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Das Internet, die Macht und die Angst

Durch Zufall auf den Blogbeitrag von PB. gestoßen. Der Autor ist Dozent für E-Business, New Media Culture und Social Media Lab, sowie digitaler Botschafter an einer deutschen Universität. Seine vier Thesen, warum das Internet der Macht Angst machen soll, sind lieb gemeint, aber zeigen, warum die breite Masse genauso wie die ›gebildete Minderheit‹ nicht in der Lage sind, zu begreifen, dass ihre Welt ein potemkinsches Dorf ist. PB. ist Dozent und doziert an einer Universität. Mit anderen Worten, er ist es, der jungen, wissbegierigen Menschen auf die Sprünge hilft, der ihnen zeigt, was sie über die Welt da draußen denken sollen und wie sie darüber zu denken haben. Seine vier Thesen sind, nun ja, so lala. Da sprüht kein Funke Originalität. Es ist die gewohnte Einbahnstraße. Würde nun ein Student in entgegengesetzten Bahnen denken und seine Gedanken aussprechen, ich befürchte, er würde sich im Auditorium der Lächerlichkeit preisgeben.

Dozent BP. fragt also in seinem Beitrag recht naiv, warum macht das Internet der Macht Angst. Die Antwort ist einfach. Es ist nun einmal so, dass »die Macht« vor gar nichts Angst hat. Weder vor dem Internet noch vor dem heiligen Geist. Wir dürfen nicht vergessen, dass das World Wide Web ein Geschenk des US-Militärs war – ausgedacht von Hippies, die im Solde des US-Verteidigungsministeriums sich das Hirn mit Drogen vollpumpten. Klingt unglaublich, nicht? Wie dem auch sei, das Internet war keine Göttergabe, sondern ein trojanisches Pferd, wenn man so will. Sehen Sie, die Elitisten, die in der Machtpyramide ganz oben sitzen, können die breite Masse nach belieben steuern. Wobei sie nicht die Masse per se steuern, sondern die Bahnen vorgeben, in der gedacht und gehandelt werden darf. Der Einzelne folgt der Herde – wohin diese auch immer gehen mag. Siehe hierzu die Essays von Edward Bernays, dem Neffen Sigmund Freuds, der in den 1920ern die Öffentlichkeitsarbeit/Public Relations in den USA erfand und der Meinung war, dass die ‚gebildete Minderheit‘ die breite Masse lenken müsse.

Die größte Gefahr für »die Macht« (Wie würde sie Dozent PB. definieren? Wer versteckt sich seiner Meinung nach dahinter?) ist die geistige und physische Unabhängigkeit des Einzelnen und ein kooperatives Gemeinschaftswesen. Warum? Weil jeder Mensch (und jede Region), der vollkommen unabhängig ist – oder diese Unabhängigkeit wenigstens anstrebt -, nicht erpressbar ist. So funktioniert das gegenwärtige System ›der Mächtigen‹ nämlich. »Die Macht« zwingt den Einzelnen nicht mit vorgehaltener Pistole, sondern verteilt durch ihre Handlanger Zuckerbrot und Peitsche. Würde Dozent PB. das potemkinsche Dorf verlassen, wandelte er auf gefährlichem Terrain und würde von der Geschäftsleitung der Universität dezent darauf hingewiesen, in der Spur zu bleiben. Predigt er hingegen das Banale des Mainstream – wie aus seinem Beitrag hervorgeht – darf er sich einer universitären Karriere sicher sein. Siehe dazu die Arbeit von Noam Chomsky und Edward S. Herman in Manufacturing Consent.

