ihre verletzten oder toten Angehörigen aufhelfen wollen, andere würden mit glasigem Blick wie ferngesteuert herumgehen und andere würden sich auf den Boden setzen und in eine Leere starren. Nichts von alledem ist in den Clips und Fotos zu sehen. Nichts von alledem ist in den Zeugenaussagen herauszulesen – man höre sich das Interview der SWR-Reporterin Janine Konopka an, die privat mit ihrer Mutter in Nizza weilte und das Fest besuchte: Die beiden entgingen nur knapp dem LKW-Anschlag: „Der LKW hat ja sämtliche Menschen mitgerissen … wir waren, wirklich, ein paar Millimeter von ihm entfernt … die Menschen lagen ja schwer verletzt am Boden …“. Jener Ägypter, der sich heldenhaft vor den LKW stellte, als der Fahrer anhielt, meinte, er hätte zuerst an einen Unfall gedacht [während Konopka sofort an einen Terroranschlag dachte]. Der Platz, an dem der Showdown stattfindet, sollte eigentlich mit Leuten gefüllt sein – tatsächlich aber gibt es nur ein paar Polizisten und den ägyptischen Zeugen. Wo sind all die Leute hin? Das Festival mit den Musikeinlagen hat gerade erst begonnen, niemand, der schon jetzt nach Hause gegangen wäre. Und warum sieht der ägyptische Zeuge nicht, wie der LKW durch die Menge pflügte, sozusagen die „Menschen mitriss“?

„Ich habe dem Fahrer gewunken, ‚Stop! Da ist ein Mädchen unter dem LKW‘, sagt Nader El Shafei, ein ehemaliger Bankier dem französischen Sender BFM-TV. „Wir dachten, er hätte die Kontrolle über das Fahrzeug verloren“, ergänzt Nader.

Echt jetzt? Im Hintergrund müssten sich Horrorszenarien abgespielt haben [Frage: ‚Brach Panik aus?‘ – Konopka: ‚Ja, absolut!‘], die jegliches Vorstellungsvermögen sprengen und der gute Mann sieht ein Mädchen unter dem LKW. Wie kann er überhaupt das Mädchen unter dem LKW gesehen haben? Wurde sie mitgeschleift? Stand er seitlich zum LKW? Und wie schnell oder langsam ist der LKW überhaupt gefahren, dass er das sehen konnte? Auf Konopka wirkte es, wie das „Überrollen von 200 Stundenkilometer“. Sich vor einen fahrenden LKW zu stellen und zu winken, also, das macht man nur, wenn man auch davon ausgehen kann, dass der Fahrer das Fahrzeug rechtzeitig zum Stehen bringen kann.Sie dürfen jetzt Ihre Physik-Schulbücher abstauben und sich die Seite mit den Formeln für Anhalte- und Bremsweg zu Gemüte führen. Sollte der LKW nämlich – wie es offiziell heißt – mit satten 90 km/h dahergekommen sein, müsste der ägyptische Zeuge rund 100 Meter weit wegstehen – ansonsten wäre er wohl – wie das Mädchen – auch unter den LKW gekommen. Und wenn wir vom Endpunkt des LKWs die 100 Meter zurückgehen, dann hätte der Fahrer eigentlich bereits nach dem @gutjahr-clip die Bremsung einleiten müssen – aber er fuhr, wie man eindeutig sieht, anfangs Schrittgeschwindigkeit und beschleunigte aus dem Bild hinaus. Ich hätte ja gerne gewusst, wie schnell so ein 19-Tonner auf 90 km/h beschleunigt, aber es ist mir nicht möglich gewesen, das herauszufinden. Die Strecke, die der LKW nach dem @gutjahr-clip noch bis zu seinem Haltepunkt zurücklegte: ca. 200 Meter. Warum der Fahrer schlussendlich anhielt, bleibt wohl für immer ein (weiteres) ungelöstes Rätsel in der Historie der Terroranschläge.

