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Mythen der Ernährung (7): Die erkrankte Gesellschaft

Was bisher geschah // Ich saß in einer Bäckerei, irgendwo im Süden Niederösterreichs, und wartete auf M. Während ich in mein Tagebuch schrieb und immer wieder einen Schluck vom Kaffee nahm, kam ein Gedanke zum anderen und ohne dass ich danach gesucht hätte, fielen die Puzzlestücke wie von selbst richtig und setzten sich, wenn man so will, wie von Geisterhand zusammen. Ja, diese Gedankenwelt ist oftmals nicht zu begreifen, aber was tut’s zur Sache. Es ist wie es ist und das ist gut so.

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WM 2018: Resümee der Fußballweltmeisterschaft in Russland

Das war sie also, die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland. Wie bereits bei den letzten großen Fußballturnieren – EM 2008, WM 2010, EM 2012, WM 2014 und EM 2016 – versuche ich mich auch diesmal an ein Resümee. Einfach ist das freilich nicht, gehören doch so viele Eindrücke und Überlegungen auf den springenden Punkt gebracht. Gesehen, die Fußballspiele, habe ich sie diesmal nicht alle. Kam mir doch die Reise nach Moskau und Nischni-Novogorod dazwischen. Dafür durfte ich zwei Begegnungen (Costa-Rica : Schweiz und Kroatien : Dänemark) livehaftig im Stadion miterleben. Berauschend! Elektrisierend! Beeindruckend! Hier der gefällige FIFA-Zusammenschnitt

Stadion_Nischni_2018
Der perfekte Sonnenuntergang bei der Weltmeisterschaft in Nischni-Novgorod, aufgenommen von Sitz 23, Reihe 34, Block C221, Level 4 – am 27. Juni 2018.

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Gedanken zu Peter Roseggers Roman ›Weltgift‹

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Jürgen Schutz vom Septime Verlag reichte mir das neu aufgelegte Rosegger-Buch Weltgift (1903) mit den Worten: »Das könnte dich interessieren, ist sozialkritisch.« Nun gut, dachte ich mir, wenn er es mir ans Herz legt, der mutige Verleger, dann schau ich mir das an. Gesagt, gelesen.

Ich habe mich jetzt nicht extra schlau über Autor Rosegger, dem Waldbauernbub goes Schriftsteller (1843-1918), gemacht, weiß nur, dass es da einen dunklen Fleck in seiner Vita gibt, dem ich gerne nachspüren möchte. Aber wie so oft, braucht jedes Forschen seine rechte Zeit und die ist wohl noch nicht gekommen. Nichtsdestotrotz könnte Weltgift ein erster Schritt in diese Richtung sein, gewissermaßen der Anstoß.

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Die verbotene Ökonomie des Glücks

Zufällig über den Trailer zu der Doku »Die Ökonomie des Glücks« [The Economics of Happiness] gestolpert. Die ersten 40  Sekunden sind ein wenig übertrieben auf Effekthascherei getrimmt, der Rest ist natürlich absolut richtig und stimmig.

Was in diesem Trailer vergessen wird anzuführen (und ich vermute auch im Film) ist die Tatsache, dass wir seit der industriellen Revolution in einer Epoche des »globalisierten freien Marktes« leben und gezwungen werden, diesem Diktat zu folgen. Das klingt für unsereins ein wenig abgehoben und nach dem üblichen links-anti-kaptialistischen Geplapper. Fakt ist aber, dass der Westen – vorrangig die USA – alles in ihrer Macht stehende tut, um einen souveränen Staat für den globalen Markt zu öffnen. Das geschieht durch subtile Überredungskünste oder brachiale Kanonenbootpolitik. Die Liste all jener souveränen Länder, die der Reihe nach für westliche Konzerne und einem ersatzcapitalism (© Joseph Stiglitz) »erschlossen« wurden, ist lang und wird immer länger. Das heißt, würde heute, sagen wir Österreich auf die Idee kommen, sich auf ihre regionale Stärke zu besinnen, würde das unangenehme Auswirkungen zur Folge haben. In den Worten von emer. Prof. der University of Pensylvania Edward S. Herman The Real Terror Network: Terrorism in Fact and Propaganda (South End Press, 1999) klingt das dann so:

In country after country in the U.S. sphere of influence ‚dominoes‘ have been falling, with military regimes and other dependent tyrannies coming into power in virtually all of Central and South America, and Thailand, Indonesia, the Philippines, Zaire, and elsewhere. These regimes have almost uniformly displayed the following characteristics:

(1) they represent a small elite interest, including the multinational corporation which they treat kindly;

(2) they all use terror, including modern forms of torture, to keep the majority unorganized, powerless, and as means to local elite and multinational corporate ends;

(3) the leaderships of these states are almost invariably venal [grundsätzlich korrupt];

(4) they have allowed already highly skewed income distributions to become still more unequal, and have caused a large fraction of their populations to be kept in a state of extreme deprivation….

<The broad purpose of this book is to show the nature, roots and vast scope of the real terror network — the U.S.-sponsored ‚authoritarian‘ states — and to examine the ways in which the magnificent propaganda machinery of the west has covered this over and substituted in its place a lesser, and frequently concocted, network that includes — by careful definition and selectivity — only those terrorists who are challenging important western interests or who can be plausibly linked to its enemies.>