richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Schlagwort-Archiv: false flag

Wenn Medien die Kriegstrommel rühren #Syrien

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Die letzte Zeit habe ich mich kaum mit politischen Ereignissen beschäftigt. Aus Gründen. Nichtsdestotrotz möchte ich nichts unversucht lassen, Sie daran zu erinnern, dass Sie um Gottes Willen nicht alles glauben dürfen, was denn da so in den Zeitungen lang und breit geschrieben, in den Nachrichtensendungen mit seriöser Stimme verlautbart wird. Am besten, Sie schalten dann und wann den gesunden Menschenverstand ein. Auf diese Weise machen Sie es Politikern und korrupten Medienleuten ziemlich schwer, Sie zu manipulieren.

Der Mainstream geifert und giert förmlich nach tragischen Ereignissen – damit machen diese Unternehmen Umsatz bzw. Klicks, sprich Profit. Denken Sie immer daran, dass die Medienhäuser in erster Linie nach kommerziellen Gesichtspunkten arbeiten und deshalb niemals die Hand beißen, die sie füttert. Wundern Sie sich deshalb nicht, wenn der kontroversielle Biotechnologie-Konzern Monsanto nur selten in den (amerikanischen) TV-Nachrichten auftaucht – trotz der gesellschaftlichen Auswirkungen (rund 90 % der in den USA angebauten Sojabohnen sind gen-technologisch verändert – siehe dazu den empfehlenswerten Vortrag von Prof. Jerry Kroth Propaganda: Monsanto and the Media).

Können Sie sich noch daran erinnern, dass der Mainstream Präsident Donald Trump der Amtsuntauglichkeit bezichtigt hat? Das war noch vor wenigen Wochen, zu einer Zeit, als er mit Moskau kooperieren und keine weiteren Konflikte im Mittleren Osten schüren wollte. Und nun, wo er Marschflugkörper gegen syrische Einrichtungen in Bewegung setzen ließ – freilich vollkommen völkerrechtswidrig – wird er von Journalisten und Redakteuren beklatscht. Daran sollte man erkennen, wie der mediale Hase läuft. KRIEG ist ein profitables Geschäft. Nicht nur in Washington, sondern auch in Wien und Berlin.

Ich hoffe jedenfalls, dass Sie nicht so blauäugig sind, die Sache mit dem Giftgasangriff in Syrien für bare Münze zu nehmen. Für gewöhnlich schießt sich nämlich niemand ins Knie und schon gar nicht ein Politiker wie Präsident Assad, der mit diesem ihm unterstellten Giftgaseinsatz alles aufs Spiel gesetzt hätte ohne auch nur im Entferntesten davon zu profitieren. Ja, wer profitiert am Ende des Tages von solch einem Verbrechen?

Ich habe all die Artikel und Nachrichtensendungen zum Thema freilich nicht verfolgt, aber ich will mal hoffen, dass man den Leser bzw. den Zuseher davon in Kenntnis gesetzt hat, dass es in Konflikten immer wieder zu sog. False Flag Aktionen kommt und die Historie reich an Beispielen ist. Diesbezüglich gibt es einen empfehlenswerten Kommentar von Lionel Nation.

Was auch immer in Syrien geschehen bzw. nicht geschehen und was auch immer in Washington besprochen bzw. nicht besprochen wurde, die Medien haben die Pflicht, alle Aspekte eines Ereignisses zu beleuchten. Die Redakteure sollten das Rühren der Kriegstrommel besser den Politikern überlassen. Punktum.

Wenn Behörden im Chat Antworten suchen und Terroristen mit einem Konventionsreisedokument reisen, Ansbach 2016

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Hier die eine oder andere Merkwürdigkeit bezüglich des (vermeintlichen) Bombenanschlags in Ansbach, 24. Juli 2016.

Disclaimer
Dieser Artikel spiegelt die Meinung des Autors in Bezug auf das
Ereignis in Ansbach, 24.7.2016, wider und basiert auf publiziertes Foto- und Filmmaterial, sowie öffentlich zugängliche Zeugenaussagen.

