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Eine Welt ohne Donald Trump? Gott bewahre! #USA #Zukunft

Präsident Donald Trump, der im Walter Reed Hospital wegen eines positiven Covid-19 Tests „behandelt“ wurde, ist wieder zurück, im Weißen Haus und fühlt sich rundum wohl, beinahe 20 Jahre jünger. Noch vor Tagen gab es in den sozialen Netzen und in den Medien allerlei Spekulationen und so manch guter Menschenfreund, der sich gegen Hate Speech und für minorities einsetzt, wünschte dem 74-Jährigen alles Schlechte. Ja, so ist das, im Jahr 2020, wo Masken sogar von Kindern verpflichtend getragen werden müssen und wir uns deshalb nicht wundern sollten, wenn das nach Sauerstoff lechzende Gehirn den Energiesparmodus hochfährt. Das Land der Freiheit ist längst zum Meinungs-Gefängnis geworden, es gibt keinen Mittelweg mehr. Kurz nach 9/11 ließ man Feind und Freund im Ausland keine Wahl: Entweder du bist für uns oder gegen uns. Rund zwanzig Jahre später hat sich dieses Entweder-oder ins Innere des Landes und damit in die Köpfe der Bürger verlagert: Trump or not Trump, that’s the question. Faites vos jeux.

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Gedanken zur ORF-Doku: „Auf der Suche nach Hitlers Volk“

Gut, sagte ich mir, dann guck ich mir eben den heimischen UNIVERSUM-Dokumentarfilm Auf der Suche nach Hitlers Volk: „Siegen oder Untergehen“ an, wenn er schon in der ORF-TVThek für eine Woche auf Abruf bereit steht. Die Inhaltsangabe hat freilich mein Interesse geweckt hat:

»Als Angehöriger der Abteilung für Psychologische Kriegsführung der US-Armee kam Saul Kussiel Padover, 1905 in Wien geboren, Ende 1944 nach Deutschland. „Ich komme mir vor wie ein Ethnologe, der in das Gebiet eines unbekannten Stammes eindringt“, schrieb er damals.«

Dieser gute Mann veröffentlichte 1946 seine Erlebnisse im Buch Experiment in Germany: The Story of an American Intelligence Officer (deutsche Ausgabe: Lügendetektor. Vernehmung im besiegten Deutschland 1944/45). In der respektablen Wochenzeitung Die Zeit lesen wird, dass niemand geringerer als der deutsche Dichter und Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger eine „leicht gekürzte“ Übersetzung im Jahr 1999 herausgab. Warum er gerade dieses Buch für eine Veröffentlichung auswählte, geht aus dem Artikel nicht hervor. Scheinbar dürfte der Text des Exil-Wieners einen Nerv im 1929 geborenen deutschen Dichter getroffen haben, der sich politisch nicht gerne festlegen möchte. Der Dokumentarfilm nimmt das Buch überraschenderweise für bare Münze und lässt uns an den damaligen Interviews, zwischen amerikanischen Offizieren und deutschen Bürgern bzw. Militärs, teilhaben. Um der dokumentarischen Inszenierung den nötigen ernsthaften und wahrheitsgetreuen Anstrich zu geben und – vor allem – um zu bestätigen, was damals geschrieben wurde, holte man Zeitzeugen und Historiker vor die Kamera und ins Boot.

So weit, so gut.
Sehen wir uns jetzt die Details an.

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