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Wenn Aliens Hakenkreuze tragen: eine Replik

Standard_Aliens
„When and if fascism comes to America it will not be labeled ‚made in Germany‘; it will not be marked with a swastika; it will not even be called fascism; it wil be called, of course, ‚Americanism'“, Prof. Halford E. Luccock, Divinity School of Yale University, New York Times vom 12.09.1938

Sehr geehrte Frau Sterkl,

wie ich dem allwissenden Internet entnehme, sind Sie zehn Jahre jünger als ich. Ja, vor zehn Jahren, ich gestehe es hier und heute, scherte ich mich nicht sonderlich um die Welt da draußen. Ich glaubte, zu wissen, wie der Hase läuft, ja, ich dachte, ich wäre gut informiert, zumal ich die Unterscheidung zwischen Boulevard- und Qualitätspresse machte. Später musste ich zum meinem Erschrecken feststellen, dass ich Zeit meines Lebens auf das falsche Pferd gesetzt wurde. Der Mainstream klärt nicht auf, nein, er verhüllt und lenkt ab. Ihr Artikel in der Wochenendausgabe Der Standard vom 5./6. September 2015 zeigt, wie es gemacht wird, die subtil-plakative Manipulation der gutgläubigen Leser.

Liest man den Artikel unter der Rubrik Agenda: Rechter Glaube, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Zum Einen ist es der Versuch, die FPÖ als eine Ansammlung „rechter Esoteriker, die an UFOs glauben“ lächerlich zu machen. Zum Anderen – und da wird es persönlich – werden Verschwörungstheoretiker in die „rechtsextreme“ Ecke gestellt. Sie schreiben:

Rechtsextreme seien auf Verschwörungstheorien angewiesen, sagt der Berliner Schriftsteller und Musiker Daniel Kulla, der mit seinem Buch Entschwörungstheorie eine Systematik solcher Denkmuster erstellt hat. „Nazis und alle anderen Nationalisten nutzen und entwickeln Verschwörungserzählungen, um Risse im Weltbild zu kitten“, so Kulla.

Verehrte Frau Sterkl, was wissen Sie eigentlich von der Welt da draußen? Haben Sie sich schon einmal mit offenen Augen umgesehen? Gewiss, Sie werden dafür bezahlt, zu schreiben, was Chefredakteure und Ressortleiter lesen möchten. Aber vielleicht nutzen Sie die eine oder andere freie Minute und recherchieren geschichtsträchtige Ereignisse abseits der ausgetretenen Pfade. Sie werden alsbald erkennen, dass nichts ist wie es uns seit klein auf eingetrichtert wurde. Das ist eine schockierende Erfahrung – aber wenn Sie es ernst meinen, als Journalistin, dann darf Sie das nicht weiter bekümmern. Die Bürger dieses Landes vertrauen Ihnen und Ihrer Zunft. Sollten Sie weiterhin all die Silberlinge einstreichen und manipulative Artikel veröffentlichen, dann sollten Sie sich nicht wundern, wenn Ihre Kindeskinder nur noch die „Freiheit“ haben werden, sagen zu dürfen, dass „zwei plus zwei vier ist“. Sie machen sich hier und heute mitschuldig, nämlich daran, dass der Zug in eine totalitäre Richtung geht, eine Richtung, die Orwell recht genau vorgezeichnet hat. Ich empfehle deshalb, dass Sie 1984 ein weiteres Mal zur Hand nehmen.

