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EM 2012 – Spieltag 3 – ESP : ITA – Die Armada im Wasserglas

Spanien : Italien 1:1

Der FC Barcelona und Spanien haben ja eine ähnliche Spielkultur, die sich schlicht und einfach Tiki-Taka nennt. Dahinter verbirgt sich eine Kurzpass-Stafette der übelsten Sorte. Für Gegner und Zuschauer ist das recht gefährlich, führt dieses Tiki-Taka doch immer wieder zu einem der gefährlichen Sekundenschläfchen. Ehe man sich versieht steht einer der Spanier vor dem gegnerischen Tor und spitzelt und schupft und lupft den Ball ins Tor. Hin und wieder auch daneben oder darüber. Auch wenn Fußball-Experten mit der Zunge schnalzen, ob der Ballsicherheit, der famosen Technik, der außerordentlichen Spielerintelligenz und dem unglaublichen Zusammenspiel, ich seufze still in mich hinein und frage mich, ob es noch mit dem klassischen, althergebrachten Fußballspiel zu tun hat oder ob es nicht doch eher Trainingsspiel-Charakter hat („Mannschaft A hat den Ball und lässt ihn in ihren Reihen zirkulieren – Mannschaft B muss die Räume eng machen, darf aber nicht den Ballführenden attackieren!“).

Wie dem auch sei, wenn Spanien spielt, spielt Spanien und der Gegner darf freundlicherweise den Ball holen, wenn mal ein Ball über oder neben das Tor geht. Gestern hingegen, da war ich dann doch recht verblüfft. Einerseits von der Startaufstellung der Spanier, die aus einem mir unerfindlichen Grund auf einen – wie es in der Fachsprache heißt – »gelernten Stürmer« verzichteten. Vielleicht wollten sie ihren Gegner, den Italiener, vorzeigen, dass Mittelfeld und Verteidigung vollkommen für das moderne Spiel ausreicht. Vermutlich wird der spanische Trainer in naher Zukunft 3 Torleute in der Verteidigung auflaufen lassen. Warum? Weil sie es können.

Also gut, die spanische Aufstellung überraschte. Aber noch überraschender war, dass die Italiener nicht gewillt waren, als Balljunge der Spanier zu fungieren. Nope. Sie wollten mitspielen und agierten recht unbeeindruckt, beinahe forsch. Das freute natürlich den neutralen Beobachter, weil diese Spiele auf einer schiefen Ebene einfach öd sind. Jedenfalls, mit viel Chuzpe, mit viel Druck und Aggressivität versuchten die Italiener den Spaniern den Schneid abzukaufen. Das funktionierte gar nicht mal schlecht – auch wenn ihre Verteidigung hin und wieder Aussetzer hatte und vom Tiki-Taka schwindlig gespielt wurde.

Es entwickelte sich  – wider erwarten – eine muntere, eine spannende Partie. Ja, das wollen wir sehen! Und hätte der italienische Stürmer Balotelli (man vermutet, dass er kleine Iniestas zum Frühstück verspeist), der mit dem Fußball alleine auf Casillas zulief, nicht ewig gezögert, es hätte da schon »klingeln« müssen. Erst die Auswechslung – Di Natale für Balotelli – sorgte für den nötigen frischen Wind und – schwupp – versenkte der neue Stürmer mustergültig den Ball im Netz der Spanier (ja, gelernt ist nun mal gelernt). Dumm, dass postwendend die Spanier ausglichen – ein bisschen länger hätte ich sie gerne zappeln gesehen. Und dann gab es Chancen hüben wie drüben. Die letzte hatte einer der Italiener am Fuß. Und die war nicht von schlechten Eltern. Alles in allem ein gerechtes Unentschieden.

