richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Schlagwort-Archiv: Hillary Clinton

Donald Trump und die Korruption der Medien

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Wer die Zeitungen gegenwärtig aufschlägt und all die Artikel über Donald Trump liest, muss zum Schluss kommen, dass der neue US-Präsident ein narzisstischer Diktator ist, der mit seinem Größenwahn die heile Welt in den Abgrund reißen will. Die Apokalypse, so dünkt einem, muss wohl knapp bevorstehen. Wie sonst ist es zu erklären, dass die westlichen Medien allesamt in ein Horn blasen? Die Lautstärke ist übrigens beträchtlich.

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Welcome, Mr. President Donald J. Trump

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Michigan und New Hampshire zählen noch immer. Gesehen in der New York Times.

Für den eiligen Leser: Der Wahlausgang ist das Beste, was der Welt passieren konnte. Period!

Das war eine Wahlnacht, am 8. November. So schnell wird sie wohl keiner vergessen, der sie durchlebt hat. Höhen und Tiefen. Hoffnung und Bangen. Auf der einen, auf der anderen Seite. Aber je länger die Nacht wurde, um so stiller und nachdenklicher wurden all die Experten in ihren teuren TV-Studios. Am Ende, als klar ersichtlich wurde, dass Donald Trump der neu gewählte Präsident der USA werden würde, brachen alle Dämme. Es war ein Anblick, den kein Skeptiker jemals vergessen wird können. All die „objektiven“ Medienleute – hüben wie drüben – waren im Schockzustand. Manch eine, manch einer der Profis rang mit Worten und Tränen. Man kann es nicht glauben, man kann es nicht fassen. Diese Wahl hat die politische genauso wie die kulturelle und mediale Welt auf den Kopf gestellt. Niemand kann im Moment ermessen, welche Schockwellen durch die USA, durch die ganze Welt gehen.

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US-Wahl 2016: Der Tag, an dem Geschichte geschrieben wurde!

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Es ist jetzt 00:38 und die ersten Auszählungen tröpfeln langsam ein. Noch ist nichts gesagt, noch steht kein Sieger fest. Es bleibt spannend. Wird die Wählerschaft einen Schlussstrich unter die korrupten Globalisierungsgangster machen? Oder fällt sie ein weiteres Mal den Überredungskünsten der Mainstreammedien zum Opfer?

02:47 – Florida steht auf Messers Schneide. Thriller! Irgendwie hat man das Gefühl, dass da im Hintergrund Spielchen gespielt werden.

03:40 – 53 % Wahrscheinlichkeit, dass Donald Trump der neue Präsident wird.

04:35 – Florida ist noch immer nicht gecalled. New York Times geht von einem Erdrutschsieg aus.

05:17 – Hm. Irgendwie ist die Katze noch nicht im Sack.

06:18 – Noch immer ist es nicht offiziell in trockenen Tüchern.

07:24 – Noch immer wollen die Demokraten und deren Mainstream-Medienmaschine nicht aufgeben.

07:56 – NBC hat noch immer nicht Pennsylvania gecalled. Andere haben es bereits zu den Republikanern zugeschlagen. Hm.Sieht so aus, als würde  John Podesta vor die Presse treten.

08:05 – Na bravo. Die Demokraten geben nicht auf. Jede Stimme zählt, ruft Podesta ins Mikrofon, und die Unterstützer sollen nach Hause gehen. Und jetzt? Hillary Clinton hatte gar nicht erst die Kraft, diese Vertröstung auszusprechen.

8:24 – Aha. Pennsylvania wurde gerade von 99 % ausgezählt auf 89 % geändert. Was ist da los? Okay, nur ein Anzeigefehler.

8:36 – Donald Trump wurde von der New York Times, AP und Bloomberg als Gewinner bekanntgegeben, aber die großen TV-Konzerne halten sich bedeckt.

8:42 – Schlapperlot. Hillary Clinton soll aufgegeben haben.

8:45 – Vizepräsident (elect) Mike Pence hält eine Rede.

8:48 – Ladies and Gentlemen, the new President of the United States of America: Donald J. Trump

Meine Güte. Das war eine Nacht. Ich habe Geschichte miterlebt. History in the making.

Jetzt wird sich zeigen, ob diese Hoffnung und dieser Optimismus in positive Taten und Aktionen umgesetzt werden können. Wird endlich das gierige internationale Wall Street-Establishment mit seinen überheblichen Mainstreammedien-Trommlern in die Schranken gewiesen? Die Zeichen stehen gut. More to come!