Auf orf.at lesen wir, dass es nach den derzeitigen Ermittlungen unklar sei, »ob der Attentäter die Bombe tatsächlich in diesem Moment am Sonntagabend zur Explosion bringen wollte. ›Es gibt aufgrund der ganzen Zeugenaussagen des Geschehens und übrigens auch des Chatverlaufs in der Tat Fragen, ob das in dem Moment von ihm beabsichtigt war, in dieser Minute die Bombe zu zünden‹, sagte Bayerns Innenminister Herrmann.«

Vielleicht könnte jemand den Innenminister aufklären, dass es Aufgabe der Forensiker ist, herauszufinden, um welche Bombe es sich gehandelt hatte, woher der Sprengstoff stammte und wie die Zündung erfolgte. Bis jetzt warte ich noch auf diese Information. Es steht zu befürchten, dass es noch eine Weile dauert, bis der Pressesprecher der Behörde so freundlich sein wird, die Fakten bekannt zu geben. Gut möglich, dass die wesentlichen Informationen aus Gründen der Staatssicherheit unter den Teppich gekehrt werden müssen. Die übliche behördliche Leier, um die Bürger weiterhin im Dunkeln tappen zu lassen, Ängste zu schüren und die orwellsche Agenda War on Terror ist Frieden und Freiheit ist Unsicherheit zu befeuern. »Wenn Sie ein Bild von der Zukunft haben wollen, so stellen Sie sich einen Stiefel vor, der auf ein Gesicht tritt. Unaufhörlich

Liest man die Medienberichte, könnte man zum Schluss kommen, dass jeder Volksschüler Sprengsätze bauen kann. Im Kinderzimmer, ein paar Chemikalien aus dem Experimentierkasten, eine Schachtel Nägel, ein Druckkochtopf und schon hat man einen explosiven Cocktail. Also, früher einmal, in den 1970er und  1980er Terrorjahren, als den Bürgern in Westeuropa noch professionelle Bomben um die Ohren flogen, kamen Bestandteile auf die eine oder andere Weise aus Militär- bzw. Geheimdienstdepots. Wundern Sie sich besser nicht, sondern informieren Sie sich über Operation Gladio.

In einem SZ-Artikel heißt es: »Seine Bombe war nach Informationen der SZ dilettantisch gebaut und entfaltete nicht die volle Wirkung. Sonst wäre seine Leiche noch stärker zugerichtet gewesen, da er den Rucksack mit der Bombe am Leib trug.« Äh, vielleicht könnte jemand die Redakteure der SZ darauf aufmerksam machen, dass MD. den Rucksack nicht am Körper trug, als der Sprengsatz detonierte. Auf einem Foto sieht man doch einen Polizisten, wie er über den leeren Rucksack gebeugt ist. Hat demnach die SZ. Bilder der Leiche gesehen? Wer hat diese Aufnahmen gemacht und der Zeitung zur Verfügung gestellt? Und woher weiß die SZ wie die volle Wirkung der Bombe hätte aussehen müssen? Könnten die SZ demnach herausgefunden haben, wie die Bombe im Detail geplant war? Eventuell sollte Innenminister Herrmann mal bei der SZ-Redaktion vorbeischauen und sich aufklären lassen.

Der Spiegel wiederum möchte seine Leser im Unklaren lassen, ob MD. überhaupt in der Lage war, die Bombe herzustellen: »In einer Flüchtlingsunterkunft hat die Polizei mehrere Gegenstände beschlagnahmt. Mitarbeiter der Spurensicherung hatten am Morgen mehrere Kisten, Säcke und Tüten unbekannten Inhalts aus dem Gebäude getragen (und wer hat sie zuvor hereingetragen?). Die Ermittler fanden einen Benzinkanister mit Diesel sowie Salzsäure, Alkoholreiniger, Lötkolben, Drähte, Batterien und Kieselsteine, außerdem einen Laptop mit gewaltverherrlichenden Bildern, die in Verbindung zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) stehen.«