Eine Anmerkung gibt’s noch von meiner  Seite. Das Tiki-Taka ist – meines Erachtens – gar nicht so sehr das Spielentscheidende. Was die Spanier (und der FC Barcelona) so gut beherrscht ist dieses furiose Pressing und das Zustellen der Räume. Somit zwingen sie die Gegner zu Ballverlusten. Die Italiener machten es dann ganz folgerichtig und versuchten sich ebenfalls in einem forschen Pressing – aber diese Taktik ist gar nicht einfach umzusetzen. Dazu bedarf es einer großen Spielerintelligenz, eines immenses Laufpensum und  – vor allem – Disziplin. Wenn alle auf den Ballführenden wie die Verrückten zulaufen, dann hat es mehr mit aufgeschreckten Hühnern zu tun (und die legen bekanntlich keine Eier). Deshalb, wer auch immer ein Mittel gegen den FC Barcelona oder Spanien sucht, es ist das konsequente Pressing. Ich weiß, ich höre mich jetzt an wie eine Hebamme (»Pressen, pressen!«), aber schließlich wollen wir ja Siege(r) gebären und – vor allem – spannende Spiele sehen, nicht?

EM: Viertelfinale 4

Sonntag, 22. Juni 2008

Viertelfinale 4: Angsthasenfußball

VF 4, in Wien (20:45): Spanien : Italien 0:0 n.V. 4:2 i.E.

Gottlob ist der Kelch an uns vorüber gegangen. Nicht auszudenken, wenn Italien ins Halbfinale eingezogen wären. Denn Fußball haben sie eigentlich nicht gespielt. Trainer Donadoni dürfte sich die EM 2004 in Erinnerung gerufen und dabei festgestellt haben, dass Griechenland den unansehnlichsten Defensiv-Fußball der Geschichte spielte, aber dafür den Pokal gewann.

Das Spiel war wohl eines der schlechtesten Partien dieser EM. Gurkenkick auf höchstem Niveau. Entsetzlich. Die Spanier wollten, aber trauten sich nicht so richtig. Die Italiener wollten, aber trauten sich nicht so richtig. Angsthasenfußball, also. Am besten merkte man das bei den Spaniern, die mehr für die Offensive taten, denen sich auch Räume boten, die aber nicht erlaufen wurden – weil die Defensivabteilung vermutlich die Order hatte, hinten zu bleiben. Deshalb ging das meiste nur durch die Mitte. Aber wie soll man sich durch Hunderte von italienischen Beinen durchdribbeln? Genau. Zumeist war beim dritten Abwehrspieler Schluss. Dabei zeigte sich ein erschreckendes Bild bei den Spaniern. Sie haben zwar ein wunderbares Mittelfeld, aber die Spieler sind zentral ausgerichtet. Es gibt kaum Flügelspieler. Deshalb muss ein Torres oder Villa auf die Seiten ausweichen, wenn es im Strafraum zu voll wird. Aber was macht ein Mittelstürmer an der Seite? Hier zeigen uns die Russen, wie es geht. In dem sie ein Überzahlspiel an den Flanken erzeugen, aber nicht nur in den Strafraum flanken, sondern auch mal den Weg zum Tor suchen. Das geht natürlich nur dann, wenn man Defensivkräfte nach vorne beordert. Das Risiko, in einen Konter zu laufen steigt natürlich – aber wenn die Mitspieler durch Laufarbeit die Lücken schließen, so es einen Ballverlust gibt, minimieren sie die Gefahr.

Dass Spanien das Elfmeterschießen für sich behauptet, grenzt eigentlich an ein Wunder (zugegeben, das Wort „Wunder“ wird bei dieser EM ziemlich strapaziert – sagt auch Kris). Ja, alles hat gegen Spanien gesprochen – und trotzdem haben sie es gebogen. Rätselhaft, dass bei den Italienern weder ein Luca Toni noch ein Del Piero sich getrauten, einen Elfmeter zu schießen. Sei’s wie’s sei, die Italiener sind verdient draußen. Mehr durfte man sich wohl nicht erwarten.

Jetzt hoffen wir mal, dass sich die Russen für das 1:4 revanchieren werden. Ei, das wird ein Fußballfest.

