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9/11 oder Wann ist eine Wahrheit wahr?

»I am not a conspiracy theorist. I am an Air Force pilot. And based on
my experience, the story we’ve been told about 9/11 doesn’t add up.«
Air Force Lt. Col. David Gapp (ret.),
30-Year Veteran, Senior Aircraft Crash Investigator,
and Chief of Master Air Attack Planning for the Iraq and Afghanistan Wars
http://www.rememberbuilding7.org

Die Anschläge zum 11. September 2001 jähren sich zum 11. Mal. Die Erinnerungen bestehen primär aus TV-Bildern, die der gewöhnliche Bürger für bare Münze nahm. Somit wurde die offizielle Version der Ereignisse innerhalb weniger TV-Minuten bestätigt. Monate, vielleicht sogar Jahre später – das Web zeigte zum ersten Mal, was ein demokratisches Medium zu leisten imstande ist – gab es kritische Stimmen zur offiziellen Version. Ungereimtheiten wurden penibel aufgelistet, Unwahrscheinlichkeiten dokumentiert. Die Conclusio einer sehr spät und nur auf Druck einer Bürgerbewegung eingesetzten politischen Kommission – in Form eines gebundenen Buches erhältlich – ist in keinem Falle über jeden Zweifel erhaben und schon gar nicht der letzten Weisheit Schluss. Der Mainstream wiederum hat die offizielle Version von Anfang an abgenickt und abgesegnet und ist ihr glühendster Verteidiger. Derweil, in meinem aufgeklärten Verständnis, sollte jede Zeitung und jede Medien-Anstalt eine politische Erklärung prüfen, prüfen, prüfen. Scheinbar ist das nicht mehr notwendig.

Wenn der Pressesprecher des Weißen Hauses eine offizielle Meldung verlautbart, dann ist es in erster Linie eine Information mit Spin, aber mit Sicherheit nicht die Wahrheit. Diese recht einfache Schlussfolgerung sollte  jedem Bürger klar sein. Ist es aber nicht. Dahingehend muss man sich nur die Foren und Kommentarlisten ansehen, wie vehement der Einzelne offizielle Verlautbarungen als »Wahrheit« verteidigt (natürlich müssen wir jetzt mal davon ausgehen, dass diese User im wirklichen Leben existieren und es sich nicht um Fake-Accounts von PR- bzw. Propaganda-Agenturen handelt). Wie kommt es also, dass der gewöhnliche Bürger einer Obrigkeit beinahe blind vertraut, während das gegenwärtige Establishment immer wieder mit erhobenem Zeigefinger auf die Geschehnisse in den 1930ern Jahren in Deutschland und Österreich hinweist? Damals, so der Vorwurf, hätte sich das Volk zu leicht von der Obrigkeit an der Nase herumführen lassen, weil es die Propaganda für wahr gehalten und nicht hinterfragt hat. Ach?

Apropos. Gestern drei Bücher aus den USA bestellt. Ein amerikanischer Historiker beschäftigte sich eingehend mit der Zeit zwischen 1914 und 1945 und legt den Schluss nahe, dass die Dinge vielleicht nicht so sind, wie man sie seit Jahr und Tag in den Medien und den Geschichtsbüchern wiederkäut. Das ist natürlich ein gefährlicher Ansatz und »verboten« (das Wort verboten wird in den USA immer dann verwendet, wenn man die »Nichterlaubnis« einerseits verstärken, andererseits mit einem ironischen Unterton versehen möchte). Noam Chomsky erklärt wiederum, wie es die Creel-Commission, der offizielle Propaganda-Apparat der britischen Regierung, um 1916 geschafft hat, mit Falschmeldungen die nötige Kriegsstimmung in den USA zu erzeugen. Ja, natürlich überlege ich bereits, ein »verbotenes« Sachbuch über besagte Epoche zu schreiben. Das könnte im schlimmsten Falle mit Freiheitsentzug geahndet werden; aber sind nicht auch die Aufklärer des 18. Jahrhunderts immer wieder weggesperrt und deren Erkenntnisse verächtlich gemacht worden?