Die Beeinflussung der Masse ist umso größer, je mehr sie von der gebildeten Schicht unterstützt und keine Kritik daran zugelassen wird. Diese Lektion haben Hitler und viele andere gelernt, bis auf den heutigen Tag.
Noam Chomsky
Media Control: Wie die Medien uns manipulieren
Piper, München 2006, S.30;

Falls Sie also noch guten Willens sind, Frau Sterkl, lade ich Sie ein, mein Sachbuch Con$piracy: Eine andere Wahrheit zu lesen. Keine Angst, darin kommen weder UFOs noch Chemtrails noch Zion-Manifeste vor. Vielmehr habe ich gut dokumentierte Ereignisse, die (mit Absicht) in Vergessenheit gerieten, behandelt, beispielsweise Guatemala 1954 oder Afghanistan 1979. Auch beschäftigt sich das Buch mit der Frage, wie Geld entsteht, wie es in Umlauf kommt und welche Auswirkungen der Zinseszins hat. Leider muss ich Ihnen aber für die 600-seitige Arbeitsunterlage (inkl. 1114 Fußnoten) einen Kostenersatz von € 20 in Rechnung stellen. Im Gegensatz zu Ihnen werde ich für mein Geschreibsel nicht bezahlt.

Falls Sie es ablehnen, in Eigenregie publizierte Bücher zu lesen, dann empfehle ich Ihnen die folgenden Vorträge, die (legal) auf youtube zu finden sind:

Univ.-Prof. R. Hausfeld:Warum schweigen die Lämmer?“: Hier erfahren wir, wie die Gesellschaft beeinflusst bzw. manipuliert wird.

Univ.-Prof. J. Kroth: Propaganda and Manipulation: How mass media engineers and distorts our perceptions: Hier erfahren wir, wie Massenmedien unsere Wahrnehmung (von Ereignissen) erzeugen bzw. verzerren.

Sehr empfehlenswert ist der Blog memoryhole von Univ.-Prof. James F. Tracy. Dort werden offizielle Erklärungen vergangener und gegenwärtiger Ereignisse auf den Prüfstand gestellt und Widersprüche und Ungereimtheiten dokumentiert. In einem Artikel mit dem Titel The CIA and the Media: 50 Historical Facts the World Needs to Know beleuchtet Prof. Tracy das Zusammenspiel des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA mit amerikanischen und europäischen Medienkonzernen. Man sollte sich also nicht wundern, wenn in so mancher Zeitung eine Anti-Russland-Stimmung geschürt wird.

Falls Sie sich für (asugewogene) Dokumentarfilme erwärmen können, empfehle ich die (in ARTE ausgestrahlte) Doku Why we fight – Amerikas Kriege von Eugene Jarecki aus dem Jahr 2005. Oder all die herausragenden epischen BBC-Dokumentarfilme von Adam Curtis, der sich beispielsweise in The Century of the Self mit Sigmund Freud und seinem amerikanischen Doppelneffen Edward Bernays, dem „Erfinder“ der PR, beschäftigt. Auch sehr erhellend ist die (im ZDF ausgestrahlte) Doku War made easy: Wenn Amerikas Präsidenten lügen – darin kommt der beeindruckende US-Senator Wayne Morse zu Wort, der als einer der wenigen damaligen Politiker versuchte, den Vietnamkrieg zu verhindern.

Ich denke, das sollte für den Anfang genügen. Falls Sie Fragen haben, nur zu, ich stehe aufgeklärten Bürgern gerne Rede und Antwort.

Das Internet, die Macht und die Angst

Durch Zufall auf den Blogbeitrag von PB. gestoßen. Der Autor ist Dozent für E-Business, New Media Culture und Social Media Lab, sowie digitaler Botschafter an einer deutschen Universität. Seine vier Thesen, warum das Internet der Macht Angst machen soll, sind lieb gemeint, aber zeigen, warum die breite Masse genauso wie die ›gebildete Minderheit‹ nicht in der Lage sind, zu begreifen, dass ihre Welt ein potemkinsches Dorf ist. PB. ist Dozent und doziert an einer Universität. Mit anderen Worten, er ist es, der jungen, wissbegierigen Menschen auf die Sprünge hilft, der ihnen zeigt, was sie über die Welt da draußen denken sollen und wie sie darüber zu denken haben. Seine vier Thesen sind, nun ja, so lala. Da sprüht kein Funke Originalität. Es ist die gewohnte Einbahnstraße. Würde nun ein Student in entgegengesetzten Bahnen denken und seine Gedanken aussprechen, ich befürchte, er würde sich im Auditorium der Lächerlichkeit preisgeben.