Good night and good luck.

 

 

 

 

US-Wahl 2016: Zwischen Erdrutschsieg, Wahlmanipulation und einem Coup d’État.

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Die heutige Wahl in good ol‘ US of A wird Geschichte schreiben. So oder so. Falls Sie nur die heimische Presse verfolgt haben, können Sie nicht im Ansatz ermessen, was da drüben los ist. Donald Trump hat es tatsächlich geschafft, Bewegung in ein abgekartetes Polit-Spiel zu bringen und Begeisterung zu entfachen. Er hat seinen Anhängern verdeutlicht, dass man den Mainstream-Medien nicht trauen dürfe, dass Washington auf allen Ebenen korrupt sei, dass die sinnlosen Kriege der letzten Jahre 6 Billionen Dollar gekostet und mehr Unsicherheit gebracht hätten, dass die Innenbezirke der Großstädte mit Gewalt und Drogen überflutet wären, dass die Infrastruktur in einem erbärmlichen Zustand sei, dass grenzenlose Globalisierung die Bevölkerung verarmen lässt, dass es besser wäre, mit und nicht gegen Putin zu arbeiten, dass der Kampf gegen IS gewonnen werden kann und dass illegale Immigration zu Problemen führt.

Sollte also Donald Trump die Wahl nicht gewinnen, so bleiben seine Botschaften trotz allem in den Köpfen seiner Wähler hängen. Wir sprechen hier nicht von ein paar verschrobenen Leuten, die irgendwo im Trailer-Park ihre Essensmarken kassieren. Wir sprechen hier von 60 Millionen Amerikanern! Vergessen Sie nicht, dass der Präsident der USA nicht von den Wählern gewählt wird, sondern vom Electoral College, dem Wahlmännerkollegium. Rein theoretisch kann der gewählte Kandidat weniger Stimmen bekommen als sein Gegner und trotzdem ins Weiße Haus einziehen. The winner takes it all. Gewinnt ein Kandidat beispielsweise mit nur einer Stimme im Bundesstaat Kalifornien, würde er trotzdem die gesamten 55 Wahlmänner (von insgesamt 538) für sich verbuchen. Rein theoretisch würde es reichen, dass ein Kandidat die 11 wahlmännerstärksten Bundesstaaten gewinnt, um Präsident zu werden. Wir sollten deshalb bei all dem demokratischen Getöse nicht vergessen, dass die USA in erster Linie eine Republik ist, deren Augenmerk vor allem darin liegt, dass die breite Masse nicht Oberhand gegenüber der politischen und wirtschaftlichen Elite gewinnt. Das war vor 200 Jahren so. Das ist heute noch so.

Für das Phänomen Trump hätte ich drei Erklärungsversuche anzubieten. Denn eines steht für mich fest: Trump wäre niemals so weit gekommen, wenn er nicht im Hintergrund die Unterstützung eines Netzwerkes genießt. Mit Netzwerk meine ich ein sehr großes, sehr einflussreiches, sehr mächtiges Netzwerk.

-) Donald Trump wurde als perfekter Gegner für Hillary Clinton ausgewählt. Sie hätte gegen gewöhnliche Kandidaten der Republikanischen Partei ziemlich schlecht ausgesehen. Ihre ganze Wahlkampagne war ausschließlich darauf fokussiert, die bessere Alternative gegenüber einem vorlauten und tölpelhaften Polit-Quereinsteiger zu sein. Ohne Trump würde Hillary Clinton keine Möglichkeit gefunden haben, von all ihren Skandalen und kriminellen Machenschaften abzulenken. Somit ist es durchaus vorstellbar, dass das Establishment diese Schlammschlacht von Anfang an geplant hatte, um am Ende Hillary Clinton als plausiblen Sieger bekanntgeben zu können.

-) Donald Trump ist genauso wie Hillary Clinton vom Establishment ausgewählt. Beide spielen ihre Rolle, beide sorgen dafür, dass die Welt zwischen dem republikanischen Elefant und dem demokratischen Esel hin- und hergerissen wird. Am Ende bleibt die heilige Kuh ungeschlachtet: FIAT-Geld, FED, Zinseszins-Schuldenfalle usw.