Im Sachbuch Con$piracy wird 9/11 nur am Rande erwähnt. Dahingehend kann man sich nur die Finger verbrennen. Weil man dem Leser keine Lösung anbieten kann. Wenn ich demnach die offizielle Version als »BS«, als unstimmig und fehlerhaft verurteile, dann werde ich angehalten, zu sagen, wie es denn nun wirklich wa(h)r. Da liegt auch schon der kritische Hase im Mainstream-Pfeffer. Jeder aufgeweckte Bürger, der sich mit einem politischen Fall eingehend beschäftigen möchte, kann nur auf jene Daten zurückgreifen, die ihm ein Establishment gewährt. Das Internet mag ein Fundus an allerlei Gedanken und Dokumenten sein, aber wenn zwingende Beweise unter Verschluss gehalten werden, dann ist der Bürger nur in der Lage zu spekulieren. Wenn zum Beispiel die behördliche Todesanzeige von Osama bin Laden im Winter 2001/2002 in den Archiven weggesperrt wurde, dann ist es leicht, zu behaupten, eine Spezialeinheit hätte ihn 2011 in seiner pakistanischen Villa ausgeschaltet. All die vielen »Verschwörungstheorien« rund um den Tod von Osama bin Laden hätte die US-Regierung leichter Hand widerlegen können, hätte sie eindeutige Beweise der damaligen Tötungsmission und – vor allem – den Leichnam vorgelegt, keine Photoshop-Bilder oder »Zeugenaussagen« von Militärangehörigen (die einen Eid geschworen haben, nicht der Wahrheit zu dienen, sondern ihrem Vaterland/der Regierung) oder das Gefasel von muslimischen Wasserbestattungen. Dass Osama bin Laden nicht für 9/11 verantwortlich gemacht werden kann, räumt sogar das FBI ein, trotzdem scheint einem Establishment daran gelegen zu sein, das eine mit dem anderen zu verknüpfen. Dank des Mainstream verbindet der gewöhnliche Bürger Bin Laden eher mit 9/11 als mit dem CIA, in deren Diensten er viele Jahre gestanden ist. Wenn Sie mir jetzt entgegenhalten, dass es unmöglich wäre, den natürlichen Tod von Osama bin Laden über so viele Jahre geheim zu halten, dann haben Sie recht. Es gibt  diesbezügliche auch Zeitungsberichte und Aussagen renommierter Politiker – aber ich schätze, das scheint für Sie wiederum weder als Beweis noch als Indiz zu gelten. Warum eigentlich nicht?

Weil der Bürger gelernt hat (besser: man hat es ihm eingetrichtert), dass nur wahr ist, was der Mainstream, also alle Zeitungen, Magazine, TV-Großanstalten und Medien-Blogs einmütig wiederholen. Alles andere ist von keiner Bedeutung und wird als wertlos, unrichtig, Blödsinn oder Verschwörungstheorie abgetan. Punktum. Jetzt frage ich Sie, wie soll ich und all die anderen kritischen Geister gegen solch eine Gedankenwelt die Oberhand gewinnen? De facto ist es nicht möglich. Jedenfalls so lange nicht, so lange die falschen Leuten an den richtigen Positionen im Mainstream sitzen. Vermutlich müsste es einen europäischen Frühling geben, der den Mainstream endlich demokratisiert. Wunschdenken? Vielleicht.

Was sollte der interessierte Bürger nun tun, um die mediale Spreu vom Weizen zu trennen? Ich würde sagen, seinen Mainstream-Medien-Konsum auf ein Minimum reduzieren, jede offizielle Nachricht kritisch hinterfragen und mein kommendes Buch Con$piracy vorbestellen. Vielleicht erscheint es ja noch in diesem Jahrtausend. Amen.