Okay, damit ist ja alles klar, nicht wahr? Nope. Natürlich nicht. Es stellt sich gleich mal die Frage, um welche Flüchtlingsunterkunft es sich gehandelt hat („in einer …“) und ob Asylwerber Einzelzimmer haben, die groß genug sind, um allerlei Kisten, Säcke und Tüten ungesehen zu lagern. Was mögen wohl seine Mitbewohner gedacht haben, als MD. seine Experimente machte? Haben Sie ihm geholfen? Wollten sie ihn daran hindern? War es ihnen egal? Haben sie es gemeldet? Wurde die Meldung vielleicht nicht an die Polizei weitergeleitet? Warum wurde die Meldung nicht weitergeleitet? Und wie konnte sich MD. die Chemikalien überhaupt besorgen? Woher wusste er, wo man Salzsäure in Großmenge kaufen kann? Verhielt er sich beim Kauf nicht ein wenig verdächtig? Haben Sie in jungen Jahren mal eine Packung Präservative in der Drogerie kaufen wollen? Mit rotem Gesicht haben Sie dem Verkäufer Ihren Wunsch geäußert. Sie haben gestottert und wirkten unsicher. Was meinen Sie, wenn ein Asylwerber, der noch nicht lange in Deutschland ist, mit ungenügenden Deutschkenntnissen, all die Ingredienzen verlangte? Und wer auch immer MD. diese Chemikalien verkauft hat, wäre dieser nicht ein wenig misstrauisch geworden? Ansbach ist ja nicht gerade eine Großstadt.Und hat er dann jeden der Einkäufe zu Fuß erledigt? Niemand, der ihn gesehen hat, wie er an manchen Tagen schwer beladen ins Flüchtlingsheim stapfte? Niemand, der ihn nach dem Grund seiner Einkäufe fragte? Niemand, dem dieses Verhalten verdächtig vorkam? Ach so. ›Rambo‹ hatte natürlich ein Einzelzimmer in einem ehemaligen Hotel und war unauffällig. Niemand, der Verdacht schöpfte. Dabei war er mit dem Laptop und dem Darknet nur ein paar Klicks von einer Mini-Nuke entfernt. Was für ein Glück, dass er nur »eine große Menge Bargeld in Rollen von 50-Euro-Scheinen«, aber keine Bitcoins hatte.

Woher das Geld für all diese Einkäufe stammte, weiß die Polizei natürlich noch nicht. Werden wir es je erfahren? Wohl kaum. Aus Gründen. Na, Sie wissen schon, warum. Aber Sie können sicher sein, dass der Chatverlauf bis ins letzte Detail ausgewertet und die Spur, die in den Nahen Osten führt, im Sand verlaufen wird.

Im Spiegel heißt es: »Ein Video auf dem Handy von MD. zeigt einen Vermummten, der MD. sein soll. Er droht mit einem Anschlag.« Übrigens liest man in einem anderen Spiegel-Artikel, dass die Behörden zwei Handys, mehrere Sim-Karten und einen Laptop fanden. Stellt sich jetzt die Frage, warum sich MD. vermummte und das Drohvideo nicht auf eine Social-Media-Plattform hochlud – immerhin hatte er 6 facebook-accounts (ich habe einen Account und drei Seiten und komme da schon nicht hinterher). War es ein Selfie-Drohvideo? Oder war jemand so freundlich und unterstützte ihn bei der Aufnahme? Ist es möglich, dass das Video nur der Scherz anderer Asylwerber gewesen war? Vergessen wir nicht, dass MD. des Nächtens verschwand, ohne seine beiden Handys mitzunehmen – durchaus möglich, dass er öfters seine (?) Handys zu Hause liegen ließ. Hatte nun MD. noch ein anderes  (unzerstörbares?) Handys bei sich, als der Sprengsatz sprengte? Man glaubt gar nicht, dass dieser simple Fakt in den zahlreichen Berichten nicht herauszulesen ist. Beinahe scheint es, dass die Reporter gar keine Ahnung haben, worüber sie schreiben sollen, da sie all die Informationen von den Behörden erhalten – mit Ausnahme der SZ, die sogar Zugriff auf das bulgarischen Attest des Hausarztes von MD.erhielt – fragen Sie mich nicht, wie das in der kurzen Zeitspanne überhaupt möglich ist. Im selben Artikel erfahren wir:

»Nun allerdings habe ihn auch sein Vater nicht mehr mit Geld unterstützen können, gab D. später an. In dieser verzweifelten Situation ist dann etwas geschehen, was im Nachhinein aufhorchen lässt: ›Also wollte ich es doch riskieren und weiter nach Deutschland gelangen. Zu meinem Glück fand ich einen Syrer, der mir einen Flug nach Österreich spendierte‹, gab Mohammad D. gegenüber von Maltitz an. Handelte der angebliche Spender aus reiner Menschenliebe? Oder nutzte hier der IS bewusst eine Notlage?«

