richard k. breuer

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Was der Mainstream verschweigt: Präsident Duterte, Philippinen

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Auf den Punkt gebracht für den eiligen Leser: Die westlichen Medienhäuser versuchen mit allen Tricks aus der Propagandakiste den mit überwältigender Mehrheit gewählten philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte – Vater von vier Kindern – anzuschwärzen und in Blut zu tauchen. Ohne die historischen Hintergründe und gegenwärtige Zustände des Landes zu kennen, kann sich der gewöhnliche Medienkonsument keinen Reim auf diesen „ruchlosen Anti-Drogen-Hardliner“ und „international verfemten Präsidenten“ machen. Wir haben es hier mit einer bewusst inszenierten medialen Hetzkampagne zu tun, deren Sinn m. E. nur darin liegen kann, eine kommende (illegale und völkerrechtswidrige) Intervention westlicher Globalisten zu rechtfertigen. Siehe Libyen, anno 2011.

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Der ganz normale geopolitische Wahnsinn, Jänner 2015

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Nur für den Fall, dass Sie sich fragen, was in der Welt verdammt noch mal vor sich geht, möchte ich Ihnen auf die Sprünge helfen. Freilich, ich bin genausowenig allwissend wie die Herren Redakteure und die Frauen Journalisten in den unabhängigen und freien Medien. Und im Gegensatz zu diesen, werde ich auch nicht für mein vages Wissen mit Silbermünzen bezahlt. So. Kommen wir zu des Pudels Kern.

Die Provokationen Washingtons und Brüssels gegenüber Moskau nehmen zu. Es scheint, als möchten die hohen Herren im Vorder- und im Hintergrund mit dem Feuer spielen. Niemand, der Angst hätte, sich die Finger zu verbrennen. Seltsam, nicht? Meines Erachtens ist es die Verzweiflung, die Washington dazu verleitet, mittels einer humanen Politik Russland auszugrenzen, zu boykottieren und somit in die Ecke zu drängen.

Warum ist Washington verzweifelt? Nun, die Zeichen stehen auf Sturm. Der PedroPetro-Dollar [Erdöl gegen Dollarscheine] bewahrt die USA vor dem Bankrott. Würden nun die BRICS-Staaten [Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika] ernst machen und Erdöl auch gegen andere Währungen verkaufen, tja, dann wäre es das Ende des Petro-Dollars. Ergo: Panik bzw. Verzweiflung in Washington. Wie die Verantwortlichen auf solch eine Gefahr reagieren, hat man in Irak und Libyen gesehen. In beiden Fällen dachten die damaligen Regierungschefs daran, ihr Erdöl gegen Euro oder Gold zu tauschen. Wie die Sache für die beiden Länder ausging, wissen Sie, oder?

Washington versucht nun mit allen Mitteln die Regierung Russlands zum Einlenken zu bewegen. Deshalb wird der Konflikt in der Ukraine genauso geschürt wie der mediale Hass gegen Moskau. Russland ist ein großes Land, reich an Mineralien, reich an Rohstoffen. Deshalb ist es eine Gefahr für die Geldmächtigen. Nur wer die Rohstoffe kontrolliert, kontrolliert die Welt, wenn man so will. Deshalb stellt Peking auch keine Gefahr dar – ist China doch auf Unmengen von Rohstoffen angewiesen, um ihren Wirtschaftsmotor am Laufen zu halten. Drosselt man die Rohstoffzufuhr ist es mit dem chinesischen Wirtschaftsaufschwung schnell vorbei. Kein Wunder also, wenn chinesische Abordnungen nach Südamerika und Afrika reisen, um dort faire Deals mit den Regierungen auszuhandeln. Doch es dauert nicht lange, dann folgen Unruhen, Umstürze und neue Regime, die diese Deals für ungültig erklären. Seltsam, nicht?

In Griechenland erwägt die neue Regierung rund um Alexis Tsipras den von den Geldmächten aufgezwungenen Sparkurs zu verlassen. Gleichzeitig distanziert man sich vor den neuen EU-Sanktionen gegenüber Moskaus. Ist es nur Bluff oder möchte man sich tatsächlich Moskau annähern? Es würde mich deshalb nicht sonderlich wundern, käme es in den nächsten Wochen und Monaten in Athen zu Unruhen und Ausschreitungen und zu einer möglichen EU/NATO-Intervention. Übrigens, haben Sie auch gehört, dass ein griechischer F-16 Abfangjäger in Spanien gecrasht ist? Shit happens.

Also, ich bin kein Herr oder Frau Redakteur in den gut geheizten Pressestuben, aber es wird schön langsam an der Zeit, diese in die Pflicht zu nehmen. Wenn uns mal die Raketen, Drohnen und Bomben um die Ohren fliegen, ist es zu spät, da helfen auch keine Beteuerungen und Entschuldigungen. Die Geldmächtigen, das ist anzunehmen, sind nicht bereit, das sinkende Schiff zu verlassen. Nope. Sie machen, was sie schon immer gemacht haben, wenn der Kahn am Absaufen ist: Revolutionen, Konflikte und Kriege. Und wenn sich der Rauch wieder gelegt hat, werden die selben Mechanismen (aber mit neuen Namen) angewandt, um die Völker in der [Geld- und Rohstoff-]Abhängigkeit zu belassen. Oder glauben Sie ernsthaft, es geht diesen Leuten an den Hebeln darum, die Welt zu einem schöneren Flecken zu machen?

Hätten wir eine freie und unabhängige Presse, hätten wir ehrliche Politiker (ist’s ein Widerspruch?) und gäbe es nur eine Hand voll mutige Bürger, die sich getrauten, den Teufel beim Namen zu nennen, wir würden nicht in der Situation sein, in der wir heute sind und morgen sein werden. Dieses Mantra gilt es zu wiederholen. Immer und immer wieder.