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Game of thrones: Staffel #1 & #2 – Softporno trifft Seifenoper

Ja, ich weiß, ich bin ziemlich spät zur Party erschienen. Jetzt, da die Serie Games of Thrones mit der 8. und letzten Staffel zu einem Ende gekommen ist – im Gegensatz zu der Buchserie A Song of Ice and Fire von George R. R. Martin – dachte ich mir, es ist nun an der Zeit, sich in das Jahr 2011 zu begeben, damals, als diese TV-Show ihren Anfang nahm und Einschlug wie eine Bombe. Bumm!

Ich konnte der Serie nicht viel abgewinnen, damals. Alle redeten davon, noch mehr verfolgten das Ränkespiel um den Thron der 7 Königreiche und überwarfen die Show mit Lobeshymnen. Auch wenn die letzten beiden Staffeln bei vielen Fans Enttäuschung und Kopfschütteln hervorrief, das IMDB-Rating reiht die Fantasy-Seifenoper knapp hinter Band of Brothers und Breaking Bad. Starker Tobak. Hust, hust.

Anfänglich dachte ich, ich würde nun ein Shakespeare-TV-Drama mit Blut und Intrigen sehen. Sean Bean ziert bekanntlich das Cover der ersten Staffel und ich wusste, dass er seinen Kopf nicht all zu lange auf seinen Schultern behalten würde. Vielleicht ist es bereits in Hollywood ein running gag, Schauspieler Sean Bean nur noch solch todbringende Rollen anzubieten. Und bevor ich mit meiner Tirade beginne, sei gleich vorweg gesagt, dass sich die Produzenten mit der Verpflichtung von Sean Bean keinen guten Dienst erwiesen haben. Er ist in der ersten Staffel der wesentliche Charakter, um den sich alles dreht. Nicht nur, weil es die Story vorsieht, sondern vor allem weil es nun mal Sean Bean ist, der einzige Schauspieler in der Serie, den vermutlich jedes Kind kennt – Herr der Ringe sei dank. Aber als der von Sean Bean verkörperte Charakter vorzeitig seinen Kopf verlor, wurde aus dem Drama eine episodenhafte Seifenoper.

Ich war auf sehr viel vorbereitet, als ich den Pilotfilm, also die erste Folge, einschaltete. Gewalt, Blut und Intrigen – Verrat, Hass und Meuchelmorde. Wenn es in der Literatur und im Kino um Könige und Fürsten geht, um verwaiste Throne, dann wissen wir, wie sich das Ränkespiel in etwa darstellen wird. MacBeth ist vermutlich das beste Beispiel dafür und die Verfilmung aus dem Jahr 2015 ist zwar (realistisch) langatmig, aber dafür visuell atemberaubend. Da hätten sich die Filmemacher eine Scheibe abschneiden können.

Aber worauf ich nicht gefasst war, ist das viele nackte Fleisch, das hier dem Voyeur dargeboten wird. In meiner Jugend wären die filmische Darstellung fleischlicher Gelüste als Softporno klassifiziert worden. Solch eine TV-Serie, damals, hätte einen Sturm der Entrüstung heraufbeschworen und der Küniglberg wäre vermutlich wie Königsmund (King’s Landing) gestürmt und dem Erdboden gleichgemacht worden. Aber die Zeiten ändern sich, ich weiß – und trotzdem bin ich ziemlich verärgert über diese Freizügigkeit. Die Lustwandlungen, in all ihrer Deutlichkeit auf den TV-Schirm gebracht, zwischen Mann und Frau, Frau und Frau oder Mann und Mann, führen die Geschichte in keiner Weise weiter. Sie sind nur deshalb in der Story, um die Serie aufzupeppen. Und das stinkt mir. Genauso ist es auch mit der Gewalt. Ja, das finstere Mittelalter war schmutzig und brutal, Frauen wurden von den Horden gegen ihren Willen genommen und Kinder abgeschlachtet. Auch wenn wir niemals wissen können, wie es sich im Mittelalter tatsächlich gelebt hat – die meisten Berichte sind nämlich Erfindungen von Mönchen oder schreibenden Scharlatanen – die Leute hatten damals genauso einen gesunden Menschenverstand wie heute. Der größte Teil der zivilisierten Bevölkerung sucht den Frieden und die Ruhe und nur die wenigsten wollen in den Krieg ziehen. Und noch etwas: Jeder Mensch hat ein Gewissen und eine Seele.