Was sagt man dazu? Die SZ und all die anderen Medienhäuser, genauso wie Behörden, deuten mal subtil, mal mit dem Holzhammer an, dass die Terrormiliz IS MD. auswählte und nach Deutschland schleuste, um ihn dort für einen Anschlag in kleine Konfetti zu zerlegen. Aber es stellt sich doch die Frage (nicht für die Behörden, nicht für die Medien) wie der gute Mann von Bulgarien nach Österreich fliegen konnte? Mit welchen Papieren? Hätte er nicht am Flughafen Wien Schwechat Asyl ansuchen müssen? Und wie ist er dann von dort nach Deutschland gekommen, mit einem in Wien operierten Knie? Manchmal hat man den Eindruck, Europa wäre ein unkontrolliertes und chaotisches Durchhaus, wo Asylwerber und Flüchtlinge kreuz und quer und ungeprüft herumreisen, um schließlich radikalisiert ihre Anschläge auszuführen. Glauben Sie das wirklich? Ein Flughafen ist mit Sicherheit der letzte Ort, wo sich ein Asylwerber, der bereits in Bulgarien um Asyl angesucht hatte, aufhalten möchte. Die österreichischen Behörden müssen demnach in gewisser Weise involviert sein. Und siehe da, auf orf.at lesen wir: »›Der Syrer sei nicht aus Österreich ausgewiesen worden, weil er über ein von Bulgarien ausgestelltes Konventionsreisedokument verfügte, das einen 90-tägigen Aufenthalt im Schengen-Raum erlaubt‹, fügte Innenministeriumssprecher Grundböck hinzu.« Ach so. Scheinbar wollte jemand, dass sich MD. ohne Probleme im Schengen-Raum bewegen durfte. Wer könnte das wollen? Wir erfahren weiters in der SZ, dass MD. am 18.09.2013 in Bulgarien freigelassen wurde und etwa ein Jahr später, am 21.08.2014, einen Asylantrag beim BAMF stellte. Wer kümmerte sich in jener Zeit um sein Wohlergehen in Bulgarien, Österreich und Deutschland?

Also, wenn Sie mich fragen, dann ist das Einzige, was die Terrormiliz IS bei diesem Anschlag zu verantworten hat, das Bekennerschreiben. Für den Rest würde ich den neuen BND-Chef Bruno Kahl sowie den Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg (Linke) interviewen – eventuell könnte die SZ dann auch gleich mal den bulgarischen Geheimdienstchef ausfindig machen und zu MD. befragen. Ach so. Stimmt. Alle drei werden natürlich keine Aussagen tätigen. Aus Gründen der Staatssicherheit. Gähn.

P.S.: Bis jetzt konnte ich noch keine authentischen Fotos vom Tatort ergoogeln – falls Sie welche gefunden haben, vielleicht können Sie mir die Links zukommen lassen. Bitte keine Bilder von einem Rucksack oder einer weißen Rose oder vermummten Polizisten bei Sonnenaufgang oder rotweißroten Absperrbändern oder einer eingeschlagenen Fensterscheibe oder Clips von Polizeiautos, die mit Blaulicht durch Gassen brausen. Davon habe ich nämlich bereits genug gesehen. Dabei würde es mich brennend interessieren, welche Zerstörungskraft so ein Bömbchen hat. Von den Verletzten fehlt freilich auch jede fotographische Spur. Man könnte den Eindruck haben, es sei in Ansbach gar nichts geschehen.

 

Je suis … encore

Jesuischarlie2016

Ein Jahr ist das Ereignis rund um den Anschlag auf das französische Satire-Magazin Charlie Hebdo alt und noch immer sind viele Fragen unbeantwortet. Präsident Hollande nutzte jedenfalls den Jahrestag um schärfere Gesetze anzukündigen und eine Gedenktafel für die Opfer „schwerbewaffneter Islamisten“ zu enthüllen. Interessanterweise fehlt hier Kommissar Helric Fredou, der sich in seinem Büro mit seiner Dienstwaffe das Leben genommen haben soll, nach dem er die Familie eines der Opfer der Anschläge besuchte. Depression und Burn-Out waren die Ursachen des Suizids, liest man. Jetzt mal Hand aufs Herz: Glauben Sie das wirklich? Und weil es so un-glaublich ist, haben die großen und kleinen Medienhäuser das gemacht, was sie am besten können: Ein unerklärliches Ereignis unter den Teppich kehren und so tun, als gäbe es hier nichts zu sehen. Man muss schon in der Asia Times nachblättern, um etwas über dieses mainstream news blackout zu erfahren. Da passt es ganz gut, wenn ein CDU-Politiker die Mainstream-Medien in Bezug auf die Berichterstattung über die Vorfälle zur Silvesternacht in Köln als  Schweigekartell bezeichnet.