EM: Spieltag 3 – Gruppe C

Dienstag, 17. Juni 2008

Spieltag 3 – Gruppe C: erstens kommt es anders und …

Gruppe C, in Zürich (20:45): Italien – Frankreich 2:0

Also doch die Italiener. Nicht weil sie besser (natürlich waren sie besser), sondern weil Frankreich um so vieles schlechter gespielt hat. Die „Grande Nation“ kickt wie Österreich vor einem Jahr (und das heißt was): grottenschlecht. Das Unglück nahm seinen Lauf, als sich der beste, der motivierteste der Franzosen verletzte: Ribery! Nach bereits 8 Minuten. Wie aufgezogen läuft er Zambrotta hinterher, grätscht seitlich nach dem Ball, trifft aber nur die Beine des Italieners. Unglücklich für ihn. Weil er sich dabei selbst verletzt. „Verdacht auf Unterschenkelbruch“ ist überall zu hören und zu lesen. Auch jetzt ist nicht zu eruieren, wie schwer die Verletzung tatsächlich ausgefallen ist. Ein Drama. Für die Franzosen. Für die Bayern. Für den Fußball. [aktuell dürfte es sich „nur“ um eine schwere Verstauchung im linken Knöchel handeln]

Aber die Fußballshow muss weitergehen. Und so ist es nur bezeichnend, dass die ehemalige Beton-Abwehr der Franzosen auseinanderbröckelt. Überaltert. Thuram nach zwei Spielen kein Thema mehr. Abidal, der gegen Luca Toni im Strafraum sehr ungeschickt von hinten attackiert, wird gleich mal mit Rot vom Feld geschickt. Den Elfmeter verwandelt Pirlo nach Vastic-Manier: unhaltbar.

Damit war das Spiel entschieden. Müde Franzosen fanden nie ins Spiel. Benzema, der gehypte Stürmer (franz. Torschützenkönig und Spieler des Jahres), war noch am auffälligsten. Henry? Einst die Lichtgestalt Frankreichs nur noch ein Abklatsch vergangener Tage. Wäre er doch nur bei Arsenal geblieben, er würde heute am Zenith stehen, statt dessen sitzt er zu meist bei Barcelona auf der Ersatzbank – oder muss Etoo die Bälle servieren (schlag nach bei Klose). Enttäuschend.

Wir Österreicher dürfen uns also berechtigte Hoffnungen machen, dass am 6. September, wenn wir Frankreich im Happel-Stadion zum Auftakt der WM-Qualifikation begrüßen dürfen („Bonjour“), eine verunsicherte, im Umbruch begriffene französische Nationalmannschaft auflaufen wird. Freilich mit einem neuen Trainer. Mit neuen Gesichtern. Also, wenn wir jetzt nicht die Gunst der Stunde ausnutzen, wann dann?

Und die Italiener? Das böse Erwachen kommt noch. Ein wenig später. Aber es kommt. Weil sie in den drei Spielen nie überzeugt haben. Ein Weltmeister, der gegen Rumänien eigentlich schon so gut wie weg war, muss besser, muss überzeugender spielen. Wenn ihre einzige Antwort ein Luca Toni ist, dann ist das aber mehr als dürftig. Ersetzt kann er nicht werden. Was ist eigentlich mit dem Cassano los? Der war mal ein heißer Tipp für einen Spitzenfußballer. Gestern war nichts von ihm zu sehen. Überhaupt nichts. Jetzt geht es im Viertelfinale gegen Spanien. Hmm?! Sollte also Luca Toni das erste Tor machen, dann sehen wir mit größter Wahrscheinlichkeit die italienischen „Bauarbeiter“ den Beton anrühren. Davor hab ich ein bisserl Angst: dass die Italiener das Griechische Spiel bei der EM2004 studiert haben: unattraktivst spielen und knapp gewinnen. Denn mit spielerischen Qualitäten können sie keinen Gegner bezwingen. Schon gar nicht die Spanier. Schon gar nicht ohne Pirlo (gelbgesperrt). Aber wer weiß, wer weiß, denn erstens kommt es anders …*