Sehen Sie, all das (und noch vieles mehr) macht für mich keinen Sinn. Deshalb zweifle ich am offiziellen Narrativ. Dabei wäre es recht simpel, die Behörden müssten nur die Bilder der Überwachungskameras mit Zeitstempel freigeben – dann sollten sich die Puzzleteile wie von selbst zusammenfügen. Vorausgesetzt, man schnippelt nicht an ihnen herum – Pentagon 9/11, you know – oder gibt einen Kurzfilm der Filmhochschule mit dem Titel Sternenspritzer als authentische Aufnahme einer Überwachungskamera in einem Pariser Café aus. Mon Dieu.

So lange Behörden und Regierungen den Bürgern die Fakten vorenthalten, so lange darf jeder glauben, was er möchte. Ist ja auch schön, nicht? Oder wollen Sie mir am Ende sagen, dass 2 +2 = 5 ist und der Kaiser sehr wohl ein Kleid trägt?

xxx

Falls Sie wissen wollen, wie ein echter Anschlag und eine echte Untersuchung aussieht, empfehle ich Ihnen, dass Sie sich mit den Bombenanschlag in Bologna, 1980 auseinandersetzen. Die Hintermänner dieses Anschlags wurden nie aufgedeckt, während der italienische Geheimdienst und die Freimaurerloge P2 (die wiederum mit dem CIA und dem Vatikan in Verbindung stand – siehe Gladio) die Untersuchungen mit allen Mitteln sabotierten. Die Opfer des Anschlags können auch nach über 20 Jahren kein normales Leben führen. Im Gegensatz dazu lächeln uns gegenwärtig immer wieder hübsche Gesichter aus dem TV entgegen, die blumig und wortreich beschreiben, wie Leute von den Terroristen erschossen, von Bomben zerrissen oder von einem LKW wie Bowlingkugeln umgeworfen wurden. Authentisch, my ass.

 

 

Wie sich ein echter Bombenanschlag in der Berichterstattung anfühlen muss

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Ich wusste bereits in der Kindheit, worauf es ankommt.

Ich weiß, das Thema ist heikel und verärgert gutgläubige Bürger. Trotzdem muss ich es – immer und immer wieder – ans Licht zerren: Die Unterscheidung zwischen einem inszenierten und einem tatsächlichen Bombenanschlag. Zugegeben, ich bin kein Experte in der Forensik, war auch noch nie – gottlob – im Zentrum oder Peripherie einer Explosion und doch fühle ich instinktiv, ob Bilder und Töne authentisch, ob Aussagen und Erinnerungen stimmig sind. In den letzten Jahren, vermutlich seit 9/11, versuchen die Medienleute das offizielle Narrativ, also die einzig richtige Sichtweise eines (vermeintlich) blutigen Ereignisses förmlich an sich zu reißen. Widersprüche und Ungereimtheiten werden bei der Berichterstattung schlichtweg ignoriert, alternative Erklärungsversuche mit einem Lächeln beiseite geschoben, behördliche Pressemitteilungen als absolute Wahrheit verkündet. Niemand in den Medienkonzernen, der sich wirklich ernsthaft über all die vielen Details eines Anschlags (Logistik, Planung, Wahrscheinlichkeiten, Auswirkungen, Hintergründe, usw.) Gedanken machen möchte. So verkommt das (vermeintlich) blutige Ereignis zu einer klischeehaften und geglätteten Darstellung, die einem schlechten Filmscript entnommen zu sein scheint.

Um zu verstehen, was ich meine, ist es wichtig, dass Sie sich die Berichterstattung eines authentischen Bombenattentats zu Gemüte führen. Das kann äußerst unangenehm sein, ist aber notwendig. Die gemachten Erfahrungen und die erlebten Empfindungen der Opfer werden ihnen mit Sicherheit nahegehen. Manchmal möchten Sie die Details gar nicht erst hören, würden am liebsten weghören, wegsehen. Genau darin unterscheidet sich der echte Anschlag von einem inszenierten: Die authentischen Bilder von Verletzten und Toten sind für uns so fremdartig, so abstoßend, so anders. Im Gegensatz dazu, kommen uns inszenierte Bilder vertraut vor, weil wir sie beinahe täglich in TV- und Kinofilmen sehen.

