Schlagwort-Archive: Corona

Als wir gezwungen wurden, Duschhauben zu tragen #Covid-19

Es war einmal, vielleicht, vielleicht auch nicht, in einem weit weit entfernten Land mit Namen Freedonia, als eine unheimliche Krankheit die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzte. War es die Pest? Tuberkulose? Gar Typhus? Die Experten waren sich uneinig und nannten diese Krankheit Königsschnupfen. Die Symptome dieser hoch ansteckenden Krankheit waren so vielfältig, wie man es noch nie zuvor gesehen und erlebt hatte. Manche berichten von einem trockenen Husten, andere von einem schleimigen Hals, immer wieder hört man von Kopfschmerzen – einmal spitz, einmal brummend – und einem Gefühl der Abgeschlagenheit, besonders nach getaner Arbeit, wenn die strebsame Bevölkerung aus Fabriken und Bürohäusern strömte. Die Zeitungen des Landes und die TV-Nachrichten schlugen mit jedem Tag die Hände über den Kopf zusammen und bekreuzigten sich. Hatte hier vielleicht der Teufel seinen Pferdefuß in die Tür gestellt? So gab es Menschen, alt und gebrechlich, längst über dem Durchschnittsalter, zuweilen mit schwerwiegenden Vorerkrankungen, die sanft entschliefen. Panik brach in der Bevölkerung aus. Wie konnte diese so gefährliche Krankheit entstehen? Man blätterte in alten Büchern, kramte in den Archiven – aber nichts wurde gefunden, das von solch einer unheimlichen Krankheit erzählte. Resignation machte sich breit, weil die stündlich hinausposaunte Statistik über die Zunahme der Kranken, die die oben erwähnten Symptome aufwiesen, die Hoffnung auf Besserung zerstörte.

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Die Kaiserliche Infektionsordnung von 1551 und die COVID-19 Maßnahmen, Anno 2020

Falls Sie der Meinung sind, die Medizin hätte in den letzten 500 Jahren große Fortschritte gemacht, muss ich Sie enttäuschen. Die Kaiserliche Infektionsordnung aus dem Jahr 1551 weist frappante Ähnlichkeiten mit den gegenwärtigen Maßnahmen zur „Eindämmung“ von Covid-19 auf. Während sich die Wiener seinerzeit unter anderem mit der asiatischen Beulenpest herumschlagen mussten, die aus Ungarn eingeschleppt wurde, plagen wir uns rund 500 Jahre später mit dem Königsschnupfen herum und glauben, das Ende der Welt sei gekommen.

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Die Leichtgläubigkeit der Bevölkerung und der Schock der Generation Y

Der gesellschaftlich-wirtschaftliche Shutdown, den Politiker weltweit für unumgänglich hielten und halten, um einen potenziellen „Killervirus“ in die Schranken zu weisen, hat Pandoras Kistchen geöffnet. Nun ist politisch alles möglich, alles erlaubt, um die sogenannte Ansteckungsrate („flatten the curve“) zu reduzieren. Einschränkungen der Bürgerrechte, die sich kein Diktator oder Tyrann hätte ausdenken können, sind nun an der Tagesordnung. Alles zum Wohle der Menschheit. Aber wenn Sie sich mit der Historie, mit der wahren Historie, beschäftigen, dann sollten Sie längst festgestellt haben, dass das Establishment sich keinen Deut um die Leutchen da unten schert. Es ist immer das selbe Schauspiel, das da gespielt wird – nur die Bühnendekoration ist eine andere. Same sh*t, different smell, wie es schön heißt.

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Die Renaissance des MIttelalters, anno 2020 #COVID-19

Ach, das Mittelalter. Schaurig schöne Geschichten haben wir darüber in der Schule gehört und im Kino gesehen. Wir haben uns gewundert, vielleicht auch amüsiert. All die schmutzigen und einfältigen Menschen, die so leicht einzuschüchtern waren, die vor den Fürsten in den Burgen und in den Kirchen zur Kreuze krochen, bestrebt, ja nicht in Ungnade zu fallen. Der moderne Mensch glaubt sich aufgeklärt und frei, er belächelt seine Vorfahren, die an Seele und Sünde so stark festhielten, dass es die merkwürdigsten hellen wie dunklen Blüten trieb – so wir den überlieferten Quellen vertrauen wollen. Ich tue es freilich nur eingeschränkt, weil, ich sage es ja immer wieder, die Historie eine gut erfundene Geschichte ist, auf die man sich geeinigt hat.

„In ihren Zimmern steht auf einer kleinen Banke eine Schüssel mit Wasser, in welcher sich ein jeder die Hände waschen muß.“ *

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Eine Grippewelle macht Geschichte #COVID-19

Als Schriftsteller ist man es gewohnt, mutterseelenallein im Elfenbeinturm beim Schreibtisch zu sitzen und all die vielen oder wenigen Gedanken und Inspirationen zu Papier zu bringen. Man befindet sich somit in einer freiwilligen Quarantäne – weil, wenn deine Muse dir einen Besuch abstattet, dann hast du gefälligst zu bleiben und alles zu tun, um ihr den Aufenthalt so angenehm wie nur möglich zu machen. So ist das.

Die Zitate im Beitrag stammen von Epidemiologist Tom Jefferson, der dem Spiegel im Jahr 2009 reinen Wein bezüglich der Schweinegrippe-Pandemie einschenkte. Der Artikel A Whole Industry Is Waiting For A Pandemic ist ein must-read! Würde mich nicht wundern, wenn die Spiegel-Redaktion demnächst eine „Klarstellung“ hinzufügt, um einer „Verharmlosung“ der gegenwärtigen Zustände entgegenzutreten. Siehe beispielsweise Radio Eins, die die Virologin Dr. Mölling zwar zum Interview baten, aber enttäuscht waren, dass die em. Professorin den Angst-Hype nicht weiter schüren wollte.

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