Wanted! 13 Verschwörer für eine Arbeitsunterlage …

»Wer in Washington nicht paranoid ist, muss verrückt sein.«
Henry Kissinger
Außenminister der Vereinigten Staaten (1973 – 1977)

So! Gestern also die letzten Korrekturen im Manuskript gemacht. Damit denke ich, dass wir es hier mit einer grundvernünftigen Arbeitsunterlage zu tun haben, die ich als Taschenbuch im A5-Format drucken lassen möchte. Somit ist es möglich, einem breiten Publikum nicht nur Einsicht in die Verschwörungs- und Manipulationsversuche eines elitären Establishments zu gewähren, sondern direkt daran mitzuarbeiten. Jeder ist eingeladen, sich Gedanken über die Welt da draußen zu machen. Rückmeldungen, Feedback und Anmerkungen zum Text werde ich dann für die offizielle Publikation in Betracht ziehen. Ich glaube, dass es wichtig ist, über politische, wirtschaftliche und militärische Zusammenhänge zu reden, zu diskutieren und sich eine Meinung zu bilden. Nur dann sind wir in der Lage, über gesellschaftliche Veränderungen ernsthaft nachzudenken.

Ich würde demnach noch 13 Interessierte suchen, die sich in die Arbeitsunterlage vertiefen wollen. Natürlich werde ich niemanden zu einer Rückmeldung zwingen, hoffe aber, dass das Gelesene wenigstens neue Fragen aufwirft bzw. den von Mainstream-Medien abgesteckten Horizont ein Stück erweitert.

Der Kostenersatz für das rund 240-seitige A5-Taschenbuch beträgt €20 plus Versandspesen. Bei Interesse oder Fragen einfach eine E-Mail schreiben: telegramm[at]1668.cc – und damit keiner die Katze im Sack kaufen muss, hier das Inhaltsverzeichnis zur gefälligen Durchsicht, freilich nur als jpg-Bild – wir wollen ja nicht die Bots und Suchmaschinen einladen, konspirative Stichworte hier aufzusammeln. Ja, ein bisserl paranoid sollte man schon sein, in Zeiten der orwellschen Überwachung. Um die volle Größe des Bildes abzurufen, einfach auf das nebenstehende Bild doppelklicken. Voilá! Also, wer traut sich? Vortreten!

Inhalt

Verschwörung? Nein, nein, nur Lug, Betrug und Korruption.

Seit Monaten behandle ich die Social Media Welt sehr stiefmütterlich, eher passiv und zurückhaltend. Warum? Sagen wir, es ist einfach aus der Überforderung entstanden. Ich wollte im allergrößten Zeitdruck an meinem Con$piracy-Buch arbeiten und konnte daher keinerlei Ablenkung gebrauchen. Anfänglich habe ich mich ein wenig mit einem schlechten Gewissen geplagt, weil es doch um persönliche Beziehungen geht, die da mit einmal brach liegen. Andererseits, der allergrößte Teil von Social Media Aktivitäten verschwimmt in einer seltsam undurchsichtigen Kommunikationssuppe. Ehe man sich versieht, stapft man in den Schuhen eines Chefredakteurs, der eine Schlagzeile für die nächste Ausgabe seiner Zeitung verzweifelt sucht und dabei immer die Konkurrenz im Auge behält. Gewiss, es könnte auch ganz anders sein. Und vielleicht ist es das auch.

Über das Thema Verschwörung ist nicht gut plaudern. Zu viel ist darüber gesagt und geschrieben worden, der gewöhnliche Bürger zuckt nur noch mit der Schulter. Ich habe es auch getan. Und würde es weiterhin tun, hätte ich nicht die letzten Monate intensivst in vergangenen Ereignissen gestöbert und verwunderliche Erkenntnisse zu Tage gefördert. Heute bin ich um viele Einsichten reicher, aber ich gehe davon aus, dass ich nur den Bruchteil eines Bruchteils kenne, wiewohl sicherlich hundert Mal mehr als der gewöhnliche Bürger, der von jungen Jahren bereits ver-konditioniert wurde. Die Propaganda, manchmal subtil, manchmal plakativ, manchmal unterschwellig, manchmal vordergründig, die Propaganda frisst sich ihren Weg in unser Unbewusstes. Nicht nur in unseres. In die Masse der Bürger. Darin liegt nämlich die Macht der Propaganda. Dass es in der Masse der ver-konditionierten Bürger immer welche geben wird, die eine vermeintliche Wahrheit verteidigen – im besten Glauben, das Richtige zu tun.