-) Verschwörungstheoretischer Ansatz: Donald Trump wurde vom Militärisch-industriellen Komplex ausgewählt, um gegen die CIA-Cabal vorzugehen. Ein Staatsstreich im Hinterzimmer, wenn man so will. Der Watergate-Skandal in den 1960ern war damals nichts anderes als ein Staatsstreich der CIA-Cabal, um ihre loyalen Leute in Washington einzuschleusen. Interessanter Aspekt ist, dass die junge Hillary Rodham damals als Assistentin bei den Anhörungen mitwirkte. Nebenbei bemerkt, gibt es Gerüchte, die besagen, dass Hillary bereits als Studentin als Informantin tätig war. Dass die Clintons vom CIA-Netzwerk gedeckt und beschützt werden, steht außer Frage. Oder glauben Sie wirklich, dass all die kriminellen Machenschaften der Clintons erst jetzt ans Tageslicht kommen? Die CIA-Cabal ist ein Moloch, der de facto nicht mehr überschaubar ist und niemandem Rechenschaft ablegen muss. Darin liegt die größte Gefahr. Vielleicht werden wir nun Zeuge einer Gegenbewegung, eines Counter-Watergate-Coups. Erinnern Sie sich noch an John F. Kennedy, der den CIA-Direktor Allen Dulles feuerte und daran dachte, die Agency umzukrempeln? Es endete für ihn mit einer magischen Bleikugel. Allen Dulles wurde übrigens auch in die Warren-Kommission bestellt, deren Aufgabe es war, das Attentat zu untersuchen. Ob wir diesbezüglich jemals die Wahrheit erfahren werden? Faites vos jeux.

US-Wahl 2016: Hoffnung oder Schrecken?

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Thomas Jefferson, Gründervater der USA, wusste es bereits vor über 200 Jahren, dass den Zeitungen respektive Mainstreammedien nicht zu trauen ist. Dank der Trump-Bewegung – man muss sich die Begeisterung ansehen, die seine Auftritte bei den vielen Wahlkundgebungen (rallys) auslösen – ist diese Botschaft endgültig bei einem nicht unerheblichen Teil der amerikanischen Bevölkerung angekommen. Die Medienleute, so Trump, sind die unehrlichsten Leute (»the dishonest people«), die er je erlebt hat und wer die Berichterstattung der letzten Wochen im Mainstream verfolgt hat, kann diese Behauptung als Tatsache festmachen. Deshalb gilt: Vergessen Sie, was Sie im Mainstream über Donald Trump gelesen, gehört oder gesehen haben.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, diesen Wahlkampf und Herausforderer Donald Trump zu deuten. Bei Hillary Clinton liegt alles klar auf der Hand, da muss man kein Hellseher sein. Sie wird den wirtschaftlichen und geopolitischen Status Quo aufrecht erhalten, wird den Kalten Krieg mit Russland und China verschärfen, wird das amerikanische Wall-Street-Dollar-Imperium ausweiten und die grenzenlose Globalisierung ins Extreme steigern. Wie heißt es so trefflich bei Trump: »She wants open borders, there goes your country«. Die Clintons sind die Marionetten des Establishments, das nur ein Ziel hat: Die Auflösung der Nationen, der Nationalitäten, der Kulturen und die Anhäufung von Schulden, mit dem Ziel, eine einzige Weltrepublik aus allen Nationen der Welt zu bilden. Klingt das für Sie zu weit hergeholt? Falls ja, dann sollten Sie mal mit offenen Augen durch die Welt gehen. Werfen Sie doch mal einen Blick nach Griechenland, nach Libyen, nach Syrien oder in die Ukraine. Das ist die Zukunft unter einer Präsidentschaft von Hillary Clinton: mehr »Bürgerkriege«, mehr »Glaubenskriege«, mehr »Wirtschaftskrisen«, mehr Chaos, weniger Kulturen, weniger Freiheit, weniger Sicherheit. Es ist nun mal das Rezept des Establishments die Homogenität, den Zusammenhalt einer Nation zu zerstören. Wenn es nicht mit wirtschaftlich-politischen Mitteln gelingt, dann muss Terror und Krieg herhalten. Glauben Sie wirklich, es gibt in Syrien einen Bürgerkrieg und dass diese ISIS/IS-Hampelmänner aus dem Nichts einer Koalition der mächtigsten Militärstreitkräfte, die die Welt jemals gesehen hat, Paroli bieten kann? Glauben Sie wirklich, dass ein Konvoi von hunderten von neuen Toyota-Pickups auf einer Wüstenstraße unentdeckt bliebe? In Zeiten der totalen Überwachung? Haben Sie schon mal gehört, dass eine Kampftruppe nur einen kleinen Teil einer schlagkräftigen Armee ausmacht? Es braucht Logistik, Nachschub, Verpflegung, Unterkunft, Aufklärung, Medizin, Mechaniker, Funker, usw. Auf all den Fotos, die die Medien publizieren sieht man nur diese sogenannten IS-Gotteskrieger in ihren schwarzen Ninja-Kleidern (mit Sneakers) und posieren entspannt mit ihren Kalaschnikows vor der Kamera. Sehen so Soldaten des 21. Jahrhunderts aus? Oder sind es eher Statisten? Warum, glauben Sie, zahlte das Pentagon einer britischen PR-Firma 500 Millionen Dollar und schickte deren Mitarbeiter in den Irak? Warum drehte man dort in aller Heimlichkeit Al-Qaida-Propagandafilme und verteilte diese?

