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Alles andere bleibt eine Erinnerung #Leben #Liebe #Literatur

Gestern war es also. Der Schlusspunkt wurde gesetzt. Die Geschichte beendet. Nun gilt es, das in musischer Wollust in rund 12 Wochen hingeworfene rohe Geschreibsel mit nüchternem Blick zu überarbeiten. Viel ist gesagt, noch mehr gedacht worden. Die unglaublichen Erlebnisse zwischen E., der eigentlich R. ist und A., die eigentlich P. ist, sind ein Meilenstein gelebter Literatur, die in die Unwirklichkeit greift. Jetzt, wo der Bogen geschlossen ist – der allerletzte Brief fehlt freilich noch – es nichts mehr zu ersinnen und zu erhoffen gibt, macht sich im Schreiber dieser Zeilen, der sich gerne Dichter nennt und doch nur Mann ist, die Leere breit. Es ist freilich nicht das erste Mal, dass er diese Leere spürt.

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Ein flüchtiger Gedanke, in Schwarz und Weiß

Gestern war es, als sich in mir ein flüchtiger Gedanke regte, der meiner Traumwelt entsprungen sein musste. Dieser so unscheinbare Gedanke veranlasste mich, in eine verschlungene Poesie einzutauchen, mich zu verlieren, um einen magischen Moment zu gewinnen. Dieser magische Moment fand am Ende der Dichtung den Weg in die Realität. Dort, wo sich das Schwarze mit dem Weißen vor den Augen des Dichters in höchster Vollendung verband, wo es ein Ziehen und ein Loslassen gab, welches die Spannung aufrechtzuerhalten schien. Nicht für lange. Nur für eine kurze Weile. Aber was wurden da für Gefühle in des Dichters Brust losgetreten? Wonne, möchte man schreiben, aber wie kläglich ist es, wenn der Mensch nach Worten und Begriffen suchen muss, die nichts, aber auch gar nichts erklären und immer nur Platzhalter für das ganz Besondere sind.

Augenblick um Augenblick. Viele Bilder, die da kommen und gehen. Der Herzschlag ist dabei merklich erhöht. Es gilt sich zu kneifen, will man am Ende die Gewissheit haben, dass der Traum Realität und die Realität Traum wurde. Das Wogen eines überkreuzten schwarzen Sterns, verbunden mit einem weißen Knoten, der das träumerische Konstrukt fest zusammenband, lässt mich in einen siebten Himmel fallen. Die Bereitwilligkeit im Geben war so überwältigend, dass es das Herz förmlich zum Zerspringen brachte.

Ja, selten sind solche Momente, deshalb werden sie auch magische genannt. Und wenn du Glück hast, sehr großes Glück, dann wird dir solch ein Moment zuteil. Du wirst ihn nicht fassen, nicht halten können, und doch wird er ewig in dir sein.

Als Stern und Knoten voneinander gelöst wurden, als sich der Moment wieder verabschiedete, war mit einmal alles an seinem natürlichen Platz. Nur des Dichters Herzschlag pochte übernatürlich laut.

Du hast ihn geahnt
Du hast ihn gehört.
Du hast ihn verstanden.

Poetische Tränen #Azadeh

Es gilt das Besondere festzuhalten. Kostbar sind jene Momente, die einem die innere Welt näherbringen. Es gibt freilich keine Erklärung. Es ist wie es ist. Wir können nur mit Ehrfurcht das Erlebte festhalten, auch wenn Worte und Sätze dafür nicht ausreichen. Das göttliche Prinzip kann niemals von Menschen erforscht und ergründet werden. Wer es versucht, muss kläglich scheitern. Nur die schöne, wahre und gute Kunst mag einen Weg gefunden haben, sich dieses Prinzips anzunähern. Und doch bleibt am Ende alles nur Fragment.

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