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Was Sie nicht in den Geschichtsbüchern lesen werden: Wall Street & Hitler & Stalin & Roosevelt

Wenn Sie mich jetzt fragen, warum ich all diese alten, längst vergangenen Storys ausgrabe, die vermutlich kaum noch einen interessieren, dann antworte ich, dass ich es als meine Pflicht ansehe, besondere geschichtliche Erkenntnisse nicht unter den Teppich zu kehren. Eigentlich wäre es die Aufgabe der Gelehrten, der Historiker, der Politiker, der Medien, die Bürger wahrheitsgetreu und aufrichtig über vergangene Ereignisse zu informieren. Passiert das nicht, entsteht ein Vakuum, das beständig mit obskuren Spekulationen und absurden Konspirationstheorien gefüllt werden, die wiederum im Stillen einen gesellschaftlichen Gärungsprozess auslösen. Es kann nicht im Sinne einer aufgeklärten Demokratie sein, solch eine Gärung zu erlauben. Die Lösung, Fragen oder Diskussionen zu bestimmten Themen zu verbieten, zu unterdrücken und strafrechtlich zu verfolgen, behandelt das Symptom, aber nicht die Ursache.

Wer sich mit dem Europa des 20. Jahrhunderts beschäftigt, wird bemerken, dass historisch betrachtet, viele Sachverhalte nicht hinreichend untersucht bzw. nicht ausreichend besprochen wurden und werden. Mehr noch, man kommt zum Schluss, dass der Scheinwerfer mit Absicht und Kalkül auf bestimmte Ereignisse gelegt werden, während man andere im Dunkeln belässt. Warum? Die Antwort liegt auf der Hand und hat damit zu tun, dass die Mehrheit der Bevölkerung, damals wie heute, einem simplen Schwarz-Weiß-Denken nachhängt. Anders gesagt, Hollywood hat es meisterlich verstanden, das reale Drama mit ungewissem Ausgang und widersprüchlichen Charakteren zu einer leicht verständlichen fiktiven Tragikomödie mit Happy Ending und sauberen Charakteren zu ändern. Wenn wir eines wissen, dann ist es, dass es im Leben keinen Heiligen und keinen Teufel geben kann. Nicht über die Zeitspanne eines Lebens. Auch der Teufel war mal ein unschuldiges Kind, das herzerfrischend lachte. Auch der Heilige war mal ein unschuldiges Kind, das einem anderen Kind einen boshaften Streich spielte. Aber für das Establishment ist Geschichtsschreibung nur dazu da, um deren Agenda zu rechtfertigen, fortzuführen oder auszubauen. Jeder Versuch, die Vergangenheit unter einem anderen Gesichtspunkt zu beleuchten, wird vom Establishment somit als Gefahr angesehen, bedeutet es doch, deren Wahrheits-Konstrukt als Lüge oder Übertreibung bloßzustellen und nach einer Weile zum Einsturz zu bringen. Wir sehen: Vergangenheit per se ist nicht gut oder böse. Es sind immer nur Menschen, die vergangene Aspekte aufgreifen und in einen Kontext stellen. Die Geschichte ist auch kein exakter Zeit-Strom, vielmehr setzt es sich aus tausenden und abertausenden, ja millionen und abermillionen Geschehnissen zusammen. Niemandem ist es gegeben, einen „Blick von oben“ auf die Vergangenheit zu werfen, auch wenn einem das in Dokumentationen oder historischen Büchern scheinbar vermittelt wird.

Um eine lange Geschichte abzukürzen, will ich damit sagen, dass wir in Bezug auf die wahre Historie des 20. Jahrhunderts noch am Anfang stehen. Erst wenn das repressive Establishment der Gegenwart einem aufgeklärten Demokratisierungsprozess gewichen ist, wird es möglich sein, Forschung und Diskussionen frei und unbeschwert führen zu können. Bis dahin darf ich nicht mehr sagen, als dass der britische Historiker Antony C. Sutton (1925 – 2002) in seinem Buch Wall Street and the Rise of Hitler die Verbindungen amerikanischer Finanz- und Unternehmereliten mit der NSDAP belegt. Dass die selben amerikanischen Eliten auch Lenin und Stalin finanziell unterstützten, hat er in seinem Buch Wall Street and the Bolshevik Revolution dargelegt. Und dass die Regierung unter Roosevelt den Krieg mit Japan suchte, ihn provozierte, sagt wiederum der ehemalige US Präsident Hoover, dessen Aufzeichnungen nun von Historiker George Nash editiert und veröffentlicht wurden: Freedom Betrayed: Herbert Hoover’s History of the Second World War and Its Aftermath. Das Buch ist ganz neu und ich befürchte, ich muss es haben. Hach, es gäbe so viel zu sagen.

