Schlagwort-Archive: kritik

Prof. Hagai Levine: „This isn’t like the holocaust“ #COVID-19

In der israelischen Tageszeitung HAARETZ findet sich der vorzügliche Artikel Hysteria and scientific errors: Why no one can explain the drop in coronavirus cases in Israel, der sich mit einem unerklärlichen Phänomen beschäftigt: Wenn SARS-CoV-2 so hoch ansteckend und gefährlich ist, wie kann es dann sein, dass es nach Aufhebung des Lockdowns weniger Infektionen und weniger Todesfälle gibt? Die Antwort ist einfach, so man sich nicht vom ständigen Angstgeheul der Medien verrückt machen lässt.

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Die Renaissance des MIttelalters, anno 2020 #COVID-19

Ach, das Mittelalter. Schaurig schöne Geschichten haben wir darüber in der Schule gehört und im Kino gesehen. Wir haben uns gewundert, vielleicht auch amüsiert. All die schmutzigen und einfältigen Menschen, die so leicht einzuschüchtern waren, die vor den Fürsten in den Burgen und in den Kirchen zur Kreuze krochen, bestrebt, ja nicht in Ungnade zu fallen. Der moderne Mensch glaubt sich aufgeklärt und frei, er belächelt seine Vorfahren, die an Seele und Sünde so stark festhielten, dass es die merkwürdigsten hellen wie dunklen Blüten trieb – so wir den überlieferten Quellen vertrauen wollen. Ich tue es freilich nur eingeschränkt, weil, ich sage es ja immer wieder, die Historie eine gut erfundene Geschichte ist, auf die man sich geeinigt hat.

„In ihren Zimmern steht auf einer kleinen Banke eine Schüssel mit Wasser, in welcher sich ein jeder die Hände waschen muß.“ *

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Eine Grippewelle macht Geschichte #COVID-19

Als Schriftsteller ist man es gewohnt, mutterseelenallein im Elfenbeinturm beim Schreibtisch zu sitzen und all die vielen oder wenigen Gedanken und Inspirationen zu Papier zu bringen. Man befindet sich somit in einer freiwilligen Quarantäne – weil, wenn deine Muse dir einen Besuch abstattet, dann hast du gefälligst zu bleiben und alles zu tun, um ihr den Aufenthalt so angenehm wie nur möglich zu machen. So ist das.

Die Zitate im Beitrag stammen von Epidemiologist Tom Jefferson, der dem Spiegel im Jahr 2009 reinen Wein bezüglich der Schweinegrippe-Pandemie einschenkte. Der Artikel A Whole Industry Is Waiting For A Pandemic ist ein must-read! Würde mich nicht wundern, wenn die Spiegel-Redaktion demnächst eine „Klarstellung“ hinzufügt, um einer „Verharmlosung“ der gegenwärtigen Zustände entgegenzutreten. Siehe beispielsweise Radio Eins, die die Virologin Dr. Mölling zwar zum Interview baten, aber enttäuscht waren, dass die em. Professorin den Angst-Hype nicht weiter schüren wollte.

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Filmkritik und Gedanken zum 1. Weltkrieg: 1917 #Kino #Historie

Der neue Film von Regisseur Sam Mendes hat ordentlich Oscar-Nominierungs-Staub aufgewirbelt. Der Titel 1917 verrät bereits, dass es hier um eine Geschichte von Männern und Soldaten geht, die im Weltkriege tun, was getan werden musste. Die Tour de Force zweier britischer Soldaten durch Niemands- und Feindesland ist handwerklich gekonnt umgesetzt. Die Idee, den Film so zu drehen, dass der Zuschauer den Eindruck gewinnt, es gäbe nur eine durchgehende Kamerafahrt, die den beiden Protagonisten vom Anfang bis zum Ende begleitet, ist das hervorstechendste Merkmal und riecht nach einem Oscar in der Kategorie Cinematography.

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PIATNIK: SMART 10 #SPIEL #KurzKritik

Letztens hat mich der Wiener Spieleverlag PIATNIK eingeladen, deren Neuheiten am Brettspielsektor auszuprobieren. Nach der Messe in Essen konnte ich deshalb ein weiteres Mal SMART 10 unter die Lupe nehmen. „Das Quizspiel der besonderen Art“, erdacht von zwei Wienern, überzeugt in allen Belangen. Man möchte nicht glauben, dass man in diesem Spielgenre noch überraschen kann, aber die Idee samt Umsetzung bringt frischen Wind in die Frage-Antwort-Spielerei.

Funktionieren tut die Sache ziemlich einfach: in der großen kreisrunden Öffnung der quadratischen Quizbox sind 10 Fragen wie auf einem Ziffernblatt angeordnet, während die 10 Antwort jeweils unter einem Knopf versteckt sind. Der erste Spieler kann sich demnach die für ihn einfachste Frage aussuchen, die Antwort geben und, in dem er den Knopf entfernt, überprüfen, ob sie stimmt. Liegt er richtig, behält er den Knopf und gibt die Box weiter. Der nächste Spieler sucht sich nun eine der verbliebenen 9 Fragen aus usw. Es geht so lange, bis alle Fragen beantwortet sind oder keiner mehr eine Antwort geben möchte. Gibt ein Spieler eine falsche Antwort, muss er alle sein bisherig gesammelten Knöpfe abgeben und geht für diese Runde leer aus.

Dadurch, dass alle Spieler mit der selben Frage konfrontiert sind, kommt es zu spannenden Duellen. Ich kann das Quiz guten Gewissens empfehlen. Weitere Fragen-Pakete, so hat man mir versichert, sind in Arbeit. Einziger Kritikpunkt (wohl eher Wermutstropfen), den ich finden konnte, ist vielleicht der Preis des Spiels. Es wäre deshalb zu wünschen, dass die demnächst erscheinenden zusätzlichen Fragen-Pakete eine moderate Preisgestaltung erfahren. So würde die Anschaffung einer Quiz-Box als Investition angesehen werden können.

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Übrigens, vom 15. – 17. November findet wieder das Spiele-Fest im Wiener Austria Center statt. Dort dürfen Brett- und Kartenspiele nach Herzenslust ausprobiert und – so das Taschengeld reicht – auch gekauft werden. Solltest du dort sein, würde es mich freuen, wenn du mich am Stand des Spielemagazins frisch gespielt besuchst.