Also, halten wir fest, was »die Macht« mit allen Mitteln untergräbt: Selbstständigkeit des Einzelnen, gemeinschaftlich-kooperatives Gefüge, autarke Regionen, populäre Querdenker, freie Presse*, traditionelle Werte, religiöser Glaube, regionale Währungen, geldfreie Gesellschaft, freie Wissenschaft*, usw. Es kommt zum Beispiel nicht von ungefähr, dass die Kommunisten in den 1920ern die Familie und die Religion für besonders gefährlich hielten (für ihre ‚rote Revolution‘) und alles daran setzten, diese ›abzuschaffen‹ (was paradoxerweise dem kapitalistischen Westen besser gelang, wobei hier anzumerken ist, dass der Kommunismus nur eine Erfindung ›der Mächtigen‹ war; unglaublich, nicht?). Als sich in den 1860ern einige Staaten im Staatenbund der USA lossagen wollten, wurden sie mit größter Brutalität von ›den Mächtigen‹ gezwungen, diese Absicht aufzugeben. In den 1960ern setzte die Französische Regierung alles daran, den Bretonen in der Bretagne ihre Eigenheiten auszutreiben – allen voran ihre Sprache, die ihre keltischen, nicht französischen Wurzeln verrieten. Beginnend in den 1950ern infiltrierte das FBI in den USA Gewerkschaften und ‚kommunistische Organisationen‘, in den 1960ern Bürgerrechtsbewegungen … Die Einträge in dieser Liste gehen beinahe ins Unendliche. Weil die »Mächtigen« seit jeher alles tun, um »die Macht« zu stärken und voranzutreiben und dabei auf willige Handlanger und Vollstrecker vertrauen können. PB. mag ein Handlanger sein. Sei es bewusst, sei es unbewusst. Aber er ist einer. Freilich, einer von vielen, einer von sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr vielen.

* Natürlich gibt es weder einen freien Presse- noch einen freien Wissenschaftsapparat. Ich weiß, das will niemand hören, niemand akzeptieren, aber die Indizien sprechen eine all zu deutliche Sprache. Auf den Nenner gebracht: Wer zahl, schafft an.

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Amerikas geheimes Establishment – ein Vorwort von Antony C. Sutton

Vorwort des Autors

AMERICA’S SECRET ESTABLISHMENT
Eine Einführung in den Orden von Skull & Bones

Nach 16 Büchern und 25 Jahre Quellstudien dachte ich, ich hätte alles gehört … die Welt war ein verworrenes Durcheinander, höchstwahrscheinlich jenseits eines Verständnisses und mit Sicherheit jenseits einer Lösung – und es gab wenig, was ich dagegen hätte tun können. […]

Dann, vor über einem Jahr, erhielt ich einen dicken Stapel von Dokumenten – nichts Geringeres als die Mitglieder-Liste einer Amerikanischen Geheimgesellschaft. Ein kurzer Blick genügte, um festzustellen, dass es keine gewöhnliche Gruppe war. Die Namen schrien förmlich nach Macht. Nach großer Macht. Wie ich jeden Einzelnen näher untersuchte, entstand vor meinem Auge ein Schema … und die vormals so rätselhafte Welt wurde kristallklar.

Diese Bände werden erklären, warum der Westen die Sowjets und Hitler aufgebaut hat; warum wir in Kriege eintreten, um diese zu verlieren; warum Wall Street Marxisten und Nazis liebt; warum Kinder nicht lesen können; warum Kirchen Propaganda-Einrichtungen geworden sind; warum historische Fakten unterdrückt werden, warum Politiker lügen und hundert andere Warums. Diese Bände sind unendlich wichtiger als die Western Technology Serie. Wenn ich ein Opus Magnum habe, dann ist es dieses.

ANTONY C. SUTTON
Phoenix, Arizona
30. Juli 1983

Antony C. Sutton was a
research Fellow at the Hoover
Institution, Stanford University,
from 1968 to 1973. He is a former
economics professor at California
State University Los Angeles. He
was born in London in 1925 and
educated at the universities of
London, Gottingen and California
with a D.Sc. degree from
University of Southampton,
England.