Also gut, wer entfachte den zweiten dreißigjährigen Krieg?

Durch Zufall auf eine interessant klingende russische (!) Dokumentation gestoßen, die sich lang und breit mit Stalin und Hitler in den 1930ern und 1940ern beschäftigt. Ein ehemaliger Mitarbeiter des sowjetischen Geheimdienstes stellt die These auf, dass Stalin drauf und dran war, dem „kapitalistischen Westen“ ein Ende zu bereiten, da der Kommunismus nicht neben dem Kapitalismus existieren konnte. Man mag von den historischen Überlegungen halten, was man will, aber man sollte sie nicht deshalb ohne Prüfung verwerfen, nur weil sie gegenwärtig politisch nicht korrekt ist. Die Geschichtsschreibung muss vor politisch-moralischer Einflussnahme geschützt werden. Tut man es nicht, verzerrt und verdreht man die vergangenen Ereignisse bis zur Unkenntlichkeit und schafft damit Raum für wahnwitzige Gedankenspiele. Gewiss, die Historie zeigt, dass Siegermächte immer in der Lage waren, eine Zeit lang die Geschichtsschreibung zu beeinflussen. Aber wenn deren Macht erlischt, sind es wieder andere Sieger, die das Vergangene neu bewerten.

»Wir kontrollieren [in Deutschland, Juli 1946] nun 37 Zeitungen, 6 Radiostationen, 314 Lichtspielhäuser, 101 Magazine, 237 Buchverlage, 7 384 Buchhändler und Buchdrucker, und führen rund 15 Meinungs- umfragen pro Monat durch, weiters geben wir eine Zeitung mit einer Auflage von 1 500 000 und 3 Magazine heraus, wir führen die Associated Press of Germany (DANA) und leiten 20 zentrale Bücherein. Die Unternehmung ist enorm.«

Major General Robert McClure – Vater der psychologischen Kriegesführung der USA – an seinen Freund und Vizepräsidenten der Mediengruppe Time-Life Inc. C. D. Jackson.

Das erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit, heißt es nicht umsonst und das sollten wir nie außer Acht lassen. Übrigens war es Churchill, der die Zeit von 1914 – 1945 als Zweiten Dreißigjährigen Krieg bezeichnete. Wenn man weiß, was der erste Dreißigjährige Krieg mit Europa (und Deutschland im Speziellen) angestellt hat, ist es eine recht merk-würdige Feststellung.

Bedenklich wird es, wenn Verlage Texte berühmter Dichter und Denker im Nachhinein „politisch korrekt glätten“, ohne diese Glättung zu vermerken (Selbstzensur). Weiters muss es jedermann erlaubt sein, historische Ereignisse zu untersuchen und die Ergebnisse wertfrei zur Diskussion zu stellen. Siehe dazu Hannes Hofbauers Buch Verordnete Wahrheit, bestrafte Gesinnung. Rechtsprechung als politisches Instrument, erschienen im Promedia Verlag, 2011. Wie es sein kann, dass heutzutage Lobby- und Wähler-Gruppen „Gesetze machen“, um unliebsame Fragestellungen zu vergangenen Ereignissen per Verordnung zu verhindern, ist mir schleierhaft. Weil dieses Vorgehen nichts mehr mit Demokratie zu tun hat. Wenn das Establishment der Meinung ist, dass das Volk zu leicht zu manipulieren ist und man es deshalb vor falschen Wahrheiten schützen muss, dann kann ich nur sagen, dass etwas im Bildungssystem falsch läuft.

Ich wage einfach die These aufzustellen, dass es einer Elite nicht darum geht, kritische Bürger zu formen, sondern vielmehr das Gegenteil. Damit ist die Masse leichter manipulierbar, wenn es um Werbung und PR geht. Aus dem rebellischen Bürger wird ein angepasster Konsument. Und darum geht es ja, nicht?