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Wie Fernsehen dein Leben ruiniert hat oder Wir brauchen alle einen Charlie Brooker. Jetzt! Sofort!

TV anno 1958 / Wiki

Wieder einmal eines dieser Zufälle, ohne die man im Web nicht weit kommt. Wirklich. Folgt man immer nur den üblichen Verdächtigen, dreht man sich alsbald im Kreis. Aber es gibt Möglichkeiten. Möglichkeiten, die das TV nicht bietet. Nun ja, das stimmt auch nicht ganz. Die Möglichkeit, das TV abzudrehen gibt es immer. Aber wie schwer es ist, weiß jeder, der es schon mal probiert hat. Durch die Trillionen TV-Kanäle zu zappen ist wie am Amazonas nach Gold zu suchen. Irgendwie hofft man, ein Stückchen vom Reichtum abzubekommen.

Jedenfalls, wollen wir nicht abschweifen, kann ich hier eine dringende Empfehlung aussprechen: Die TV-Show(s) von Charlie Brooker für die BBC: How TV ruined your life sowie Charlie Brooker`s Screenwipe. Auch wenn man sich schwer tut, mit dem Englischen (das britische Englisch ist vermutlich eine eigene Fremdsprache, im Gegensatz zum US-Englisch), man sollte Charlie Brooker eine Chance geben. Und wenn es nur diese köstlichen Momente sind, wo er eine TV-Show für minderbemittelte Teens formvollendet in der Luft zerreißt und sich dabei gehörig in Szene setzt. Das ist herrlich. Wirklich. Ich schätze, dieser scharfzüngige Humor, gewürzt mit ironischem Zynismus, ist den Briten in die Wiege gelegt worden. Da könnte man beinahe neidisch werden.

Wer jetzt die obligate Frage stellt, wo man diese Shows sehen kann, nun, das weltweite Netz bietet natürlich (noch) die Gelegenheit dazu. Entweder suche man nach den Clips oder schaut sich meine youtube-Favoriten-Liste an. Dort findet man vielleicht noch das eine oder andere Juwel.

Das ist jetzt alles, was man wissen muss. Ich stelle mir natürlich die Frage, wie es sein kann, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen immer mehr zu einem teuren Privatsender mutiert und sich mehr Sorgen um die Quote macht, als um die gesellschaftliche Verblödung, die um sich greift. Dank Gratisblätter und Privat-TV und Werbe-Müll ist gewährleistet, dass es auch in naher Zukunft keine Gesundung geben wird. Die Medien-Unternehmen mit den intelligentesten Mitarbeitern dieses Planeten prügeln sich förmlich darum, die dümmsten gesellschaftlichen Beiträge abzuliefern. Und das beste ist, dass sich diese abgehobene Spezies auch noch selber feiert. Natürlich. Quote, Umsatz und Profit? Yeah. Das ist geil, Mann. Um in so einem zynischen Gewerbe zu bestehen, nicht seinen Verstand zu verlieren, braucht es Alkohol, Drogen und Sex. Gut, gut, vielleicht tue ich den Leuten unrecht und sie sind brave konservative Familienmenschen, die nur das Wohl der Gemeinschaft im Sinn haben und gezwungen sind, dem Publikum das vorzusetzen, was dieses von ihnen verlangt. Hey, wir machen nicht das Programm, heißt es dann lapidar. Ich frage mich gerade, ob sie ihren Kindern erlauben, mit scharfen Messern zu spielen. Oder von ihrem Pupu zu essen. Ist der Vergleich an den Haaren herbeigezogen? Und wenn schon. Shit bleibt shit. Nächster!

Bezahl mich oder Ein Märchen ohne Hoffnung als E-Book

Dirne: Geh, ein Sechserl für’n Hausmeister gib mir wenigstens!
Soldat: Ha! … Glaubst, ich bin deine Wurzen … Servus! Leocadia …
Dirne: Strizzi! Falott!
Er ist verschwunden.
Dialog entnommen: Reigen
Arthur Schnitzler

So! Mein 1oseitige Text Der blaue Smaragd – ein Märchen ohne Hoffnung ist nun gratis erhältlich. Gratis? So gut wie. Als Bezahlung reicht mir ein Posting in einem der vielen Sozialen Netzwerke. Also facebook, twitter, xing und wie sie alle heißen. Dadurch wird der Text viral verbreitet. Vielleicht. Da sich das Märchen kritisch mit der gegenwärtigen Konsumgesellschaft auseinandersetzt, ist es auch für Kinder und Jugendliche bestens geeignet. Auch wenn meine Erfahrung in einer Schulklasse, nun ja, zeigt, dass es nicht so einfach ist, die jüngeren Generationen wachzurütteln. Aber ein Versuch ist es allemal wert, oder? Hier der Link, der auf die relevante Seite führt, auf die hingewiesen werden sollte, im Posting oder Tweet: https://1668cc.wordpress.com/smaragd oder kurz  http://wp.me/P48Ii-1BO

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Pay with a tweet?

Auf die Idee, mit einem Posting zu »bezahlen«, hat mich der Kommentar von Michael gebracht, der auf das Service von ‚Innovative Thunder‘ verwies, die ursprünglich ihr eigenes Buch oh my god what happened and what should i do damit promoten und viral verbreiten wollten (ich habe es mir mit einem Tweet herungergeladen und kurz reingeblättert – es richtet sich vor allem an Marketing und Werbe-Leute und hat durchaus anregende Ideen zu bieten). Hier der Link zum Service, wo man einen Button für seine Webseite erstellt: www.paywithatweet.com

Bitte sehr, bitte gleich: ein Märchen ohne Hoffnung

Wer mit einem sozialen Netzwerk nichts am Hut hat oder meint, er möchte nicht für die Katze im Sack bezahlen, voilà, hier ist das E-Book (PDF) zum herunterladen. Wenn man eines lernt, im Web2.0-Universum: versuche nicht, die Leute zu etwas zu zwingen. Das funktioniert nicht. Das heißt aber nicht, dass man sich dann zum Bettler und Bittsteller verdrehen muss. Nope. Take it or leave it, heißt das Motto des Spiels. Ob man dieses Spiel jemals gewinnen wird können? Hey, König Midas hat auch alles in Gold verwandelt, was er angegriffen hat, oder?

Du möchtest den Text mit Illustrationen verhübschen?

Falls du Ideen hast, den Text mit Grafiken, Illustrationen oder Zeichnungen zu verhübschen, tät mich das sehr freuen. Am besten, du kommentierst hier und verweist mit einem Link auf deine grafischen Ergüsse. Ich überlege mir einstweilen, wie man die Bilder mit dem Text kombinieren kann.