*

Wanted! 13 Verschwörer für eine Arbeitsunterlage …

»Wer in Washington nicht paranoid ist, muss verrückt sein.«
Henry Kissinger
Außenminister der Vereinigten Staaten (1973 – 1977)

So! Gestern also die letzten Korrekturen im Manuskript gemacht. Damit denke ich, dass wir es hier mit einer grundvernünftigen Arbeitsunterlage zu tun haben, die ich als Taschenbuch im A5-Format drucken lassen möchte. Somit ist es möglich, einem breiten Publikum nicht nur Einsicht in die Verschwörungs- und Manipulationsversuche eines elitären Establishments zu gewähren, sondern direkt daran mitzuarbeiten. Jeder ist eingeladen, sich Gedanken über die Welt da draußen zu machen. Rückmeldungen, Feedback und Anmerkungen zum Text werde ich dann für die offizielle Publikation in Betracht ziehen. Ich glaube, dass es wichtig ist, über politische, wirtschaftliche und militärische Zusammenhänge zu reden, zu diskutieren und sich eine Meinung zu bilden. Nur dann sind wir in der Lage, über gesellschaftliche Veränderungen ernsthaft nachzudenken.

Ich würde demnach noch 13 Interessierte suchen, die sich in die Arbeitsunterlage vertiefen wollen. Natürlich werde ich niemanden zu einer Rückmeldung zwingen, hoffe aber, dass das Gelesene wenigstens neue Fragen aufwirft bzw. den von Mainstream-Medien abgesteckten Horizont ein Stück erweitert.

Der Kostenersatz für das rund 240-seitige A5-Taschenbuch beträgt €20 plus Versandspesen. Bei Interesse oder Fragen einfach eine E-Mail schreiben: telegramm[at]1668.cc – und damit keiner die Katze im Sack kaufen muss, hier das Inhaltsverzeichnis zur gefälligen Durchsicht, freilich nur als jpg-Bild – wir wollen ja nicht die Bots und Suchmaschinen einladen, konspirative Stichworte hier aufzusammeln. Ja, ein bisserl paranoid sollte man schon sein, in Zeiten der orwellschen Überwachung. Um die volle Größe des Bildes abzurufen, einfach auf das nebenstehende Bild doppelklicken. Voilá! Also, wer traut sich? Vortreten!

Inhalt

Bilderberg? Nur ein Häufchen Elite, Folks.

update: Bilderbullshitting the Public – Taki’s Magazine

update: Bilderberg 2011 – The tipping point – Guardian

Schon mal den Namen BILDERBERG gehört oder gelesen? Hm. Ja, wenn man sich mit alternativen Medien herumschlägt, dann taucht der Name immer wieder auf. Im gleichen Atemzug mit Weltverschwörung und New World Order. Hm. Wenn man sich das Who is who der Teilnehmer anguckt, die sich über die Jahrzehnte so versammelt haben, dann ist das schon recht ordentlich. Was hinter gut gesicherten und absolut verschlossenen Türen so palavert wird, nun, das weiß niemand so recht. Es darf vermutet werden, dass es nicht um das Wetter oder die anstehende Frauen-Fußball-WM in Germanien geht (wobei, die DFB-Damenauswahl hat nen hübschen Kalender gemacht, auf der die Damen, nun ja, recht freizügig abgelichtet wurden – also, für mich wäre das schon ein Gesprächsthema).

Keiner weiß also wirklich etwas, außer, dass sich sehr einflussreiche, sehr wohlhabende, sehr blaublütige, sehr angesehene, sehr interessante, sehr politische Menschen (zumeist natürlich Männer) für ein paar Tage treffen und palavern. Punkt.

Interessanter finde ich, wie über dieses Treffen in den Mainstream-Medien berichtet wird. Um ehrlich zu sein, ich glaube fast, dass der gewöhnliche Bürger von diesen Konferenzen (wollen wir sie mal so benennen) so gut wie nichts erfährt. Oder wussten Sie, dass die Konferenz für dieses Mal in der Schweiz, in St. Moritz, abgehalten wird? An diesem Pfingstwochenende? Immerhin, der Guardian schreibt darüber, wenn auch um den heißen Brei.