Zurück zum Koitus. War das notwendig? Wirklich notwendig. Jedes Mal wenn eine der hübschen Frauen – eine hässliche konnte ich bis jetzt keine ausmachen – mit einem Mann allein im Zimmer oder Zelt stand, war davon auszugehen, dass sie ihre Hüllen fallen lassen und ihre makellosen Brüste und noch ein bisschen mehr zeigen würde. Und so verkommt das shakespearesche Möchtegerndrama zu einer softpornographischen Seifenoper. Seltsam, dass die Kritiker diesen wolllüstigen Sachverhalt kaum erwähnt haben. Vermutlich hatten und haben sie die (berechtigte) Befürchtung, sie würden als prüde Spießer verlacht werden. Bevor man mir diesen Vorwurf macht, werfe er oder sie einen Blick auf meine publizierten Bücher. Danke.

Nun weiß ich natürlich nicht, welche Episoden in der zugrundeliegende Buchserie besser und ausführlicher beschrieben wurden, aber auch diese Serie, die sich realistischer und authentischer als alle bisherigen Fantasy-TV-Filmchen geben will, mangelt es an Kohärenz. Mit anderen Worten, man hat als Zuseher keine Ahnung, welche Regeln in dieser für uns fremden Welt gelten. Das Mittelalter – soweit wir wissen – hatte ein recht ausgefeiltes Rechts- und Ehrsystem installiert, um die Ordnung im Reich und im Fürstentum aufrechtzuerhalten. Es wurde verhandelt, es wurden Absprachen getroffen. Verträge wurden aufgesetzt und mit Brief und Siegel garantiert. Als der am Totenbett liegende König seiner „rechten Hand“ ein Schreiben aufsetzen lässt, das diesen nach des Königs Tod als Reichsverwalter einsetzt, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Ohne Zeugenschaft ist solch ein Papier wertlos. Warum aber keiner der beiden „Berufsfürsten“ diesen Punkt bedachte, zeigt, dass es mit dem Drehbuch nicht weit her ist. Das eine Mal haben wir es mit klugen und gewitzten Ränken zu tun, die viel Verstand und Erfahrung erfordern, das andere Mal stellen sich die Protagonisten an, als könnten sie nicht bis drei zählen und tappen in ausgelegte Fallen, die sogar der dümmste Esel bemerkt hätte.

Des Weiteren sind Ränkespiele am Königshof für den Zuseher nur schwer einzuordnen. Wer hat welche Macht? Was ist überhaupt Macht? Solch ein Gespräch ist tatsächlich in der TV-Show geführt worden und die Königinmutter erklärt dem Schatzmeister, was „wirkliche Macht“ ist: ihre Wachen halten dem verängstigten Schatzmeister das Schwert an den Hals und ein Wink der Königinmutter hätte ausgereicht, ihn zu töten. Aha. Aber wenn es so einfach ist, zwielichtige Hofleute und nervige Ratgeber zu töten, wozu sich in (gewaltlosen) Ränke verstricken? Der junge König wiederum ist das lächerliche Abziehbild eines verzogenen Bengels, der Unschuldige foltert und bei alledem mit keiner Grausamkeit spart, weil „ein König alles machen kann, wie es ihm beliebt“. Ist das so? Für einen König gibt es also keine Gesetze, keine Regeln, keinen Ehrenkodex? Nur schwer vorstellbar, meinen Sie nicht? Jedenfalls gibt es – wie an jedem (filmischen) Königshof – eine königstreue Garde, sozusagen Prätorianer. Während in der 1. Staffel die „rechte Hand“ (Sean Bean) von dieser hintergangen wird, tauscht die neue „rechte Hand“ (Peter Dinklage) in der 2. Staffel den Oberkommandierenden einfach mit einem seiner Gefolgsleute aus und – schwupps – hat er die Garde auf seiner Seite. So schnell wechselt also die Macht seinen Besitzer. Hm.

