Schlagwort-Archive: erik

Ich treff den verfickten Ton nicht!

Letzte Woche ein paar Tage Auszeit genommen. Am See gewesen. Rundherum spaziert. Ideen gesucht. Inspiration gefunden.

Die ersten Kapitel-Skizzen zu Tiret 2 (eigentlich Brouillé) vorbildlich im Tiret-Notizbuch fest- gehalten. Band 2 wird also ein Kriminalstück. Mit Krimis können ja die meisten Leutchen etwas anfangen. Mal schauen, wie ich mit diesem (mir eigentlich unbekannten) Sujet umgehen werde. Surprise, surprise.

Zeitgleich arbeite ich an der Rahmenhandlung zu Der Fetisch des Erik van der Rohe; das Kernstück – Tagebuchaufzeichnungen und E-Mail-Verkehr zwischen Erik und den Frauen – gibt’s ja schon seit einigen Jahren. Das Ganze kam ein wenig eigenwillig (ermüdend) daher. Deshalb die Idee, eine Rahmenhandlung drumrum zu stülpen (man könnte auch sagen, ich lackiere über die rostigen Stellen). Warum dann nicht gleich alles neu und anders? Nein, nein. Das geht leider nicht. Manche Geschichten müssen einfach so bleiben wie sie sind. Pasta. Mit der Rahmenhandlung betrete ich wieder neues schriftstellerisches Terrain. Ich versuche mich nämlich an einer zynisch ironischen Ich-Erzählung (der Einfluss von Kill your friends von John Niven oder How to loose friends von Toby Young ist nicht zu übersehen; außerdem standen mir Mark Haddons The curious incident of the dog in the night-time und Edmund Crispins The Moving Toyshop Hilfreich zur Seite, wenn es darum ging, herauszufinden, was gute Bücher ausmacht; interessanterweise wurden mir die zuvor aufgezählten Bücher allesamt empfohlen). So ein neuer Erzähl-Stil schüttelt man nicht so einfach aus seinen tippenden Fingern und ich hab ziemlich lange gebraucht, bis ich den „verfickten Ton“ gefunden habe. Und jetzt heißt es: Bitte einsteigen. Zug fährt ab!