Jetzt könnte man natürlich sagen, diese Mitteilung ist von keinem medialen Interesse. Gut. Möglich. Aber nehmen wir den Fall, dass sich die Präsidenten und Spitzenfunktionäre der angesehensten Fußballvereine der Welt für drei Tage in eine Hotel-Anlage zurückziehen, wäre da nicht der Teufel los, im Blätterwald? Würde man da nicht beginnen, sich zu fragen, was zum Teufel die da besprechen? Und wozu sie sich treffen? Neugier ist schnell geweckt, wenn sich eine illustre Schar zusammenfindet. Das war schon immer so. Das wird auch immer so bleiben. Warum also bringen die Medien es nicht auf die erste Seite? Spekulieren über Inhalte und Themen und Agenden – zum Beispiel: über Griechenland und die EU und den Euro und die Probleme, die die Bankiers und Finanzleute alsbald haben werden. Oder über die USA, deren Wirtschaftslage gefährlich nach Depression aussieht. Oder über den arabischen Frühling und was er ausgelöst hat. Oder über die gegenwärtige inhumane Vermögensverteilung. Oder über die Gefahren des Internets und der E-Books … okay, streichen wir E-Books.

Die Welt ist komplex! Wirklich. Aber es gibt einen Wirkstoff, der in allen Ländern, in allen Köpfen funktioniert: Geld! Gut, gut, es gibt natürlich unerschrockene Leutchen, die nicht korrumpierbar sind. Aber was nutzt es, wenn du einen Unbestechlichen unter hundert Bestechlichen hast? Nichts. Eh man sich versieht, wird der Unbestechliche aus dem Rennen genommen. Ein medialer Skandal ist schnell gemacht. Und wenn das auch nichts nutzt, nun, für Geld lässt sich Vieles glatt bügeln. Yep. Das sollten wir nicht vergessen. Geld und Macht gehören zusammen. Wer Geld hat, hat auch Macht. Und wer Macht hat, hat auch Geld oder kann zu welchem kommen. Das ist wiederum nicht sonderlich komplex, oder?

Die Gefahr, mit so einem Blog-Beitrag als Verschwörungstheoretiker in eine Ecke gestellt zu werden ist groß. Sehr groß. Deshalb will ich hier und jetzt sagen, dass ich in keiner Weise daran denke, dass diese ausgesuchte Elite in irgendeiner Weise negativen wie positiven Einfluss am Weltgeschehen nimmt. Es sind nur ältere Herren, die sich für ein paar Tage eine Auszeit nehmen und das Leben genießen. Ja, das würde ich auch gerne.

Wer also ernsthaft wissen möchte, was wirklich wirklich hinter verschlossenen Hotel-Türen so besprochen wird, nun, der könnte ja eine freundliche Anfrage an einen der Herren richten. Zum Beispiel an Herrn Rothensteiner. Oder an Herrn Scholten.  Oder an Herrn Bronner. Oder an Herrn Nass. Oder an Herrn Steinbrück. Oder an Herrn Faymann. Ach so, ja, die beiden Letztgenannten sind demokratisch gewählte Politiker, die natürlich nur das Gemeinwohl ihrer Bürger im Sinn haben. Natürlich. Und wenn man sich die Leute anguckt, aus welchen Bereichen sie allesamt kommen, dann gibt’s dort alles, was man so zum Leben nicht braucht: Arzneimittelabfall, Lebensmittelmüll, Softdrinkabwasser, Elektroschrott, Autoschrott, Medienmüll und so weiter und so fort. Künstler oder Querdenker oder Philosoph oder Humanist konnte ich jedenfalls noch keinen ausmachen.Vermutlich haben sich diese als Hotelangestellte verkleidet und bedienen die Herrschaften für ein paar Münzen.

Also, ich geb zu, da kann einem schon schwindlig werden, wenn man die Liste durchsieht. Beinahe bin ich versucht, mir ein Kopfschmerzmittel einzuwerfen. Und wenn ich gerade dabei bin, frage ich mich gerade, wer die Preise für Arzneimittel, Lebensmittel, Softdrinks und dergleichen festlegt? Und wer prüft eigentlich, welche Stoffe sich denn so in den Lebensmittel, Softdrinks und Arzneimittel befinden dürfen? Und wer informiert eigentlich den Bürger? Hmm. Ja, da schmerzt der Kopf ordentlich.