Dozent BP. fragt also in seinem Beitrag recht naiv, warum macht das Internet der Macht Angst. Die Antwort ist einfach. Es ist nun einmal so, dass »die Macht« vor gar nichts Angst hat. Weder vor dem Internet noch vor dem heiligen Geist. Wir dürfen nicht vergessen, dass das World Wide Web ein Geschenk des US-Militärs war – ausgedacht von Hippies, die im Solde des US-Verteidigungsministeriums sich das Hirn mit Drogen vollpumpten. Klingt unglaublich, nicht? Wie dem auch sei, das Internet war keine Göttergabe, sondern ein trojanisches Pferd, wenn man so will. Sehen Sie, die Elitisten, die in der Machtpyramide ganz oben sitzen, können die breite Masse nach belieben steuern. Wobei sie nicht die Masse per se steuern, sondern die Bahnen vorgeben, in der gedacht und gehandelt werden darf. Der Einzelne folgt der Herde – wohin diese auch immer gehen mag. Siehe hierzu die Essays von Edward Bernays, dem Neffen Sigmund Freuds, der in den 1920ern die Öffentlichkeitsarbeit/Public Relations in den USA erfand und der Meinung war, dass die ‚gebildete Minderheit‘ die breite Masse lenken müsse.

Die größte Gefahr für »die Macht« (Wie würde sie Dozent PB. definieren? Wer versteckt sich seiner Meinung nach dahinter?) ist die geistige und physische Unabhängigkeit des Einzelnen und ein kooperatives Gemeinschaftswesen. Warum? Weil jeder Mensch (und jede Region), der vollkommen unabhängig ist – oder diese Unabhängigkeit wenigstens anstrebt -, nicht erpressbar ist. So funktioniert das gegenwärtige System ›der Mächtigen‹ nämlich. »Die Macht« zwingt den Einzelnen nicht mit vorgehaltener Pistole, sondern verteilt durch ihre Handlanger Zuckerbrot und Peitsche. Würde Dozent PB. das potemkinsche Dorf verlassen, wandelte er auf gefährlichem Terrain und würde von der Geschäftsleitung der Universität dezent darauf hingewiesen, in der Spur zu bleiben. Predigt er hingegen das Banale des Mainstream – wie aus seinem Beitrag hervorgeht – darf er sich einer universitären Karriere sicher sein. Siehe dazu die Arbeit von Noam Chomsky und Edward S. Herman in Manufacturing Consent.

Also, halten wir fest, was »die Macht« mit allen Mitteln untergräbt: Selbstständigkeit des Einzelnen, gemeinschaftlich-kooperatives Gefüge, autarke Regionen, populäre Querdenker, freie Presse*, traditionelle Werte, religiöser Glaube, regionale Währungen, geldfreie Gesellschaft, freie Wissenschaft*, usw. Es kommt zum Beispiel nicht von ungefähr, dass die Kommunisten in den 1920ern die Familie und die Religion für besonders gefährlich hielten (für ihre ‚rote Revolution‘) und alles daran setzten, diese ›abzuschaffen‹ (was paradoxerweise dem kapitalistischen Westen besser gelang, wobei hier anzumerken ist, dass der Kommunismus nur eine Erfindung ›der Mächtigen‹ war; unglaublich, nicht?). Als sich in den 1860ern einige Staaten im Staatenbund der USA lossagen wollten, wurden sie mit größter Brutalität von ›den Mächtigen‹ gezwungen, diese Absicht aufzugeben. In den 1960ern setzte die Französische Regierung alles daran, den Bretonen in der Bretagne ihre Eigenheiten auszutreiben – allen voran ihre Sprache, die ihre keltischen, nicht französischen Wurzeln verrieten. Beginnend in den 1950ern infiltrierte das FBI in den USA Gewerkschaften und ‚kommunistische Organisationen‘, in den 1960ern Bürgerrechtsbewegungen … Die Einträge in dieser Liste gehen beinahe ins Unendliche. Weil die »Mächtigen« seit jeher alles tun, um »die Macht« zu stärken und voranzutreiben und dabei auf willige Handlanger und Vollstrecker vertrauen können. PB. mag ein Handlanger sein. Sei es bewusst, sei es unbewusst. Aber er ist einer. Freilich, einer von vielen, einer von sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr vielen.