Die Ironie bei alledem ist, dass der vorletzte König ziemlich verrückt gewesen sein soll – und deshalb von seiner „rechten Hand“ gemeuchelt wurde. Aha. Scheinbar ist es also kein großes Ding, einem König die Kehle durchzuschneiden – freilich nur dann, wenn das „ärztliche Attest“ klar und deutlich die Diagnose „verrückt“ festhält. Wer stellt also in dieser Welt bei einem König oder Fürst den geistigen Gesundheitszustand fest? Hm.

Ein anderes Problem, dass die TV-Show hat, ist die Eingrenzung von Magie und Zauber. Anfänglich heißt es, Drachen und Magie seien vor vielen, vielen Jahren verschwunden und sind jetzt nur noch alberne Gerüchte. Doch in Staffel 2 gebiert eine rothaarige Priesterin des Lichts – im wahrsten Sinne des Wortes! – einen Schattendämon, der einen Königsanwärter in seinem Zelt – umgeben von tausenden seiner loyalen Soldaten – tötet. Zack. Prack. Tot. Aha. So einfach geht das. Diese magische Geheimwaffe könnte bei allen Feinden eingesetzt werden und – Zack, Prack – ist keiner mehr übrig. Ende gut, alles gut, nicht wahr? Wozu also langwierige Kriege führen? Warum also diese schwarze Magie nicht öfters einsetzen? Deshalb gilt es in Literatur und Film jegliche Magie Regeln zu unterwerfen – ansonsten wird es recht bald langweilig oder völlig konfus. Als langjähriger Fantasy-Papier-Rollenspieler weiß ich, wovon ich rede.

Ein weiteres Problem der TV-Serie ist die Definition von Moral und Loyalität. Der Wink des Königs lässt seine Wache einen unbewaffneten Mann töten oder foltern. Ohne ersichtlichem Grund, einfach aus Spaß an der Freude wurde der Befehl gegeben und der Befehl ausgeführt. Aber in jeder zivilisierten Gesellschaft gibt es eine Gerichtsbarkeit, die Verbrechen ahndet und Urteile ausspricht. Es gibt moralische Grundsätze. Der edle Ritter, wenn wir der romantisierenden Minne folgen – hat die Unschuldigen zu beschützen und ein gerechtes Urteil zu fällen. Im Film Kingdom of Heavens (Directors Cut!) wird die Aufgabe eines Ritters – und vor allem seine Verantwortung – klar und deutlich dargestellt. Ein Insert zeigt das Motto des Malteser Ordens aus dem Jahr 1185:

„Das Wahre liegt in der rechten Handlung, und steh mit Mute jenen zur Seite, die wehrlos sind.“

Und so verkommt die Geschichte zu einem Mischmasch aus Rittern in schimmernden Rüstungen, die sich wie Feiglinge, Söldner, die sich wie geistig abnorme Rechtsbrecher und Psychopathen, die sich wie Psychopathen benehmen. All das geschieht im Namen von Loyalität, kurz „ich hab einen Eid geschworen“-Blabla. Nur Sean Beans Charakter – wie zu erwarten – widersetzt sich den moralisch zweifelhaften Befehlen seines Königs. Aber ohne Sean Bean gibt’s in der TV-Serie auch kein moralisches Zentrum mehr. Jeder für sich und so viel er tragen kann.

Wohl am schlimmsten ist jedoch der Umstand, dass die Charaktere keinen blassen Schimmer haben, was ihre blutigen Taten auslösen, obwohl sie in eine Welt geboren wurden, in der Blutrache kein leeres Wort ist. Ganz im Gegenteil. Den Rache-Reigen setzt „Königsmorder“ Jaime in Gang, in dem er den jungen Stark namens Bran, noch ein Kind, aus dem Turmfenster in die Tiefe stößt. Einfach so. Weil der Junge sah, was er nicht hätte sehen sollen: Bruder und Schwester beim intimen Inzest-Techtelmechtel. Ja, was für ein Schock. „Was macht man nicht aus Liebe?!“, blickt Jaime in die Tiefe, dort, wo der junge Bran regungslos und scheinbar tot liegt. Hm. Wie stärker und realistischer wäre es gewesen, in dem sich Jaime den Jungen nur greifen will, doch dieser, vor Angst völlig klamm, verliert die Balance und stürzt in die Tiefe. Ein dummer Unfall. Vielleicht hätte ihn Jaime umgebracht. Vielleicht nur gedroht. Auch wenn die Autoren Jaime als unbekümmerten und rücksichtslosen Schwertkämpfer zeichnen, so ist er nicht völlig verblödet. Den Sohn einer angesehenen Familie zu töten ist keine Lappalie. Dass er es aber nicht einmal der Mühe wert findet, sicherzustellen, dass der junge Bran tatsächlich mausetot ist, scheint mir die zweite Dummheit. Und die dritte einen Meuchelmörder mit einem ganz besonderen Dolch auszustatten, der den Verdacht auf seine Familie lenkt. So viel Dummheit gehört freilich bestraft. Und wird bestraft.