Die folgende Frage mag jetzt absurd klingen, aber woher wissen Sie wirklich, dass in einem Kinofilm die Menschen nicht wirklich erschossen, nicht wirklich verwundet werden? Was, wenn ein TV-Moderator der Abendnachrichten eine kurze Szene aus Die Hard 2 einspielt und dazu verlautbart, dass es sich bei den Bildern um einen Terroranschlag am Flughafen von Washington D. C. handelte? Gut möglich, dass Sie den Unterschied sofort erkennen. Aber was ist mit Ihrem 5-jährigen Sohn? Oder Ihrer 4-jähriger Tochter? Wie erklären Sie den beiden den Unterschied? Und was meinen Sie zu diesem Foto? Fakt oder Fiktion? Die Auflösung finden Sie hier.

Also, sollten Sie sich nicht gerade in einer dunklen Stimmung befinden, dann gucken Sie sich unbedingt diesen Dokumentarfilm über das im Jahr 1980 verübte Bombenattentat auf dem Münchner Oktoberfest an. Dabei reicht es, wenn Sie sich die ersten fünf Minuten angucken. Sie werden staunen, was Sie von den Augenzeugen zu hören, welche Photographien Sie zu sehen bekommen. Ja, nichts für sensible Leute. Im Vergleich dazu, fühlt sich die Berichterstattung aus Brüssel wie ein Kindergeburtstag an. Jedenfalls hätte ich noch keine Augenzeugen gehört, die von Verbrennungen sprachen, von zerschossenen Lippen und Zähnen, von Blut, das aus der Hose lief (beim Boston Bombing kann man  Fotos von Opfern sehen, deren Hosen, aber nicht deren Beine zerfetzt waren), von unzähligen Splitterverletzungen, von herausgerissenen Innereien, von einer zusammengebrochenen Welt oder von einer (echten) jahrelangen Verarbeitung des traumatischen Geschehnisses.

Wenn Ihnen also eine Fotografin erzählt, dass sie ganz in der Nähe der Explosion gestanden sei, nur wenige Meter entfernt, und dabei völlig unverletzt blieb, möchten Sie es glauben? Und dass sie die Wucht der Explosion nicht einmal von den Füßen geholt hatte? Deshalb konnte Sie dann auch jene Hand voll Fotos machen, die in den Medien weltweit herumgereicht und gezeigt wurden – immer und immer wieder – und als »Beweis« gelten, dass ein Anschlag am Flughafen von Brüssel stattgefunden hatte. Authentisch, my ass.

 

Der Anschlag in Brüssel und das merkwürdige Chaos im Flugverkehr

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Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem großen Passagierflugzeug, bestaunen aus dem kleinen Fenster den morgendlichen Sonnenrundgang und werfen schließlich einen Blick auf Ihr Smartphone, wo Sie die Neuigkeiten vom Tage ablesen. Nanu! Sie werden stutzig. Ein mulmiges Gefühl überkommt Sie. Eine Eilmeldung besagt, dass am Flughafen von Brüssel ein Bombenanschlag verübt worden sei. Jener Flughafen, der das Ziel Ihres Fluges ist. Sie wenden sich an einen Flugbegleiter und zeigen ihm die Nachricht. Dieser schluckt, lächelt und meint, er werde sich sogleich erkundigen und man solle bitte ruhig bleiben.

Gesagt getan, der Flugkapitän des Fluges meldet sich wenig später über das Bordmikrofon und teilt den Passagieren mit, dass es keine Verspätung gebe und man planmäßig in Brüssel landen werde. Tja. Was sagen Sie? Wie mag wohl die Reaktion der Passagiere gewesen sein?

Falls Sie jetzt meinen, ich phantasiere mir hier eine Gruselgeschichte zusammen, dem ist freilich nicht so. Ich verweise auf die Webseite www.flightstats.com – dort können Sie die historischen Ankunftszeiten der Flüge vom 22.03.2016 am Brüsseler Flughafen abrufen. Man möchte nicht glauben, wie viele der Flieger bis 9 Uhr 30 dort planmäßig landeten, obwohl der (offiziell verlautbarte) Terroranschlag knapp vor 8 Uhr stattgefunden haben soll.