* Natürlich gibt es weder einen freien Presse- noch einen freien Wissenschaftsapparat. Ich weiß, das will niemand hören, niemand akzeptieren, aber die Indizien sprechen eine all zu deutliche Sprache. Auf den Nenner gebracht: Wer zahl, schafft an.

Das Zeitungssterben oder Die Diskussion, die keine ist

Wir haben es sehr eilig eine telegraphische Verbindung zwischen Maine und Texas einzurichten. Aber Maine und Texas haben sich eventuell gar nichts Wichtiges mitzuteilen. […] Als ob es die Hauptsache wäre, schnell zu sprechen statt vernünftig. Wir bemühen uns eifrig, eine telegraphische Verbindung durch den Atlantischen Ozean herzustellen und die Alte Welt der Neuen um einige Wochen näher zu bringen. Die erste Nachricht aber, die auf diese Weise in das breite, amerikanische Klapprohr hineintröpfelt, lautet vielleicht: Prinzessin Adelheid hat den Keuchhusten.

Henry D. Thoreau
Walden oder Leben in den Wäldern [1854/1922 link]

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Ich habe dort über unabhängige Presse gesprochen und die These vertreten, daß der Dämon des Geldverdienens nicht nur den bürgerlichen Idealismus im allgemeinen, sondern auch die Wahrheitsliebe der Presse zu zerstören begonnen habe und sie schließlich völlig zerstören werde.
Paul Sethe
Mitherausgeber der FAZ
in einem Brief vom 8. Februar 1957

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Ein Blog-Artikel zum Thema Zeitungssterben, aufgeschrieben vom Journalisten Richard Gutjahr, hat im Twitter-Universum die Runde gemacht. Man könnte neben dem »Zeitungssterben« natürlich auch über die Illusionsmaschine Social Community nachdenken, die den Einzelnen glauben macht, eine Rolle zu spielen – siehe hierzu diesen Beitrag. Man könnte auch über die Frage sinnieren, was denn nun eigentlich der Unterschied zwischen Information und Nachricht sei. Ist der Keuchhusten von Prinzessin Adelheid eine Nachricht? Diesbezüglich sei auf das bereits Mitte der 1980er erschienene Buch von Neil Postman Wir amüsieren uns zu Tode [Kapitel 5] verwiesen, der sich über diese Fragen Gedanken macht. Zurück zum Blogbeitrag, wo sechs »Medienprofis« über die Zukunft der Zeitung« Stellung nahmen. Man kann sich das Lesen der einzelnen Beiträge getrost sparen, es reicht, deren »Berufsfeld« zu kennen, um zu wissen, wohin die Antwort galoppiert. Und allein, dass genau jene sechs »Medienprofis« ausgewählt wurden, zeigt eigentlich schon, wie es um die Zukunft der Gesellschaft bestellt ist. Niemand von diesen machte sich darüber Gedanken, worum es eigentlich geht. Eine Zeitung zu drucken und – wichtiger – zu vertreiben, kann nur von einer kleinen elitären Schicht betrieben werden – im Gegensatz zu einem Blogbeitrag oder einer Webzeitung. Mit anderen Worten, die Presse ist nicht demokratisch und war es auch nie – ganz im Gegenteil. Ihre Aufgabe war und ist einerseits die breite Masse abzulenken, sie zu ver-amüsieren, andererseits die intellektuelle Schicht zu beeinflussen, auf dass diese wiederum die breite Masse beeinflusst. Der amerikanische Linguist Noam Chomsky widmete der »gesellschaftlichen Konsensherstellung« [manufacturing consent] viele Essays und Bücher – Edward Bernays, der Neffe Sigmund Freuds und »Erfinder« der Public Relations ging davon aus, dass Demokratie nur dann funktionieren könne, wenn eine »intelligente Minderheit« diesen Konsens in der Gesellschaft künstlich herstellte. Diese Überlegungen spielen freilich in der alle Monate wieder erscheinenden Zeitungssterben-Diskussion keine Rolle. Das Schlusswort überlasse ich George Orwell.