Gruppe C, in Bern (20:45): Niederlande – Rumänien 2:0

Die „B-Mannschaft“ der Holländer macht ein gutes Spiel. Die Rumänen? Enttäuschend. Weil sie in Ehrfurcht vergehen. Verständlich, wenn ein Robben (Real Madrid), ein van Persie (Arsenal London) und ein Jan Huntelaar (Ajax Amsterdam – Torschützenkönig) auflaufen und die Lust am Spielen eindrücklichst demonstrieren. Aber die Rumänen, sie haben auch ihre Chancen. Wenigstens in der ersten Hälfte. Mit ein wenig Glück (die Holländer haben einfach einen Lauf – fragt sich nur, wie lange?) hätte Holland zum ersten Mal in Rückstand geraten können. Dann, wie so oft, wäre es vielleicht ein anderes Spiel geworden. Naja. Die Rumänen hätten vermutlich gleich im ersten Spiel gegen Frankreich so druckvoll spielen müssen wie gegen die Italiener. Aber im Nachhinein ist es natürlich müßig, über das „damals“ zu befinden. Wir sehen ja die Rumänen dann in Wien. Zur WM-Qualifikation. Das wird hart.

*) noch verteufle ich die Italiener nicht, Maureen. Noch nicht 😉

EM: Spieltag 2 – Gruppe C

Freitag, 13. Juni 2008

Spieltag 2 – Gruppe C: die Fußballwelt steht Kopf

Gruppe C, in Zürich (18:00): Italien – Rumänien 1:1

Der Abgesang des italienischen Fußballs. Es tut mir Leid, Maureen, aber falls die Italiener – wider erwarten – weiterkommen, dann muss etwas passieren. Vor zwei Jahren, zur WM, hatte die Erfahrung zwei Mannschaften ins Finale bugsiert, die heute mit dem europäischen Spitzenfußball nicht mehr mithalten können. Vermutlich hätte man schon vor zwei Jahren beginnen sollen, frisches Blut mit den Routiniers zu mischen. Jetzt tut man es zwanghaft, aus der Not heraus. Ein Jammer.

Die Italiener haben sich gesteigert, sind motiviert gestartet. Aber diese Rumänen, sie sind für mich noch immer so schwer einschätzbar. Bis auf Mutu, Chivu, Contra und Lobont kennt man die anderen so gut wie gar nicht. Aber jeder steht seinen Mann. Gegen die Italiener verstecken sie sich nicht, kommen zu großen Chancen und hätten beinah gewonnen, hätte Mutu nicht den Elfer „verschossen“, bzw. Buffon diesen gehalten. Schlapperlot.

Ja, die Italiener konnten die Rumänen nicht zwingend einschnüren, nicht oft unter Druck setzen. Manchmal. Selten. Gefährlicher waren die Rumänen. Und ihr Kurzpass-Spiel blitzte manchmal gefährlich holländisch auf. Ja, diese Rumänen dürfen wir bitteschön nicht abschreiben. Jetzt spielen sie gegen die B-Mannschaft der überragenden Niederländer. Und die Italiener? Die müssen zum „Endspiel“ gegen die Franzosen. Egal, wer in dieser Partie gewinnt, verdient hat es keiner von beiden.

Gruppe C, in Bern (20:45): Niederlande – Frankreich 4:1

45 Sekunden! 45 Sekunden konnten sich die Franzosen über den wichtigen Anschlusstreffer von Henry freuen. 20 Minuten vor Schluss. Plötzlich stand es 2:1. Erfreulich. Weil ich immer die Emotion suche, in einem Fußballspiel. Ich freute mich auf ein Offensiv-Spektakel der Franzosen. Aber 45 Sekunden später schoss Robben aus unmöglichen Winkel ein Wundertor. Das war’s. 3:1. Snejder schoss knapp vor Ende auch noch ein Wundertor. Ziemlich viel „Wunder“ bei den Holländer. Wunderlich.

Die Franzosen? Ein Jammer. Sie sind nur noch Schatten längst vergangener (glorreicher) Tage. Ihr Fußball (und das der Italiener) entstammt dem vorigen Jahrhundert: langsam, behäbig, ideenlos, durchschaubar. Eigentlich gehört Domench ausgepeitscht, dass er einen torgefährlichen Trézeguet zu Hause ließ und dafür einen unerfahrenen jungen Gomis, der nicht mal ansatzweise Gefahr erzeugen kann (seine Haarpracht ist allerdings top!), mitgenommen hat. Makelele und Toulalan, die Abräumer im Mittelfeld, sind technisch auf Gattuso-Niveau, also keine Ballverteiler, keine Spielemacher. Für die Franzosen (und Italiener, Griechen) wäre es wohl das Beste, sie scheiden allesamt aus. Dann werfen sie die Trainer raus und fangen (hoffentlich) von vorne an.