Ebenfalls unter den Teppich gekehrt wurde der kryptische Kommentar des türkischen Präsidenten Erdogan, der meinte, dass die Täter des Anschlags französische Bürger seien und man es Muslime in die Schuhe schieben wolle. Der Bürgermeister von Ankara ging einen Schritt weiter und erklärte, dass hinter den Anschlägen der israelische Geheimdienst Mossad stehen würde, um die westliche Welt gegen den Islam aufzubringen.

Auch wenn viele Aussagen und Kommentare und Überlegungen zu all den traumatischen Ereignissen der letzten Jahr im ersten Augenblick haltlos und absurd und konspirativ scheinen, so gehören sie trotzdem gehört und zur Diskussion gestellt. Unangenehme Informationen und Fakten in den Wind zu schlagen sowie behördliche Erklärungen als heilig und unantastbar hinzustellen, nur um ja keine Wellen zu schlagen, ist eine mediale Politik, die früher oder später den Verantwortlichen auf den Kopf fallen wird – siehe Köln, anno 2016.

Ich möchte mir wünschen, dass der eine oder andere Bürger in Zukunft den Medien und den Behörden mit mehr Skepsis begegnet und der Maxime von Literaturnobelpreisträger Harold Pinter folgt:

Als Bürger muss ich fragen: Was ist wahr? Was ist falsch?

Hier noch zwei meiner damaligen Blog-Beiträge, die sich mit den Anschlägen in Paris auseinandersetzen.

gebloggt Freitag, 16. Jänner 2015:
Inszenierte Terror-Anschläge – Eine Einführung

gebloggt Montag, 12. Jänner 2015:
Je suis …

 

Inszenierte Terroranschläge – eine Einführung

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Bevor ich mir mit diesem Beitrag den Mund verbrenne, weise ich darauf hin, dass ich in keinem Fall behaupte, Beweise zu haben. Ich stelle mit den Informationen, die mir zur Verfügung stehen, nur Vermutungen an, das heißt, ich denke laut über offizielle Erklärungen nach und bilde mir am Ende eine persönliche Meinung (die sich je nach neuer Faktenlage natürlich auch ändern kann). Als aufgeklärter und mündiger Bürger sollte man mir dieses Recht zugestehen. Gut möglich, dass ich mich mit dieser „Meinungsfreiheit“ in naher Zukunft auf dünnem Eis bewege und mit einem Bein im Kriminal stehe. Für die Obrigkeit und ihre mouthpieces (Sprachrohr) war und ist es leichtens, unangenehme Kritiker (aka Dissidenten) einzuschüchtern und diese zum wahren Glauben zurückzuführen. Schlagen Sie die Geschichtsbücher an der richtigen Seite auf und Sie werden fündig.

Kommen wir zu Dr. James F. Tracy. Er ist außerordentlicher Professor für Medienwissenschaften an der Altantic University, Florida und beschäftigt sich in seiner Freizeit damit, die eine oder andere offizielle Erklärung zu hinterfragen. Auf seinem Weblog memoryholeblog.com fasst er die Ergebnisse seiner persönlichen Untersuchungen zusammen, lädt Experten zu Gastkommentaren ein oder interviewt sie. Hören wir, was Prof. Tracy über die Medienmanipulation bei Großereignissen zu sagen hat:

Nach über zwei Jahrzehnten erfundener Gräueltaten und Lügenmärchen, in denen nahöstliche Buhmänner und deren Horden die Hauptrolle spielten – von irakischen Soldaten, die Babys aus Inkubatoren werfen, über Bin Ladens angebliche 9/11-Anschläge und Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen bis hin zu Muammar Gaddafis ›hartem Durchgreifen‹ gegenüber seinem Volk – die Öffentlichkeit sollte längst wissen, dass der Großteil des Mainstreams bloß als gut geölte Propagandamaschine funktioniert, wo ›Interessensgruppen‹ die Fäden ziehen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die wahren Mächte darangehen, souveräne Regierungen zu unterminieren und dabei auf Großhandelsterrorismus und Zerstörung zurückgreifen, die gegen deren Bevölkerung gerichtet sind.