Es gab eine ganze Reihe von Abteilungen [im Ministerium für Wahrheit], die wertlose Zeitungen produzierten, die nur Sport, Verbrechen und Horoskope enthielten.«
1984
George Orwell
[meine Übersetzung]

Das Erwachen der Leidenschaftlichkeit oder Bildung 2.0

Man sollte die Hoffnung nie aufgeben. Hin und wieder begegnen einem die wunderbarsten Überlegungen, ausgesprochen von Menschen, die sich dem Mainstream widersetzen. Das mag mitunter nicht ungefährlich sein, im Besonderen, wenn es Menschen sind, die im Rampenlicht stehen, sei es in Universitäten, sei es auf Bühnen. Der lange Arm eines – nach außen hin – konservativen Establishments (tatsächlich ist es progressiv, geht es doch den Elitisten vorrangig darum, ihren Einflussbereich auf Kosten der Bürger zu vergrößern), ja, der lange Arm des Establishments reicht weit und macht keine Geschenke. Sagen wir es einmal so.

In der vom ZDF ausgestrahlten TV-Sendung »Precht« spricht Philosoph und Feschak Richard David Precht mit dem Hirnforscher Gerald Hüther über den »Skandal Schule«. Sie gehen der Frage nach, ob lernen dumm macht und streifen dabei so manch gefährliches Terrain. Zwischen den Zeilen kann man sogar Revolutionäres heraushören, so man es möchte. Kurz gesagt, das rund 40-minütige Gespräch ist ein Juwel in der Mainstream-Medien-Landschaft. Dass als Sendeplatz ein nächtlicher Sonntag (23h25) ausgewählt wurde, spricht wohl dafür, dass die TV-Leitung die Brisanz erkannt haben dürfte. Nicht anders der ORF, der konsum- und gesellschaftskritische Dokumentarfilme wie Spurlocks »Supersize me« ebenfalls in die sonntäglichen Nachtstunden verlegt. Aus den müden Augen aus dem Sinn, sozusagen. Über die Fehler der gegenwärtigen Schulbildung machte sich auch Sir Ken Robinson seine amüsanten Gedanken: youtube. Wer sich die ZDF-Sendung ansehen möchte, den verweise ich auf youtube, dort sollte sie zu finden sein, inklusiv einer Vielzahl an Kommentaren, in denen es heißt, es hätte sich schon vieles zum Besseren geändert. Ach, ach.

Da ich gerade Noam Chomsky Medien-Kritik lese, kann man getrost festhalten, dass in einer Demokratie medial genauso gelogen und gebogen wird, wie in einem totalitären System. Der Unterschied mag nur die Art und Weise sein, wie Druck auf die Mitglieder der Gesellschaft ausgeübt wird. Während in einem totalitären System der Einzelne Angst vor dem Polizisten auf der Straße hat, ist es in einem pseudo-demokratischen System die Angst vor dem Polizisten im Kopf. Dahingehend verweise ich auf die Gesprächsrunde mit Prof. Richard Wolff und Prof. David Harvey in der Charlie Rose Show. Die beiden Wissenschaftler erzählen frank und frei, dass in den US-Universitäten eine »Orthodoxie« herrscht, die gewisse Meinungen und Überlegungen nicht erlaubt – im Besonderen, wenn es um das Infragestellen des herrschenden Wirtschaftssystems geht. So viel dazu.