Um wie viel stärker würde die Seifenoper sein, hätte man es nicht hie und da mit Klischee-Charakteren zu tun. Der junge König ist beispielsweise das größte Problem der ersten beiden Staffeln, da er auf eine Weise gezeichnet wird, die ihn so unsympathisch macht, dass er zum Parade-Antagonist avanciert. Hätten die Autoren ihn menschlicher gezeichnet, seine Anordnungen nachvollziehbarer gestaltet, ihn sozusagen zu einem Spielball des Hofes und seiner Unsicherheit gemacht, die Serie hätte mehr Drama denn Seifenoper sein können.

Welch Potenzial hier vergeudet wurde, konnte man in jener Szene erkennen, als die Königinmutter ihren jüngsten Sohn zu vergiften gedenkt, da die Rebellen die Stadt belagern und keine Gnade hätten walten lassen. Das war eine ergreifende Szene – und erinnert an jene so schreckliche Tat, die sich vor 74 Jahren in Berlin zutrug, tief unter der Erde. Aber das ist eine andere Geschichte.

Vielleicht muss eine so teure TV-Produktion die Geschichte auf den einfachsten Nenner bringen: Böser König. Guter Lord. Zwielichtige Günstlinge. Loyale Fürsten. Grausame Nordmänner. Unaufhaltsame Zombie-Armee (!) und viele nackte Brüste.

Apropos Zombie-Armee. Ganz erschließt es sich mir nicht, warum der Pilot, also die erste Folge, mit einer blutigen Szene im hohe Norden beginnt. Vermutlich, weil es für eine Weile kein Schlachten und Blutvergießen gegeben hätte und die Produzenten mit einem Knall starten wollten. Überhaupt gehören die Episoden, die im hohen Norden, hinter der Mauer spielen, zum Schwächsten der Serie. Die rothaarige Wildlingsfrau ist freilich ebenfalls eine Schönheit. Es hätte nicht viel gefehlt, und sie hätte sich auch entblößt und hingegeben. Den eisigen Temperaturen sei dank, blieb es bei einem Vorspiel. Dass die Protagonisten keine Kopfbedeckung tragen, bei arktischen Temperaturen, lässt mich am gesunden Menschenverstand der Drehbuchautoren zweifeln. Gewiss, die Produzenten wollen die Gesichter der Schauspieler zeigen, aber realistisch ist das bitteschön nicht. Nur wenn es um Gewaltexzesse, Schlachtgemetzel, Foltermethoden und sexuelle Hingabe geht, dann wollen es die Produzenten so realistisch wie nur möglich und verlangen vom Regisseur, die Kamera draufzuhalten.

Wobei, die Episoden im Süden, besser im Osten, gehören auch nicht gerade zum Besten der TV-Serie. Die amüsanteste Witzfigur der ersten Folgen ist mit Sicherheit Viserys Targaryen, Nachkomme des verrückten Königs und somit rechtmäßiger Erbe, der mit seiner Schwester Daenerys vor den Schergen der damaligen Rebellen nach Essos geflohen ist. Sie sind die letzten ihrer Familie. Ein wenig „Der letzte Mohikaner“, wenn man so will. Das Bruder-Schwester-Verhältnis ist in folgendem Dialog gut erkennbar; dabei muss man wissen, dass der Bruder seine Schwester einem Barbarenkönig zur Frau geben möchte und sich auf diese Weise eine Armee verspricht, die für ihn den Thron erobern soll:

Daenerys: „I don’t want to be his queen. Please, please, I don’t want to, I want to go home.“
Viserys: „I’d let his whole khalasar fuck you, all forty thousand men and their horses too, if that’s what it took. Come, dry your eyes.“

Ach, was soll man aus solch Dialogen nur machen? Und als der gute Bruder schließlich in einem Anflug von Machtrausch ins Zelt stürmt und die schwangere Daenery, längst Ehefrau des blutdürstigen Barbarenkönigs, mit dem Schwert bedroht, greift man sich als Zuseher nur noch an den Kopf, den Visery natürlich verliert. Keine Ahnung, wie das alles im Buch gelöst wurde, in den TV-Episoden ist dieser Handlungsstrang einfach nur lachhaft. Auch hier wäre weniger mehr gewesen. Aus meiner Sicht hätte man sich die ganze Backstory sparen und mit der Ankunft vor den Stadttoren von Qarth beginnen können. Aber die Produzenten wollten wohl unbedingt ungezügelten Barbaren-Sex in der Show haben. Wer weiß, vielleicht hatten sie sogar schon überlegt, 40.000 Statisten und Pferde anzufordern, für, na, sie wissen schon …

Nun stelle man sich vor, die Autoren hätten die beiden Geschwister, die letzten einer altehrwürdigen Familie, realistisch gezeichnet, hätten Viserys nicht völlig verblödet sterben lassen, sondern beispielsweise bei einem Attentatsversuch auf seine Schwester. Dadurch wäre Daenerys Hass auf die Stadt Königsmund für den Zuschauer nachvollziebar; dadurch wäre die Zerstörung der Stadt am Ende der Serie nicht völlig aus dem Nichts gekommen.

Ja, die Serie hätte Potenzial gehabt. Gut möglich, dass es einmal eine abgespeckte TV-Serie geben wird. Weniger Monumentalschlachten, dafür mehr Dialoge und Intrigen – und Brüste.

Wie kommt es also, dass diese TV-Seifenoper so hochgelobt wurde? Vielleicht, weil es 2011 nichts Vergleichbares gab. Ich meine, wann kann man sich schon im Kreise seiner Familie einen Softporno angucken, ohne dabei rot zu werden? Weil, so war das eben, damals, im finsteren Mittelalter.

  • Falls Sie sich für einen realistischeren Blick auf das Mittelalter und das Rittertum interessieren, empfehle ich den youtube-Kanal Modern History TV. Dort erfahren Sie, was es heißt, eine Ritterrüstung zu tragen oder ein Pferd für die Schlacht vorzu bereiten. Eine langwierige Prozedur, versteht sich. Sein Schlachtross also wegen einer Lappalie zu enthaupten ist genauso, als würde man sein Auto wegen eines Reifenplatzers in kleine Stücke hacken.
  • Leider können die Filmemacher einfach nicht damit aufhören, Brandpfeile verschießen zu lassen, obwohl deren Wirksamkeit und vor allem Durchführbarkeit viele Fragen aufwirft. Freilich, visuell ist es ein Hingucker. Lindybeige hat sich damit in einem Beitrag Fire Arrows auf amüsante Weise auseinandergesetzt. Kurz: „It’s a silly idea.“
  • Die wohl witzigste youtube-Serie Pitch Meeting von ScreenRants bringt in gerade einmal fünf Minuten diese TV-Show auf den springenden Punkt. Lustig!
  • Macbeth (2015): Der Trailer haut einen einfach nur um. Atemberaubend! Und man kann gut erkennen, was es heißt, Blut und Verrat an seinen Händen kleben zu haben. In GoT wäre das freilich nur eine Nebenepisode, ein Meuchelmord ist kaum der Rede wert.
  • Kingdom of Heavens (2005): Der Trailer ist bemerkenswert. Der Directors Cut ein Muss. Auch hier gibt es eine Königinmutter, die Angst um ihren Sohn hat – aber welch Unterschied in Script und Rolle. Abgesehen von den Böslingen haben die Protagonisten allesamt ein Gewissen.