Kurz und gut, wir wissen, was eine Clinton-Präsidentschaft bringt. Doch Donald Trump ist ein Fragezeichen. Macht er am Ende seine Wahlversprechungen wahr? Würde er wirklich den Sumpf in Washington trockenlegen wollen? Würde er tatsächlich mit der Korruption aufräumen? Würde er wirklich all die vielen in- und ausländische Lobbyisten hochkant aus dem Vorzimmer der Macht hinauswerfen? Würde er die sinnlosen Kriege beenden? Würde er Jobs schaffen können? Würde er die Interessen Amerikas (und seiner Bürger) an die erste Stelle stellen? Würde er die Globalisierungsbestrebungen (NAFTA, TPP) bremsen, vielleicht sogar aushebeln? Würde er Bildung für jedermann erschwinglich machen, im Besonderen für blacks and hispanics? Würde er die inneren Stadtbezirke, die mit Drogen und Gewalt überschwemmt werden, tatsächlich sicherer machen können? Kann Donald Trump den amerikanischen Bürgern wieder Hoffnung und Sinn geben?

Sieht man sich seine Wahlkundgebungen an, muss man unweigerlich den Hut vor Trump ziehen. Er hat es verstanden, einen großen Teil der niedergeschlagenen und phlegmatischen Bevölkerung aufzuwecken und ihnen Mut zu machen. Das ist meines Erachtens der wichtigste Antrieb einer funktionierenden politischen Bewegung: Optimismus, der aus dem Inneren schöpft.Eine Bevölkerung, die an sich glaubt, die der festen Überzeugung ist, man könne es gemeinsam (!) schaffen, die bereit ist, unter die Vergangenheit einen Strich drunter zu setzen, ist nicht aufzuhalten. Oder würden Sie mehrere Stunden geduldig in einer Warteschlange stehen, um ihre Stimme abzugeben und darüber auch noch begeistert berichten?

Aber erinnern wir uns an Barack Obamas Wahlkampf 2008. Gab es da nicht auch eine große Begeisterung in der Bevölkerung? Wurde er nicht bereits im Vorfeld mit Vorschusslorbeeren bedacht? Versprühte er nicht ebenfalls einen großen Optimismus? Und dann? Nach seinem Erdrutschsieg, nach seinem Einzug ins Weiße Haus, wurde bald jedermann klar, dass sich nichts ändern würde. Zwei Amtsperioden und 8 Jahre später schreibt die New York Post, dass sich „Hoffnung und der Wunsch nach Änderung“ in „Angst und Schrecken“ verwandelt hätten und das Land mehr denn je gespalten sei: Obama’s ‘hope and change’ has given us ‘fear and loathing’. In einer weiteren Enttäuschung würde wohl die größte Gefahr für die amerikanische Bevölkerung und für die Welt liegen. Gewinnt Hillary Clinton, kann die Trump-Bewegung in Opposition gehen und den friedlichen Kampf gegen das korrupte Washington aufnehmen – das gibt Hoffnung und Sinn. Gewinnt hingegen Trump und lässt wenig später den Kahn absaufen, ist die Luft und die Hoffnung für die nächsten Jahrzehnte wohl endgültig draußen und die breite Bevölkerung verkommt zu einem Sozialfall.

Sollte aber Trump gewinnen und der Welt zeigen, dass er bereit ist, seine Versprechungen wahr zu machen, dann, ja, dann wäre es an der Zeit, darüber nachzudenken, in die Vereinigten Staaten auszuwandern und dort an einer schönen neuen Welt mitzuarbeiten, während in Europa die Lichter ausgehen und man im Hintergrund Hans Mosers Sperrstund is hört.

More to come!