Corporate Media’s Dubious Syria Coverage
Blogbeitrag vom 10.02.2014, link
[meine Übersetzung]

Prof. Tracy spricht immer wieder von sogenannten staged events, also inszenierten Ereignissen, die im Mainstream nicht als solche deklariert werden. Was soll das heißen? Nehmen wir an, Sie besuchen Freunde in einer Kleinstadt, die Sie zu einer Feuerwehrübung mitnehmen. Interessiert beobachten Sie die Übung und gehen danach mit den Beteiligten zum Heurigen auf ein Glaserl Wein. Als Sie am späten Abend nach Hause kommen und das TV einschalten, hören und sehen Sie in einem Beitrag, dass diese Übung – scheinbar irrtümlich – für einen Ernstfall gehalten wurde. Sie schütteln den Kopf, ob dieses dummen Fehlers und fragen sich, wie es sein kann, dass der verantwortliche Redakteur, der sicherlich schon dutzende von realen Feuerwehreinsätzen gesehen haben muss, zu solch einer falschen Einschätzung gelangt ist. Wie dem auch sei, Sie gehen davon aus, dass man am nächsten Tag den Irrtum aufklären wird. Doch dem ist nicht so. Sie schlagen am Frühstückstisch die Zeitung auf und – voilà – auch diese berichtet von einem Großeinsatz der Feuerwehr in der Kleinstadt. Auf einem der Fotos können Sie sich sogar im Hintergrund erkennen (aber das wird Ihnen später keiner glauben). Im Büro angekommen, erzählen Sie Ihren Kollegen von diesem Presse-Fauxpas. Doch diese sehen Sie nur verwundert an, wollen Ihre sonderbare Geschichte nicht glauben. Egal, welche Argumente Sie auch ins Feld führen, die Killerargumente können Sie nicht entkräften:

Dann müssten ja ALLE Zeitungen einer Ente aufsitzen!
Dann würde ja zumindest EINER darüber reden und das Ganze auffliegen lassen.
Warum sollte man eine Übung als Ernstfall darstellen wollen?

Prof. Tracy ist beispielsweise der Meinung, dass das Massaker in der Schule von Sandy Hook, das zwanzig Kindern und acht Erwachsenen das Leben gekostet haben soll, ein staged event, ein inszeniertes Ereignis darstellt. Das klingt Vorderhand natürlich absurd, aber beschäftigt man sich mit den (vorliegenden) Fakten, dann muss man wenigstens zum (vorläufigen) Schluss kommen, dass die offizielle Version hinkt. In den USA ist es zwar noch möglich, solche Gedankengänge anzustellen und darüber zu schreiben, aber die Schlinge der Gegnerschaft (Mainstream, Gutmenschen, Besserwisser, bezahlte Wutbürger, Lobby-Gruppen, Politiker, Staatsanwälte usw.) zieht sich immer enger. So werden lautstarke Dissidenten nicht nach Sibirien deportiert, sondern primär in die Wüste geschickt und als Aussätzige behandelt.

