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Der perfekte Stuhlgang

Seit meiner Ernährungsumstellung (low carb high fat) sind jetzt 90 Tage vergangen und ich bin noch immer guter Dinge. In der Serie Mythen der Ernährung habe ich ausführlich berichtet und vor einem Monat ein (vorläufiges) Resümee gezogen. Dahingehend gibt es nichts Wesentliches zu ergänzen. Nur eine Sache lohnt, ins Detail zu gehen – auch wenn manch einer die Nase darüber rümpft. Zarte und sensible Gemüter mögen bitte ein parfümiertes Taschentuch bereithalten. 

Disclaimer: Vorweg sei gesagt, dass ich keine medizinische Ausbildung genossen habe und deshalb auch keinen medizinischen Rat geben möchte. Ich bin ein gewöhnlicher Bürger, der sich seines eigenen Verstandes bedient und die Frage stellt: „Was ist wahr, was ist falsch?“ Ich denke, das ist ganz im Sinne des guten Kant.

Zurück zum Punkt. Letztens, es war an einem dieser grauen Montage, aß ich zu Mittag eineinhalb lauwarme Burger einer bekannten Fastfoodkette. Nicht, weil ich ein spezielles Verlangen für diese „Laberln“ gehabt hätte, ganz im Gegenteil, aber die soziale Verpflichtung und ein konditioniertes Verhalten („Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!“) ließen mir wohl keine Wahl. Wie dem auch sei, zwei Stunde später musste ich die Toilette aufsuchen, weil sich mein Magen bemerkbar machte. Es folgte eine Entleerungsexplosion, die mich nachdenklich stimmte. Auch der Geruch dieser Ausscheidung war „atemberaubend“, wenn man so will. Ich stellte also einen Zusammenhang zwischen der schnellen Nahrung und der „Abstoßung“ durch meinen Organismus und den Bewohnern der „Darmflora“ her. Könnten noch andere Faktoren bei dieser „Magen-Darm-Verwüstung“ eine Rolle gespielt haben? Möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Des Weiteren hat mein Darm seine Tätigkeit demonstrativ für fünf Tage eingestellt.

Diese heftige Entleerung sowie der folgende Darm-Streik gaben mir zu denken und so dachte ich eine Weile darüber nach. Der springende Punkt ist, dass ich seit meiner Ernährungsumstellung die faszinierende Erfahrung gemacht habe, dass eine perfekte Ausscheidung weder Spuren hinterlässt noch einen unangenehmen Geruch verbreitet. Mit einmal verstand ich, warum die alten Römer gemeinsam ihr Geschäft verrichten konnten – in öffentlichen Toilettanlagen, ohne Trennwände und parfümierten Duftstoffen. Das damalige Klosettpapier war übrigens ein Staberl, an dessen Ende ein Schwamm befestigt war, der in Wasser getaucht wurde. Sehen Sie, wenn der natürliche Ablauf im Organismus nicht gestört ist (bsp. durch Fehlernährung, Krankheit, Verletzung, Stress, usw.), dann ist die Ausscheidung eine entspannte Angelegenheit, die beiläufig, im Gespräch, erledigt werden kann.

Die Einflussfaktoren, die am Ende dafür verantwortlich sind, dass der (Ab)Gang des Stuhles entspannt, locker und (fast) geruchlos abläuft, sind sicherlich vielerlei und vielschichtig, aber die Ernährung spielt m.E. eine wesentliche Rolle. Garbage in, garbage out, nicht wahr?

Falls Sie unter Verstopfung leiden – oder jemanden kennen, der an einer leidet, dann möchte ich Ihnen zwei wissenschaftliche Studien präsentieren, die zum Ergebnis kommen, dass Ballaststoffe nicht nur keine Besserung erzielen, sondern vielmehr die Verstopfung bzw. die Symptome verschlechtern.

The American Journal of Gastroenterology
Study: „Myths and misconceptions about chronic constipation“ (link)

World Journal of Gastroenterology
Study: „Stopping or reducing dietary fiber intake reduces constipation and its associated symptoms“ (link)

Im Vortrag von Dr. Paul Mason erfahren wir, dass Probanden, die seit Längerem an Verstopfung bzw. Magen-Darm-Beschwerden litten, dadurch eine wesentliche Verbesserung erzielten, in dem Sie für eine Weile KEINE Ballaststoffe zu sich nahmen. 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen angenehmen Stuhlgang.

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Mythen der Ernährung (8): ein persönliches Resümee

Was bisher geschah // Ich komme gerade von Wiens traditionsreichstem Markt, dem Naschmarkt. Jeden Samstag schlagen dort Bauern ihre „Zelte“ respektive Verkaufsstände auf und bieten Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst, Brot, Rohmilch, Käse, Eier und dergleichen an. Während mich früher Märkte völlig überfordert haben, ist es jetzt freilich anders. Weil ich weiß, was ich will, weil ich weiß, was ich nicht will.

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Mythen der Ernährung (7): Die erkrankte Gesellschaft

Was bisher geschah // Ich saß in einer Bäckerei, irgendwo im Süden Niederösterreichs, und wartete auf M. Während ich in mein Tagebuch schrieb und immer wieder einen Schluck vom Kaffee nahm, kam ein Gedanke zum anderen und ohne dass ich danach gesucht hätte, fielen die Puzzlestücke wie von selbst richtig und setzten sich, wenn man so will, wie von Geisterhand zusammen. Ja, diese Gedankenwelt ist oftmals nicht zu begreifen, aber was tut’s zur Sache. Es ist wie es ist und das ist gut so.

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Mythen der Ernährung (5): Was ist gesund, was macht krank?

Was bisher geschah // »Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung!«, wird dem ‚berühmtesten Arzt des Altertums‘ (Wiki) Hippokrates von Kos gerne in den Mund gelegt. Diese Maxime soll uns von nun an als Grundlage für die Entscheidungsfindung bezüglich der „richtigen“ und „gesunden“ Ernährung dienen. Die falsche, das heißt „krank machende“ Ernährung führt in Folge zu den uns so bekannten Zivilisationskrankheiten, wie Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Krebs u.a. Obwohl diese Feststellung in der (von der Industrie geförderten) Wissenschaft und Allgemeinmedizin umstritten ist, scheint sich wenigstens die Molekularmedizin darüber einig zu sein – so wir einem Mitarbeiter des Max Delbrück Zentrum für molekulare Medizin in Berlin Glauben schenken möchten (siehe Die Zeit).

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Mythen der Ernährung (2): Es ist ganz einfach – 3 simple Regeln

Was bisher geschah // Wenn wir uns mit der Ernährung beschäftigen, merken wir, dass es eine Vielzahl an Vorschlägen gibt, die irgendwo zwischen diesen beiden extremen Polen zu finden sind:

Vegan: Vermeidung von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs („Pflanzenfresser“)

Canivore: Ausschließliche Einnahme von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs („Fleischfresser“)

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