Es gibt nun zwei Erklärungsmöglichkeiten – beide sind für den gewöhnlichen Bürger nicht angenehm, nichtsdestotrotz wird man sich damit auseinandersetzen müssen:

(1) Die offizielle Version des Anschlags ist faktisch korrekt.
Die nationale und internationale Flugsicherung hat vollkommen versagt, da es scheinbar kein Prozedere für solch einen Ernstfall gibt. Wird nun beispielsweise ein Flughafen von Terroristen gestürmt, besetzt und das Gebäude mit Sprengladungen versehen, landen trotzdem noch eine Vielzahl an Flugzeugen. Werden nun die Passagiere in den Flugzeugen belassen (wie lange?) oder sie (wohin?) evakuiert und wer ordnet es an und von wem wird eine mögliche Evakuierung durchgeführt? Gibt es diesbezüglich auf jedem Flughafen ein einstudiertes Prozedere oder ist in solchen Fällen nur Chaos und Achselzucken und Hilflosigkeit zu erwarten? Und ist es wirklich förderlich für den Seelenzustand der Passagiere, einen Flughafen anzufliegen, der sozusagen unter »Beschuss« liegt?

(2) Die offizielle Version des Anschlags ist faktisch nicht korrekt.
Wäre die ganze Angelegenheit nur eine Übung gewesen, würden die Flugdaten für mich Sinn machen: So sind beispielsweise nur eine Hand voll Flüge redirected, also umgeleitet worden (wie es im Ernstfall mit Sicherheit geschehen würde), während die Mehrzahl auf den (zum Teil abgesperrten) Flughafen noch bis 9 Uhr 30 (der eine oder andere sogar später) landen durften. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass solch ein terroristisches Szenario die Flugsicherung am falschen Fuß erwischt hätte. Erinnern wir uns, einen nicht unähnlichen Anschlag gab es bereits 1985 am damals noch beschaulichen Wiener Flughafen in Schwechat.

Jetzt werden Sie natürlich mit den Augen rollen und den Kopf schütteln, weil ich in Betracht ziehe, dass es sich bei diesem Anschlag um eine mögliche Übung gehandelt haben könnte. Andererseits, wie sollen Behörden und Flugsicherung sonst auf den Ernstfall vorbereitet werden? Man stelle sich vor, solch ein Anschlag hätte sich auf einen der frequentierteren europäischen Flughäfen ereignet, beispielsweise in Frankfurt, London oder Paris, wo es im Minutentakt Starts und Landungen gibt. Und was, wenn Terroristen Landebahnen stürmen oder besetzen, müssen die Flugzeuge trotzdem landen? Ich bin mir sicher, dass die Flugsicherung innerhalb kürzester Zeit ein Notfallsprozedere aktiviert und die relevanten Flüge in der Luft belässt bzw. umleitet.

Ich gebe zu, ich habe mir die Mainstream-Berichterstattung zu diesem Ereignis nicht angeguckt und gut möglich, dass die Presse zu dieser von mir festgestellten Merkwürdigkeit eine einfache Erklärung zur Hand hatte. Und falls nicht, nun, dann fragen Sie besser vor Ihrem nächsten Flugantritt die Pressestelle der Airline, ob man die Passagiere in ein »Kriegsgebiet« ausladen würde.

P.S: Vielleicht werden Sie aus dem Ganzen schlau, aber ich begreife das jetzt nicht:

BRU_Kalitta_19-00

Der Flieger ist um 11h20 Brüsseler Zeit von Cincinnati (USA) abgeflogen. Zu diesem Zeitpunkt hätte man die Airline längst informieren müssen, dass der Zielflughafen, nun ja, teilweise in Trümmer liegt und man besser einen anderen Flughafen anfliegen oder gleich den ganzen Flug stornieren sollte. Der Anschlag dürfte jedenfalls niemanden in den USA sonderlich bekümmert haben, weil der Flieger planmäßig um 19 Uhr in Brüssel landete. Vielleicht hat ja der Kapitän vor dem Start eine Umfrage unter den Passagieren durchgeführt, weil democracy, you know?!

P.S.S: Okay, natürlich gäbe es dann noch eine 3. Möglichkeit, nämlich dass die Datenbank fehlerhaft ist, was natürlich eine Katastrophe für das Unternehmen flightstats wäre, weil sie gutes Geld damit verdienen. Ach ja, der Vollständigkeit halber muss man natürlich auch erwähnen, dass virtuelle Daten manipuliert werden können. Faites vos jeux.