Was hat das jetzt mit dem Massaker in Paris zu tun? Nun, es ist wohl noch zu früh, all die vielen Puzzleteile zusammenzusetzen. Das vorläufige Bild zeigt mir jedenfalls an, dass es eine Reihe von Ungereimtheiten gibt, die vom Mainstream nicht behandelt wurden und werden. Gewiss, auch die größte Unwahrscheinlichkeit kann mit einem Killerargument vom Tisch gefegt werden: Wenn es so war, dann war es so. Mit anderen Worten, wenn die Presse immer wieder bestätigt, dass man am geleakten Videoclip sieht, wie einer der beiden Terroristen den auf dem Boden liegenden Polizisten aus nächster Nähe (point blank range) tödlich trifft, dann ist das auch so. Einwände, dass der Körper des Polizisten keine physikalische Reaktion auf den Treffer zeigt und weder Blutspritzer noch ein Querschläger am Asphalt auszumachen seien, werden ignoriert. Genauso die drei Polizisten, die auf den ersten (live) gesendeten Videobildern, die vom Dach aufgenommen wurden, in der Straße zu sehen sind und dann – Zauberei – verschwinden. Wohin? Und wenn mich nicht alles täuscht, dann sieht man auf einem weiteren geleakten Clip das Fluchtauto, als es von der Verte Alley [google map] nach links, in den zweispurigen Boulevard Richard-Lenoir, einbiegt und somit gegen die Einbahn fährt. Im Mainstream wird davon ausgegangen, dass das Auto nach rechts einbog. Und gibt es nicht das Tweet eines französischen Journalisten, der schreibt, dass am Place de la République ein schwarzer Citroen von fünf (!) Polizeiautos verfolgt werden würde. Und trotzdem gelang den Terroristen die Flucht? Trotz der hunderten von Sicherheitskameras in Paris? Trotz des Verkehrsgewühls? [Wäre da ein Motorrad als Fluchtfahrzeug nicht besser geeignet?] Und wie kann es sein, dass die Polizei anfänglich von drei Verdächtigen ausging? Konnten die Zeugen nicht richtig zählen? Und wie kommt es, dass die Behörden den Namen des dritten Verdächtigen kurze Zeit später zur Hand hatten, dieser aber ein wasserdichtes Alibi hatte und sich der Polizei stellte? Wer gab den Behörden den Namen? Und wenn dieser offensichtlich aus der Luft gegriffen war, warum dachte man, dass die anderen beiden ‚wasserdicht‘ seien?

Kurz und gut, niemand weiß, was wirklich in und um Paris geschehen ist. Der Mainstream tut so, als würde er es wissen. Kann er es überhaupt? Non. Er ist grundlegend auf die offiziellen Berichte der Polizei angewiesen. Und da der Mainstream von der Richtigkeit der offiziellen Berichte überzeugt ist, werden Widersprüche, Ungereimtheiten und Unwahrscheinlichkeiten gar nicht erst angesprochen. Ist das die Berichterstattung, die Sie von einer freien und unabhängigen Presse erwarten?

Also, was ist nun die Moral dieser Geschichte? Wenn Sie in der Münchner Abendzeitung zu einem Artikel den Leserkommentar lesen: „So ein ausgemachter Unsinn!! CIA Operation, das glauben Sie doch wohl selbst nicht. Überflüssige Verschwörungstheorie!“ [link], dann können Sie davon ausgehen, dass der Kommentator entweder ein bezahlter Redakteur, ein gutmenschlicher Besserwisser oder einfach nur ein ahnungsloser Bürger ist, der meint, die Obrigkeit würde nicht lügen. Daniel Ellsberg, Whistleblower der ersten Stunde, schreibt in seinem Buch Secrets: A Memoir of Vietnam and the Pentagon Papers (Penguin Books: New York 2003. S. 41):

Mir wurde bald klar, dass Journalisten keine Idee, keine Ahnung hatten, nicht einmal die besten von ihnen, wie oft und auf welch ungeheuerliche Weise sie [von offizieller Stelle] angelogen wurden.

Verfassungsschutz, NPD, Terror und ein gewisser Bankier Herrhausen

Der Spiegel schreibt, dass die rechte Zwickauer Zelle mit rund 130 Spitzel des Verfassungsschutzes durchsetzt war und niemand etwas von der Mordserie gesehen oder gehört haben wollte. Aha. Wenn man wissen will, wie der Verfassungsschutz, vulgo Geheimdienstapparat, funktioniert, dann muss man sich nur die investigative Reportage des Deutschlandfunks (DLF) vom 18. Februar 1997 anhören, in der es um die Hintergründe des „RAF“-Attentats auf den Bankchef Alfred Herrhausen geht, dem damals bestbewachten Privatmann Deutschlands. Die Ermittlungen der Behörden und die Vertuschungen und die Einflussnahme des Verfassungsschutzes, um der Öffentlichkeit die RAF als Täter zu präsentieren, zeigt leider nicht Inkompetenz, sondern bewusste Irreführung, Verschleierung und Tatsachenverdrehungen. Wer sich ein wenig mit Geheimdienstaktivitäten beschäftigt, dem wird klar, dass hinter Anschlägen und Gewaltakten in so gut wie allen Fällen inländische oder ausländische geheimdienstliche Mitarbeiter involviert sind. Wirklich.

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Wer einen kleinen Einblick in die Machenschaften der Geheimdienste und Para-Militärischen NATO-Untergrundorganisationen bekommen möchte, bitte sehr. Hier ist GLADIO. Vorsicht, man könnte ziemlich in Rage kommen.