Die Holländer? Da läuft alles am Schnürchen. Sie spielen perfekten Fußball. Hut ab. Respekt. Aber erinnern wir uns: die Österreicher haben ihnen vor nicht allzulanger Zeit 3 Tore gemacht. Warum? Weil van der Saar nicht im Tor stand. Das ist ihr erster Schwachpunkt. Holland ohne van der Saar würde nicht weit kommen. Der zweite Schwachpunkt: ihre körperliche Unterlegenheit. So lange sie ihr schnelles Kurzpass-Spiel praktizieren, so lange sie ihre Schnelligkeit und Wendigkeit ausspielen können, gibt es nichts gegen die Holländer zu gewinnen. Aber wenn man sie zwickt, kratzt, beißt, spuckt, nah am Mann steht (= extremes Pressing), dann werden sie Fehler machen, dann kann man sie unter Druck setzen. Man sehe sich Portugal : Holland von der WM 2006 an. Sicherlich eines der emotionellsten Spiele aller Zeiten. Am Ende gewinnt Portugal. Nicht weil die Mannschaft besser war, sondern weil sie konsequenteres Pressing betrieben hat.

Das will heißen: die Holländer sind Top-Favorit für den EM-Titel, dummerweise werden sie wohl im Halbfinale auf Spanien treffen. Und die haben auch gerade einen Lauf.

EM: Spieltag 1 – Gruppe C

Montag, 9. Juni 2008

Spieltag 1 – Gruppe C: holländisches Licht und frankoitalienische Schatten

Gruppe C, in Zürich (18:00): Rumänien – Frankreich 0:0

Lieber Fußballgott, lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Mäßiges Niveau. Spielerisch völlig unattraktiv. Na gut, die Rumänen, als klare Außenseiter, versuchten gegen die Franzosen hinten dicht zu machen (und ich dachte mir, die würden Gas geben, weil sie nichts zu verlieren haben – ja, so kann man sich täuschen) und schafften es auch mühelos. Weil die Franzosen Ideenlos am Feld herumtrabten. Selten so eine passive Favoriten-Truppe gesehen. Frankreich kann man damit von der Liste der EM-Favoriten streichen. Wer gegen Rumänien vorsichtig zu Werke geht, hat in einem (Halb)Finale nichts verloren. Jetzt kann nur noch ein Wecker (nein, nicht der Konstantin, sondern einer, der läutet und sie wachrüttelt) oder eine Revolution („mais oui, wir können auch nur mit einer defensiven Mittelfeldposition spielen“) helfen.

Gruppe C, in Bern (20:45): Niederlande – Italien 3:0

Was für ein munteres, aufregendes Fußballspiel. Eine Freude, so ein Spiel sehen zu dürfen. Gäb’s mehr von dieser Sorte, die LillY würde nicht motzen, dass sich in diesem Blog für die nächste Zeit alles um die schönste Nebensache der Welt dreht. Noch dazu, wo einige fesche Kicker am Platz standen (irre ich mich, oder haben die Azzurri auch dahingehend abgebaut?) Zurück zum Spiel. Die Holländer, man muss es in aller Deutlichkeit sagen, haben die Italiener ziemlich vorgeführt. Wer hätte das gedacht? Aber so gut die Oranjes auch gespielt haben, die Italiener sollten wir nicht unterschätzen. Immerhin haben sie sich aufgebäumt, haben Chancen bekommen und sie – Luca Toni sei Dank – kläglich vergeben. Die Franzosen wiederum haben nicht mal das zustande gebracht. Holland darf jetzt nicht übermütig werden, und mit ein bisschen Konzentration schaffen sie den Aufstieg mit links. Ja, das ist jene Seite, auf der van Bronckhorst wirbelt.